Netanyahu trifft Obama
Israel: Netanyahu will fünf Milliarden an Militärhilfe von Barack Obama

Jerusalem (nex) – Israels Premierminister Benjamin Netanyahu wird am kommenden Montag zum mittlerweile 16. Mal in dessen mittlerweile fast siebenjähriger Amtszeit mit US-Präsident Barack Obama zusammentreffen. Israelischen Medien zufolge wird es bei den Gesprächen in Washington um Militärhilfe für den US-Verbündeten und um den andauernden Konflikt zwischen Israel und Palästina gehen. Der Jerusalem Post zufolge hofft Netanyahu darauf, zusätzlich zwei Milliarden US-Dollar an Militärhilfe für Israel sichern zu können. „Israel will jetzt ein auf mehrere Jahrzehnte fixiertes Sicherheitspaket im Umfang von jährlich fünf Milliarden US-Dollar schnüren, das 2017 in Kraft treten und eine Steigerung gegenüber der letzten Drei-Milliarden-Paketlösung darstellen soll“, wird eine israelische Quelle aus dem Sicherheitsapparat in der Jerusalem Post zitiert. „Nachdem der Iran seine Positionen in Syrien verstärkt hat, ist seine Armee in der Region stärker geworden.“ Israel ist zudem noch weiteren Sicherheitsrisiken ausgesetzt. Neben der Hisbollah im Norden und der Hamas in Gaza gewinnt nun auch der so genannte „Islamische Staat“ (IS) in Gaza und im Sinai an Terrain.

Flüchtlingskrise
Asselborn warnt vor Grenzschließungen

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Luxemburg (dts) – Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat in der Flüchtlingskrise vor einem Zusammenbruch des Schengen-Systems gewarnt. „Wir haben nur noch ein paar Monate Zeit, um zu verhindern, dass überall in Europa die Grenzübergänge scharf überwacht werden“, sagte Asselborn dem „Tagesspiegel am Sonntag“. Der Verlust des kontrollfreien Grenzübertritts, wie er im Schengen-Abkommen vorgesehen ist, wäre „ein Rückschlag für die Wirtschaft, vor allem aber auch für die Bürger“, sagte Asselborn, dessen Land gegenwärtig den EU-Vorsitz innehat.

Historisches Treffen
Präsidenten von China und Taiwan treffen sich erstmals seit 1949

Singapur (dts) – Erstmals seit 1949 haben sich am Samstag die Präsidenten Chinas und Taiwans getroffen. Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping und sein taiwanischer Amtskollege Ma Ying-jeou gaben sich vor Hunderten Journalisten die Hand und zogen sich anschließen zu Gesprächen zurück. Die Unterzeichnung von Vereinbarungen und eine gemeinsame Erklärung im Anschluss an das Treffen sind nicht geplant. In der Nacht zum Samstag hatten Gegner der Annäherung Taiwans an China in Taipeh gegen das Treffen protestiert und versucht, das Parlament zu stürmen. Die Volksrepublik China betrachtet Taiwan als eine abtrünnige Provinz ihres Staatsgebiets, während sich die Republik China auf Taiwan als souveräner Staat sieht.

1. Bundesliga
Noch ein Schützenfest der Bayern: München schlägt Stuttgart 4:0

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München (dts) – Am zwölften Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga hat der FC Bayern den VfB Stuttgart mit 4:0 geschlagen. Die Schwaben gingen überraschend offensiv in die Partie und setzten die Bayern früh unter Druck. Dadurch öffneten sich Räume, die Robben nach einem Konter in der elften Minute zum 1:0 nutzen konnte. In der 17. Minute erhöhte Costa auf 2:0 für den Rekordmeister. Danach bestimmten die Gastgeber die Begegnung nach Belieben. Lewandowski traf in der 37. Minute auf 3:0. Müller erhöhte nur drei Minuten später auf 4:0. In der zweiten Hälfte traten die Schwaben defensiver auf und bemühten sich um Schadensbegrenzung. München scheiterte in der 52. Minute an einem weiteren Tor, als Robben einen Lupfer knapp über das Tor setzte. Der starke Stuttgarter Schlussmann Tytoń verhinderte mehrfach mit einer starken Leistung eine noch deutlichere Niederlage. In den übrigen Spielen unterlag Leverkusen Köln mit 1:2, Gladbach und Ingolstadt trennten sich torlos, Mainz siegte gegen Wolfsburg 2:0 und Hoffenheim und Frankfurt trennten sich 0:0. Am Abend folgt noch die Partie zwischen Darmstadt und Hamburg. Anpfiff ist um 18.30 Uhr.

Braune Wurzeln
Militärischer Abschirmdienst lässt Vergangenheit auf Nazis untersuchen

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Berlin (dts) – Auch der Militärische Abschirmdienst (MAD) lässt nun seine Geschichte aufarbeiten. In der Vergangenheit hatte der Geheimdienst der Bundeswehr Anfragen zur eigenen Historie unter anderem mit dem Hinweis abgewiegelt, man habe kein Archiv, berichtet der „Spiegel“. Inzwischen räumt der Dienst ein, dass sich dieses in Köln befinde. Die Aufarbeitung übernimmt dem Bericht zufolge das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam. Der MAD ist damit die 14. Bundesbehörde, die ihre Vergangenheit auf braune Wurzeln hin untersuchen lässt oder solche Arbeiten gerade abgeschlossen hat. Diese Woche stellte ein Team des Instituts für Zeitgeschichte und des Zentrums für Zeithistorische Forschung überraschende Ergebnisse zum Innenministerium (BMI) vor. Die Zahl ehemaliger Nazis auf der Leitungsebene war dort nicht nur besonders hoch, sondern stieg im Laufe der Zeit auch noch an: von 50 Prozent 1950 auf 66 Prozent 1961. Bislang gingen Historiker davon aus, dass in der alten Bundesrepublik die Sensibilität für NS-Belastung mit der Zeit zunahm. Im BMI sanken jedoch offenkundig die Hemmschwellen, Altnazis einzustellen, schreibt der „Spiegel“.    

Bevölkerungsentwicklung
Leichte Erholung bei der Geburtenziffer: Stagnation bei ausländischen Müttern

Wiesbaden (dts) – Die zusammengefasste Geburtenziffer aller Frauen in Deutschland ist in den Jahren 2011 bis 2013 von 1,39 auf 1,42 Kinder je Frau geringfügig gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag weiter mitteilte, trugen vor allem Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit zu diesem Anstieg bei. Ihre Geburtenziffer nahm im gleichen Zeitraum von 1,34 auf 1,37 Kinder je Frau zu. Bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit stagnierte dagegen die zusammengefasste Geburtenziffer um 1,80 Kinder je Frau. Zwischen 1991 und 2013 war die Geburtenziffer der Ausländerinnen in Deutschland von 2,04 auf 1,80 Kinder je Frau gesunken.

Schutzstatus syrischer Flüchtlinge
Berliner SPD: De Maizière wirkt zunehmend desorientiert

Berlin (dts) – Die Berliner SPD hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wegen seines Vorstoßes zum Schutzstatus syrischer Flüchtlinge scharf kritisiert: „Der Vorgang ist beispiellos, der Innenminister wirkt zunehmend desorientiert“, sagte der Landesvorsitzende Jan Stöß dem „Tagesspiegel“. Die Grünen-Abgeordnete Renate Künast warf de Maizière vor, in der Flüchtlingsfrage unberechenbar zu handeln. „Deutschland steht vor einer außerordentlich großen Aufgabe. De Maizière hat als Innenminister die zentralste Aufgabe neben der Kanzlerin“, sagte Künast dem „Tagesspiegel am Sonntag“. „Seit Monaten allerdings verstärkt sich der Eindruck, dass er keine Hilfe ist, sondern eine Art `lose Kanone`, deren desaströse Wirkung wir langsam fürchten.“ De Maizière hatte am Freitag zunächst angekündigt, den Schutzstatus syrischer Flüchtlinge zu verschlechtern, den Vorschlag aber noch am selben Abend zurückgenommen.

Türkische Fluglinie auf Erfolgskurs
Turkish Airlines verdoppelt Gewinn nahezu

Istanbul (nex) – Die staatliche türkische Luftfahrtgesellschaft Turkish Airlines hat am Freitag mitgeteilt, in den ersten drei Vierteln des Jahres 2015 einen Nettogewinn von 2,4 Milliarden TL (ca. 766 Mio. Euro) erzielt zu haben. Gegenüber dem Ergebnis im Vergleichszeitraum des Vorjahres habe man den Gewinn von damals 1,545 Mrd. TL (ca. 493 Mio. Euro) nahezu verdoppeln können. Rechnet man den Kursverfall der türkischen Lira mit ein, wies die Fluglinie einen operativen Gewinn in Höhe von 2,523 Mrd. ZL (ca. 806 Mio. Euro) aus, was ein Plus von 70 Prozent gegenüber der ersten Jahreshälfte 2015 bedeutet, und steigerte den Nettogewinn um 54 Prozent auf 2,376 Mrd. TL (ca. 759 Mio. Euro) in den ersten neun Monaten des Jahres. Die Gewinnmarge des Unternehmens vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisierung, die ein gutes Werkzeug zur Veranschaulichung seines Potenzials zur Erzielung von Einnahmen darstellt, steigerte sich zwischen Januar und September 2015 um 5,5 Prozent auf 26,6 Prozent, gegenüber den 26,2 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Kapazität der Linie, ausgedrückt in Sitzplatzbelegung pro Flugkilometer, spiegelt sich in einer Auslastung von 79 Prozent wider. Insgesamt hat man in den ersten neun Monaten des Jahres 46,5 Millionen Passagiere auf 341 000 Flügen befördert. Darüber hinaus wurde man zum mittlerweile fünften Mal in Folge zur „Besten Fluglinie Europas“ gekürt. Turkish Airlines fliegt derzeit 50 türkische und 230 internationale Flughäfen an, insgesamt 280 Ziele in 110 Ländern der Welt.

"Die Diplomatin"
Natalia Wörner: Das Thema Rauchen ist bei mir ein leidiges

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Berlin (dts) – Schauspielerin Natalia Wörner ist während der Dreharbeiten für die ARD-Reihe „Die Diplomatin“ einem überwunden geglaubten Laster wieder verfallen: „Das Thema Rauchen ist bei mir ein leidiges“, sagte Wörner der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Es gab Jahre, in denen ich nicht geraucht habe, und ich hatte auch vor den Dreharbeiten zur `Diplomatin` nicht geraucht. Für den Film musste ich dann rauchen.“ Das sei der Rückfall gewesen. „Ich höre immer wieder auf, aber ich fange dann leider auch immer wieder an.“ Zur Vorbereitung auf die Rolle hatte sich Wörner Ende vergangenen Jahres Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und dessen diplomatischem Tross auf einer Reise nach Südkorea und Indonesien angeschlossen: „Just an dem Tag, an dem ich sie angeboten bekam, gab es ein Fest der SPD, bei dem auch Frank-Walter Steinmeier anwesend war. Ich habe ihm von der Idee und dieser Rolle erzählt und auch von meinem Wunsch, mich so nah an der politischen Realität zu bewegen wie es geht und vielleicht auch schon in der Buchentwicklung mit Leuten vom Auswärtigen Amt zusammenzuarbeiten. Er fand es interessant und relevant und hat dann tatsächlich gesagt: Das machen wir.“ Die Reise, so Wörner weiter, habe sie in der Ansicht bestätigt, „dass der Umgangston, der Humor, aber auch die Konfrontation auf respektvollem und intelligentem Niveau stattfinden. Das sind schon Menschen, die sich ganz gut in der Welt bewegen können und mit wahnsinnig viel Lust am Gegenüber ausgestattet sind. Sie sind alle sehr leidenschaftlich in ihrem Beruf.“

"Geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung"
Zentralrat der Muslime begrüßt Sterbehilfe-Beschluss

Berlin (dts) – Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat die Entscheidung des Bundestags zur Sterbehilfe begrüßt. „Wir sind mit dem Kompromiss zufrieden, weil die geschäftsmäßige Sterbehilfe unterbunden wird“, sagte der Vorsitzende Ayman Mazyek der „Rheinischen Post“. „Es gibt aus religiöser Sicht keine Rechtfertigung, beim Sterben selbst Hand anzulegen“, betonte er. Der Bundestag hatte am Freitag eine neue Regelung zur Sterbehilfe beschlossen, nach der in neuer Straftatbestand im Strafgesetzbuch eingeführt werden soll, der die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung unter Strafe stellt. Angehörige oder andere dem Suizidwilligen nahestehende Personen, die sich lediglich als nicht geschäftsmäßig handelnde Teilnehmer an der Tat beteiligen, werden aber von der Strafandrohung ausgenommen.