Weihnachtsbotschaft aus Ankara
Erdoğan an türkische Christen: „Vielfalt der Religionen und Kulturen ist Anatoliens Reichtum“
Ankara (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat den türkischen Christen zum Weihnachtsfest gratuliert. Dies geht aus einer Erklärung auf der Webseite des türkischen Präsidialamtes hervor. In seiner Ansprache betonte Erdoğan dabei, dass auf den anatolischen Territorien seit Jahrhunderten unterschiedliche Kulturen und Religionen in Frieden sowie Brüderlichkeit zusammengelebt hätten. Diskriminierung jedweder Art habe im Zivilisationsbecken Anatolien nie eine Grundlage gefunden. Die Türkei sei gegen jede Art von Diskriminierung und Rassismus, unterstrich Erdoğan und betonte, dass im Rahmen der Werte der Zivilisation die Existenz unterschiedlicher Religionen und Kulturen als ein Reichtum betrachtet werde.
Anatolien habe seit jeher vor Konflikten, Kriegen, Grausamkeit und Unterdrückung geflohenen Menschen ein schützendes Dach und einen sichere Hafen geboten. In seiner Botschaft wünschte Erdoğan allen türkischen Bürgern der unterschiedlichen christlichen Konfessionen, Traditionen und Kirchen ein frohes Weihnachtsfest in Einheit und Gemeinsamkeit. Ferner habe Staatspräsident Erdoğan allen Christen auf der Welt zum heiligen Fest gratuliert, heißt es in der Erklärung der Pressezentrale des Staatspräsidiums.
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Verhinderter Suizid
Türkei: Erdoğan verhindert Selbstmord auf der Bosporusbrücke
Istanbul (nex) – Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat am Freitag einen Selbstmordversuch auf der Bosporusbrücke verhindert. Wie die Tageszeitung „Daily Sabah“ berichtet, war ein Mann in suizidaler Absicht auf die Bosporusbrücke geklettert, als gerade der Konvoi des türkischen Staatspräsidenten vom Freitagsgebet auf der asiatischen Seite der Stadt gefahren kam. Erdoğan ließ den Konvoi anhalten und Mitarbeiter seines Stabes das Gespräch mit dem verzweifelten Mann suchen, der aus Siirt, dem Heimatort der Ehefrau des Präsidenten stammt und nach eigenen Angaben in den Tod springen wollte, weil es ihm nicht erlaubt sei, seine Kinder zu sehen.
Als er merkte, dass Präsident Erdoğan selbst zugegen war, ließ er von seinem Vorhaben ab und ersuchte darum, mit diesem sprechen zu können. Erdoğan griff in Gegenwart des Mannes zum Telefon, um persönlich gegenüber den Behörden anzuordnen, sich den Fall noch einmal anzusehen. Der Mann, Vezir Ç., ließ daraufhin von seinen Suizidplänen ab.
Urbi et orbi
Papst fordert in Weihnachtsansprache einen Waffenstillstand für Syrien
Rom (dts) – Papst Franziskus hofft, dass die jüngste UN-Resolution zur Beendigung des Krieges in Syrien beiträgt. Die Waffen müssten schweigen, damit die humanitäre Lage der vom Krieg zermürbten Bevölkerung endlich verbessert werden könne, sagte er während seiner Weihnachtsbotschaft auf dem Petersplatz in Rom. Die internationale Gemeinschaft müsse dem islamistischen Terrorismus Einhalt gebieten.
Die Grausamkeiten, die in Syrien, dem Irak, im Jemen und in einigen afrikanischen Ländern zahlreiche Opfer forderten, müssten gestoppt werden. Außerdem rief er zu Frieden im Nahen Osten und in Afrika auf. Israelis und Palästinenser sollten wieder in direkten Dialog miteinander treten, sagte Franziskus vor zehntausenden Zuschauern im Vatikan. Zudem spendete der Papst den traditionellen Segen „Urbi et orbi“ – der Stadt und dem Erdkreis. Die Zeremonie auf dem Petersplatz in Rom wurde von 150 Fernsehsendern in rund 70 Länder übertragen.
Gefährliches Feuerwerk
Feuerwehrverband: Leichtsinn bei Silvesterfeuerwerk kann Eigentum und Gesundheit gefährden
Berlin (dts) – Der Deutsche Feuerwehrverband hat vor dem Feuerwerk zu Silvester gewarnt. „Gefährlich ist die Kombination von Alkohol, Feuerwerkskörpern und Unachtsamkeit“, sagte Hermann Schreck, Vizepräsident des DFV. Er appellierte an alle Organisatoren und Gäste von Feiern, durch umsichtiges Verhalten Unfälle zu vermeiden. „Denken Sie bereits beim Schmücken der Räume an das Freihalten der Fluchtwege und schwer entflammbare Dekoration“, so Schreck.
Beim Jahreswechsel kommt es vor allem in engen Partykellern, vollgestellten Gartenlauben oder normalerweise anderweitig genutzten Hallen zu Bränden durch leicht entflammbare Dekorationsartikel. Zudem verzeichneten die Rettungsdienste viele Einsätze durch in der Enge gezündetes Tischfeuerwerk oder Knallkörper, die in Personengruppen explodieren. „Ausgelassenheit durch Alkoholkonsum fördert die Unachtsamkeit – schnell werden dann Wunderkerzen im trockenen Weihnachtsbaum entzündet oder Heizstrahler mit Jacken bedeckt“, erklärt der Experte. Kombiniert mit der Enge und fehlenden Fluchtwegen in Privaträumen, die nicht für große Feiern ausgelegt sind, kann dies auch zur Panik im Brandfall führen. Auch im Straßenraum lauern laut Schreck Gefahren für Feiernde: „Viele Unfälle entstehen beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern – insbesondere dann, wenn diese unsachgemäß gezündet werden.“ Der DFV-Vizepräsident bittet Autofahrer wie Fußgänger um erhöhte Aufmerksamkeit in der Silvesternacht.
Wirtschaftliche Freiheit
Etatismus auf Steroiden: FDP-Stiftung sieht wirtschaftliche Freiheit weiter schwinden
Potsdam (dts) – Der Staat nimmt laut einer Studie der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung immer stärker Einfluss auf die Wirtschaft. Seit 2008 sinke der Stand des hierfür konstruierten Index, so die Stiftung. Die Einbußen des Vorjahres-Spitzenreiters Bayern um 0,2 Indexpunkte haben dem Freistaat demnach den Verlust der alleinigen Spitzenstellung gebracht.
Mit 7,1 von 10 Indexpunkten teilen sich nunmehr Bayern und Baden-Württemberg den ersten Platz im diesjährigen Ranking, Rheinland-Pfalz übernimmt Platz 3 (6,8), Niedersachsen sowie Schleswig-Holstein folgen. Neben Bayern mussten auch Berlin, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, das Saarland und Schleswig-Holstein Indexpunkte lassen. Berlin ist mit 5,2 Punkten Schlusslicht. Für den Index der wirtschaftlichen Freiheit werden eine Reihe von Indikatoren für den Einfluss des Staates auf das Wirtschaftsgeschehen bewertet. Durch Konsum und Investitionen, durch Erhebung von Steuern oder sozialpolitische Umverteilung, überall hinterlasse der Staat einen Fußabdruck, der nicht ohne Auswirkungen auf Wohlstand, Wachstum und Beschäftigung bleibe, so die Studie. Wie in den Jahren zuvor sind die neuen Bundesländer am Ende der Rangliste zu finden. Noch immer sei es nicht gelungen, zu den alten Bundesländern aufzuschließen. Bei den Indikatoren, mit denen die Staatsaktivitäten in der Wirtschaft gemessen werden, liegen sie deutlich hinter den alten Bundesländern zurück. Besser schneiden die neuen Bundesländer hingegen bei der steuerlichen Belastung der Wirtschaft ab, bei den sozialpolitischen Indikatoren ist das Bild dagegen gemischt.
Tote im Flugverkehr
Mindestens 529 Tote: Terrorismus und Selbstmordflug von Barcelona trüben Flugsicherheits-Bilanz 2015
Hamburg (dts) – Im Jahr 2015 sind weltweit mindestens 529 Menschen bei Flugzeugunglücken im Zusammenhang mit Passagierflügen ums Leben gekommen. Im Jahr 2014 waren fast tausend Menschen bei Flugzeugabstürzen ums Leben gekommen – vier Mal mehr als im Jahr zuvor. Der Germanwings-Flug 9525 von Barcelona nach Düsseldorf geht mit 150 Todesopfern in die Statistik ein, die über der Sinai-Halbinsel abgestürzte russische Maschine mit 224 Toten.
Beim Absturz einer ATR 72-600 der TransAsia Airways im Februar starben nach dem Start in Taipeh 43 Menschen, im August kamen in Indonesien beim Absturz eines Inlandsflugs von Jayapura nach Oksibil in der Region Papua alle 54 Insassen ums Leben. Anfang November starben nach Regierungsangaben 37 Personen beim Absturz einer Antonow An-12 im Südsudan. Bei weiteren Abstürzen von kleineren Passagierflügen starben 2015 mindestens 21 Menschen.
"Klare Kante gegenüber der AfD zeigen"
SPD-Generalsekretärin wirft Union mangelnde Distanz zur AfD vor
Berlin (dts) – Die neue SPD-Generalsekretärin Katarina Barley hat CDU und CSU aufgefordert, sich stärker von der AfD zu distanzieren. Gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“ erhob Barley den Vorwurf, „dass die Union die AFD sogar noch stark macht, wie die CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner es in Rheinland-Pfalz tut“. Dahinter stecke strategisches Kalkül mit Blick auf die Landtagswahlen.
„Ich finde das absolut unverantwortlich.“ Es bestehe die Gefahr, dass die Rechten im März in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt in die Landtage einziehen könnten. Vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte sollten sich alle Parteien aber hüten, die äußerste Rechte für eigene Zwecke einzusetzen, sagte Barley. „Im Gegenteil, wir müssen von Anfang an klare Kante gegenüber der AfD zeigen – das erwarte ich auch von der Union.“
Mitgliederschwund
Trotz Mitgliederschwund: CDU wieder mitgliederstärkste Partei
Berlin (dts) – Trotz des parteiinternen Streits über die Flüchtlingspolitik hat die Union in diesem Jahr weniger Mitglieder verloren als die SPD: Mit 446.859 Mitgliedern ist die CDU laut eines Berichts der „Berliner Zeitung“ damit nach einer dreijährigen Unterbrechung wieder stärkste Partei in Deutschland. Die Sozialdemokraten zählen noch 445.534 Beitragszahler. Stichtag war jeweils Ende November.
Bei der CDU hätten sich angesichts der Flüchtlingsdebatte „sowohl die Zahl der Eintritte wie auch die Zahl der Austritte im Vergleich zu den Vormonaten erhöht“, heißt es im Konrad-Adenauer-Haus. Unter dem Strich ist die Partei seit Anfang des Jahres um etwa 10.000 Mitglieder geschrumpft.
Die SPD verlor ihrerseits mehr als 14.000 Mitglieder. Beim Kampf um den dritten Platz im Parteiengefüge bleiben die Grünen (minus 800 auf 59.526) der Linkspartei (minus 900 auf 59.634) dicht auf den Fersen. Die FDP kann ihre während der schwarz-gelben Regierungszeit begonnene rasante Talfahrt verlangsamen und verliert etwa 900 auf rund 54.000 Mitglieder.
Die AfD verzeichnet nach Angaben eines Sprechers aktuell 18.612 Mitglieder. Hinzu kämen noch etwa 1.900 unbearbeitete Anträge. Damit nähert sich die Partei wieder ihrem Mitgliederstand vor der Spaltung auf dem Essener Parteitag im Juli an. In den Wochen danach war die Zahl der Beitragszahler nach offiziellen Angaben durch Austritte bis auf etwa 16.000 gesunken.
Flüchtlingskrise
Syrienkonflikt: UN-Flüchtlingskommissar appelliert an Europa und die USA
New York (dts) – UN-Flüchtlingshochkommissar António Guterres in seiner letzten Rede vor dem UN-Sicherheitsrat ein Investitionsprogramm für die syrischen Nachbarstaaten gefordert, um die Flüchtlingskrise nachhaltig einzudämmen. Man brauche einen „New Deal“ der Staatengemeinschaft, insbesondere von Europa, mit den Ländern rund um Syrien, so Guterres in New York. Man müsse den Regierungen der betroffenen Region helfen, um die Flüchtlinge vor weiterem Elend zu schützen.
Ohne diese Hilfen, würden immer mehr Syrer keine andere Wahl haben, als sich auf den Weg nach Europa zu machen. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR leben gegenwärtig im Libanon (mehr als eine Million), in Jordanien (650.000) und in der Türkei die meisten Flüchtlinge – viele sind vor der Terrormiliz „Islamischer Staat“ aus Syrien geflohen. António Guterres ist seit zehn Jahren UN-Flüchtlingshochkommissar. Ab Januar 2016 wird der Italiener Filippo Grandi dieses Amt übernehmen.


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