Düsseldorf
HIV-infiziertes Männer-Paar vergewaltigt jahrelang Dreijährigen

Düsseldorf (nex) – Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde am Montag die Anklage gegen drei Männer verlesen, die einen Jungen über Jahre missbraucht haben. Wie die Rheinische Post berichtet wurden von der Polizei 600.000 Bilder und Filmdateien mit kinderpornografischem Material sichergestellt. Die Angeklagten, die zwischen 37 und 79 Jahre alt sind und sich laut Anklage an dem Kind angeblich bis zu dessen fünftem Lebensjahr in einer Vielzahl von Fällen auf die widerlichste Weise vergangen hätten, sollen jeweils HIV-infiziert sein. Ob auch das Opfer infiziert wurde, stehe bislang nicht fest. Die Taten hätte das Trio teilweise gestanden. Ein 56 Jahre alter ehemaliger Postbeamter wäre der Hauptangeklagte, berichtet die Rheinische Post weiter. Dieser hätte sich mit der Familie des Jungen angefreundet. Nachdem die Eltern des Jungen sich getrennt hatten, besuchte der damals Dreijährige regelmäßig den Mann, der mit dessen 37-jährigem Freund als homosexuelles Paar zusammen lebte. Zwischen Mai 2012 und Oktober 2014 soll es dabei zu den Vergewaltigungen gekommen sein. In Einzelfällen soll auch noch ein 79-Jähriger beteiligt gewesen sein, der regelmäßig bei dem Paar verkehrte. Nur durch Zufall kämen die Taten ans Licht. Die Mutter hätte sich mit ihrem Kind ein Foto angeschaut. Der Junge finge dann an, seltsame Andeutungen zu machen. Auf Nachfragen käme dann heraus, was bei den „Besuchen“ tatsächlich passiert sein soll. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trio insgesamt 24 Taten vor. Nur der 56-Jährige säße in Haft. Den beiden anderen Angeklagten wird nur die Beteiligung an zwei beziehungsweise drei Taten vorgeworfen. Der Prozess wird fortgesetzt, schreibt die Rheinsiche Post weiter.

USA
World Hijab Day: Aktivistin pflanzt sich demonstrativ mit Hijab vor Trump Tower auf

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New York (nex) – Am gestrigen Montag, dem 1. Februar, wurde weltweit der „World Hijab Day“ begangen. Millionen muslimischer und auch nicht muslimischer Frauen begingen in 116 Ländern der Welt diesen Tag, der 2013 von der Aktivistin Nazma Khan ins Leben gerufen wurde. Damals wollte Khan, die als Motivation für diese Aktion Erfahrungen der Ausgrenzung und Belästigung als Hijab tragende Muslima nach dem 11. September nannte, einen Tag zur Bewusstseinsbildung schaffen, an dem Frauen unabhängig von ihrer religiösen Überzeugung dazu eingeladen werden, die traditionelle islamische Kopfbedeckung zu tragen. Auf diese Weise sollten auch nicht muslimische Frauen einen Eindruck vom Leben einer Kopftuch tragenden Frau erlangen. Viele, die sich am World Hijab Day beteiligten, posteten Selfies, oft auch mit Statements. Auch AlterNet-Mitarbeiterin Alexandra Rosenmann nahm am Montag die Einladung zum World Hijab Day an und suchte sich auch gleich eine passende Örtlichkeit aus, um ein Kopftuch in den Farben der US-amerikanischen Nationalflagge demonstrativ vor dem Eingang des Trump Towers zu tragen. Rosenmann erklärte, die bekannten amerikanischen Aktivisten Michael Moore und Saba Ahmed, die einen solchen Hijab bei einem Auftritt auf Fox News getragen hatte, hätten sie inspiriert. Sie wollte auch am Tag der ersten Vorwahlen für die amerikanische Präsidentschaft in Iowa noch einmal auf die islamfeindliche Rhetorik des Kandidaten Donald Trump hinweisen und auf „unsere wahren New Yorker Werte: Freiheit und Einheit“. Auftritte wie ihrer würden Leute wie Trump dazu bringen, „vor Wut zu erbeben“. Für diesen sollte der World Hijab Day auch zu einem schlechten Omen werden: Er lief in der ersten Runde der Primaries im Agrarstaat im Mittleren Westen einstweilen nur auf dem zweiten Platz ein.   Mehr zum Thema:

Rundungsregel
Bundesbank will an Kleinmünzen festhalten

Düsseldorf (ots) – Die Deutsche Bundesbank toleriert Händler-Aktionen wie in Kleve, wo Händler keine Ein- oder Zwei-Cent-Münzen mehr annehmen, sondern stattdessen Beträge auf- und abrunden. „Die Deutsche Bundesbank nimmt in der Diskussion um eine mögliche Rundungsregel eine neutrale Position ein“, sagte der Bargeld-Vorstand der Bundesbank, Carl-Ludwig Thiele, der „Rheinischen Post“. Gleichwohl will die Bundesbank an den Kleinmünzen festhalten: „Eine repräsentative Umfrage der Europäischen Kommission 2015 ergab, dass 69 Prozent der Befragten in Deutschland die Anzahl der Münzdenominationen für genau richtig halten. Nur 25 Prozent der Deutschen fanden, dass es zu viele Münzstückelungen gibt.“ Die Bundesbank will demnach ihren gesetzlichen Auftrag auch im Hinblick auf die Kleinmünzen jederzeit erfüllen

Mietwagen-Portale
billiger-mietwagen.de erreicht in Test „sehr gut“

Köln (ots) – Beim Test von 9 Internetportalen für Mietwagen erhielt der Anbieter billiger-mietwagen.de die Bestnote „sehr gut“. Dieses Ergebnis gab das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) zusammen mit dem TV-Sender n-tv bekannt. Im Teilbereich Preisanalyse erreichte billiger-mietwagen.de ebenfalls die Bestnote „sehr gut“. Das Portal punktete vor allem bei der einwöchigen Miete eines Kleinwagens. Kommentar der Tester: „Kunden sparten im Vergleich zum teuersten Portal rund elf Prozent.“ Beim Internetauftritt des Portals lobten die Tester den „transparenten und sicheren Buchungsprozess“. Beim Test der Kundenberatung stellten DISQ und n-tv deutliche Unterschiede zwischen den Portalen fest. www.billiger-mietwagen.de erhielt auch hier die Bestnote im Gesamttest: „gut“. Die Tester begründen: „Am Telefon beraten die kompetenten Mitarbeiter überdurchschnittlich individuell und auch der Service per E-Mail überzeugt.“ Vier der neun getesteten Portale erhielten in der Kategorie Kundenberatung die Noten „befriedigend“ oder „ausreichend“.  

Ash Carter in Kiew
Syrien: Nach Russland nun auch Ukraine in der Anti-IS-Koalition?

Kiew (nex) – Die Ukraine spielt mit dem Gedanken, einen militärischen Beitrag zum Kampf gegen die Terrormiliz IS (Daesh) zu leisten. Dies berichtet die Zeitung „The Independent“. Im Rahmen des in dieser Wochenende stattfindenden Besuchs des US-Verteidigungsministers Ash Carter will die Führung in Kiew ein Positionspapier erörtern, das mit Blick auf die Bestrebungen des US-Ministers abgefasst wurde, weltweit weitere Verbündete für den Kampf gegen die Terrormiliz zu gewinnen. In dem Papier wird allerdings weniger auf den IS selbst Bezug genommen als vielmehr auf die russische Armee und darauf, dass nach Auffassung der Autoren des von Präsident Petro Poroschenko angestoßenen Papiers auch die Möglichkeit einer Konfrontation mit russischen Truppen kommen könnte. Eine Regierungsquelle erklärte: „Wir haben eine Vielfalt an Optionen bezüglich unserer Unterstützung gegen den IS vorbereitet, darunter auch in Syrien, was einen Truppeneinsatz beinhalten könnte. Dies könnte in potenzielle Zusammenstöße mit Russen münden.“ Die Russische Föderation bekämpft seit Ende September 2015 auf Einladung der Regierung in Damaskus den IS und weitere Rebellengruppen. Die Ukraine verfügt über eine stehende Armee von 200 000 Mann und 7000 Soldaten von Spezialkräften sowie der Militärgeheimdienstabteilung. Im Osten des Landes, wo prorussische Rebellen den Umsturz auf dem Maidan ablehnten und sich gegen die neue Regierung bewaffneten, sind permanent 40 000 Soldaten stationiert. Eine Verlegung ukrainischer Truppen nach Syrien wäre innenpolitisch möglicherweise nicht unumstritten, wobei neben den finanziellen Aspekten auch der weithin eingefrorene Konflikt im Osten des Landes eine Rolle spielt. Auch in Europa und in der NATO wird die ukrainische Entschlossenheit in dieser Sache nicht immer in gleichem Umfang begrüßt.

Gewalt in der U-Bahn
Berlin: Deutsch-Türkischer U-Bahn-Kontrolleur auf die Schienen geschubst

Berlin (nex) – Nur etwa zwei Wochen, nachdem eine 20-jährige Frau von einem Passanten ohne erkennbaren Anlass in Berlin vor einen einfahrenden Zug gestoßen worden war und durch den tödlich verletzt wurde, ist im Umfeld der Berliner U-Bahn neuerlich ein Verbrechen geschehen. Wie mehrere Medien berichteten, soll es am Freitagnachmittag in einem Waggon der Linie U1 zu einer Fahrscheinkontrolle zweier Kontrolleure bei drei offenkundig betrunkenen Fahrgästen im Alter von 20, 22 und 35 Jahren gekommen sein. Die Fahrgäste, die ohne gültigen Fahrschein unterwegs waren, hätten erst ihren Unmut über die Kontrolle zum Ausdruck gebracht und nachdem die Kontrolleure mit ihnen zusammen am Bahnhof Schlesisches Tor ausgestiegen waren, soll es zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen sein, im Zuge derer einer der mutmaßlichen Schwarzfahrer einen 33-jährigen Kontrolleur ins Gleisbett geschubst haben soll. Mithilfe von Kollegen des Sicherheitspersonals soll es gelungen sein, die Betrunkenen unter Kontrolle zu bringen und der Polizei zu überantworten. Die drei Männer gaben laut Polizei in den Vernehmungen an, von den Sicherheitsleuten provoziert und ebenfalls geschlagen worden zu sein. Der Geschädigte, mit dem Nachrichtenxpress sprach, bestritt diese Darstellung und unterstrich, dass die Kontrolleure auf vorschriftsmäßige Weise vorgegangen seien. Anders als der 33-jährige Kontrolleur hatte keiner der Täter einen so genannten Migrationshintergrund. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Beleidigung.

Infrastrukturprojekte in Afrika
Nigeria: Erster Schnellzug ab März 2016 einsatzbereit

Lagos (nex) – Der erste TGV, ein Schnellzug mit einer Geschwindigkeit von 120 bis 150 Kilometern pro Stunde, soll im März 2016 seine Jungfernfahrt antreten. Die Strecke von Lagos nach Kaduna soll von da an für die Fahrgäste in weniger als einer Stunde bewältigt werden können. Das 849 Millionen US-Dollar teure Projekt wird durch die chinesische China Civil Engineering Construction Company (CCECC) verwirklicht. Nach ihrer Fusion im Jahre 2014 haben die beiden großen TGV-Bauunternehmen Chinas, CNR und CSR, ihre Technologie schwerpunktmäßig nach Afrika exportiert. Von zwölf Ländern, in denen sie Züge dieser Art gebaut haben, waren fünf afrikanische: Angola, Äthiopien, Nigeria, Kenia und Simbabwe. Mit einem Netz von 11 000 Kilometern, das vonseiten des chinesischen Großunternehmens errichtet worden ist, und das zurzeit das weltgrößte darstellt, gelang es sogar, die europäischen Großanbieter Alstom und Siemens auszubooten. Seit der Regierungszeit des nigerianischen Präsidenten Yar Adua hat das afrikanische Schwellenland nicht nur im Bereich der TGVs mit den Chinesen zusammengearbeitet. Für eine Auftragssumme von 12 Milliarden US-Dollar hat die China Railway Construction Corporation auch eine 1402 Kilometer lange Bahnlinie entlang der Küste und über das Nigerdelta hinweg errichtet, die von der ostnigerianischen Stadt Calabar an der Grenze zu Kamerun bis nach Lagos führt. Es war der bislang umfangreichste Vertrag für das chinesische Unternehmen außerhalb der chinesischen Grenzen. Im Dezember 2013 hat auch Kenia auf die chinesischen TGV-Bauer zurückgegriffen, als es darum ging, eine 1300 Kilometer lange Eisenbahnlinie Nairobi-Mombasa zu bauen, die im Anschluss auch nach Uganda und den Süd-Sudan führen soll.

Staatsbesuch des türkischen Präsidenten
Mehrtätige Südamerika-Reise: Präsident Erdoğan in Chile eingetroffen

Santiago de Chile (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, dessen fünftägige Reise durch Südamerika am Sonntag begonnen hatte, strebt eine Vertiefung der wirtschaftlichen und diplomatischen Beziehungen in die Region an, die im Laufe der letzten Jahre stark an globaler Bedeutung gewonnen hatte. In den kommenden Tagen sollen Erdoğan und die ihn begleitende türkische Delegation, die am Sonntagnachmittag von Chiles Außenminister Heraldo Munoz begrüßt wurde, nach Peru und Ecuador weiterreisen. Aus dem Kabinett begleiten den Präsidenten der stellvertretende Premierminister Yalçın Akdoğan, Wissenschafts-, Industrie- und Technologieminister Fikri Işık und der Minister für Energie und natürliche Ressourcen, Berat Albayrak, darüber hinaus Journalisten und Geschäftsleute. Am 4. Februar wird der Präsident in die Türkei zurückkehren. Erdoğan ist der zweite türkische Präsident überhaupt, der Chile besucht. Vor 21 Jahren war der neunte Präsident der Türkei, Süleyman Demirel, in den Andenstaaten gereist. Unter dem Vorsitz des türkischen Präsidenten soll eine Reihe wichtiger Vereinbarungen unterzeichnet werden, deren Gegenstand unter anderem Bereiche wie ökonomische und technische Hilfsmittel, industrielle Investitionen, Entwicklung der Infrastruktur und technischer sowie wissenschaftlicher Austausch zwischen den Ländern sein wird. Auch soll der Präsident vor türkischen und südamerikanischen Geschäftsleuten eine Rede halten. Das Handelsvolumen zwischen der Türkei und Chile betrug in den ersten elf Monaten des Vorjahres 417 Mio. US-Dollar, während es im gleichen Zeitraum des Jahres 2014 noch 921 Mio. US$ waren. Im Jahr 2012 hatte der damalige chilenische Präsident Sebastian Piñera die Türkei besucht und dort im Rahmen einer strategischen Partnerschafts-Rahmenvereinbarung eine Reihe von Vereinbarungen unterschrieben. Chile war das erste lateinamerikanische Land, mit dem die Türkei ein Freihandelsabkommen abschloss.

Bundesliga
Transfer: Serdar Taşçı wechselt zu Bayern München

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München (nex) – Wie Medien berichten, wird der derzeit noch bei Spartak Moskau unter Vertrag stehende Serdar Taşçı schon bald nach München zum Rekordmeister FC Bayern wechseln. Der Herbstmeister und Tabellenführer, zuletzt durch die Ausfälle von Jérôme Boateng und Javi Martínez in der Abwehr geplagt, wird den 28-jährigen Taşçı schon in Kürze für 2,5 Millionen Euro bis zum Saisonende ausleihen und soll sich zudem eine anschließende Kaufoption über zehn Mio. Euro gesichert haben. Der ehemalige Stuttgarter und 14-malige Nationalspieler hätte in Russland eigentlich noch einen Vertrag bis Juni 2017. Sein Marktwert wird zurzeit auf fünf Mio. Euro geschätzt.

Irak
Irakischer Politiker ruft Bagdad zur Kooperation mit der Türkei auf

Bagdad (eurasia/nex) – Der Vorsitzende der Islamischen Partei Irak, Ayad al-Samarrai, hat seine schiitisch-geführte Regierung kritisiert, dass sie der sogenannten Anti-Terror-Koalition von Saudi-Arabien nicht beiwohnte. Zudem betonte er verteidigend, die Türkei plante dem Irak, mit der militärischen Absicherung der Ninewa-Provinz gegen den „Islamischen Staat“ zu unterstützen.
Al-Samarrai, der ehemalige Parlamentssprecher des Irak, richtete seine Worte gegen das pro-iranische Lager seines Parlaments und sagte: „Es kann nicht im Interesse des Irak liegen, Konflikte jeglicher Form mit irgendeinem Staat der Region einzugehen. Der Irak braucht die Hilfe dieser Staaten nämlich unbedingt.“ „Die Türkei möchte ihre Rolle als Teil der Anti-IS-Koalition nicht aufgeben. Deshalb wollte sie dem Irak helfen, die Sicherheit in der Ninewa-Provinz zurückzugewinnen“, fügte er mit Blick auf die jüngsten Spannungen zwischen Ankara und Bagdad über die Verstärkung einer türkischen Militärbasis unweit der Metropole Mosul, die gegenwärtig vom selbsternannten „Islamischen Staat“ gehalten wird. In diesem Zusammenhang drängt der einflussreiche Sunniten-Politiker seine Regierung in Bagdad dazu, ein Abkommen mit Ankara zu unterzeichnen, welches die bilateralen Interessen auf legale Basis setzen, Iraks Souveränität und die Türkei politisch absichern solle.„In der Militärbasis Baschika bilden türkische Militärs Milizen für den Kampf gegen die IS-Terrormiliz aus“, sagte al-Samarrai. Schließlich fügte der Politiker hinzu, Irak hätte der Saudi-geführten Koalition beitreten sollen. Sie umfasst 34 Staaten und richtet sich Analysten zufolge nicht zuletzt gegen den wachsenden Einfluss des schiitischen Iran. Die Islamische Partei Irak ist die einflussreichste Partei der sunnitischen Minderheit des Landes und war Teil der Regierung Nuri el-Malikis. International baut die Partei auf Verbindungen zur Muslimbruderschaft. Die politische Lage im Irak ist verworren. Die Zentralregierung in Bagdad gilt als weithin schiitisch geprägt und pro-iranisch eingestellt. Viele Sunniten des Landes, die im Zuge des Sturzes des Machthabers Saddam Hussein im Jahr 2003 politisch und ökonomisch ausgegrenzt wurden, geben der mehrheitlich schiitisch geprägten Regierung in Bagdad die Schuld für ihre Missstände. Außenpolitisch erscheint Bagdad für die sunnitische Minderheit zunehmend als Ableger und Zögling des ebenfalls schiitischen Irans. Wie die Kurden in Erbil regen sich daher auch unter sunnitischen Arabern zunehmend Stimmen, die mehr Unabhängigkeit von der irakischen Zentralregierung fordern. Zu den Vorreitern dieser Forderung gehört die einflussreiche Nudschaifi-Familie aus Mosul   Mehr zum Thema: Irak: „Bagdad war zu jeder Zeit über alle türkischen Truppenbewegungen informiert“ .