Flüchtlingskrise
Merkel: Deutschland soll in Flüchtlingskrise vorangehen

Berlin (dts) – Deutschland soll nach dem Willen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Flüchtlingskrise vorangehen. „Wenn wir mutig sind und vorangehen, wird es wahrscheinlicher, dass es eine europäische Lösung geben wird“, sagte die Kanzlerin am Mittwoch im Bundestag. Wenn die EU in der Flüchtlingskrise versage, würden die Fundamente der europäischen Gemeinschaft beschädigt, warnte die Kanzlerin: „Wenn Europa in der Flüchtlingsfrage versagt, ginge ein entscheidender Gründungsimpuls eines geeinten Europas verloren. Nämlich die enge Verbindung mit den universellen Menschenrechten, die Europa von Anfang an bestimmt hat und die auch weiter gelten muss.“ Deutschland werde „nicht einfach weitermachen können wie bisher“, mahnte Merkel. Höchste Priorität habe die Integration der Asylbewerber: So müsse den Menschen, die im Land bleiben dürften, deutlich gemacht werden, welche Regeln hierzulande herrschten. Die Menschen, die aus wirtschaftlichen Motiven nach Deutschland kommen, würden nicht in Deutschland bleiben können, so Merkel weiter. Die Flüchtlingskrise könne nicht allein auf nationaler Ebene gelöst werden, betonte die Kanzlerin. Vielmehr sei ein Kraftakt der gesamten EU notwendig.

Spritpreise
ADAC: Benzin und Diesel werden wieder teurer

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München (dts) – Die Preise für Benzin und Diesel steigen wieder. In der aktuellen ADAC-Auswertung kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt 1,351 Euro – das sind 0,1 Cent mehr als in der Vorwoche, teilte der Automobilclub am Mittwoch mit. Deutlicher aufwärts geht es beim Diesel: Der Preis für einen Liter ist um 1,5 Cent auf durchschnittlich 1,148 Euro gestiegen. Diesel setzt damit den Aufwärtstrend aus der Vorwoche fort, als der Kraftstoff erstmals seit Ende Juni wieder teurer wurde. Erstmals in diesem Jahr ist die Preisdifferenz zwischen Benzin und Diesel mit rund 20 Cent geringer als die steuerliche Spreizung von 22 Cent.

Börse Frankfurt
DAX am Mittag mit deutlichen Gewinnen

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Frankfurt/Main (dts) – Die Börse in Frankfurt hat am Mittwochmittag zunächst deutliche Kursgewinne verzeichnet. Kurz vor 12:30 Uhr wurde der Deutsche Aktienindex mit 10.450,34 Punkten berechnet. Dies entspricht einem Plus von 1,74 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kursliste stehen die Anteilsscheine von Daimler, BMW und HeidelbergCement. Die Aktien der Lufthansa, Commerzbank sowie von RWE bilden die Schlusslichter der Liste.

Tarifstreit
Gericht stoppt Piloten-Streik bei der Lufthansa

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Das Hessische Landesarbeitsgericht hat den Pilotenstreik bei der Lufthansa vorerst gestoppt. Das Gericht erließ eine einstweilige Verfügung gegen die streikende Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC).

Wahltrend
Umfrage: Leichte Gewinne für Union

Berlin (dts) – Die Union hat in der Wählergunst leicht Gewinne verbuchen können: Im aktuellen „Stern“-RTL-Wahltrend kommen CDU/CSU auf 41 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche. Während die SPD weiter ihre 24 Prozent behauptet, verlieren im Vergleich zur Vorwoche sowohl Grüne als auch Linke einen Punkt auf jeweils zehn Prozent. Auch die FDP büßt einen Punkt ein und rutscht auf vier Prozent ab. Die AfD gewinnt einen Punkt hinzu auf nun ebenfalls vier Prozent. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen sieben Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 30 Prozent.

Politik
Studie: Weniger Interesse an politischer Beteiligung im Osten

Berlin (dts) – 25 Jahre nach der Einheit ist das grundsätzliche Interesse an Politik in Ost- und Westdeutschland zwar ähnlich ausgeprägt, jedoch ist im Westen die Bereitschaft zum eigenen Engagement größer und die feste Bindung an Parteien nach wie vor stärker. Das ergab eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW), über die die „Saarbrücker Zeitung“ (Mittwochausgabe) berichtet. Demnach geben sich 50 Prozent der Westdeutschen als Anhänger einer bestimmten Partei aus, während es nur 41 Prozent der Ostdeutschen sind. Auch die Beteiligung an Bundestagswahlen ist im Osten seit der Einheit durchweg um drei bis acht Prozent niedriger als im Westen, und das in allen Altersgruppen. Also auch bei jenen, die erst nach der Wiedervereinigung groß wurden. Bei Landtagswahlen driften die Teilnehmerzahlen erst seit kurzem auseinander – sie lassen in den neuen Ländern noch stärker nach als im Westen und liegen zum Teil schon unter 50 Prozent. Auch die geringere Zahl von Initiativen für Volksentscheide – 4,5 je 100.000 Einwohner im Osten, 6,7 im Westen – deutet laut der Studie auf ein niedrigeres Interesse an konkreter politischer Beteiligung in den Neuen Ländern hin. Erstaunlich ähnlich sind sich Ost- und Westdeutsche hingegen inzwischen in ihren Auffassungen über den Sozialstaat. 91 Prozent der Ost- und 88 Prozent der Westdeutschen sahen ihn 2014 in der Pflicht, bei Krankheit, Not, Arbeitslosigkeit oder im Alter für ein Auskommen zu sorgen. Kurz nach der Wende waren die Ostdeutschen noch zu 99 Prozent dieser Meinung gewesen, die Westdeutschen zu 91 Prozent. Allerdings finden Ostdeutsche weiterhin die sozialen Unterschiede in Deutschland häufiger zu groß und Gewinne eher ungerecht verteilt als Bürger in den alten Ländern.

Flüchtlingskrise
Union kritisiert Moscheebau-Angebot aus Saudi-Arabien

Berlin (dts) – Berichte über ein Angebot aus Saudi-Arabien für den Bau von 200 Moscheen für muslimische Flüchtlinge in Deutschland sind in der Union auf Ablehnung gestoßen. Gegenüber „Bild“ (Mittwoch) erklärte der stellvertretende CDU-Vorsitzende und Integrationsexperte Armin Laschet: „Statt darüber nachzudenken, in Deutschland in Moscheen zu finanzieren, sollte Saudi-Arabien lieber Flüchtlinge aufnehmen und die Finanzierung des IS einstellen.“ Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Stephan Mayer (CSU), forderte mehr Solidarität mit den Flüchtlingen in Deutschland. Gegenüber „Bild“ erklärte Mayer: „Saudi-Arabien ist ein so unermesslich reiches Land, dass es mit Leichtigkeit eine hohe Anzahl an Flüchtlingen aufnehmen könnte. Deutschland braucht keine Spende von 200 Moscheen, sondern Solidarität mit den Flüchtlingen.“ CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer erklärte: „Das Verhalten Saudi-Arabiens, selbst keine Flüchtlinge aufzunehmen, aber in Deutschland Moscheen bauen zu wollen, ist mehr als zynisch. Wo bleibt die Solidarität in der arabischen Welt. Europa muss von der gesamten arabischen Welt einen echten Beitrag bei der humanitären Aufnahme der Flüchtlingsströme einfordern.“ Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hatte am Dienstag unter Verweis auf die libanesische Zeitung „al Diyar“ berichtet, die Regierung in Riad biete der Bundesregierung den Bau von 200 Moscheen an. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte dazu gegenüber „Bild“: „Sollte ein entsprechender Vorschlag die Bundesregierung erreichen, werden wir ihn in aller Sorgfalt prüfen.“

Piloten-Streik
Lufthansa-Piloten dürfen weiterstreiken

Frankfurt/Main (dts) – Die Piloten der Lufthansa dürfen ihren Streik fortsetzen. Das entschied das Arbeitsgericht Frankfurt am Main am Dienstag. Die Lufthansa hatte zuvor den Erlass einer entsprechenden einstweiligen Verfügung gegen die Vereinigung Cockpit beantragt. Wegen des erneuten Piloten-Streiks bei der Lufthansa fallen am Mittwoch rund 1.000 Flüge aus. Von den Flugstreichungen seien 140.000 Passagiere betroffen, teilte die Lufthansa am Dienstag mit. Am Nachmittag kündigte die Fluggesellschaft außerdem an, eine Schadenersatzklage gegen Cockpit einzureichen. Dabei geht es allerdings um den Pilotenstreik im April 2014. Damals hatte die Vereinigung Cockpit die Lufthansa Cargo bestreikt, obwohl der entsprechende Tarifvertrag noch galt, so die Lufthansa. Der Schaden für den Lufthansa-Konzern aus dem Streik im April 2014 belief sich auf insgesamt rund 60 Millionen Euro.
 

Dennis Schröder bester Werfer
Basketball-EM: Deutschland unterliegt der Türkei mit 75:80

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Basketball-EM: Türkei gewinnt Vorrundenspiel gegen Deutschland 80:75 Berlin (nex) – In der Vorrunde der Gruppe B bei der Basketball-EM in Berlin hat Gastgeber Deutschland einen herben Rückschlag erlitten. Nach dem engen 71:65-Erfolg im Auftaktspiel gegen Island und der 66:68-Niederlage gegen Serbien verlor die Mannschaft um Dirk Nowitzki gegen die Türkei mit 75:80 (24:41). Auch eine Aufholjagd nach einem zwischenzeitlichen 24-Punkte-Rückstand konnte nichts an den Kräfteverhältnissen mehr ändern. Während Deutschland nun um seinen Einzug ins Achtelfinale bangen muss, stehen die Chancen für die Türkei, weiterzukommen, gut. Die Türken hatten das Auftaktspiel gegen Italien 89:87 gewonnen und im zweiten Spiel gegen den haushohen Gruppenfavoriten Spanien mit 77:104 verloren. Das Restprogramm der Türkei lautet: Serbien (Mittwoch) und Island (Donnerstag). Deutschland spielt noch gegen Italien (Mittwoch) und Spanien (Donnerstag). Dirk Nowitzki, mit 15 Punkten zweitbester Werfer seiner Mannschaft nach Dennis Schröder (24) war, zeigte sich gegenüber der dpa über das Spiel seiner Mannschaft enttäuscht. Er äußerte: «Das Problem im ersten Viertel war, dass wir immer den Ball aus dem Netz holen mussten und dann können wir auch das Spiel nicht schnell machen. Dann müssen wir jedes Mal vortrotteln und dann irgendein System rennen, dass die wahrscheinlich eh besser kannten, als wir selber.»

Krieg gegen den Terror
Türkei marschiert im Irak ein

Türkische Spezialkräfte weiten Krieg gegen PKK aus – Einmarsch in Irak 
Ankara (nex/eurasia)  – Türkische Spezialkräfte haben am Dienstag mit einer Bodenoffensive im Irak gegen die Terrororganisation PKK gestartet. Der Schritt erfolgte, nachdem die PKK zuvor in der Nacht zum Montag einen Großangriff auf die türkische Militärbasis in Dağlıca, bei der 16 Soldaten starben, vorgenommen hatte.
Zwei Einheiten der türkischen Spezialkräfte sind mit Unterstützung aus der Luft in den Nordirak eingedrungen. Ziel ist es, zwei PKK-Gruppen, jeweils 20 Mann groß, zu verfolgen, die am Angriff auf türkische Soldaten in Dağlıca beteiligt gewesen sein sollen.
Die türkische Regierung erklärte:
„Türkische Spezialeinheiten kreuzten die irakische Grenze, um PKK-Terroristen nachzugehen. Das ist eine kurzfristige Maßnahme, um zu verhindern, dass die Terroristen entkommen.“   Erschienen am 08.09.2015 auf eurasianews.de