Berlin
Steinmeier begrüßt Abschluss des OSZE-Haushaltes 2016

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Berlin (dts) – Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat den fristgerechten Abschluss des Haushaltes der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) begrüßt. „Das war eine harte Nuss und hat über längere Zeit – auch während der Feiertage – beharrliche Verhandlungen in Wien und mit den Außenministerkollegen in den Hauptstädten gefordert“, sagte Steinmeier am Vorabend der Übernahme des OSZE-Vorsitzes. „Dass es uns heute gelungen ist, den Haushalt für das kommende Jahr in trockene Tücher zu bringen, ist auch der Bereitschaft der OSZE-Partner zu verdanken, Kompromisse einzugehen und aufeinander zuzugehen, wenn es darauf ankommt.“ Damit sei nun das reibungslose Funktionieren der Organisation sichergestellt. „Das ist ein gutes Omen. Nun können wir uns unmittelbar mit Beginn unseres OSZE-Vorsitzes mit voller Kraft der Sacharbeit widmen“, so der Bundesaußenminister. Deutschland übernimmt im Jahr 2016 den Vorsitz der OSZE, 2017 wird dann Österreich Vorsitzland.  

Iran-Sanktionen
Iran will Raketenprogramm ausweiten

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Tehran (dts) – Irans Präsident Hassan Rohani seinen Verteidigungsminister aufgefordert, das Raketenprogramm auszubauen.

Dies sei eine Antwort auf die geplanten US-Sanktionen, begründete Rohani den Schritt. Das Vorgehen der USA sei eine unrechtmäßige Einmischung. Zuvor hatten verschiedene US-Medien berichtet, dass Washington erstmals seit dem Abschluss des Atomabkommens mit dem Iran neue Sanktionen gegen mehrere Firmen und Einzelpersonen in der Islamischen Republik, Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten vorbereiten. Diese sollen bei der Entwicklung des iranischen Raketenprogramms geholfen haben.
 

Syrienkrieg
Beobachter: 2015 über 55.000 Menschen in Syrien getötet

London (dts) – In Syrien sind nach Angaben der in Großbritannien ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mehr als 55.000 Menschen getötet worden.
Unter den Toten seien knapp 21.000 Zivilisten, davon mehr als 2.500 Kinder. Zudem würden noch Tausende Menschen vermisst, rund 3.000 Menschen seien Geiseln der Terrormiliz „Islamischer Staat“. Im vergangenen Jahr hatte die Organisation 76.000 Todesopfer gezählt. Insgesamt seien in dem Bürgerkrieg in Syrien, der im März 2011 ausgebrochen war, mehr als 260.000 Menschen ums Leben gekommen.

Ci-Nex Film Review
Filmkritik: Baskın – Karabasan

Durch die Nacht mit Can Evrenol – Baskin Review von Julius Zunker Düsseldorf (nex) – Noch während des Toronto Film Festivals unterschrieb Can Evrenol einen Vertrag mit der renommierten Künstleragentur William Morris Agency (WME). Kein Wunder, wurde doch sein bluttriefendes Spielfilm-Debüt „Baskin“ ebenfalls dort vom internationalen Horrorfilm-Verleiher IFC Midnight ins Programm genommen. IFC Midnight ist es zu verdanken, dass in den letzten Jahren hochkarätige Genrestreifen es, anstatt direkt auf DVD und Bluray fürs Heimkino zu enden, auch auf einige ausgewählte Leinwände von Programmkinos schafften. So wie nun auch „Baskin“. Grundlage für den düsteren Horrorthriller ist der gleichnamige und preisgekrönte Kurzfilm des jungen türkischen Filmemachers Evrenol. Allgemein ist die Türkei weniger für Horrorfilme bekannt, ein Mitgrund, warum Evrenol in seinem ersten Feature-Film sehr frei aufspielen kann. Dabei hält er sich zwar an Konventionen des Genres und orientiert sich an Vorbildern wie dem italienischen Großmeister des Horror- und Giallofilms Dario Argento, Altmeister John Carpenter und Schreckensikone Clive Barker, weiß aber auch seine ganz eigene Bildsprache geschickt in diesem übernatürlichen Blick in die Finsternis unterzubringen. Und finster geht es in „Baskin“ an jeder Ecke zu, denn die Friedhofsschicht einer Streife aus fünf Polizisten endet in einer grausamen schwarzen Messe. Zwar treten die das Kinoplakat zierende Schlüssel- und Schlosssymbolik erst sehr spät in Erscheinung – letzterer in Form eines antiken Türöffners, entnommen der aufgeschlitzten Kehle eines der Charaktere – und der tatsächliche Schlüssel zu der übernatürlichen Geschichte bleibt nicht übermäßig aufmerksamen Zuschauern eventuell völlig verborgen, aber der vibrant und hochwertig inszenierte Schocker bietet Genrefans alles, wonach es diesen dürstet.
(Foto: screenshot)
(Foto: screenshot)
Wie bei einigen seiner Vorbilder bleibt Evrenols Drehbuch auf der inhaltlichen Seite eher ein Leichtgewicht. Weite Teile von „Baskin“ sind eher ein Eintauchen und Aufstehen aus einer verschwommen Traumwelt, ähnlich der, die Dario Argento in vielen seiner Filme installiert, bis alles in einem elaborierten Horror- und Folterszenario in den Eingeweiden einer verlassenen Polizeistation endet, deren Fundamente wohl in die Zeiten des ottomanischen Imperiums zu verordnen sind. Der ganze Alptraum beginnt in Form eines Prologes, in dem der junge Polizist Arda (Gorkem Kasal) als Kind seine erste Berührung mit einem immer wiederkehrenden Traum hat, der ihn bis ins Erwachsenenalter verfolgt. Von den erregten Lauten seiner Mutter aus dem Schlaf gerissen, irrt er wieder und wieder durch das Elternhaus, irgendwo zwischen Schlafen und Wachen. Allein aber ist er nicht, denn die blutige Hand eines unsichtbaren Wesens greift nach ihm. Diese erste Traumsequenz wechselt abrupt in eine finstere Kaschemme, deren fleischliches Angebot von einer druidenhaften Gestalt in Kapuze geliefert wird. Hier sitzen Arda und seine Kollegen, darunter ihr Chef Remzi (Ergun Kuyucu), der zugleich Ardas Ziehvater seit dem Tod seiner Eltern ist, quatschen über Fußball und amouröse Eroberungen, bis der Heißsporn der Truppe, Yavuz (Muharrem Bayrak) mit dem Kellner einen Auseinandersetzung beginnt. Einem seiner Kollegen jedoch ist das Essen nicht bekommen, der schmutzige Laden wird verlassen und die Streife fortgesetzt. Ihr erster Einsatz an diesem Abend soll die Verstärkung einer anderen Streife an einem Tatort im Nirgendwo sein. Noch bevor sie dort ankommen kreuzt ein nackter Mann die Straße und die Kollision mit einer unbekannten Kreatur sendet das Gespann in einen Abgrund abseits der Straße. Plagenartige Mengen an Fröschen, eine Funkstörung und eine Bande an unheimlichen Zigeunern, sowie unerklärbare Kratzspuren an ihrem Van treiben auch dem Letzten den Machismo aus und endlich an ihrem Ziel angekommen ist von den Kollegen nur ein verlassener Einsatzwagen zu finden. Von da an versinkt alles nach und nach im Wahnsinn. Kannibalismus und Vergewaltigung, entmenschlichte (oder unmenschliche) Kreaturen mit einem Hang zu kreativer Schlachtung lassen die Grenzen von Traum und Realität endgültig verschwimmen und auch wenn die meisten der Cops sich zu Beginn des Films nicht unbedingt ins Herz der Zuschauer gespielt haben, so kommt schnell ob der kommenden Qualen Mitleid mit ihnen auf. In Zusammenarbeit mit Kameramann Alp Korfali und Szenenbildnerin Sila Karakaya erschafft Evrenol eine derbe Suppe auf der visuellen Seite mit extrem hochwertiger Optik zu Gunsten von Stimmung und Atmosphäre, deren alptraumhafte Bildgewalt durch den deftigen und genretypischen Synthesizer-Score aus der Feder des Techno-Duos Ulas Pakkan und Volkan Akaalp (in „Baskin“ als JF geführt) noch zusätzlich forciert wird. Schön, so man dies in diesem Kontext sagen möchte, nutzt Alp Korfali in der bildlichen Narrative Close-ups von Haut, Haaren und Kleidung und anderen Details wie beispielsweise die sorgenvollen und Überstunden schiebenden Finger von Remzi an seiner Gebetskette. „Baskin“ ist definitiv nichts für zarte Gemüter und nicht auf der dezenten Seite verordnet. Aber Genrefreunde, solche die es werden wollen und diejenigen, die eine neue Seite des türkischen Kinos kennen lernen möchten, sind mit einer Streife durch den Nachtmahr „Baskin“ auf der sicheren Seite. In Zukunft wird Can Evrenol sicherlich noch von sich hören und sehen lassen.   [paypal_donation_button]   BASKIN – Ab 01.01.2016 in deutschen Kinos     Mehr zum Thema: USA: Erster türkischer Horrorfilm in US-Kinos  

Oslo
Toter nach Zwischenfall auf Bohrinsel vor Norwegen

Oslo (dts) – Eine gewaltige Welle hat am Mittwoch eine Bohrinsel des norwegischen Ölkonzerns „Statoil“ getroffen.

Dabei kam ein Arbeiter ums Leben, zwei weitere wurden verletzt, wie der Konzern mitteilte. Die Verletzten seien mit einem Hubschrauber an Land gebracht worden, nachdem sich die Bergung wegen starker Winde zunächst verzögert hatte. Die Welle habe den Wohnbereich der Arbeiter getroffen und beschädigt. Rund die Hälfte des aus etwa einhundert Menschen bestehenden Personals sei evakuiert worden. Die schwimmende Plattform habe sich für Reparaturen auf den Weg zur Küste gemacht. Das Wetter sei zum Unglückszeitpunkt sehr rau gewesen, daher sei auch die Ölförderung eingestellt gewesen.
 

Denial-of-Service-Angriff
Hacker legen BBC-Webseite vorübergehend lahm

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London (dts) – Die Webseite der britischen Rundfunkanstalt BBC war am Donnerstag über mehrere Stunden nicht erreichbar: Die BBC sprach zunächst von einem technischen Problem, später wurde jedoch klar, dass offenbar Hacker hinter der Störung der Hauptseite und verwandter Seiten steckten. Demnach habe es einen sogenannten Denial-of-Service-Angriff gegeben. Dabei wird eine Website durch massenhafte Anfragen zum Zusammenbruch gebracht. Die Probleme begannen laut BBC gegen 07:00 Uhr Ortszeit (08:00 deutscher Zeit), erst gegen Mittag war die Seite wieder erreichbar.

Whatsapp
Nutzer klagen über technische Probleme bei WhatsApp

Dortmund (dts) – Nutzer des Nachrichtendienstes WhatsApp haben an Silvester über technische Probleme geklagt.

Demnach konnten am späten Nachmittag keine Nachrichten verschickt werden. Auf Twitter schilderten Nutzer aus zahlreichen Ländern Mitteleuropas ihre Probleme mit der App. Die Gründe für die Störung waren zunächst nicht klar. Auch bei Twitter gab es kurzzeitig Probleme mit der Suchfunktion.

6 aus 49
Lotto: Neun Millionen Euro am Samstag im Jackpot

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Saarbrücken (dts) – Der Jackpot im Lotto 6 aus 49 steigt für die Ziehung am Samstag auf rund neun Millionen Euro im 1. Rang und rund zwei Millionen Euro im 2. Rang. Bei der Ziehung am Mittwoch war es keinem Glücksritter gelungen, die sechs richtigen Gewinnzahlen und die Superzahl auf seinem Spielschein anzukreuzen, teilte der Deutsche Lotto- und Totoblock am Donnerstag mit. Einem Tipper aus Bayern gelang demnach ein „Sechser“: Der Lottospieler startet das neue Jahr mit einer Gewinnsumme von 975 973,50 Euro. Der Jackpot in der Zusatzlotterie Spiel 77 steigt ebenfalls: Der Gewinntopf ist zur kommenden Ausspielung mit rund einer Million Euro gefüllt. Jeweils 100 000 Euro gewinnen sechs Spielteilenehmer der Zusatzlotterie Super6. Die Gewinner verteilen sich auf die Bundesländer Bayern, Hessen, Hamburg und Niedersachsen.

Wertegemeinschaft Europa
Massengrab Mittelmeer: Mehr als 3770 Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa gestorben

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Genf (dts) – Im Jahr 2015 sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mehr als 3770 Menschen bei dem Versuch, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen, ums Leben gekommen. Das sei ein neuer Rekordwert, teilte die IOM am Donnerstag mit. Der tödlichste Monat sei mit fast 1250 Opfern der April gewesen. Mitte April waren rund 800 Flüchtlinge bei einem Schiffsunglück vor der libyschen Küste ums Leben gekommen. 77 Prozent der Todesopfer habe es auf der zentralen Mittelmeerroute gegeben: Insgesamt seien knapp 2900 Flüchtlinge auf dem Weg von Libyen nach Europa gestorben.

Wirtschaft
Chinesische Investoren übernahmen 2015 mehr deutsche Unternehmen

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Berlin (dts) – Deutsche Unternehmen stehen in China hoch im Kurs: Im Jahr 2015 hat die Zahl der Übernahmen mit chinesischer Beteiligung stark zugenommen, berichtet die „Welt“ unter Berufung auf das Ergebnis einer Analyse der Beratungsfirma Ginkgo Tree Advisors.

Die Analysten haben für ihre jährliche Auswertung alle großen Übernahmen mit chinesischer Beteiligung untersucht. Insgesamt 36 deutsche Unternehmen sind demnach von chinesische Firmen übernommen worden. Im Jahr 2014 waren es demnach 30 Übernahmen dieser Art gewesen. Trotz der gestiegenen Zahl der Geschäfte haben die chinesischen Aufkäufer der Analyse zufolge insgesamt weniger Geld ausgegeben als im Jahr zuvor: Hatten 2014 noch Unternehmen im Wert von 1,74 Milliarden Euro den Besitzer gewechselt, lag das Transaktionsvolumen im Jahr 2015 bei nur noch 900 Millionen Euro – und war damit erheblich geringer als im Vorjahr. Tatsächlich aber dürfte weit mehr Geld den Besitzer gewechselt haben, als diese Zahlen suggerieren: Zum einen wurden bei einigen großen Geschäften die Kaufpreise nicht veröffentlicht, schreibt die „Welt“. Zum anderen würden kleine Transaktionen in der Regeln nicht öffentlich. Die Berater schätzen denn auch das tatsächliche Transaktionsvolumen auf deutlich höhere 1,5 Milliarden Euro. Die chinesischen Käufer haben es wie in vergangenen Jahren vor allem auf Mittelständler und Familienunternehmen aus den traditionell starken Branchen hierzulande abgesehen. Von den 36 registrierten Geschäften entfielen allein 15 auf die Branchen Maschinenbau, Industrieausrüster und Automobilzulieferer.