Unmut in Washington
USA üben scharfe Kritik an antitürkischem Propagandavideo der PYD

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Washington (nex) – Der Inhalt des in englischer, spanischer und französischer Sprache veröffentlichten Propagandavideos des syrischen PKK-Ablegers PYD, in dem in der Vorwoche zum weltweiten Terror gegen die Türkei sowie türkische Einrichtungen aufgerufen worden war, hat sich offenbar bis in die Regierungsetage der USA herumgesprochen. Am Dienstag hat der Sprecher des US-Außenministeriums, John Kirby, Kritik an der PYD geübt und im Rahmen des täglichen Pressegesprächs auf eine diesbezügliche Frage das Video scharf verurteilt. „Solch eine Haltung kann nicht akzeptiert werden“, erklärte Kirby. „Wir rufen alle Parteien dazu auf, sich auf den Kampf gegen unseren gemeinsamen Feind IS zu konzentrieren und diesen zu intensivieren.“ Die USA hatten im syrischen Bürgerkrieg über längere Zeit hinweg mit der PYD bei der Bekämpfung der Terrormiliz IS zusammengearbeitet. Erst mit dem Beitritt der Türkei zur internationalen Anti-IS-Koalition ist Washington zunehmend von der Organisation abgerückt, die im Unterschied zur PKK in den USA noch nicht als Terrororganisation eingestuft ist.   Mehr zum Thema:  

Islamkritisches Frauenbild
Abdel Ourghi: Sexistisches Foul eines „modernen Islam-Reformers“

Ein Kommentar von Christian Rogler Bremen (nex) – Abdel Hakim Ourghi ist in der „islamkritischen“ Gemeinde Deutschlands und weit darüber hinaus schon fast eine kleine Berühmtheit, und darauf scheint er überaus stolz zu sein. Immerhin hat er sich diesen Ruhm auch hart erarbeitet. Er leitet die Abteilung für Islamische Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Er lässt kein Mikrofon aus und keine Gelegenheit verstreichen, sich durch deutsche Medien reichen zu lassen, um von dort aus den vermeintlich verderblichen Einfluss der „konservativen Islamverbände“ zu beklagen und die Muslime zur Selbstkritik und Hinterfragung ihrer religiösen Überzeugungen aufzufordern. Während er den Muslimen Maßhalten bei der Artikulation ihrer Interessen in der Öffentlichkeit empfiehlt, tritt er selbst seinerseits überaus fordernd auf, wenn es darum geht, die Anpassung an „westliche Werte“ seitens in Deutschland lebender Muslime anzumahnen. Gegenüber der Mehrheitsgesellschaft und so genannten „Islamkritikern“ betätigt er sich gerne als Abschnittsbevollmächtigter und Kronzeuge – jüngst etwa gegenüber dem hardcore-atheistischen „humanistischen pressedienst“ (hpd), wo er vor einer (konservativ-islamischen) „Parallelgesellschaft“ warnt und der deutschen Politik Verfehlungen vorwirft, die eine „Weiterentwicklung des Islams zu einem modernen humanistischen und säkularen Islam“ verhinderten. Dieser sei nämlich nach seiner Überzeugung offenbar jener der Mehrheit, da die gängigen Islamverbände nur 20 Prozent aller Muslime organisierten. Warum dann kein „humanistischer“ Islamverband gegründet wird, der die restlichen 80 Prozent organisieren würde, lässt er dabei offen.

„Es gibt keine Islamophobie“

Wie es Assimiliationspolitiker und diverse Journalisten gerne hören, erklärt Abdel Hakim Ourghi, dass es eigentlich gar keine Islamophobie gäbe, sondern diese nur eine Erfindung darstelle, um „nicht nur den Islam im westlichen Kontext unangreifbar zu machen, sondern auch die Macht der konservativen Dachverbände zu stärken“. Leider dürfe man dies nicht sagen, weil „politische Korrektheit das Aussprechen unangenehmer Wahrheiten verhindert“. Nur ein solcher „moderner“ und „humanistischer“ Islam sei mit der säkularen Gesellschaft vereinbar – was mit den Leuten passieren soll, die einem solchen nicht angehören wollen, lässt er offen. Der Zuspruch, den er zu seinen Thesen nicht zuletzt im AfD- und Pegida-Publikum erhält, wirft unweigerlich die Frage auf, ob diesbezüglich eventuell sogar die eine oder andere Schrotflinten-Fantasie im Spiel sein könnte, wie sie kürzlich die Politikerinnen Frauke Petry und Beatrix von Storch artikuliert hatten. In eigener Sache nimmt Ourghi es beim Kampf gegen „reaktionäre“ und „archaische“ Denkmuster übrigens nicht immer so ganz genau. Die Bremer Islamwissenschaftlerin Caroline Neumüller, ehemalige Vorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes e.V. und somit sicherlich nicht im Verdacht, einer allzu orthodoxen Auslegung der Religion das Wort zu reden, hatte lange die Äußerungen Ourghis auf dessen Facebookseite mitverfolgt und kommentiert. Dass sie dabei wiederholt aus ihrer Sicht allzu holzschnittartige und unterkomplexe Betrachtungen des Kollegen zerpflückt hat und auch offenbart hat, wie viel Luft nach oben das religiöse Wissen seiner Anhängerschaft hat, hat ihr keine Freunde gemacht und am Ende hat Ourghi die unwillkommene Kritikerin ganz liberal vom weiteren Kommentieren auf seiner Pinnwand ausgeschlossen. Caroline Neumüller schreibt dazu in einer Stellungnahme auf Facebook: „In den vergangenen sechs Monaten hat sich sein Profil zu einem Hetzlager von IslamgegnerInnen entwickelt. Musliminnen und Muslime dürfen sich daran beteiligen, solange sie dem Fanclub nach dem Munde reden und auch selbst den Islam und Muslime verteufeln. Wer als positiv verstehende(r) Muslimin, Muslim oder Islam-„Freund“ auftritt, dem wird alles Mögliche angehangen; der wird beleidigt, verhöhnt, belächelt und vorgeführt. Schlussendlich wird man von Herrn Ourghi noch einmal vorgeführt und dann gelöscht, blockiert etc. Selbst seine eigenen StudentInnen blockiert er mittlerweile. Er, der ständig von Selbstkritik schreibt (jedoch nicht bei sich selbst anwendet), angeblich jeden Menschen respektiert (was er nicht tut), sich als Muslim arabischer Herkunft als etwas Höheres und Besseres als Türken und Konvertiten sieht (wir haben das schriftlich), kann nicht als leuchtendes Beispiel und Vorbild für Muslime verstanden werden. Wenn man nicht nach seiner Pfeife tanzt und ihn nicht hofiert oder anbetet, der bekommt von ihm die Quittung. Er beleidigt ständig Leute, die ihm nicht nach dem Munde reden. Dafür hofiert er diejenigen, die ihm Honig um den Bart streichen, obwohl das mit Respekt, Achtung, Akzeptanz und einem guten Gewissen nichts mehr zu tun hat.“

„Carolein“, „Schätzchen“ (?), „Ab in die Küche“

Damit nicht genug, scheint er auch die Beiträge Neumüllers auf ihrer persönlichen Wall mit großem Interesse weiterzuverfolgen und am heutigen Dienstag fühlte er sich sogar veranlasst, an das „liebe Schwesterchen Carolein“ mittels einer persönlichen Nachricht, deren Inhalt dem Nachrichtenxpress zugespielt wurde, heranzutreten. In stark verbesserungsfähigem Deutsch erklärte er unter anderem, „öffizielle Stellen“ (sic!) hätten ihm mitgeteilt, dass Caroline Neumüller „inzwischen nur lächerlich“ sei. „Gebe zu : Du bist nur neidig, mein Carolein“, formulierte der Islamwissenschaftler in distanzarmer Weise weiter, und ging sogar noch weiter: „Ich betrachte deine Kommentare als Hass-liebe. Manchmal denke ich, dass du wirklich psychisch krank bist oder du bist mit deinem Leben unzufrieden. Kümmere dich endlich um deine deinen Sohn und deinen Ehemann oder schreibe lieber endlich etwas Besseres, damit du berühmt wirst. Strenge dich an! Schätzen.“ Ob das „Schätzen“ am Ende eine Aufforderung oder eine übergriffige Anrede („Schätzchen“) darstellen soll, ist aus dem Zusammenhang nicht eindeutig zu erkennen. Für einen „fortschrittlichen westlichen Geist“, der gerne das Frauenbild des Islam angreift und sich in der Öffentlichkeit als besonders „emanzipatorisch“ präsentiert, erscheinen die Untertöne dieses Schreibens jedenfalls als durchaus sexistisch. Hätte ein Vertreter der „konservativ-orthodoxen“ Islamverbände in einer solchen Situation in ähnlicher Weise durch die Blume eine Kritikerin dazu aufgefordert, doch bitte „zurück in die Küche“ zu gehen, wäre dies ohne Zweifel auf breiter Ebene skandalisiert worden. So aber bleibt die Frage offen, ob es nicht in Wahrheit die selbst ernannten „Progressiven“ sind, deren Frauenbild noch wesentlich problematischer ist als das traditionelle. Caroline Neumüller hat auf ihrer Facebook-Pinnwand das Treiben Abdel Hakim Ourghis öffentlich gemacht und angesichts der beleidigenden Nachricht an ihre Person bemerkt: „Mittlerweile gibt es keine privaten Nettigkeiten mehr, da Herr Ourghi sich entschlossen hat aus welchen Gründen auch immer einen Kampf anzufangen, den es sich eigentlich nicht zu kämpfen lohnt. Es hebt nur die Unsicherheit hervor. Das Kartenhaus hat angefangen zu wackeln.“ UPDATE 07.02.2016: Abdel Hakim Ourghi hat sich in einer neuerlichen Nachricht bei Caroline Neumüller für den Ton seiner Nachricht entschuldigt.

Düsseldorf
HIV-infiziertes Männer-Paar vergewaltigt jahrelang Dreijährigen

Düsseldorf (nex) – Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde am Montag die Anklage gegen drei Männer verlesen, die einen Jungen über Jahre missbraucht haben. Wie die Rheinische Post berichtet wurden von der Polizei 600.000 Bilder und Filmdateien mit kinderpornografischem Material sichergestellt. Die Angeklagten, die zwischen 37 und 79 Jahre alt sind und sich laut Anklage an dem Kind angeblich bis zu dessen fünftem Lebensjahr in einer Vielzahl von Fällen auf die widerlichste Weise vergangen hätten, sollen jeweils HIV-infiziert sein. Ob auch das Opfer infiziert wurde, stehe bislang nicht fest. Die Taten hätte das Trio teilweise gestanden. Ein 56 Jahre alter ehemaliger Postbeamter wäre der Hauptangeklagte, berichtet die Rheinische Post weiter. Dieser hätte sich mit der Familie des Jungen angefreundet. Nachdem die Eltern des Jungen sich getrennt hatten, besuchte der damals Dreijährige regelmäßig den Mann, der mit dessen 37-jährigem Freund als homosexuelles Paar zusammen lebte. Zwischen Mai 2012 und Oktober 2014 soll es dabei zu den Vergewaltigungen gekommen sein. In Einzelfällen soll auch noch ein 79-Jähriger beteiligt gewesen sein, der regelmäßig bei dem Paar verkehrte. Nur durch Zufall kämen die Taten ans Licht. Die Mutter hätte sich mit ihrem Kind ein Foto angeschaut. Der Junge finge dann an, seltsame Andeutungen zu machen. Auf Nachfragen käme dann heraus, was bei den „Besuchen“ tatsächlich passiert sein soll. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trio insgesamt 24 Taten vor. Nur der 56-Jährige säße in Haft. Den beiden anderen Angeklagten wird nur die Beteiligung an zwei beziehungsweise drei Taten vorgeworfen. Der Prozess wird fortgesetzt, schreibt die Rheinsiche Post weiter.

USA
World Hijab Day: Aktivistin pflanzt sich demonstrativ mit Hijab vor Trump Tower auf

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New York (nex) – Am gestrigen Montag, dem 1. Februar, wurde weltweit der „World Hijab Day“ begangen. Millionen muslimischer und auch nicht muslimischer Frauen begingen in 116 Ländern der Welt diesen Tag, der 2013 von der Aktivistin Nazma Khan ins Leben gerufen wurde. Damals wollte Khan, die als Motivation für diese Aktion Erfahrungen der Ausgrenzung und Belästigung als Hijab tragende Muslima nach dem 11. September nannte, einen Tag zur Bewusstseinsbildung schaffen, an dem Frauen unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung dazu eingeladen werden, die traditionelle islamische Kopfbedeckung zu tragen. Auf diese Weise sollten auch nicht muslimische Frauen einen Eindruck vom Leben einer Kopftuch tragenden Frau erlangen. Viele, die sich am World Hijab Day beteiligten, posteten Selfies, oft auch mit Statements. Auch AlterNet-Mitarbeiterin Alexandra Rosenmann nahm am Montag die Einladung zum World Hijab Day an und suchte sich auch gleich eine passende Örtlichkeit aus, um ein Kopftuch in den Farben der US-amerikanischen Nationalflagge demonstrativ vor dem Eingang des Trump Towers zu tragen. Rosenmann erklärte, die bekannten amerikanischen Aktivisten Michael Moore und Saba Ahmed, die einen solchen Hijab bei einem Auftritt auf Fox News getragen hatte, hätten sie inspiriert. Sie wollte auch am Tag der ersten Vorwahlen für die amerikanische Präsidentschaft in Iowa noch einmal auf die islamfeindliche Rhetorik des Kandidaten Donald Trump hinweisen und auf „unsere wahren New Yorker Werte: Freiheit und Einheit“. Auftritte wie ihrer würden Leute wie Trump dazu bringen, „vor Wut zu erbeben“. Für diesen sollte der World Hijab Day auch zu einem schlechten Omen werden: Er lief in der ersten Runde der Primaries im Agrarstaat im Mittleren Westen einstweilen nur auf dem zweiten Platz ein.   Mehr zum Thema:

Rundungsregel
Bundesbank will an Kleinmünzen festhalten

Düsseldorf (ots) – Die Deutsche Bundesbank toleriert Händler-Aktionen wie in Kleve, wo Händler keine Ein- oder Zwei-Cent-Münzen mehr annehmen, sondern stattdessen Beträge auf- und abrunden. „Die Deutsche Bundesbank nimmt in der Diskussion um eine mögliche Rundungsregel eine neutrale Position ein“, sagte der Bargeld-Vorstand der Bundesbank, Carl-Ludwig Thiele, der „Rheinischen Post“. Gleichwohl will die Bundesbank an den Kleinmünzen festhalten: „Eine repräsentative Umfrage der Europäischen Kommission 2015 ergab, dass 69 Prozent der Befragten in Deutschland die Anzahl der Münzdenominationen für genau richtig halten. Nur 25 Prozent der Deutschen fanden, dass es zu viele Münzstückelungen gibt.“ Die Bundesbank will demnach ihren gesetzlichen Auftrag auch im Hinblick auf die Kleinmünzen jederzeit erfüllen

Mietwagen-Portale
billiger-mietwagen.de erreicht in Test „sehr gut“

Köln (ots) – Beim Test von 9 Internetportalen für Mietwagen erhielt der Anbieter billiger-mietwagen.de die Bestnote „sehr gut“. Dieses Ergebnis gab das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) zusammen mit dem TV-Sender n-tv bekannt. Im Teilbereich Preisanalyse erreichte billiger-mietwagen.de ebenfalls die Bestnote „sehr gut“. Das Portal punktete vor allem bei der einwöchigen Miete eines Kleinwagens. Kommentar der Tester: „Kunden sparten im Vergleich zum teuersten Portal rund elf Prozent.“ Beim Internetauftritt des Portals lobten die Tester den „transparenten und sicheren Buchungsprozess“. Beim Test der Kundenberatung stellten DISQ und n-tv deutliche Unterschiede zwischen den Portalen fest. www.billiger-mietwagen.de erhielt auch hier die Bestnote im Gesamttest: „gut“. Die Tester begründen: „Am Telefon beraten die kompetenten Mitarbeiter überdurchschnittlich individuell und auch der Service per E-Mail überzeugt.“ Vier der neun getesteten Portale erhielten in der Kategorie Kundenberatung die Noten „befriedigend“ oder „ausreichend“.  

Ash Carter in Kiew
Syrien: Nach Russland nun auch Ukraine in der Anti-IS-Koalition?

Kiew (nex) – Die Ukraine spielt mit dem Gedanken, einen militärischen Beitrag zum Kampf gegen die Terrormiliz IS (Daesh) zu leisten. Dies berichtet die Zeitung „The Independent“. Im Rahmen des in dieser Wochenende stattfindenden Besuchs des US-Verteidigungsministers Ash Carter will die Führung in Kiew ein Positionspapier erörtern, das mit Blick auf die Bestrebungen des US-Ministers abgefasst wurde, weltweit weitere Verbündete für den Kampf gegen die Terrormiliz zu gewinnen. In dem Papier wird allerdings weniger auf den IS selbst Bezug genommen als vielmehr auf die russische Armee und darauf, dass nach Auffassung der Autoren des von Präsident Petro Poroschenko angestoßenen Papiers auch die Möglichkeit einer Konfrontation mit russischen Truppen kommen könnte. Eine Regierungsquelle erklärte: „Wir haben eine Vielfalt an Optionen bezüglich unserer Unterstützung gegen den IS vorbereitet, darunter auch in Syrien, was einen Truppeneinsatz beinhalten könnte. Dies könnte in potenzielle Zusammenstöße mit Russen münden.“ Die Russische Föderation bekämpft seit Ende September 2015 auf Einladung der Regierung in Damaskus den IS und weitere Rebellengruppen. Die Ukraine verfügt über eine stehende Armee von 200 000 Mann und 7000 Soldaten von Spezialkräften sowie der Militärgeheimdienstabteilung. Im Osten des Landes, wo prorussische Rebellen den Umsturz auf dem Maidan ablehnten und sich gegen die neue Regierung bewaffneten, sind permanent 40 000 Soldaten stationiert. Eine Verlegung ukrainischer Truppen nach Syrien wäre innenpolitisch möglicherweise nicht unumstritten, wobei neben den finanziellen Aspekten auch der weithin eingefrorene Konflikt im Osten des Landes eine Rolle spielt. Auch in Europa und in der NATO wird die ukrainische Entschlossenheit in dieser Sache nicht immer in gleichem Umfang begrüßt.

Gewalt in der U-Bahn
Berlin: Deutsch-Türkischer U-Bahn-Kontrolleur auf die Schienen geschubst

Berlin (nex) – Nur etwa zwei Wochen, nachdem eine 20-jährige Frau von einem Passanten ohne erkennbaren Anlass in Berlin vor einen einfahrenden Zug gestoßen worden war und durch den tödlich verletzt wurde, ist im Umfeld der Berliner U-Bahn neuerlich ein Verbrechen geschehen. Wie mehrere Medien berichteten, soll es am Freitagnachmittag in einem Waggon der Linie U1 zu einer Fahrscheinkontrolle zweier Kontrolleure bei drei offenkundig betrunkenen Fahrgästen im Alter von 20, 22 und 35 Jahren gekommen sein. Die Fahrgäste, die ohne gültigen Fahrschein unterwegs waren, hätten erst ihren Unmut über die Kontrolle zum Ausdruck gebracht und nachdem die Kontrolleure mit ihnen zusammen am Bahnhof Schlesisches Tor ausgestiegen waren, soll es zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen sein, im Zuge derer einer der mutmaßlichen Schwarzfahrer einen 33-jährigen Kontrolleur ins Gleisbett geschubst haben soll. Mithilfe von Kollegen des Sicherheitspersonals soll es gelungen sein, die Betrunkenen unter Kontrolle zu bringen und der Polizei zu überantworten. Die drei Männer gaben laut Polizei in den Vernehmungen an, von den Sicherheitsleuten provoziert und ebenfalls geschlagen worden zu sein. Der Geschädigte, mit dem Nachrichtenxpress sprach, bestritt diese Darstellung und unterstrich, dass die Kontrolleure auf vorschriftsmäßige Weise vorgegangen seien. Anders als der 33-jährige Kontrolleur hatte keiner der Täter einen so genannten Migrationshintergrund. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Beleidigung.

Infrastrukturprojekte in Afrika
Nigeria: Erster Schnellzug ab März 2016 einsatzbereit

Lagos (nex) – Der erste TGV, ein Schnellzug mit einer Geschwindigkeit von 120 bis 150 Kilometern pro Stunde, soll im März 2016 seine Jungfernfahrt antreten. Die Strecke von Lagos nach Kaduna soll von da an für die Fahrgäste in weniger als einer Stunde bewältigt werden können. Das 849 Millionen US-Dollar teure Projekt wird durch die chinesische China Civil Engineering Construction Company (CCECC) verwirklicht. Nach ihrer Fusion im Jahre 2014 haben die beiden großen TGV-Bauunternehmen Chinas, CNR und CSR, ihre Technologie schwerpunktmäßig nach Afrika exportiert. Von zwölf Ländern, in denen sie Züge dieser Art gebaut haben, waren fünf afrikanische: Angola, Äthiopien, Nigeria, Kenia und Simbabwe. Mit einem Netz von 11 000 Kilometern, das vonseiten des chinesischen Großunternehmens errichtet worden ist, und das zurzeit das weltgrößte darstellt, gelang es sogar, die europäischen Großanbieter Alstom und Siemens auszubooten. Seit der Regierungszeit des nigerianischen Präsidenten Yar Adua hat das afrikanische Schwellenland nicht nur im Bereich der TGVs mit den Chinesen zusammengearbeitet. Für eine Auftragssumme von 12 Milliarden US-Dollar hat die China Railway Construction Corporation auch eine 1402 Kilometer lange Bahnlinie entlang der Küste und über das Nigerdelta hinweg errichtet, die von der ostnigerianischen Stadt Calabar an der Grenze zu Kamerun bis nach Lagos führt. Es war der bislang umfangreichste Vertrag für das chinesische Unternehmen außerhalb der chinesischen Grenzen. Im Dezember 2013 hat auch Kenia auf die chinesischen TGV-Bauer zurückgegriffen, als es darum ging, eine 1300 Kilometer lange Eisenbahnlinie Nairobi-Mombasa zu bauen, die im Anschluss auch nach Uganda und den Süd-Sudan führen soll.

Staatsbesuch des türkischen Präsidenten
Mehrtätige Südamerika-Reise: Präsident Erdoğan in Chile eingetroffen

Santiago de Chile (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, dessen fünftägige Reise durch Südamerika am Sonntag begonnen hatte, strebt eine Vertiefung der wirtschaftlichen und diplomatischen Beziehungen in die Region an, die im Laufe der letzten Jahre stark an globaler Bedeutung gewonnen hatte. In den kommenden Tagen sollen Erdoğan und die ihn begleitende türkische Delegation, die am Sonntagnachmittag von Chiles Außenminister Heraldo Munoz begrüßt wurde, nach Peru und Ecuador weiterreisen. Aus dem Kabinett begleiten den Präsidenten der stellvertretende Premierminister Yalçın Akdoğan, Wissenschafts-, Industrie- und Technologieminister Fikri Işık und der Minister für Energie und natürliche Ressourcen, Berat Albayrak, darüber hinaus Journalisten und Geschäftsleute. Am 4. Februar wird der Präsident in die Türkei zurückkehren. Erdoğan ist der zweite türkische Präsident überhaupt, der Chile besucht. Vor 21 Jahren war der neunte Präsident der Türkei, Süleyman Demirel, in den Andenstaaten gereist. Unter dem Vorsitz des türkischen Präsidenten soll eine Reihe wichtiger Vereinbarungen unterzeichnet werden, deren Gegenstand unter anderem Bereiche wie ökonomische und technische Hilfsmittel, industrielle Investitionen, Entwicklung der Infrastruktur und technischer sowie wissenschaftlicher Austausch zwischen den Ländern sein wird. Auch soll der Präsident vor türkischen und südamerikanischen Geschäftsleuten eine Rede halten. Das Handelsvolumen zwischen der Türkei und Chile betrug in den ersten elf Monaten des Vorjahres 417 Mio. US-Dollar, während es im gleichen Zeitraum des Jahres 2014 noch 921 Mio. US$ waren. Im Jahr 2012 hatte der damalige chilenische Präsident Sebastian Piñera die Türkei besucht und dort im Rahmen einer strategischen Partnerschafts-Rahmenvereinbarung eine Reihe von Vereinbarungen unterschrieben. Chile war das erste lateinamerikanische Land, mit dem die Türkei ein Freihandelsabkommen abschloss.