"The Voice of Germany" ab Herbst 2016 auf ProSieben
Yvonne Catterfeld wird Coach bei „The Voice of Germany“

Unterföhring (ots) – Neue Töne für „The Voice of Germany“ 2016: Yvonne Catterfeld verstärkt in der sechsten Staffel die Erfolgsshow auf ProSieben und in SAT.1. Zusammen mit dem #TVOG-Rückkehrer Samu Haber, Andreas Bourani und den doppelten Siegern Michi Beck und Smudo von den Fantastischen Vier sucht Yvonne Catterfeld die beste Stimme Deutschlands. ECHO-Gewinnerin Yvonne Catterfeld: „In all den Jahren, in denen ich fast jede Sendung von ‚The Voice of Germany‘ begeistert verfolgt habe, hätte ich nie gedacht, dass ich selbst einmal auf einem der roten Stühle sitzen würde. Ich freue mich über diese Herausforderung, tolle erfrischende Stimmen zu hören, neben großartigen Kollegen zu sitzen und mit ihnen um die Talente zu kämpfen!“ Über der sechsten Staffel schwebt die große Frage: Kann 2016 zum ersten Mal ein weiblicher Coach „The Voice of Germany“ gewinnen? Samu Haber: „Ich liebe diese Show, die Talente, die Musik, das Team. Zwei Aufwärmrunden, eine Interkontinental-Exkursion – jetzt bin ich bereit für den Sieg.“ Smudo und Michi Beck: „Es ist schön, dass der doppelsiegverwöhnte Doppelstuhl die Chance auf den Hattrick bekommt. Aber auch ohne diese Herausforderung haben wir vor, für unsere Talente auf allen Ebenen zu kämpfen und wenn nötig sogar unsere Körper einzusetzen. Wir freuen uns auf den Wettstreit und die Talente.“ Andreas Bourani: „Nachdem ich im letzten Jahr zwei Talente im Finale hatte und mich dann knapp den Fantas geschlagen geben musste, ist jetzt Zeit für die Revanche. Das A-Team kehrt zurück und fordert alle alten und neuen Coaches zum Battle.“ Wolfgang Link, Vorsitzender der Geschäftsführung ProSiebenSat.1 TV Deutschland: „Neue Coach-Konstellationen versprechen immer eine ganz neue Dynamik auf den ‚heiligen‘ roten ‚The Voice‘-Drehstühlen. Ich bin gespannt, wie sich Yvonne Catterfeld mit ihrem Charme und ihrer Kompetenz gegen die vier Alpha-Männer durchsetzt. Dazu freue ich mich sehr, dass Samu Haber nach seiner Pause wieder in die Voice-Familie zurückkommt.“

Yvonne Catterfeld hat alles gewonnen: ECHO, Bambi, Goldene Stimmgabel Yvonne Catterfeld (36) hat in ihrer Karriere bereits zahlreiche, renommierte Preise für ihre Leistungen als Musikerin und Sängerin erhalten: einen ECHO als beste Solokünstlerin und die Goldene Stimmgabel.

In ihrer 15-jährigen Musik- und Filmkarriere veröffentlichte Yvonne Catterfeld sechs Studioalben und landete mehrere Nummer-1-Hits – Goldene und Platin-Schallplatten folgten. Die Sängerin überraschte und überzeugte im letzten Jahr Kritiker und Publikum bei „Sing meinen Song“. Für dieses Engagement wurde Yvonne Catterfeld mit einem Bambi ausgezeichnet.

„The Voice of Germany“ ab Herbst 2016 auf ProSieben und in SAT.1

Düsseldorf
NRW-Wirtschaft begrüßt Vergabegesetz-Reform

Düsseldorf (ots) – Die NRW-Wirtschaft begrüßt den Entwurf der rot-grünen Landesregierung für ein neues Tariftreuegesetz. „Wir sehen das verhalten optimistisch“, sagte Matthias Mainz von der IHK NRW der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Im Detail gebe es zwar noch einiges zu verbessern. Zum Beispiel seien die Bagatell-Grenzen, ab denen das Gesetz wirken soll, noch immer zu niedrig. „Aber die Wirtschaft begrüßt, dass die Landesregierung auf unsere Kritik reagiert hat.“

Verstoß gegen Nato-Russland-Grundakte
Nato will Truppen in Polen und im Baltikum stationieren

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Cottbus (ots) – Die Nato rüstet im Osten auf. Vier Bataillone will das Bündnis demnächst dauerhaft in Polen und den baltischen Staaten stationieren. Sie verstößt damit gegen die Nato-Russland-Grundakte aus dem Jahr 1997, in der festgeschrieben ist, dass auf dem Territorium der ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten keine Nato-Truppen dauerhaft stationiert werden. Die Allianz selbst sieht die Dinge anders. Es handele sich um keine dauerhafte Stationierung, weil die einzelnen Soldaten rotieren. Soll heißen: Die Bataillone bleiben in der Stärke unverändert, sie sind die gleichen, aber nicht dieselben, weil die Soldaten wechseln. Das sind Sophistereien, mehr noch: Es sind billige Taschenspielertricks, die an das russische Vorgehen bei der Annexion der Krim erinnern. Damals schickte Kremlchef Wladimir Putin seine Armee ohne Feldzeichen auf die ukrainische Halbinsel, frei nach dem Motto: „Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts.“ Später gab Putin zu, dass er seine Soldaten ausgesandt hatte, um die Krim zu erobern. Und auch die Nato macht in Wirklichkeit keinen Hehl daraus, was sie aktuell an ihrer Ostflanke tut. Soeben haben Nato-Truppen im Baltikum, nur 150 Kilometer von der russischen Grenze entfernt, ein weiteres Großmanöver begonnen. Ähnliches tun die Russen selbstverständlich auch. Bis Jahresende will Moskau zudem zwei zusätzliche Divisionen an der Westgrenze stationieren. Einmal mehr steht also die ewige Frage im Raum: Wer hat angefangen? Tatsache ist, dass die russische Annexion der Krim ein völkerrechtswidriger, aggressiver Akt war, der weit über frühere Ost-West-Konfrontationen – etwa in Georgien – hinausging. Dieser Eroberungskrieg war und ist durch nichts zu rechtfertigen, auch nicht durch den Verweis auf die Nato-Osterweiterung und erst recht nicht auf die berühmten „verbrecherischen amerikanischen Kriege“, etwa im Irak oder anderswo. Wäre dies eine Rechtfertigung, wären verbrecherische Kriege ab sofort überall legitim. Dennoch: Es ist ein Armutszeugnis, dass sich das westliche Bündnis auf Putins Hütchenspielerniveau begibt. Wenn man meint, die Ostflanke stärken zu sollen -wofür es gute Gründe gibt -, dann hätte man die Grundakte aufkündigen müssen – gern auch mit einem Ultimatum versehen: Räumst du nicht die Ostukraine, kündigen wir die Partnerschaft auf. Lavieren war noch nie eine gute Strategie

Weltrekordversuch
Erdogan gibt Sofuoglu grünes Licht: Mit 400 km/h über neue Brücke!

Kenan Sofuoglu testet Rekord auf neuer Bosporus-Brücke Istanbul (nex) – Wie der erfolgreichste Fahrer der Supersportgeschichte, Kenan Sofuoglu, in einem Interview mitteilte, setze er seine Vorbereitungen für den „400 km/h-Geschwindigkeitsrekord“ mit der modifizierten Ninja H2R, die die japanische Marke Kawasaki ihm zukommen ließ, fort. In einem vorherigen Versuch sei ihm bereits gelungen, eine Höchstgeschwindigkeit von 396 km/h zu erreichen und er sei nun bestrebt, die 400 km/h-Grenze zu knacken, so Sofuoglu weiter. Diesen Rekordversuch wolle er bei der Eröffnung der Osman-Gazi-Brücke unternehmen. Er habe bereits mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan über das Eröffnungsprogramm der Hängebrücke und seinem Vorhaben gesprochen, meinte Sofuoglu und fuhr fort: „Ich möchte den Rekordversuch bei der Eröffnung der Osman-Gazi-Brücke unternehmen. Ich habe darüber bereits mit dem Präsidenten am Telefon gesprochen. Unser Präsident Recep Tayyip Erdogan unterstützt mein Vorhaben. Er erklärte, ein solcher Rekordversuch bei der Eröffnung der Brücke würde ihn mit Stolz erfüllen. Ich möchte lebenssichernde Maßnahmen ergreifen und diesen Rekord auf der Brücke verwirklichen. An diesem Wochenende werde ich erst einmal am achten Rennwochenende der Supersport-WM teilnehmen. Danach führe ich einen Test auf der Brücke mit Auswertung des Windes und anderer natürlicher Faktoren durch.“

Erfolgreiche Operation gegen den Schmuggel
Istanbul: Gaddafis 10-Millionen-Dollar-Dolch bei Polizeirazzia sichergestellt

Istanbul (nex) – Die Polizei in Istanbul gab am Montag bekannt, dass sie einen mit Ornamenten bestückten Dolch beschlagnahmt hat, der dem früheren libyschen Präsidenten Muammar Gaddafi gehört haben soll. Der elfenbeinerne Dolch, geschmückt mit Rubinen, Saphiren, Smaragden und Diamanten, wurde im Zuge einer Razzia gegen Schmuggler sichergestellt, so die Polizei in einem Statement. Ein türkischer Geschäftsmann, lediglich mit den Initialen A.A., und zwei seiner Gehilfen wurden während der Anti-Schmuggler-Operation festgenommen. Der Dolch war im Zuge von Plünderungen im Zuge des vom Westen unterstützen Putsches gegen den langjährigen Staatschef entwendet worden. Im Jahre 2011 begann der bewaffnete Aufstand gegen Gaddafi im Zusammenhang mit dem so genannten „Arabischen Frühling“. Er endete am 20. Oktober mit dem Sturz und der Ermordung des Staatschefs durch Angehörige bewaffneter Milizen. Seit dieser Zeit versinkt das Land in Bürgerkrieg und Chaos. Während mehrere rivalisierende Kräfte, die sich jeweils als legitime Regierung betrachten, um die Vormacht kämpfen, breitet sich in einem Teil des Landes die Terrormiliz IS (Daesh) aus. Der verdächtige Geschäftsmann soll den Dolch vor drei Monaten um 4,6 Mio. US-Dollar erworben haben und plante, ihn für zehn Mio. US-Dollar an einen saudischen Geschäftsmann weiterzuverkaufen. Die Verdächtigen wurden auf freiem Fuß angezeigt. In einer weiteren Operation im Istanbuler Bezirk Arnavutköy konfiszierte die Polizei etwa 200 Gold- und Bronzemünzen aus der byzantinischen und der osmanischen Ära.

Wetter
Türkei: Experten warnen vor Hitzewelle

Ankara (nex) – Der bekannte Meteorologe und Akademiker Prof. Orhan Sen von der Technischen Universität Istanbul sagte, dass die Temperaturen bis zu acht Grad Celsius über die Saisonwerte steigen würden und warnte die Menschen vor möglichen Gesundheitsrisiken. Sen erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, dass der diesjährige Sommer vermutlich der heißeste der vergangenen Jahre sein würde. Dafür gebe es verschiedene Gründe wie die globale Erwärmung, die in diesem Jahr einen Temperaturanstieg um 2 Grad verursache, Sonneneruptionen beispiellosen Ausmaßes und das El Nino-Wetterphänomen. Sen führte weiter aus, dass die Temperaturen allmählich zulegen würden. In Istanbul, der bevölkerungsreichsten Stadt der Türkei, könnten sie gegen Ende dieser Woche gar die 34 Grad-Grenze überschreiten. „Ab heute werden die Temperaturen sehr hohe Werte erreichen, vor allem in Istanbul, aber auch in weiten Teilen der Türkei.“ Der Wetterexperte riet den Muslimen, die im Ramadan fasten, eindringlich, bei Gesundheitsproblemen zuhause zu bleiben. Muslime enthalten sich während des Ramadans von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang des Essens und Trinkens. Dieses Jahr fällt der Fastenmonat in den Sommer, was eine zusätzliche Herausforderung darstellt: Längere Tage bedeuten längere Fastenzeiten. Die Wettervorhersage des staatlichen Türkischen Meteorologischen Institutes sagt sporadischen Regen für heute und morgen im Westen und Norden der Türkei voraus, landesweit sollen die Temperaturen nicht unter 21 Grad Celsius fallen. Am Donnerstag wird es bis auf die nordöstliche Schwarzmeerregion und den Osten sonnig werden mit Temperaturen zwischen 29 Grad in Istanbul und 37 Grad in der westtürkischen Stadt Aydin, die diese Woche die höchsten Temperaturwerte erreichen soll.

„Harinezumi“
Japan: Kunden holen sich Trost in neuen „Tier-Cafés“

Japanisches Café bietet stacheligen Trost Tokio (nex) – In einem neuen japanischen Café sind es nicht die Kunden, die stachelig sind, sondern die Bewohner. Kunden zahlen hier, um Zeit mit Igeln zu verbringen. Das neueste in einer ganzen Reihe von „Tier-Cafés“ gibt Menschen, die zuhause kein Tier halten können, die Möglichkeit, mit verschiedenen stacheligen Zeitgenossen zu interagieren. Der Kontakt soll Kunden Trost im heilenden Sinne oder, wie man es in Japan sagt, iyasareru (von jemandem oder etwas getröstet werden) bieten. Das Café Harry – der Name ist ein Wortspiel mit „harinezumi“ (etwa: Nadelmaus) – befindet sich auf der zweiten Etage eines neuen Gebäudes im Tokioter Stadtteil Roppongi direkt über einem Kaninchencafé namens Ms. Bunny. Nach Angaben des japanischen Nachrichtenportals Rocket News 24 zahlt der Kunde unter der Woche 1000 Yen (8,41 US-Dollar) für 30 Minuten Aufenthalt in dem Café. An den Wochenenden sind es 1300 Yen. Extras wie Fotos schießen oder das Tier füttern kosten jeweils 500 Yen. Nachdem die Kunden sich die Hände desinfiziert haben, helfen ihnen Assistenten bei der Wahl eines Tieres, das sich in einem Gehege befindet. Das Tier wird sanft in einen Korb oder eine Box gelegt, aus dem der Kunde es dann herausnehmen und mit ihm spielen kann.

Medizin
„Türkische Therapie“: Wie die Pockenimpfung aus dem osmanischen Harem nach Europa kam

Istanbul (nex) – Als Lady Mary Wortley Montagu, die Frau des englischen Botschafters am osmanischen Hof in Konstantinopel, 1717 beobachtet, wie Haremsfrauen ihre Kinder absichtlich mit Pocken infizieren, glaubt sie erst an eine barbarische Praxis. Bald jedoch merkt sie, dass hinter diesem Vorgehen eine Idee steht, die sich in weiterer Folge vom Osmanischen Reich aus in alle Welt verbreiten und bis heute weitergepflegt werden sollte. Was die Frau des Botschafters miterlebte, war die Grundlage für die heute verbreitete Praxis der Schutzimpfung. Noch drei Jahre zuvor hatte in der damals von 600 000 Menschen bewohnten Hauptstadt des Osmanischen Reiches eine Pockenepidemie das Leben jedes zehnten Kindes gefordert. In ganz Europa starben jährlich fast 400 000 Menschen an der stark ansteckenden Krankheit. Ein Heilmittel war weit und breit nicht in Sicht. Nachdem der osmanische Sultan Achmed III. von Reisenden und seinen Ärzten über eine in Europa noch unbekannte Heilbehandlung erfahren hatte, im Zuge derer Mediziner ihren gesunden Patienten absichtlich Krustenstücke von nur leicht erkrankten Pockenpatienten verabreichten – was zur Folge hatte, dass diese nur kurz und leicht, aber nicht mehr tödlich erkrankten – wollte er diese Vorgehensweise auch in seinem Reich testen. So kam es zur ersten groß angelegten Immunisierungsaktion der Geschichte – und sie geriet zum vollen Erfolg. Die Kinder zeigten zwar für einige Tage leichte Krankheitssymptome, aber zu tödlichen Infektionen kam es dank der Aktivierung des Immunsystems nicht mehr. Für Lady Wortley Montagu ein Grund, die „türkische Therapie“ auch im eigenen Land zu propagieren. Sie regte an, dass Ärzte aus dem Vereinigten Königreich nach Konstantinopel reisen sollten, um aus den dortigen Erfahrungen Anregungen mitzunehmen – und wurde erst verlacht. Wissentlich eine Erkrankung an sich selbst oder an anderen herbeizuführen, galt als undenkbar und gefährlich. Wie die spätere Forschung zeigte, war die Praxis der Immunisierung keine Premiere im globalen Maßstab. In China waren ähnliche Formen des Kampfs gegen Infektionskrankheiten bereits im 10. Jahrhundert bekannt, aber auch im arabischen Raum und unter amerikanischen Sklaven konnte man diesen Ansatz bisweilen beobachten. Lady Montagu selbst ließ ihre Kinder in der Türkei impfen. In England konnte sie immerhin erreichen, dass  König Georg I., nachdem Tests an Waisen und Verbrechern positiv verlaufen waren, am Ende seine eigenen Enkel vom bekannten damals praktizierenden niederländischen Arzt und Botaniker Jan Ingenhousz impfen ließ. Von da an schwand der Widerstand gegen diese Praxis. Es sollte bis zum Juni 1769 dauern, dass der Arzt Edward Jenner im englischen Berkeley einen gesunden achtjährigen Jungen absichtlich mit den Pocken infizierte, dem sechs Wochen zuvor bereits ein Serum aus den Bläschen von Kuhpocken gespritzt worden war. Von dieser Zeit an war die Schutzimpfung auch in der europäischen Fachwelt als wirksame Form der Immunisierung gegen die Pocken akzeptiert. Die „türkische Therapie“ hat auf diese Weise ihren internationalen Durchbruch erlebt.

"Beginnen wie ein Türke und beenden wie ein Deutscher"
Türkei: Deutscher EU-Botschafter tritt zurück

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Ankara (nex) – Wie die Sprecherin der diplomatischen EU-Vertretung mitteilte, wird der EU-Botschafter in der Türkei, Hansjörg Haber, sein Amt zum 1. August niederlegen.

EU-Sprecherin Maja Kocijancic erklärte am heutigen Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, dass Haber zwar zurückgetreten sei, seinen Pflichten als EU-Gesandter aber bis zum 1. August nachkommen werde.

Kocijancic fügte hinzu, dass die erforderlichen Maßnahmen zur Bestimmung eines Nachfolgers als Leiter der Delegation der Europäischen Union in Ankara sofort ergriffen würden. Haber war seit Oktober letzten Jahres Leiter der EU-Delegation in der Türkei.

Im vergangenen Monat erzählte Haber Journalisten mit Blick auf die EU-Mitgliedschaft der Türkei, sie sei das Gegenteil des deutschen Sprichwortes: „Beginnen wie ein Türke und beenden wie ein Deutscher“, was heißen soll, dass man eine Sache mit großem Enthusiasmus anpackt und sie auf eine disziplinierte Art und Weise zu Ende führ. Nach diesen kontroversen Bemerkungen war Haber ins türkische Außenministerium einbestellt worden.

IHS Jane’s
Waffenexport: Deutschland rückt auf den dritten Platz vor

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Deutschland drittgrößter Waffenexporteur der Welt Dortmund (nex) – Nach einem Jahresrüstungsbericht der IHS Jane’s, eines militärwissenschaftlichen und technischen Verlags mit Sitz in Großbritannien, war Deutschland 2015 nach den USA und Russland der drittgrößte Waffenexporteur der Welt. Deutschland machte einen Sprung vom fünften Platz im Jahr 2014 auf den dritten im Jahr 2015 und stellte damit Frankreich und Großbritannien in den Schatten. Es exportierte Waffen im Wert von insgesamt knapp 4,8 Milliarden US-Dollar, heißt es in dem Bericht. Die USA und Russland behielten nach Angaben des Berichts, der Entwicklungen in der Verteidigungsindustrie von 65 Ländern untersucht, ihre Spitzenpositionen mit Waffenexporten in Höhe von knapp 23 bzw. 7,4 Milliarden US-Dollar. Fast ein Drittel (29 Drittel) aller Waffenexporte Deutschlands gingen in den Nahen Osten und nach Nordafrika. Dabei belegten Saudi-Arabien, Algerien, Ägypten und Katar die vordersten Plätze unter seinen Kunden. Die deutsche Öffentlichkeit ist seit eh und je misstrauisch gegenüber den Waffendeals mit Ländern außerhalb der traditionellen Verbündeten des Landes. Verantwortlich für die Aufsicht über die Waffendeals ist der Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Trotz der Versicherung vor einigen Jahren, dass sein Ministerium Kontrollen des Endverbleibs zur Gewährleistung der planmäßigen Nutzung der Waffen einrichten würde, geriet Vizekanzler Gabriel unter Beschuss, weil er Exporte in Länder wie Saudi-Arabien verstärkt hat. Der Bericht zum Globalen Rüstungshandel fand ebenfalls heraus, dass 2016 Deutschland hinter Frankreich zurückfallen werde, da Frankreich seine Rüstungsindustrie wiederbelebt habe. Bei den Waffenimporten belegen laut dem Bericht im Jahr 2015 Saudi-Arabien, Indien und Australien die ersten drei Plätze. Für das Jahr 2016 werde erwartet, dass die Vereinten Arabischen Emirate, Südkorea und der Irak Australien überholen würden. Der Autor des Berichts, Ben Moore, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, dass die zunehmende Investition Saudi-Arabiens, Katars und der Vereinten Arabischen Emirate in Überwachungs- und Aufklärungstechnologien als ein Wunsch nach Unabhängigkeit von ihrem langjährigen Sicherheitspartner, den USA, gedeutet werden könnte. Moore fügte hinzu, dass mehrere Golfstaaten und Ägypten auch in präzisionsgelenkte Munition investierten, „um die Unterstützung der Öffentlichkeit durch Vermeidung hoher Zivilopferzahlen sicherzustellen.“