Kurioses
„Bis dass der Tod uns scheidet“: Mann heiratet sein iPhone in Las Vegas

Dortmund (nex) – Nach einem Bericht in den Action News des lokalen TV-Senders KTNV Channel 13 wurde Aaron Chervenak am 20. Mai in der Little Las Vegas Chapel vorstellig und äußerte den Wunsch, mit seinem Handy eine eheliche Bindung eingehen zu wollen. „Zuerst hielt ich es für einen Scherz“, erzählt der Besitzer der Kapelle Michael Kelly dem TV-Sender. Er sei zwar überrascht gewesen, habe aber die Zeremonie dann trotzdem in Angriff genommen: „Doch dann dachte ich mir: ‚Ach, was soll’s, tun wir’s!‘“ „Es kommen wirklich selten Leute her, die leblose Gegenstände heiraten wollen“, so Kelly weiter. Chervenak soll für die Zeremonie von seinem Wohnort Los Angeles nach Las Vegas gekommen sein. „Die Eheschließung wird im Bundesstaat Nevada zwar gesetzlich nicht anerkannt, aber es gibt keine unverbindliche Zeremonie, die die Little Las Vegas Chapel den Leuten verweigern wird“, heißt es in dem Bericht.

Weltrekord
Türke Sofuoglu bricht mit 400 km/h neuen Landgeschwindigkeitsrekord auf Osman Gazi-Brücke

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Istanbul (nex) – Der vierfache Supersport-Weltmeister Kenan Sofuoglu hat am gestrigen Donnerstag einen neuen Landgeschwindigkeitsrekord aufgestellt: Er ist auf der neu errichteten Osman Gazi-Brücke vor deren Eröffnung mit 400 km/h gefahren. Berichten zufolge führte Sofuoglu das Projekt mit einer Sondererlaubnis der Behörden früh am Morgen, als günstige Witterungsbedingungen herrschten, durch. Kenan Sofuoglu startete den Versuch am Donnerstagmorgen um 05:00 Uhr Ortszeit und konnte die Kawasaki auf exakt 400 km/h beschleunigen. Eingeweiht wurde die Brücke dann am Nachmittag. Laut Sofuoglu habe die Vorbereitungszeit vier Monate gedauert. „Bei meinen vorherigen Versuchen hatte ich 390 km/h erreicht, heute schaffte ich die 400“, erzählte er der Nachrichtenagentur Anadolu und fuhr fort: „Eigentlich hatte ich vor, den Landgeschwindigkeitsrekord während der offiziellen Eröffnungszeremonie der Brücke zu brechen, doch die Witterungsbedingungen hätten es nicht zugelassen.“ Der WM-Rekordhalter bedankte sich beim türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan, beim Verkehrsminister Ahmet Arslan, bei den Ingenieuren, die am Bau der Brücke beteiligt waren und allen, die ihm diesen Rekord ermöglicht hätten. Sofuoglu schwärmte, dass er sich einen Traum erfüllt habe; als nächstes stehe der fünfte Weltmeistertitel an. Durch die Osman Gazi-Brücke, die über den Golf von Izmit führt, verkürzt sich die Strecke zwischen Istanbul und Izmir um etwa 140 Kilometer.      

Türkei
Anschlag in Istanbul: Attentäter kamen aus Kirgisien, Usbekistan und Russland

Polizei nimmt 13 Verdächtige nach Terroranschlag fest Ankara (nex) – Wie aus türkischen Regierungskreisen am heutigen Donnerstag bestätigt wurde, handelt es sich bei den Selbstmordattentätern um einen Usbeken, einen Kirgisen und einen russischen Staatsbürger. Die türkische Polizei hat am heutigen Donnerstag nach dem Terroranschlag vom vergangenen Dienstag 13 Verdächtige, unter denen sich drei ausländische Staatsangehörige befinden, festgenommen. Bei dem Anschlag auf den Flughafen Istanbul-Atatürk wurden 42 Menschen getötet und über 200 verletzt.Die Anti-Terror-Abteilung der Polizei führte zeitgleich an 16 verschiedenen Orten in Istanbul, der bevölkerungsreichsten Stadt der Türkei, Razzien durch. Die Verdächtigen wurden nach einer Gesundheitskontrolle zum Polizeihauptquartier Istanbul gebracht. Nach drei anderen Verdächtigen werde weiterhin gefahndet, teilte die Polizei mit. Drei Selbstmordattentäter schossen in der vergangenen Dienstagnacht am größten Flughafen der Türkei zunächst wahllos um sich herum und sprengten sich anschließend in die Luft. Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim teilte mit, dass erste Spuren dafür sprächen, dass der IS (Daesh) für den Anschlag verantwortlich sei. Der Flughafen nahm am frühen Mittwochmorgen den Betrieb wieder auf. Das türkische Ministerpräsidentenamt rief am gestrigen Mittwoch eine eintägige Staatstrauer aus. Die Flaggen wehen in der gesamten Türkei sowie in den Auslandsvertretungen des Landes auf Halbmast.

Reform der Erbschaftssteuer
NRW-Finanzminister: Keine Blockadehaltung der Länder bei Erbschaftssteuer

Berlin (ots) – Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) hat die mehrheitlich getroffene Entscheidung der Länderfinanzminister verteidigt, wegen der Reform der Erbschaftssteuer den Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag anzurufen. Walter-Borjans sagte am Donnerstag dem rbb-Inforadio, der Vermittlungsausschuss sei kein Verhinderungsinstrument. „Er ist ein Verbesserungsinstrument. Er soll vermitteln und hinterher die Enden zusammenführen“, betonte der SPD-Politiker. Scharfe Kritik übte Walter-Borjans an der CSU. Sie unterstütze mit der von ihr angestrebten Reform der Erbschaftssteuer einer Null-Steuer-Lobby. „Diese Lobby hat einen parlamentarischen Arm. Und dieser Arm ist die CSU – niemand sonst“, erklärte Walter-Borjans. „Wie kann es sein, dass das Bundesverfassungsgericht Ausnahmeregelungen für zu stark erklärt, um dann einen Gesetzentwurf präsentiert zu bekommen, der diese Ausnahmen nicht verkleinert, sondern vergrößert.“

Berlin
Breite Ablehnung für IWF-Forderung nach höherem Rentenalter in Deutschland

Berlin (ots) – Die Forderung des IWF nach einem späteren Renteneintritt in Deutschland stößt bei Ökonomen und in der Politik auf Ablehnung, Es gehe jetzt erst einmal darum, mehr ältere Menschen im Arbeitsleben zu halten, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Carola Reimann, dem Tagesspiegel. „Hier haben wir Handlungsbedarf, in diese Aufgabe sollten alle unsere Energien fließen.“ Auch der Rentenexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Gert G. Wagner, hält nichts von apodiktischen Forderungen nach einer pauschalen Verlängerung der Lebensarbeitszeit. „Viele erreichen die Altersgrenze heute schon nicht und gehen in Erwerbsminderungsrente“, sagte Wagner der Zeitung. Auch Clemens Fuest, Chef des Ifo-Instituts, sieht keine Notwendigkeit, das Rentenalter über die schon beschlossenen 67 Jahre hinaus zu erhöhen. „Das wird eher nach 2030 nötig sein“, sagte Fuest dem Tagesspiegel. „Jetzt ist es wichtiger, die beschlossenen Reformen nicht zurückzudrehen.“

Türkische Außenpolitik
Erdogan: „Normalisierung mit Russland und Israel folgt einem Win-Win-Prinzip“

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Ankara (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte am Mittwoch, die Schritte in Richtung einer Normalisierung der Beziehungen zu Israel und zur Russischen Föderation beruhten auf einem „Win-Win-Prinzip“. Man habe nie im Sinn gehabt, einseitige Schritte zu unternehmen, betonte Erdogan auf einer Iftar-Veranstaltung in Ankara. Alle Schritte wären von der Prämisse geleitet worden, dass alle Beteiligten profitieren müssten. „In anderen Worten, sowohl die Türkei als auch Israel, sowohl die Türkei als auch Russland müssten gewinnen“, so Erdogan. Zuvor hatte Erdogan am Mittwoch mit dem Präsidenten der Russischen Föderation, Vladimir Putin, telefoniert. Beide Staatsoberhäupter betonten dabei die Wichtigkeit der Normalisierung der bilateralen Beziehungen zwischen den Ländern. Es war das erste Gespräch zwischen Erdogan und Putin seit dem Abschuss des russischen Militärjets an der türkisch-syrischen Grenze vor sieben Monaten. Erdoğan bezeichnete die Konversation als „für beide Länder nutzbringend“. Es werde auch ein persönliches Gespräch geben, wenn beide Politiker im Oktober am G20-Gipfel in China teilnehmen. Bereits am Freitag werden die Außenminister beider Länder, Mevlüt Cavusoglu und Sergej Lawrow, in Sotschi zusammentreffen. „Wir haben uns auf schnelle Maßnahmen bezüglich des Tourismus geeinigt“, erklärte Erdogan. Ab sofort seien die türkischen Grenzen für russische Touristen und Geschäftsreisende offen, ebenso in der Gegenrichtung. Was die Einigung mit Israel anbelangt, gab Erdogan seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Versöhnung „nutzbringend für die Palästinenser“ sein würde und er kündigte an, dass das erste Schiff mit humanitärer Hilfe für Palästina am Freitag eintreffen werde. Erdogan betonte 24 Stunden nach dem blutigen Anschlag auf den Atatürk-Flughafen in Istanbul, die Türkei werde auch im Angesicht terroristischer Angriffe nie ihre Ziele und Ideale preisgeben. Diejenigen, die auf dem Flughafen Zivilisten töteten, haben „sich ihren Platz in der Hölle bereitet“, erklärte Erdogan und erinnerte an die Worte aus dem Koran: „Wenn jemand einen Menschen tötet (…), so ist es, als hätte er die ganze Menschheit getötet.“ Erdogan machte darauf aufmerksam, dass sich unter den Opfern des Anschlages, hinter dem die Terrormiliz IS vermutet wird, sowohl türkische als auch ausländische Staatsangehörige befunden hätten, auch Frauen, Kinder und ältere Menschen. Die Türkei durchlebe derzeit eine „schwere Prüfung“ als „ein Land, das Zielscheibe der blutigsten Terrororganisationen der Welt ist“. Erdogan hege jedoch nicht den geringsten Zweifel, dass die Türkei dieser Gefahr standhalten werde. „Früher oder später werden wir das überwinden“, erklärte der Präsident. Erdogan bedankte sich auch bei den politischen Führern der Welt, darunter Putin US-Präsident Barack Obama und der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, für ihre Anteilnahme, die sie telefonisch oder in Kondolenzschreiben zum Ausdruck gebracht hätten.

United against Terror
Terror in Istanbul: Weltweite Solidarität mit der Türkei

Viele Länder projizieren das Rot und Weiß der Türkeiflagge auf Gebäude zum Gedenken an die Opfer des Anschlags auf den Istanbuler Flughafen Melbourne (nex) – Australien war nur eines der vielen Länder, das zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags auf den Flughafen Istanbul-Atatürk mehrere Gebäude über Nacht in Rot und Weiß erstrahlen ließ. Das Parlamentsgebäude von Victoria in Melbourne, die historische staatliche Bibliothek und das Kunstzentrum wurden mit den Farben der Türkeiflagge zum Gedenken an die 42 Menschen, die ihr Leben verloren, und die über 200 Verletzten angestrahlt. Auch das Brandenburger Tor in Berlin, der Eiffelturm in Paris, der Königspalast in Amsterdam, die historische Brücke von Mostar in Bosnien und Herzegowina, die Wassertürme von Kuwait-Stadt und der Fernsehturm Tiflis in Georgien erstrahlten in den Farben der Türkeiflagge. New York zeigte seine Solidarität, indem es die Lichter des Empire State Building ausschaltete, während Toronto, die größte Stadt Kanadas, ein Schild mit dem Namen der Stadt in rot-weiß erleuchten ließ. In einem Facebook-Eintrag schrieb Daniel Andrews, der Premierminister des australischen Bundesstaates Victoria, dass die Entscheidung, die Gebäude in rot und weiß erstrahlen zu lassen, ein Symbol der Solidarität mit dem türkischen Volk darstelle: „Zu Ehren der Toten und als Zeichen unserer Liebe gegenüber den Trauernden – Türkei, Victoria steht an deiner Seite.“ Weiter heißt es in Daniels Statement: „Es gibt immer zwei Opfer des Terrorismus. Das erste sind die unschuldigen Männer, Frauen und Kinder, die von seinem unmittelbaren Zorn ergriffen werden. Das zweite sind die Milliarden von anständigen Menschen auf der ganzen Welt – und wenn sie auch in so weit entfernten Ländern wie Australien leben –, die, wenn sie auch einen anderen Glauben haben und eine andere Flagge hissen mögen, alle zusammen mit den Werten von Würde, Respekt und Frieden miteinander verbunden sind. Unsere Herzen sind bei denen, die am Flughafen in Istanbul gestorben sind und bei den Menschen, die sie liebten und denen sie am Herzen lagen.“ Es gibt eine große türkische Community in Melbourne.

Erdoğan und Yıldırım bei Eröffnungsfeier
Istanbul: Osmangazi-Brücke wird Reisezeit zwischen Istanbul und İzmir drastisch verringern

Istanbul (nex) – Eine Maßstäbe setzende Landbrücke über das Marmarameer wird am Donnerstag für den Verkehr freigegeben. Auf diese Weise soll die Reisezeit zwischen Istanbul und den westtürkischen Provinzen des Landes drastisch reduziert werden. Die Osmangazi-Brücke, eine 2682 Meter lange Struktur, soll die viertlängste Hängebrücke der Welt und die zweitlängste Europas darstellen. Die Brücke, deren Errichtung 1,3 Milliarden US-Dollar gekostet hat, ist nach Osman Gazi, dem Gründer und ersten Sultan des Osmanischen Reiches, benannt. Die Arbeiten zum Bau der erdbebensicheren Brücke hatten 2010 begonnen. Am Donnerstag werden Präsident Recep Tayyip Erdoğan und Premierminister Binali Yıldırım der offiziellen Eröffnungszeremonie beiwohnen. Das Projekt ist Teil jahrelanger ambitionierter Bemühungen Erdoğans und Yıldırıms, die Flughafen- und Straßen-Infrastruktur in der Türkei auszubauen und die Verbindungen zwischen den Provinzen zu verbessern. Die Brücke wurde an der Südküste des Marmarameeres entlang der neuen sechsspurigen Autobahn Istanbul-İzmir gebaut, die etwa 6,3 Milliarden US-Dollar gekostet hat. Die 421 Kilometer lange Autobahn wird die bisherige durchschnittliche Reisezeit zwischen İzmir und Istanbul von etwa zehn auf ungefähr vier Stunden mehr als halbieren. Die neue Brücke und die Autobahn werden zudem bewirken, dass die Reisezeit zwischen dem zweitgrößten Flughafen des Landes, dem Sabiha-Flughafen Istanbul, und der östlich davon liegenden Provinz Bursa künftig weniger als eine Stunde betragen wird. Die Errichtung des Autobahnprojekts wurde im Wege einer öffentlich-privaten Partnerschaft bewerkstelligt und ist das erste Straßenprojekt des Landes, das im Wege des Modells „Build-Operate-Transfer“ (Betreibermodell) verwirklicht wurde. Im Rahmen der Eröffnungszeremonie will der türkische Motorrad-Superstar Kenan Sofuoğlu einen neuen Rekord aufstellen und auf der Strecke eine Geschwindigkeit von 400 Stundenkilometern mit seinem Bike erreichen. Bei bisherigen Testfahrten hat er es bereits bis auf 350 km geschafft. Auf Grund des Windes gestaltete sich das Unterfangen jedoch stets als äußerst anspruchsvoll.

„Gaza Flottilla“
Erdogan kritisiert IHH: „Hattet Ihr mich etwa um Erlaubnis gefragt?“

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Ankara (nex) – Zwei Tage nach Bekanntgabe des Versöhnungsabkommens mit Israel hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan Kritik an der umstrittenen Organisation IHH (Vereinigung für Humanitäre Hilfe) geübt, die im Mai 2010 die so genannte „Gaza Flottilla“ organisiert hatte, deren Teil die „Mavi Marmara“ war. Das Schiff war von israelischen Sicherheitskräften gestürmt worden, als die Organisatoren der Flotte versuchten, die Gaza-Blockade zu durchbrechen. Im Zuge der Erstürmung kam es zu schweren Ausschreitungen zwischen Soldaten und Aktivisten. Die israelischen Sicherheitskräfte machten dabei von ihren Schusswaffen Gebrauch. Im Zuge der Auseinandersetzungen wurden neun türkische und ein US-amerikanischer Staatsbürger getötet. Der Vorfall führte zu sechs Jahren der diplomatischen Eiszeit zwischen den früheren Partnern Türkei und Israel. Auf einer Iftar-Veranstaltung am Mittwoch hat Erdogan darauf hingewiesen, dass die Organisation eigenmächtig und ohne vorherige Absprache mit der Regierung gehandelt habe. „Habt Ihr mich etwa gefragt, bevor Ihr die Segel gesetzt habt? Habt Ihr mich um Erlaubnis gefragt?“, stellte Erdoğan im Rahmen der Veranstaltung in den Raum und wies darauf hin, dass die nunmehrige Vereinbarung die Möglichkeiten der Türkei, humanitäre Hilfe für die palästinensische Bevölkerung in Gaza zu leisten, wesentlich verbessere. „Jetzt haben wir Garantien vonseiten Israels, dass die humanitäre Hilfe, die wir nach Gaza schicken, genehmigt und dort auch ankommen wird.“ In Deutschland wurde der Verein IHH am 12. Juli 2010 vom Bundesministerium des Innern wegen des Verdachts der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung verboten. In der Begründung zum später auch vom Bundesverwaltungsgericht bestätigten Vereinsverbot hieß es, dass die IHH „unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe bewusst und gezielt Organisationen unterstützt, die der Hamas zuzurechnen sind oder die ihrerseits die Hamas unterstützen“. Der Verein richte sich gegen den Gedanken der Völkerverständigung im Sinne des Grundgesetzes. In einer Sondersitzung sprach sich auch das israelische Sicherheitskabinett am Mittwochnachmittag mit sieben zu drei Stimmen für das Abkommen mit der Türkei aus. Damit kann die Vereinbarung in Kraft treten. Bereits am Freitag soll die erste humanitäre Hilfslieferung der Türkei nach Gaza im israelischen Hafen von Aschdod eintreffen.  

Terror in Istanbul
UEFA-Schweigeminute: Paris ja – Istanbul nein

UEFA lehnt Schweigeminute für Opfer des Terroranschlags auf Flughafen Istanbul-Atatürk ab Paris (nex) – Die UEFA lehnte es am gestrigen Mittwoch ab, eine Schweigeminute für die Opfer des Terroranschlags auf den Flughafen Istanbul-Atatürk vor den EM 2016-Spielen einzulegen. Rob Harris, ein Journalist der Associated Press, sagte, dass das höchste Fußballgremium Europas dies damit begründete, dass der Anschlag nicht in direktem Zusammenhang mit Fußball gestanden habe. „Die UEFA sagt, sie lege Schweigeminuten nur bei Ereignissen ein, die in direktem Zusammenhang mit Fußball ständen oder eines der teilnehmenden Teams oder das Gastgeberland beträfen“, berichtete Harris. Doch im Gegensatz zu dieser Entscheidung hatte die UEFA im vergangenen Jahr Schweigeminuten für die Opfer des Terroranschlags in Paris genehmigt. Die UEFA erklärte im vergangenen Jahr, dass alle Mannschaften Trauerflor tragen würden und vor dem Anspiel zum Gedenken an die Opfer der Anschläge von Paris eine Schweigeminute eingelegt werde. „Die UEFA möchte ihre Unterstützung für Frankreich und all jene zum Ausdruck bringen, die von diesen schrecklichen Taten betroffen sind“, erklärte die Organisation in einem separaten Statement, in dem sie auch ihre Solidarität mit dem Land und den Familien der Opfer bekundete. Das Statement wurde nach den Anschlägen, die im Umkreis von Paris und außerhalb des Stade de France stattfanden, wo Frankreich ein Freundschaftsspiel gegen Deutschland spielte, veröffentlicht. UEFA-Entscheidung löst Entrüstung unter Twitter-Usern aus
Die Twitter-User schrieben, dass die Türkei einer der ersten Teilnehmer der EM 2016 gewesen sei, und es angebracht gewesen wäre, wenn man dem Land und den Familien der Opfer Respekt gezollt und Mitgefühl ausgesprochen hätte. Bei dem am vergangenen Dienstag verübten Anschlag mit drei Selbstmordattentätern am Flughafen Istanbul-Atatürk wurden mindestens 42 Menschen getötet sowie 130 weitere verletzt. Der Angriff in der bevölkerungsreichsten Stadt der Türkei wies viele Parallelen zu den tödlichen Anschlägen in Brüssel, die im März dieses Jahres verübt wurden, auf. Die Flüge wurden am gestrigen Mittwochmorgen teilweise wieder aufgenommen, während viele Linienflüge annulliert oder verschoben wurden.Berichten zufolge wurden bei dem Terroranschlag ein ukrainischer und ein iranischer Staatsangehöriger getötet. Unter den 37 identifizierten Opfern befanden sich zehn ausländische Staatsangehörige und drei doppelte Staatsbürger, teilte der Gouveneur von Istanbul am gestrigen Mittwoch mit.