Stuttgart (dts) – Knapp drei Wochen vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt rutschen CDU und SPD nach einem Bericht der „Bild“ in der Wählergunst weiter ab.
Wahlen
INSA-Umfrage: Grüne in Baden-Württemberg erstmals vor CDU
Bürgerkrieg in Syrien
Syrien: „Grundsätzliche Einigung“ auf Feuerpause
Genf 2016
Levante – Neues Nobel-SUV von Maserati
Maserati zeigte Fotos vom ersten SUV in der mehr als hundertjährigen Unternehmensgeschichte.
Maserati zeigte Fotos vom ersten SUV in der mehr als hundertjährigen Unternehmensgeschichte. Das neue Modell soll zusätzlich zu Quattroporte, Ghibli, Gran Turismo und Gran Cabrio angeboten werden. Die Produktion ist bereits angelaufen, da die Markteinführung in Europa noch für dieses Frühjahr geplant ist.
Die spitz zulaufenden Scheinwerfer der Frontpartie sind in zwei Einheiten unterteilt, wobei die obere mit dem Kühlergrill verbunden ist. Die Design-Handschrift von Maserati ist auch von der Seite deutlich erkennbar. Die drei typischen Luftauslässe an dem vorderen Kotflügel, die trapezförmige C-Säule mit dem Saetta-Logo und die großen, rahmenlosen Seitenfenster. Das Heck wird von einer sehr schräg stehenden Heckscheibe und der Stromlinien-Kontur beherrscht.
Der Levante verbindet – wie bei SUV üblich – auch beim Maserati Levante On-Road-Fahreigenschaften mit gutem Handling auf schwierigem Untergrund und im Gelände. Alle Versionen verfügen über eine mehrfach einstellbare Luftfederung mit elektronischer Dämpferkontrolle, das intelligente Allradsystem Q4 und ein speziell auf den Levante abgestimmtes Acht-Gang-Automatikgetriebe.
Antriebsstrang, Fahrwerk, Bremsen, Lenkung und Antrieb basieren auf dem Ghibli, das Chassis stammt teilweise vom Jeep Grand Cherokee. Voraussichtlich wird der Levante entweder von einem V6-Turbobenziner mit 350 oder 425 PS oder von einem drei Liter großen V6-Turbodiesel mit 250, 275 oder 340 PS angetrieben. Der ursprünglich geplante 560 PS starke V8-Benziner soll nun wohl doch nicht kommen.
Welttag der Muttersprache 2016
Sprachwissenschaftler: Sprache Jesu in Gefahr – Europa soll Aramäisch retten
Osnabrück (ots) – Der Leiter des Lehrstuhls für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients der Universität Heidelberg, Werner Arnold, fordert, aramäische Flüchtlinge aus Syrien in Deutschland an einem Ort anzusiedeln. „Ich appelliere an den Staat, dafür zu sorgen, dass Sprachen wie das Aramäische auch in Europa erhalten werden“, sagte der Wissenschaftler in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Und das gelingt am besten, wenn man die Aramäer nicht auseinanderreißt.“
Bürgerkrieg in Syrien
Syrien: Kurden und Turkmenen unter Beschuss durch Assad-Truppen
Latakia (nex) – Die Gebiete um die syrische Stadt Latakia stehen unter intensivem Artilleriebeschuss. Wie verschiedene Medien örtlichen Angaben zufolge berichten, seien „Turkmenen-Berg“ (Türkmendagi) und Jabal al-Akrad (Kurdenberg) im ländlichen Gebiet der syrischen Stadt Latakia unter intensivem Artilleriebeschuss durch Truppen Assads.
Regimetruppen hätten in den frühen Stunden Angriffe mit Mörsergranaten, Panzern und Raketen auf die von den Oppositionellen kontrollierten Dörfer begonnen. Die Dörfer Sarraf und Kuruca am Turkmenen-Berg sowie die Ortschaft Kansaba in Jabal al-Akrad stünden unter intensiven Luftangriffen. Nach Berichten würden die Oppositionellen Widerstand leisten und den Beschuss erwidern. Die heftigen Explosionen seien auch in der türkischen Kreisstadt Yayladag zu hören.
Bulgarien
Türkei: Einreiseverbot für pro-russischen Türken-Politiker aus Bulgarien
Sofia (eurasia/nex) – Die Türkei hat Einreiseverbote gegen Ahmet Dogan und den bulgarischen Medienmogul Delyan Peewski, beide einflussreiche Persönlichkeiten der türkischen Partei Bulgariens, erlassen. Beide gelten als prorussisch eingestellt. Ahmet Dogan stürzte im Dezember den protürkischen Vorsitzenden der DPS Lütfi Mestan.
Die Türkei setzte zwei Politiker der bulgarischen Partei „Bewegung für Rechte und Freiheiten“ (DPS), die in erster Linie die Interessen der türkischen Minderheit vertritt, auf die Sanktionsliste. Der Ehrenvorsitzende der meist einfach „Türkenpartei“ genannten politischen Bewegung, Ahmet Dogan, und Delyan Peewski werden laut Medienberichten nicht mehr in die Türkei einreisen dürfen. Ahmet Dogan wird seit dem Zwischenfall im türkisch-syrischen Grenzgebiet am 24. November 2015, als die türkische Luftwaffe einen russischen Bomber vom Typ Su-24 abschoss, wegen seiner pro-russischen Aussagen aus den eigenen Reihen und der Türkei scharf kritisiert. Auch Peewski nahm ähnliche Positionen wie Dogan ein. Die Einreisesperre wurde in einem Brief von der türkischen Botschaft, der bulgarischen Medien zuging, bestätigt. „Wir bestätigen, dass die Gerüchte über eine Sperre den Tatsachen entsprechen“, hieß es in einer Erklärung. Die türkische Botschaft hatte es am 11. Februar noch abgelehnt, eine offizielle Stellungnahme zu dieser Causa abzugeben. „Die Türkei ist ein souveräner Staat und es gibt im Bereich der Diplomatie keine Bestimmung, die die Türkei dazu verpflichten würde, einen anderen Staat über solche Entscheidungen zu informieren“, sagte Betina Jotewa, Pressesprecherin des bulgarischen Außenministeriums. Ahmet Dogan war ein aktiver Mitarbeiter der kommunistischen bulgarischen Staatssicherheit. Das ist spätestens seit 2007 bekannt. Der Politiker attackierte in der Vergangenheit immer wieder Mitglieder der „Türkenpartei“, die sich für enge Beziehungen mit der Türkei aussprachen. Seinen Höhepunkt erreichte der Richtungsstreit, als der Vorsitzende der DPS, Lütfi Mestan, wegen einer Solidaritätsrede, bei der er sich im Streit über die Rechtmäßigkeit des Abschusses des russischen Bombers im türkisch-syrischen Grenzgebiet auf die Seite der Türkei stellte, auf Druck von Dogan am 23. Dezember 2015 seines Amtes verwiesen wurde. Dogan, der noch immer enge Bande zu Russland pflegen soll, griff Mestan für seine Aussagen an. Er unterstellte Mestan, den Führer einer eben mehrheitlich türkisch geprägten Partei in Bulgarien, die „fünfte Kolonne der Türkei“ zu sein. Mestan wurde geradezu von seinem Posten als DPS-Vorsitzender weggeputscht. Die Machtkämpfe nahmen ein Ausmaß an, dass Mestan schließlich mit der Begründung, er fürchte um seine Sicherheit, in der türkischen Botschaft in Sofia Zuflucht suchte. Während die bulgarische Regierung in weiterer Folge begann, Ankara anzukreiden, sich in innenpolitische Angelegenheiten des Landes einzumischen, gibt es unter Berufung auf die türkische Tageszeitung „Sabah“ zahlreiche begründete Hinweise darauf, dass Ahmet Dogan die Krise innerhalb der DPS instrumentalisierte, um einen „Oligarchen“ – womit Peewski gemeint ist – in der „Türkenpartei“ einzusetzen. Nicht zuletzt nannte „Der Spiegel“ Peewski „den Eisberg der Korruption in Bulgarien“, denn „wie kein anderer personifiziert er das oligarchische System des Klientelismus“. Bemerkenswert ist, dass Peewskis zahlreiche Medienhäuser, die dieser in Bulgarien kontrolliert, trotz seiner eigenen Mitgliedschaft und Präsenz als Parlamentsabgeordneter der türkisch geprägten DPS für ihren rechten, anti-türkischen Kurs bekannt sind. Sie griffen unter anderem immer wieder die türkische Botschaft in Sofia für vermeintliche subversive Aktivitäten an, für die es keinerlei Beweise gab. Laut Informationen von Insidern ist die Entscheidung der Türkei, Dogan und Peewski zu unerwünschten Personen zu erklären, nunmehr eine konkrete Reaktion auf die gezielte Eskalation, die beide Exponenten der Partei der türkischen Minderheit angezettelt hatten. Sie ist ein starkes Signal aus Ankara an die Wähler der DPS, dass Ahmet Dogan das Vertrauen der Türkei nicht mehr genieße und diesem auch nicht mehr gefolgt werden sollte. Der ehemalige DPS-Vorsitzende Lütfi Mestan erklärte in der Zwischenzeit, dass er eine eigene liberale politische Partei mit dem Namen „Demokraten für Verantwortlichkeit, Freiheit und Toleranz“ ins Leben rufen wolle.- Bulgarische Nationalisten in Angst: „Türken könnten an alle Fingerabdrücke kommen“
- Bulgarien: Türkische Minderheit nach Jahrzehnten der Repression geehrt
Baku-Tiflis-Kars-Bahnstrecke
Georgien: „Eiserne Seidenstraße“ zwischen Türkei und Kaukasus wird noch 2016 fertiggestellt
Tiflis (eurasia/nex) – Die Baku-Tiflis-Kars-Bahnstrecke (BTK), die die Türkei mit dem Südkaukasus verbindet, werde Ende 2016 fertiggestellt, teilte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am 19. Februar mit.
Bei einer Pressekonferenz mit seinen georgischen und aserbaidschanischen Amtskollegen, Michail Janelidze und Elmar Mammadyarow, in Tiflis am 19. Februar sagte Cavusoglu, Handelsbarrieren würden fortan „mit der Inbetriebnahme der BTK-Bahnstrecke dieses Jahr überwunden“, berichtete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Cavusoglu bemerkte, dass die Bahnstrecke künftig London mit Peking logistisch verbinden werde. Die Außenminister der Türkei, Georgiens und Aserbaidschans „hoben die Schlüsselrolle der BTK-Bahnstrecke bei der Stärkung eines konkurrenzfähigen Transportwesens zwischen Asien und Europa hervor und merkten an, dass die georgische Sektion der Strecke 2015 bereits erfolgreich getestet wurde“, geht aus der gemeinsamen Stellungnahme nach dem fünften Treffen der drei Außenminister hinsichtlich des Projekts in Tiflis hervor. „Unter diesem Eindruck wollen wir die fruchtbaren Konsultationen des trilateralen Ministertreffens hinsichtlich des Koordinationsrates der BTK-Bahnstrecke, der am 12. Februar 2016 in Tiflis tagte, willkommen heißen“, ist der Stellungnahme weiter zu entnehmen. Die BTK-Bahnstrecke wird in Übereinstimmung mit einem zwischenstaatlichen Abkommen zwischen Aserbaidschan, Georgien und der Türkei gebaut. Es wird erwartet, dass die Eisenbahn den Handel von Asien nach Europa stärken werde. Die Anfangskapazität der Bahnstrecke soll bei 6,5 Millionen Tonnen transportierter Waren und Güter liegen. Zudem sollen eine Million Menschen transportiert werden. Ihren Höhepunkt soll die Strecke mit 17 Millionen Tonnen transportierter Waren erreichen, geht aus einer Erklärung der am Projekt beteiligten Staaten aus dem Jahr 2013 hervor. Mehr zum Thema:Türkei: Erdogan-Wahlsieg macht den Weg frei für Mega-Projekte
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