„Energie für Frieden“
Türkei: Weltgrößte Energiekonferenz hat in Istanbul begonnen

Istanbul (nex) – Der türkische Energieminister Berat Albayrak erklärte am gestrigen Sonntag, der World Energy Congress 2016 werde, kombiniert mit dem Motto der Türkei „Energie für Frieden“, neue Horizonte zur Bildung einer nachhaltigen globalen Energiezukunft öffnen. Die weltweit größte Energiekonferenz, die alle drei Jahre stattfindet, hat am Sonntag im Istanbul Congress Valley begonnen. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, erklärte Albayrak auf einer Pressekonferenz, dass die Türkei im Lichte ihres Mottos „Energie für Frieden“ ihren Beitrag für den globalen und regionalen Frieden leisten werde. „Wir freuen uns, diesen Kongress in Istanbul abhalten zu dürfen, wo hochrangige Repräsentanten des Energiesektors zusammenkommen und versuchen werden, die Zukunft der Energiemärkte aufzubauen“, so Albayrak. „Der Kongress wird ein Umfeld für neue Kooperationen in Form einer Plattform bieten, auf der das Gleichgewicht zwischen der globalen und regionalen Nachfrage sowie die Energielieferung erörtert werden. Wir werden laufende Gemeinschaftsprojekte sowie mögliche Gelegenheiten für Zusammenarbeit mit den Teilnehmern bewerten. Eine positive Synergie wird durch die Zusammenkunft aller Interessenvertreter des Energiesektors geschaffen werden.“ Albayrak wies darauf hin, dass der Kongress einen Grundstein für eine faire globale Energiezukunft bilden werde, indem er den Ländern ein Mitspracherecht einräumen werde, um ganzheitliche Lösungen für bestehende Probleme zu finden. „Die Türkei ist nicht nur ein Gebiet, das den Osten mit dem Westen verbindet, sondern auch eine stabile Energiebrücke für die Region“, betonte er. An dem Kongress nehmen aus 130 Ländern vier Staatspräsidenten sowie über 250 Sprecher teil.

"Weitergabe militärischer Geheimnisse"
USA: Drei Türken wegen Spionageverdacht festgenommen

Dortmund (nex) – Drei Türken wurden am gestrigen Sonntag in den Vereinigten Staaten wegen Spionageverdacht festgenommen. Der Vorwurf lautet „Weitergabe militärischer Geheimnisse ins Ausland“, nachdem sie mehrere Verträge mit dem Pentagon an Land gezogen hätten. Wie das US-Verteidigungsministerium in einer Erklärung mitteilte, seien zwei von ihnen amerikanische Staatsbürger. Die drei Männer hätten ein Technologieunternehmen in den USA gegründet, um sich Verträge im Verteidigungsbereich zu sichern. Das Trio gewann Verträge für Raketenabschusssysteme an Kampfflugzeugen, Teilefertigung für U-Boot-Torpedos sowie für Granatwerfer. Als jedoch das US-Verteidigungsministerium feststellte, dass die Teile illegal in der Türkei hergestellt würden, seien die Männer wegen „Weitergabe militärischer Geheimnisse ins Ausland“ festgenommen worden. Die drei Festgenommenen, unter denen sich auch eine Frau befinde und die die vorgeworfenen Tatbestände gestanden habe, erwartet eine Haftstrafe von 20 Jahren.  

Nach Akku-Vorfall
Vodafone stoppt Vorverkauf von Galaxy Note 7

Düsseldorf (ots) – Der Mobilfunk-Anbieter Vodafone hat nach dem Bekanntwerden des Produktionsstopps bei Samsung den Vorverkauf des Smartphones Galaxy Note 7 eingestellt.
„Für uns hat die Sicherheit der Kunden im Umgang mit unseren Diensten und Produkten oberste Priorität. Daher haben wir die Vorbestellmöglichkeit des Galaxy Note 7 seit heute – und damit unmittelbar nach Bekanntwerden des neuen Akku-Vorfalls – erst einmal gestoppt“, sagte ein Sprecher der „Rheinischen Post“.
Einen späteren Verkauf der Geräte, bei denen zuletzt auch einige der Austauschgeräte Feuer gefangen hatten, will das Unternehmen nicht ausschließen: „Wir sind in enger Abstimmung mit dem Hersteller und prüfen, ob der aktuelle Fall mit einem Galaxy Note 7 Auswirkungen auf einen späteren Verkauf des Gerätes hat.“

Siemens Stiftung
200.000 Euro für innovative Erfindungen aus aller Welt

München (ots) – Mit 200.000 Euro Preisgeld wurden am 6. Oktober die innovativsten technischen Erfindungen, die das Leben der Menschen in Entwicklungsregionen auf nachhaltige Weise zu verbessern helfen, in Berlin prämiert. Eine internationale Expertenjury hat die drei erfolgversprechendsten Projekte und Lösungen des empowering people. Award ausgewählt und während der Preisverleihung in Berlin verkündet: Der erste Preis ging an BEMPU Health, eine Organisation aus Indien, für ein Armband, das gefährliche Hypothermie rechtzeitig anzeigt und so das Leben von Neugeborenen retten kann. Den zweiten Preis erhielt Indonesia Medika für eine integrierte Lösung zur Bekämpfung von zwei gravierenden Problemen Indonesiens: dem Müllproblem und der fehlenden Gesundheitsversorgung vieler Menschen. Mit dem dritten Preis zeichnete die Siemens Stiftung das Unternehmen aQysta aus, das mithilfe seiner Barsha-Pumpe ausschließlich mit der Kraft des Wassers die Bewässerung von Feldern ermöglicht. WAFFCO, der Biomasse-Verbrennungsofen der Fraunhofer-Gesellschaft aus Deutschland, war der Gewinner des Publikumspreises, über den die weltweite Netz-Community des empowering people. Network im Online-Voting entschieden hat. Mehr als 800 Einreichungen aus 88 Ländern gingen bei der Siemens Stiftung ein, die den empowering people. Award im vergangenen Jahr zum zweiten Mal ausgerufen hat. Eine internationale Jury hat die drei Hauptgewinner aus einer Shortlist der 23 besten Erfindungen ausgewählt. Kriterien waren unter anderem die Fragen, wie innovativ die jeweilige Lösung ist und ob sie auch in finanzieller Hinsicht auf längere Sicht bestehen kann. Während der Preisverleihung in Berlin zeichnete die Siemens Stiftung alle Gewinner mit Preisgeldern in Höhe von 200.000 Euro aus. Die Erst-, Zweit- und Drittplatzierten erhielten je 50.000, 30.000 bzw. 20.000 Euro. Der Gewinner des Publikumspreises durfte sich auf technisches Equipment für sein Projekt im Wert von 3.000 Euro freuen. Die 20 übrigen Erfinder erwartete ein Preisgeld in Höhe von je 5.000 Euro. Mit den Preisgeldern unterstützt die Siemens Stiftung die Einreicher bei der Weiterentwicklung und Implementierung ihrer Projekte. Darüber hinaus erhalten alle 23 Finalisten die Möglichkeit, sich dem empowering people. Network anzuschließen.

Kampf gegen den Terror
London: Iraker rufen Türkei zur Intervention in Mossul auf

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London (nex) – Eine Gruppe von Menschen mit Türkeiflaggen und Fotos des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan riefen die Türkei zur direkten Intervention in Form einer Offensive zur Rückeroberung der Stadt auf. Mossul und seine Umgebung sind seit 2014 vom IS (Daesh) besetzt. Eine Militäroperation wird in den kommenden Wochen erwartet. „Wir sind hier, um unsere Unterstützung für die Haltung und den Willen der Türkei zu demonstrieren, in der Mossulfrage zu intervenieren“, sagte Rabee al-Hafidh von der Protect Mosul-Bewegung, dem Organisator der Demonstration, und fügte hinzu: „Diese Rolle [des Intervenierenden] ist frei und muss von einer Macht besetzt werden, die den Willen und die Fähigkeit hat, dies zu tun. Die Intervention der Türkei in Mossul und dessen Schutz durch sie ist von enormer Bedeutung.“ Die Bedingungen in der vom IS (Daesh) besetzten Stadt seien sehr hart und das Leben sei zum Erliegen gekommen, machte al Hafidh gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu deutlich. „Die Menschen warten mit Skepsis ab, was geschehen wird“, so al-Hafidh weiter. „Sie erwarten, dass der Stadt etwas Dramatisches widerfahren wird, wissen aber nicht, wie sie aus der Situation herauskommen sollen. Die einzige Hoffnung für die Menschen in Mossul ist die Türkei“, betonte er. Türkische Soldaten im Nordirak bilden lokale Kräfte für den Kampf gegen den IS (Daesh) aus. Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim erklärte am vergangenen Donnerstag, dass die militärische Präsenz in Baschika trotz der Äußerung des irakischen Parlaments, die türkischen Truppen im Land seien „Besatzer“, fortgesetzt würde.

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Begrüßung mit Folgen
Berlin: Iraner halten deutsche Politikerin für einen Mann

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Dortmund (nex) – Ein unschuldiger Handschlag zwischen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und der iranischen Vizepräsidentin Massumeh Ebtekar sorgte in den iranischen Medien und sozialen Netzwerken für Aufruhr – man hielt nämlich die deutsche Ministerin mit der Kurzhaarfrisur für einen Mann. Unterdessen sorgte ebendieser Handschlag in Deutschland wiederum für Empörung, da die Vizepräsidentin Ebtekar in die Geiselnahme von Teheran im Jahr 1979 involviert war. Nach einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) kamen die Gerüchte zustande, nachdem der staatliche Fernsehsender IRIB über die Zusammenkunft zwischen Ebtekar und Hendricks in Berlin berichtete, bei der sie sich die Hand gaben. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim hätten die Meldung und Aufnahmen von IRIB zu Mutmaßungen und der Empörung darüber geführt, dass Ebtekar einem Mann die Hand geschüttelt habe, so die dpa. Der Handschlag mit einem fremden Mann ist für gläubige Musliminnen im Iran tabu und eine solche Handlung hätte Ebtekar, die auch Leiterin der iranischen Umweltbehörde ist, das Amt gekostet, heißt es in der dpa-Meldung weiter. Tasnim hat laut dpa am vergangenen Freitag klargestellt, dass es sich bei Hendricks um eine Frau handelt, wenn sie auch „wie ein Mann aussieht“. Das IRIB-Studio in Berlin habe ebenfalls darauf hingewiesen, dass im TV-Bericht nicht davon die Rede gewesen sei, dass Ebtekar einem Mann die Hand gegeben habe und man deshalb für die wegen der Aufnahmen hergestellten falschen Zusammenhänge nicht verantwortlich sei. Nach ihrer Wahlniederlage bei den iranischen Parlamentswahlen im Februar seien die Konservativen in Sorge wegen einer möglichen Wiederwahl Ruhanis im Mai des kommenden Jahres, heißt es weiter. Ebtekar ist eine Vertraute Ruhanis. So nutzten sie mit ihnen nahestehenden Medien wie IRIB jede Gelegenheit, um den Präsidenten und seine Regierung zu diskreditieren. Bei der Geiselnahme von Teheran im Jahr 1979 hatte eine Gruppe iranischer Studenten die US-amerikanische Botschaft in Teheran besetzt und 52 US-Staatsbürger als Geiseln gehalten. Die Sprecherin der Geiselnehmer war Massumeh Ebtekar.

Ankara
Erdogans Pressesprecher: Naher Osten kann Region des Friedens und Wohlstands werden

Dortmund (nex) – Der Nahe Osten könne sich durch eine starke Führung, Konsens und ein neues gesellschaftliches Konzept in eine Region der Kultur, Zivilisation, des Friedens und Wohlstands verwandeln, sagte der Sprecher des türkischen Staatspräsidiums Ibrahim Kalin. In seiner regelmäßig erscheinenden englischsprachigen Kolumne in der Tageszeitung Daily Sabah stellte Kalin vier tiefverwurzelte Probleme in der Region fest. Kalin sagte, dass gescheiterte Staaten und schwache Regierungen den Terror nährten. Länder wie Syrien, der Irak, der Jemen, Libyen, Somalia und Afghanistan hätten darin versagt, ihre Bürger zu schützen, stellten aber auch eine Sicherheitsgefahr für ihre Nachbarn dar. Der radikale und gewalttätige Extremismus von Gruppen wie IS (Daesh), al-Qaida, Boko Haram und al-Shabab stellten das zweite drängende Problem dar, betonte Kalin. Eingehüllt in eine religiöse Ideologie sei das Hauptziel solcher Organisationen „die Macht um jeden Preis auf sich zu konzentrieren“, so Kalin weiter. „Muslime mit gutem Gewissen müssen deren pervertierte Ideologie ablehnen und die Jugend davor bewahren, dass sie in diese Welt abtaucht“, warnte er. „Dies erfordert eine ernsthafte intellektuelle Arbeit auf höchstem Niveau, wobei wir die intellektuelle Tradition des Islams wiederentdecken und deren Bedeutung für das 21. Jahrhundert aufzeigen müssen.“ Kalin wies darauf hin, dass das dritte Problem die wachsende Sektiererei zwischen sunnitischen und schiitischen Muslimen sei, die „vorgeführt werde, um nationalstaatliche Interessen zu verstecken und um Einfluss und Expansion zu kämpfen“.
Als letzten Punkt machte Kalin darauf aufmerksam, dass sich die islamischen Staaten trotz Rohstoffreichtums den entwickelten Ländern hinterherschleppten.
Um diese Probleme zu lösen, schlug Kalin weitere Investitionen in die Humanentwicklung, Bildung, Wissenschaft und Technologie vor, und zwar auf eine Weise, die „die Traditionen respektiert und schützt und für Neuerungen, Anpassungen und Erneuerung offen ist. Eine morbide Tradition und deren blinde Wiederholung werden nur zum Tode der Tradition führen“, machte er deutlich. Kalin rief zu einer „starken und weisen politischen Führung“ auf, die es verstehe, dass die Sicherheit eines Landes „von der anderer abhängt. In einem Zeitalter der wachsenden gegenseitigen Abhängigkeit ist keiner sicher, bis alle sicher sind.“

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Hospiz- und Palliativgesetz
Patientenschützer fordern bessere finanzielle Unterstützung für sterbende Menschen

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Zum Welthospiztag: Patientenschützer fordern bessere finanzielle Unterstützung für sterbende Menschen in Pflegeheimen Osnabrück (ots) – Anlässlich des Welthospiztags am gestrigen Samstag fordert die Deutsche Stiftung Patientenschutz eine bessere finanzielle Unterstützung der in Pflegeheimen sterbenden Menschen. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch: „Die Pflegeheime sind heute mehr denn je Orte des Sterbens. Aber die gesetzlichen Hospizangebote erreichen die Sterbenden dort nicht.“ Daran habe sich auch ein Jahr nach dem großen Hospiz- und Palliativgesetz nichts geändert, kritisierte Brysch. „In den 13.000 Pflegeheimen gibt es keinen Euro mehr, um eigene professionelle Palliativteams vorzuhalten – und das, obwohl dort jedes Jahr mehr als 200.000 Menschen mit hospizlichem und palliativem Bedarf sterben“, sagte der Patientenschützer. Damit läge in Pflegeheimen die Zahl der Sterbenden fast zehnmal höher als in den Hospizen, wo im Jahr rund 25.000 Menschen sterben, so Brysch. Konkret fordert der Patientenschützer „8000 Euro monatlich für jeden Sterbenden mit Palliativbedarf“ in einem Pflegeheim. „Genau diesen Betrag erhalten auch stationäre Hospize. Das sind rund 6.500 Euro mehr als derzeit für diese Sterbenden in Pflegeheimen gezahlt wird“, schloss Brysch. Die Lage spitze sich zu, so Brysch: „Es sterben nicht nur Jahr für Jahr immer mehr Menschen in Pflegeheimen, auch die Zeit, die die Bewohner bis zu Ihrem Tod im Pflegeheim leben, wird immer kürzer.“ Auf diese Herausforderung habe der Gesetzgeber bisher keine Antwort gegeben.

Borussia Mönchengladbach
Gladbach-Trainer Schubert verteidigt sein Auftreten: „Ich bin kein Roboter“

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Düsseldorf (ots) – Borussia Mönchengladbachs Trainer André Schubert will künftig entspannter mit Kritik umgehen. „Ich bin kein Roboter und arbeite daran, dass ich da cooler reagiere“, sagte der 45-Jährige der „Rheinischen Post“. Früher habe er sich mehr Gedanken über das Bild von ihm in der Öffentlichkeit gemacht, gab Schubert zu. „Es gab die Diskussionen über meinen Perfektionismus und darüber, dass ich nie einen Fehler machen wollte. Da überlegst du dir schon zehnmal, was du sagst. Von Jürgen Klopp kann man in der Hinsicht viel lernen, nämlich so zu sein, wie man ist“, sagte Schubert. Schubert, der zuvor auch Cheftrainer in Paderborn und beim FC St. Pauli war, gewährte auch Einblicke in sein Seelenleben als Trainer. „Ich musste viel einstecken, das hat auch weh getan. Da sitzt du dann, verdrückst das eine oder andere Tränchen und fragst dich: Was habe ich gemacht? War das so schlimm? Das musst du in Ruhe und selbstkritisch analysieren. Deshalb brauchte ich etwas Zeit, um herauszufinden, ob ich einen Job in der Bundesliga will“, sagte Schubert.

Terrorismus
AD-Demokraten-Sprecher Remzi Aru verurteilt Anschlag in der Türkei aufs Schärfste

Dortmund (nex) – Der Bundessprecher der Allianz Deutscher Demokraten, Remzi Aru, der zurzeit zu Gesprächen in der Türkei weilt, hat allen Angehörigen der Opfer des mutmaßlich von der terroristischen PKK begangenen Bombenanschlags auf einen Gendarmerie-Kontrollpunkt im südosttürkischen Şemdinli seine Anteilnahme ausgesprochen und den Überlebenden baldige Genesung gewünscht. Bislang sprechen Medien von mindestens 18 Toten und 27 Verletzten, fast die Hälfte der Todesopfer setzt sich aus Zivilisten zusammen. “Der Anschlag zeigt einmal mehr die Bestialität und Menschenverachtung, die der PKK innewohnt und die sie in diesem Teil der Türkei seit Ende der Friedensgespräche fast tagtäglich wieder unter Beweis stellt”, machte Aru deutlich. Gleichzeitig übte er Kritik an der Einmischung deutscher und europäischer Politiker in die politische Entscheidungsfindung der Türkei, wie sie erst jüngst wieder in Mahnungen zum Ausdruck gekommen sei, den seit dem Putschversuch vom 15. Juli ausgerufenen Ausnahmezustand zu beenden. “Während Europa den Terroristen von PKK und FETÖ bereitwillig ein Rückzugsgebiet einräumt, in dem sich diese Geld beschaffen und ihre Propaganda betreiben können, will man die Türkei dazu zwingen, mit gefesselten Händen gegen deren Terror zu kämpfen. So läuft das aber nicht”, machte Aru deutlich. Der Sprecher der ADD warf in diesem Zusammenhang auch dem deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier ein “außerordentlich schlechtes Urteilsvermögen” im Zusammenhang mit seinem jüngsten Treffen mit dem Vorsitzenden der PKK-nahen HDP, Selahattin Demirtaş, vor. “Die HDP ist der politische Arm der Terroristen und die Willensbildung ihrer Mitglieder wird bis zum Zeitpunkt und zur Häufigkeit des Toilettengangs von der PKK diktiert”, machte Aru deutlich. “Demirtaş ist der Chefverkäufer des Terrors. Und offenbar läuft das Geschäft auf dem europäischen Markt sehr gut. Statt der Türkei ungebetene Ratschläge darüber zu geben, wie sie den Terror zu bekämpfen habe, wäre ein Wort der Verurteilung und Distanzierung angebracht.” Der Bundesvorstand der ADD hat ebenfalls eine Solidaritätsadresse anlässlich des Terrors in Şemdinli veröffentlicht. In der Erklärung heißt es: “Wieder ein Anschlag der PKK. Wieder viele Tote. Wieder ein dröhnendes Schweigen aus den europäischen Unterstützer-Staaten. Wir verurteilen diesen Anschlag aufs Schärfste und drücken den Familien der Opfer unser Beileid aus. Den Verwundeten wünschen wir eine schnelle Genesung.”

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