Istanbul
Weltgrößter Flughafen: Mitarbeiterzahl steigt auf über 17.000

Istanbul (nex) – Ein Drittel der ersten Phase des dritten Flughafens in Istanbul wurde nach Angaben der Top-Führungskraft der bauausführenden Gesellschaft fertiggestellt. Der Flughafen ist eines der Mega-Projekte der modernen Türkei. Zwei Milliarden Euro seien bereits in der ersten Phase des Flughafens ausgegeben worden, erklärte Yusuf Akcayoglu, der CEO des IGA Havalimani Isletmesi A.S. (IGA), eines Konsortiums aus fünf türkischen Unternehmen. „Bislang haben wir etwa zwei von sechs Milliarden Euro des ersten Kredits ausgegeben“, sagte er und merkte an, dass die erste Phase im Mai 2015 begonnen habe. Die Baugeschwindigkeit habe im Sommer zugenommen. Nach Akcayoglu soll der Bau im Februar 2018 beendet werden, wenn die Vertragspartner jeden Monat eine vier bis fünf prozentige Verbesserung aufweisen. Aktuell seien 17.500 Menschen aus über 16 Ländern auf der Baustelle beschäftigt, so Akcayoglu weiter. Der CEO gab an, dass die Zahl der Arbeitnehmer in der Nachtschicht erhöht würde und die Gesamtzahl der Beschäftigten in der Hochphase 25.000 bis 30.000 erreichen werde. Das endgültige Ziel für den Flughafen sei die Abfertigung von 200 Millionen Fluggästen im Jahr, so Akcayoglu weiter. Der Flughafen werde nach Fertigstellung Flüge zu mehr als 350 Destinationen bieten. Die Größe des Flughafens entspreche etwa 11.000 Fußballfeldern. „Der neue Flughafen von Istanbul ist hinsichtlich der Anzahl der Arbeitsmittel und -fahrzeuge ein Kandidat für das Guinessbuch der Weltrekorde „, betonte Akcayoglu und fügte hinzu, dass 2.200 Lkw, 252 Bagger, 60 Turmkräne, 57 Planiergeräte, 124 Walzen und 101 Bulldozer sich im Einsatz befänden.

Übergriffe in Manbidsch
Assad-Opposition über syrischen PKK-Ableger: „PYD verfolgt Politik der ethnischen Säuberung“

1
Aleppo (nex) – Gegen die „Demokratische Unionspartei“ (PYD), den syrischen Ableger der terroristischen PKK, werden Vorwürfe erhoben, diese wolle eine ethnische Säuberung in der nordsyrischen Stadt Manbidsch vorbereiten. Lokalen Quellen zufolge sollen Angehörige der PYD in Manbidsch Gebäude der Einwohnererfassungsbehörde und des Grundbuchsamtes niedergebrannt haben, nachdem es ihrer YPG-Miliz gelungen war, mithilfe der US-geführten Anti-IS-Koalition und der Syrischen Arabischen Koalition die Stadt von der Terrormiliz IS (Daesh) zu befreien. Quellen, die aus Sicherheitsgründen anonym bleiben wollten, erklären, diese Übergriffe wiesen darauf hin, dass die PYD beabsichtige, die demografische Struktur der Stadt zu verändern. Außerdem sei sunnitisch-arabischen und turkmenischen Bewohnern der Stadt eine Rückkehr in ihre Häuser verwehrt worden. Die PYD habe dies damit begründet, der IS habe die Zugänge dazu angeblich vermint. Nach zweieinhalb Monaten intensiver Kämpfe konnten die PYD und die Syrische Arabische Koalition – beide sind Teil des Bündnisses der „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) – Manbidsch einnehmen. Ossama Telcu, der Vorsitzende der Nationalen Koalition syrischer revolutionärer und oppositioneller Kräfte, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu, man habe es für verdächtig gehalten, dass das Feuer in jenem Stockwerk ausgebrochen sei, in dem die Grundbuchsdokumente aufbewahrt worden wären. „Die PYD steht im Verdacht, dafür verantwortlich zu sein, weil sie immer schon eine Politik der ethnischen Säuberungen und der Deportation verfolgt hat. Diese Brandstiftung wird es der PYD auch ermöglichen, alles an Grundstückseigentum in Manbidsch zu beschlagnahmen“, so Telcu. Die PYD habe Familien, die nicht in den Reihen der Koalitionskräfte gekämpft hätten, die Rückkehr nach Manbidsch verweigert. „Das zeigt, dass die PYD versucht, die demografische Struktur der Stadt zu verändern“, erklärt der Oppositionspolitiker. Auch Einwohnern der Dörfer Shuyukh Tahtani und Shuyukh Fawqani, die östlich des Euphrat liegen und in denen etwa 15 000 Menschen leben, sei eine Rückkehr vonseiten der PYD verweigert worden, erklärte Abu Razak, ein Einwohner von Manbidsch. In den auf der gleichen Seite des Flusses gelegenen Dörfern Bucak und Suluk seien ähnliche Beobachtungen gemacht worden. Auch hier hinderte die PYD zahlreiche Familien an ihrer Rückkehr. Manbidsch selbst liegt westlich des Euphrat. Die von den US-geführten Koalitionstruppen unternommene Kampagne zur Rückeroberung der Stadt hatte vor etwa zehn Wochen begonnen. Über mehr als zwei Monate hinweg wurde die Stadt belagert, auch hunderte Zivilisten sollen im Zuge der Kampfhandlungen getötet worden sein. Die Türkei erkennt die PYD nicht als legitime syrische Oppositionsgruppe an. Ein Sprecher des Pentagon, Gordon Trowbridge, erklärte mit Blick auf die Situation in der Stadt, er verstehe die türkischen Sensibilitäten und bestätigte, dass die PYD den Amerikanern zugesagt hätte, die Stadt im Anschluss an ihre Befreiung zu verlassen. „Manbidsch ist eine Stadt mit arabischer Geschichte“, betonte Trowbridge. „Wir erwarten, dass es auch nach der Befreiung dabei bleiben wird.“ Dem Sprecher zufolge hätten die USA bereits mit dem arabisch geführten Militärrat von Manbidsch über die Wiederherstellung der zivilen Kontrolle über die Stadt gesprochen. Man wolle dabei auch insbesondere die geschichtlichen Empfindlichkeiten der irakischen Regierung und lokaler arabischer Einwohner in der Stadt berücksichtigen. Die Eroberung von Manbidsch war von besonderer Bedeutung, da auf diesem Wege wichtige Nachschublinien abgeschnitten werden konnten, die von Gebieten an der türkischen Grenze nach Raqqa, in die Hauptstadt des so genannten „Islamischen Staates“, verliefen.

Mehr zum Thema:

Berlin: Kurden demonstrieren gegen PKK-Ableger PYD

 

Türkei
Höchster Wert seit 2012: 68 Prozent Zustimmung für Erdoğan

0
Ankara (nex) – Einen Monat nach dem gescheiterten Putschversuch durch Militärangehörige, die unter der Führung des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen gehandelt haben sollen, hat den am Dienstag veröffentlichten Zahlen einer Meinungsumfrage zufolge die Popularität des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan den höchsten Wert seit Dezember 2012 erreicht. Der Umfrage „Puls der Türkei Juli 2016“ des Metropoll-Institutes zufolge, die zwischen 28. Juli und 1. August unter 1275 Personen mittels CATI-Interviews (computergestützte Telefonbefragung) durchgeführt wurde, sind Erdoğan und der zuletzt angeschlagene Vorsitzende der oppositionellen MHP, Dr. Devlet Bahçeli, die Gewinner der letzten Wochen. Die Zustimmungsrate zur Politik des Präsidenten liegt bei 68 Prozent, was einem Plus von 21 Punkten gegenüber der Zeit vor dem Putschversuch entspricht und nahe an der 70-Prozent-Marke liegt, die seine Popularität zuletzt vor vier Jahren erreicht hatte. Der Vorsitzende der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) legte im gleichen Zeitraum sogar um 23 Punkte zu und liegt nun bei 40 Prozent Zustimmung. Der Vorsitzende der Republikanischen Volkspartei (CHP), Kemal Kılıçdaroğlu, kommt auf 26 Prozent Zustimmung, der Ko-Vorsitzende der PKK-nahen HDP, Selahattin Demirtaş, auf 15 Prozent. „Wir haben viele Krisen, Komplotte und Formen von Verrat überlebt“, freute sich der Vorsitzende der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP), Premierminister Binali Yıldırım am Sonntag anlässlich der Feierlichkeiten zum 15. Gründungstag der Regierungspartei. „Heute sind wir stärker als je zuvor.“ Yıldırım erwähnte in diesem Zusammenhang die gewalttätigen Gezi-Proteste im Juni 2013, den institutionellen Putschversuch vom 17.-25. Dezember 2013 und den jüngsten Putschversuch, der 240 Menschen das Leben kostete und fast 2200 Verletzte forderte.  

Mehr zum Thema:

Erdogan-Hetze trägt Früchte: Zahl der Anhänger nimmt weltweit zu

 

Jährlich fehlen 200.000 Tonnen Rindfleisch
Türkei: Pro-Kopf-Rindfleisch-Konsum steigt um über 300 Prozent

Die Türkei importiert 5.000 Tonnen gefrorenes Fleisch aus der EU Ankara (nex) – Nach Angaben von Experten braucht die Türkei jährlich über 1,3 Millionen Tonnen rotes Fleisch, wobei jedes Jahr bei der Deckung des Bedarfs 200.000 Tonnen fehlen. Nach Angaben des staatseigenen Fleisch- und Milchunternehmens (ESK) wird die Türkei zur Verhinderung von Preiserhöhungen 5.000 Tonnen gefrorenes Fleisch aus EU-Ländern mit Ausnahme von Polen importieren. „Am 23. August wird das ESK eine Auktion für 5.000 Tonnen tiefkühlfrisches Fleisch durchführen“, teilte das Unternehmen auf seiner Webseite mit. Die türkische Zentralbank sieht den Anstieg bei den Lebensmittelpreisen, insbesondere beim Fleisch, als einen der Hauptgründe für die Inflationsrate der Türkei an, die laut dem Statistikinstitut der Türkei im Juli 8,79 Prozent und im Juni 7,64 Prozent betrug. Die Türkei fing 2010 mit dem Fleischimport an, als die Nachfrage die Produktion übertraf. Der Pro-Kopf-Rindfleisch-Verbrauch stieg in den vergangenen acht Jahren von 4,4 auf 14,8 Kilogramm; auch beim Geflügelkonsum war eine Zunahme zu verzeichnen. Im ersten Halbjahr betrug die Rindfleischproduktion 507,689 Tonnen, was einen Anstieg von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 472,346 Tonnen bedeutet, teilte das Statistikinstitut der Türkei mit. Die Preise für Rindfleisch sind seit 2009 um das Dreifache auf 12 US-Dollar angestiegen.

Umfrage
„Turbo-Abitur“ ohne Mehrheit an der Basis von CDU und SPD in Nordrhein-Westfalen

Düsseldorf (ots) – An der Basis von CDU und SPD in Nordrhein-Westfalen ist neun Monate vor der Landtagswahl keine klare Mehrheit mehr für das achtjährige Gymnasium (G 8) zu erkennen. Das geht aus einer Umfrage der Rheinischen Post unter den jeweils 54 Kreis- und Unterbezirksvorsitzenden der beiden Parteien hervor. 52 Vorsitzende beteiligten sich an der Umfrage: 20 von der SPD, 32 von der CDU. Bei beiden Parteien sprach sich weniger als die Hälfte für das umstrittene „Turbo-Abitur“ aus: Bei der SPD plädierten neun von 20 Unterbezirksvorsitzenden für G8, bei der CDU 13 von 32 Kreisvorsitzenden. Für eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium oder für Wahlfreiheit zwischen beiden Systemen sprachen sich jeweils vier Politiker aus. Der Rest wollte sich nicht festlegen oder die Ergebnisse der Reformen abwarten, die der runde Tisch 2014 auf den Weg gebracht hatte. Resultate einer wissenschaftlichen Evaluation sollen nach dem Schuljahr 2016/17 vorliegen. CDU-Landeschef Armin Laschet sagte der Redaktion, Rot-Grün habe G8 nicht erfolgreich umgesetzt, was Eltern, Lehrer und Schüler verärgere. „Wir werden alle Fakten und die Ergebnisse vor Ort auswerten“, fügte Laschet hinzu: „Wichtig ist aber auch, dass nicht immer wieder und noch mehr Unsicherheit in die Schulen getragen wird. Schnellschüsse sind fehl am Platz.“

"Ditib für alle"
CDU: Ditib-Imame sollten durch „Moschee-Steuer“ bezahlt werden

Düsseldorf (ots) – In der Debatte um eine Anerkennung des deutsch-türkischen Islamverbandes Ditib als Religionsgemeinschaft hat die CDU-Abgeordnete Cemile Giousouf eine Öffnung der Organisation für anderssprachige Muslime gefordert. „Es wäre wünschenswert, dass sich der Verband auch anderssprachigen Muslimen etwa aus Syrien öffnet, um ihnen hier eine religiöse Heimat zu bieten“, sagte Giousouf der „Rheinischen Post“ mit Blick auf die hohe Zahl an syrischen Flüchtlingen. Zudem kritisierte sie die Organisationsstruktur des Verbands, dem vorgeworfen wird, unter direktem Einfluss der türkischen Regierung zu stehen. „Es geht nicht, dass zwei von sieben Ditib-Vorstandsmitgliedern Beamte der türkischen Religionsbehörde sind“, sagte Giousouf. Um Ditib als Religionsgemeinschaft anerkennen zu können, müsste zudem die Finanzierung der Imame anders geregelt werden. Bisher werden sie aus der Türkei bezahlt. „Die Imame sollten in Zukunft nur aus Deutschland bezahlt werden, am besten über Moscheesteuern, die die Ditib bei einer Anerkennung als Körperschaft erheben könnte“, sagte Giousouf der „Rheinischen Post“.

Pokemon Go!
Bundespolizei zu Gefahren durch Pokemon Go!

Berlin (ots) – Pokemon Go! ist eine neue Spieleentwicklung, die nach Amerika und Australien mittlerweile auch in Deutschland angekommen ist. Nutzer haben sich das Spiel bereits auf ihre Smartphones geladen und sind bundesweit auf der Suche nach den Pokemon-Figuren. Eine Nutzung an bzw. auf Flughäfen – außerhalb des öffentlichen Bereichs – kann besondere Gefahren und Risiken mit sich bringen. Sogenannte Pokemon-Stopps hinter der Sicherheitskontrolle sollten durch den Betreiber gelöscht werden, um Unfälle zu vermeiden. In Flughäfen sind Sicherheitsbereiche eingerichtet, die nur mit einem Flugticket oder Flughafenausweis über die Luftsicherheitskontrollstellen betreten werden dürfen. Das Passieren der Kontrolle ohne Berechtigung, ein Umgehen der Kontrollstellen oder das Öffnen von Fluchttüren kann weitreichende polizeiliche Maßnahmen und ggf. zivile Schadensersatzforderungen zur Folge haben. Gleiches gilt für die Wege von und zum Luftfahrzeug. Hier sind aus polizeilichen und betrieblichen Sicherheitsgründen nur die vorgegebenen Wegestrecken ohne Verzögerung zu benutzen.

Kampf gegen den Terror
Türkei: Europa bekundet „Solidarität“ nach doppeltem PKK-Anschlag

0
Die EU erklärte nach dem Tod von neun Menschen infolge zweier Bombenanschläge in der Südosttürkei, das Land sei mit schwierigen Herausforderungen konfrontiert. Brüssel (nex) – Die Europäische Union hat nach zwei voneinander unabhängigen Anschlägen im Südosten der Türkei ihre Unterstützung für die Türkei bekundet, hieß es in einem am vergangenen Donnerstag veröffentlichten offiziellen Statement. Die 28 Staaten drückten den Familienangehörigen der Opfer ihr Beileid aus und wünschten den Verletzten baldige Genesung, hieß es weiter in den Statement. Acht Personen einschließlich Polizisten wurden bei den beiden am vergangenen Mittwoch verübten Anschlägen getötet und einige verletzt. „Die Europäische Union bringt erneut ihre fortwährende Solidarität mit der Türkei, ihrer Regierung und ihrem Volk zum Ausdruck“, ist in dem Statement zu lesen. „Die türkischen Sicherheitsbehörden stehen vor schweren Herausforderungen, die auch von den Gewaltakten der PKK herrühren, die in der EU als eine Terrororganisation eingestuft wird.“ Auch die USA haben die Anschläge aufs Schärfste verurteilt. Verteidigungsminister Ashton Carter bezeichnete diese in einem Statement als „verabscheuungswürdig“. „Diese Anschläge erinnern uns an den Mut und die Selbstaufopferung, die die allierten Sicherheitskräfte jeden Tag im Kampf gegen den Terror an den Tag legen“, erklärte er und fügte hinzu: „Die USA sind entschlossen, mit der Türkei weiterhin eng zusammenzuarbeiten – sei es auf bilateraler Ebene, innerhalb der Anti-IS-Koalition oder der NATO -, um unsere Länder gegen gemeinsame Bedrohungen zu verteidigen“, fügte er hinzu. Während eines Pressebriefings am vergangenen Donnerstag verurteilte das US-Außenministerium auch die Bombenanschläge vom vergangenen Mittwoch.  

Türkei nach dem Putsch
Türkischer Justizminister dementiert Amnestiegerüchte

0
Ankara (nex) – Der türkische Justizminister Bekir Bozdag hat Behauptungen, wonach die Regierung infolge des vereitelten Putschversuchs eine Generalamnestie zu erlassen beabsichtige, entschieden zurückgewiesen. In einer Kurzmitteilung von seinem offiziellen Twitter-Account aus dementierte er die Behauptungen, die von einigen türkischen Medien in den vergangenen Tagen verbreitet worden waren. Bozdag twitterte: „Eine Generalamnestie infolge des Putschversuchs steht nicht auf der Agenda der Regierung. Den hierzu veröffentlichen Berichten und Kommentaren fehlt jegliche Grundlage.“ Bozdag erklärte, die Behauptungen beruhten auf einem gefälschten Regierungsdekret. Bei dem Putschversuch wurden 239 Menschen getötet und weitere 2.200 verletzt Ankara beschuldigt den selbsternannten, in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen, den Putschversuch mithilfe seiner Anhänger innerhalb des Militärs durchgeführt zu haben, die das gülennahe Netzwerk FETÖ gegründet hätten. Die Türkei hat offiziell die Auslieferung Gülens an die Türkei beantragt. Dem Prediger wird auch vorgeworfen, durch die Gründung eines Parallelstaates seit Jahren für den Sturz der Regierung mithilfe seiner Unterstützer zu kämpfen, die den türkischen Staat vor allem in den Bereichen Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten.  

Olympia 2016
Rio: Beachvolleyballerin mit Hijab zieht weltweite Aufmerksamkeit auf sich

Rio (nex) – Während die offizielle Spielbekleidung für Beachvolleyballspielerinnen der Bikini ist, zieht Doaa el-Ghobashy aus Ägypten als erste hijabtragende Beachvolleyballspielerin, die an den Olympischen Sommerspielen in Brasilien teilnimmt, die Aufmerksamkeit auf sich. El-Gobashy, die mit der Nachrichtenagentur Anadolu sprach, sagte, dass sie weitverbreitete Vorurteile im Westen über den Islam richtigstellen wolle. Frauen sollten in allen Bereichen vertreten sein, erklärt sie. „Ich respektiere diejenigen, die im Bikini spielen und meine Kolleginnen respektieren meine Entscheidung, im Hijab zu spielen“, so el-Gobashy weiter, deren olympische Spielbekleidung außer Gesicht und Hände alles verhüllt. Die Sportlerin fügt hinzu, dass in der islamischen Welt Frauen eine ebenso aktive Rolle spielten wie die Männer, besonders in ihrem Land, wo es 5.000 Volleyballspielerinnen gebe. „Ich bekomme in den sozialen Medien positive Nachrichten aus vielen Ländern, besonders von Frauen, die sagen, ich hätte ihnen Mut gemacht und sie seien stolz auf mich“, erzählt el-Gobashy. „Ich habe vielen hijabtragenden Frauen das Tor geöffnet und sie danken mir dafür“, fährt sie fort. Wenn ihre Spielkolleginnen sie fragen, warum sie sich entschieden habe, den Hijab zu tragen, antworte sie ihnen, dass sie das schon seit zehn Jahren tue. Es sei ihre persönliche Präferenz, erkläre sie dann, und es sei im Einklang mit den islamischen Normen. „Die meisten Kolleginnen verstehen das“, sagt die 20-Jährige. El-Ghobashy, die hofft, Ägypten in vier Jahren bei den Olympischen Spielen in Tokio vertreten zu dürfen, betont, dass sie nach ihrer Spielleistung beurteilt werden wolle – und nicht nach ihrer Kleidung.

Auch interessant

Olympische Spiele: Erste muslimische Fechterin mit Hijab startet im Sommer für die USA