Gaziantep (nex) – Die US-amerikanische Schauspielerin Lindsay Lohan besuchte am gestrigen Samstag ein syrisches Flüchtlingslager im Distrikt Nizip der südosttürkischen Provinz Gaziantep. Begleitet wurde sie von der Bürgermeisterin von Gaziantep Fatma Sahin und dem Untergouverneur Harun Sarifakiogullari.
„Die europäischen Staaten und die USA sollten mehr Verantwortung in der Flüchtlingskrise übernehmen, und die Türkei sollte in diesem Punkt unterstützt werden“, so Lohan.
Die Schauspielerin erzählte, dass sie während ihres Besuchs sehr starken Menschen, Kindern begegnet sei und die schwierigen Umstände sie sehr berührt hätten.
„Ich traf einige Kinder, die ihren Vater verloren haben, und ich traf hier auch Frauen, die ihren Mann verloren haben“, fuhr sie fort. „Wir sollten nicht vergessen, dass wir mehr tun könnten.“
(Foto: screenshot/disney)
Lohan unterstrich, dass sie mit bestimmten negativen Bildern über die Türkei nicht einverstanden sei und erklärte:
„Die Türkei ist ein sehr sicheres und lebenswertes Land.“
Die Künstlerin sang mit den Flüchtlingskindern englische Lieder und spielte mit ihnen während ihres Besuchs.
Die Türkei beherbergt derzeit mit 2,7 Millionen Syrern die meisten Flüchtlinge aus dem kriegszerrütteten Land und hat bislang Berichten zufolge über zehn Milliarden US-Dollar für deren Unterstützung ausgegeben.
Syrien befindet sich seit 2011 in einem Bürgerkrieg. Das Assad-Regime hatte damals die Demonstrationen für Demokratie, die als Teil der Aufstände im „Arabischen Frühling“ entstanden waren, mit unerwarteter Brutalität und unverhältnismäßiger Gewalt niedergeschlagen. Seitdem wurden nach Angaben der UNO im ganzen Land mehr als 250.000 Menschen getötet und mehr als zehn Millionen Menschen vertrieben.
Die Nichtregierungsorganisation Syrisches Zentrum für Politische Forschung geht jedoch von 470.000 Toten seit Ausbruch des Krieges vor fünf Jahren aus.
Düsseldorf (ots) – Der frühere Bundespräsident Horst Köhler hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Flüchtlingspolitik den Rücken gestärkt. Er lehnt eine Obergrenze ab und fordert eine großzügige Aufnahme von Flüchtlingen. „Der Krieg in Syrien wurde nicht durch ein Selfie der Kanzlerin ausgelöst“, sagte Köhler der „Rheinischen Post“.
„Ich fand ihre Entscheidung, vor einem Jahr die in Ungarn festsitzenden Flüchtlinge einreisen zu lassen, richtig. Das war eine großartige humanitäre Geste in einer sehr schwierigen Lage. Seitdem haben Teile der Bevölkerung das Vertrauen in die Kontrollfunktion des Staates verloren. Aber wenn wir uns die Situation heute anschauen, dann kann man doch mit Zuversicht sagen, dass die Dinge unter Kontrolle sind.“ Eine Obergrenze zu definieren, lenke nur vom „Kernproblem der Fluchtursachen“ ab, sagte Köhler.
„Deutschland sollte nicht kleinmütig sein. In Europa werden wir weiterhin diejenigen sein müssen, die mehr aufnehmen, weil wir auch mehr schultern können. Aber es ist klar, dass es Grenzen der Aufnahme- und Integrationsfähigkeit gibt.“ Das Ziel der Bundesregierung, mit den nordafrikanischen Staaten Flüchtlingsabkommen nach dem Vorbild der Türkei zu schließen, könne aber nur eine kurzfristige Lösung sein.
„Gleichzeitig muss zum Beispiel Frontex schneller und wirksamer aufgebaut werden. Die Kehrseite der Abkommen: Afrikanische Führer könnten auf die Idee kommen, damit zu drohen, ihre Flüchtlingslager aufzulösen, wenn sie nicht mehr Geld von Europa bekommen.“
Die Kritik in Europa an den nordafrikanischen Staaten sei wohlfeil, betonte der Ex-Bundespräsident. „Wer hat denn Libyen bombardiert? Wer trägt denn die Konsequenzen der westlichen Interventionspolitik im Nahen Osten? Da ist viel Heuchelei im Spiel.“
„Wir brauchen Generationengerechtigkeit “ – Unions-Nachwuchs nennt Beitragsanstieg auf über 20 Prozent „nicht vertretbar“
Osnabrück (ots) – Der Bundesvorsitzende der Jungen Union (JU), Paul Ziemiak, wünscht sich einen „Aufstand“ der Jugend gegen die Rentenpolitik der Bundesregierung. Es wäre gut, wenn alle politischen Jugendorganisationen zusammen für Generationengerechtigkeit eintreten würden, sagte Ziemiak in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.
Allerdings seien zum Beispiel die Jungsozialisten sehr „ideologisch geprägt“. Nach dem Motto „mehr Rente ist gut“ sei dem SPD-Nachwuchs offenbar egal, wer dafür zahle. Ziemiak forderte von der Regierungskoalition eine „große Rentenreform“, bei der alles auf den Prüfstand komme. „Wir wollen wissen: Wer soll dies bezahlen? Darauf habe ich bisher noch keine Antwort gehört“, betonte der 31-jährige. Ein Beitragsanstieg auf über 20 Prozent sei nicht vertretbar. Die Junge Union plädiere ferner dafür, „ohne Scheuklappen“ über längere Lebensarbeitszeit zu reden. Die Flexi-Rente sei dazu ein erster und wichtiger Schritt.
Der JU-Chef lehnte außerdem die von der CSU geforderte Ausweitung der Mütterrente für Frauen, die ihre Kinder vor 1992 geboren haben, ab. „Wenn das Projekt mit den Beiträgen zukünftiger Generationen finanziert werden soll, bin ich dagegen“, sagte er. Die Junge Union hat 110.000 Mitglieder aus CDU und CSU. Sie trifft sich vom 14. bis 16. Oktober in Paderborn zu ihrem jährlichen Deutschlandtag.
Istanbul (nex/aa)- Muslime auf der ganzen Welt sollten ihren Brüdern und Schwestern im besetzten Aleppo zu Hilfe kommen, sagte der Vorsitzende der Internationalen Union Muslimischer Gelehrter (IUMS) mit Sitz in Katar, Yusuf al-Qaradawi, der Nachrichtenagentur Anadolu.
Das exklusive Interview fand während seines letzten Besuchs in Istanbul statt, wo er an der 26. Sitzung des Europäischen Rates für Fatwa und Forschung (ECFR) teilnahm. Seit dem Ende des wochenlangen Waffenstillstands am 19. September hält das syrische Regime Teile von Aleppo mit russischer Unterstützung aus der Luft, was Hunderte Zivilisten bereits mit dem Tod oder Verletzungen bezahlt haben. Al-Qaradawi rief die Muslime auf der ganzen Welt dazu auf, zur Verteidigung Aleppos vor der Grausamkeit des syrischen Regimes und seiner Verbündeten zusammenzurücken.
„Die Umma [die globale Gemeinschaft der Muslime] darf nicht zerschlagen werden“, betonte er und fügte hinzu: „Als Muslime teilen wir alle dasselbe Schicksal. Aleppo, das leidet weiterhin leiden wird, ist die wichtigste Angelegenheit unserer Zeit. Es wird von allen Seiten von den Feinden des Islams angegriffen.“ Muslime, unterstrich er, „mögen keine Gewalt und kein Blutvergießen und nehmen Abstand davon, anderen gegenüber feindlich eingestellt zu sein – mit Ausnahme derer, die sie angreifen.“
Die anhaltende Besatzung hat zu Nahrungsmittelknappheit und Mangel an medizinischen Geräten geführt, was wiederum das Leben der Zivilbevölkerung der Stadt bedroht.
Istanbul (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat am gestrigen Samstag als Erster eine Fahrt durch den neuen Eurasia-Tunnel unter dem Marmarameer unternommen. Fahrer des Autos war Erdogan selbst. Als Beifahrer waren Ministerpräsident Binali Yildirim und Verkehrsminister Ahmet Arslan dabei.
Die Fahrt ging in Harem auf der europäischen Seite von Istanbul los und endete auch wieder hier. Das 1,25-Milliarden-Dollar-Projekt verbindet die europäische mit der asiatischen Seite von Istanbul. Voraussichtlicher Eröffnungstermin ist der 20. Dezember dieses Jahres.
Eurasia-Tunnel Türkei (Foto: aa)
„[…] Trotz allem versichere ich Ihnen, dass wir im Einklang mit unserer Vision 2023 unsere Investitionen fortsetzen werden“, betonte Erdogan, der nach der Fahrt mit seinem Dienstwagen durch den Tunnel mit den Journalisten sprach.
Die Vision 2023 der Türkei – dem 100-jährigen Jubiläum der Gründung der Republik Türkei – setzt besondere Ziele und deutliche Verbesserungen in den Gebieten Wirtschaftsaktiviät, Energie, Gesundheit und Verkehr für das Jahr 2023. Eines der spektakulärsten Ziele stellt die Vision, zu den Top-Ten-Wirtschaftsmächten der Welt zu gehören, dar. Verkehrsminister Arslan wies auf die Umweltperspektive des Mega-Projekts hin, und erklärte, dass die Menschen dank des Tunnels Zeit und Kraftstoff sparen würden. Lediglich 3,4 Kilometer des insgesamt 14,6 Kilometer langen Tunnels befinden sich unter dem Meer. Der Tunnel ist sicher gegen Erdbeben bis zu einer Stärke von 7,5 auf der Richterskala. Um den Küstenverkehr auf der europäischen Seite zu entlasten, werden fünf U-Bahn-Unterführungen und sieben Fußgängerüberführungen gebaut. Der zweistöckige Tunnel wird rund um die Uhr in Betrieb sein.
Vignetten für die zweispurige Autobahn werden in beiden Stockwerken ausgegeben werden. Die Fahrer werden die Gebühren, die pro Fahrzeug fünf US-Dollar plus Mehrwertsteuer betragen werden, per elektronischer Mauterhebung (HGS oder OGS) begleichen können. Private Unternehmen werden das Projekt im Wert von 1,245 Milliarden US-Dollar für 29 Jahre übernehmen. Der türkische Minister für Transport, Seewesen und Kommunikation, Ahmet Arslan, erklärte, dass 85 Prozent des Eurasientunnel-Projekts vollendet seien und der Tunnel ab Dezember betriebsbereit sein werde.
Rabat (nex) – Die regierende Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (PJD) hat die Parlamentswahl am heutigen Samstag gewonnen. Sie wird voraussichtlich 125 Sitze im Abgeordnetenhaus bekommen.
Somit wird nach Daten des Innenministeriums und der politischen Parteien Regierungschef Abdelilah Benkiranes Partei die größte Fraktion in dem Parlament mit 395 Sitzen bilden. Die königsnahe Partei der Authentizität und Modernität (PAM) wird mit 103 Sitzen die zweitstärkste Kraft.
Die Wahlbeteiligung lag laut Innenminister Mohamed Hassad bei 43 Prozent. Es ist die zweite Parlamentswahl im Königreich seit dem Arabischen Frühling, infolgedessen König Mohammed VI. politische Reformen angekündigt und einige seiner Rechte dem Parlament abgegeben hatte.
Bei der ersten Parlamentswahl 2011 ging die PJD als Siegerin hervor, PJD-Generalsekretär Abdelillah Benkirane wurde vom König zum Regierungschef ernannt. Die Regierung bestand bislang aus vier Koalitionsparteien.
Van (nex) – Aufgrund der zunehmenden Terroranschläge im Osten und Südosten der Türkei, des vom Gülen-Netzwerk (FETÖ) durchgeführten, vereitelten Putschversuchs sowie der vom FETÖ ausgehenden Bedrohung haben die Oberhäupter von 181 bekannten kurdischen Familien (zu Türkisch: „aşiret“) aus 16 Provinzen angekündigt, dass sie am morgigen Sonntag in der osttürkischen Provinz Van zusammenkommen würden, um ihre Position gegenüber den Terrorgruppen in der Türkei zu demonstrieren und ihre Solidarität mit der Regierung zu erklären.
Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Anadolu werden die Familienoberhäupter, die Einfluss über zwei Millionen Menschen in der Ost- und Südosttürkei haben, in Van zusammenkommen und eine Erklärung abgeben, in der sie ihre Unterstützung für die Regierung in deren Kampf gegen alle Terrorgruppen sowie die Bedeutung der Einheit zum Ausdruck bringen werden.
Anadolu sprach auch mit Iskender Ertosi, dem Oberhaupt einer der größten Familien in der Region, der Berichte über einen zweiten Staatsstreich, der von den Familien in der Region durchgeführt werden solle, zurückwies und erklärte, dass sie eine Erklärung abgeben würden, in der sie die Behauptungen dementieren, ihre Haltung gegen jede Art von illegalen Strukturen sowie ihre Unterstützung der Regierung noch einmal bestätigen würden.
Eine der bekannten Persönlichkeiten aus der Familie Gevdan, Rasim Aslan, gab an, dass das Treffen am Sonntag eine Möglichkeit sei, der Regierung ihre Unterstützung zu zeigen und fügte hinzu, dass alle Schritte auf dem Weg zum Frieden unterstützt würden:
„Die Familien stehen an der Seite der Regierung. Die Einigkeit unter den bekannten Familien in diesen Fragen ist wichtig. In den vergangenen Tagen wurden viele Lügen über uns verbreitet. Einer der Gründe für unsere Zusammenkunft ist, dass wir gegen diese Behauptungen protestieren wollen. Wir sind bereit, alles, was für die Herstellung des Friedens in der Region nötig ist, zu tun.“
Der kurdische Intellektuelle und politische Analyst Vahdettin Ince erklärte gegenüber der Zeitung Daily Sabah, dass die „aşiret“ einen wichtigen Bestandteil der soziologischen Struktur der Kurden darstellten und dass Angriffe gegen sie den Versuch bedeuteten, sie durch die PKK und andere Bedrohungen zu zerstören, was wiederum die Kurden in eine Position bringen würde, in der sie durch größere Mächte ausgebeutet werden könnten.
„In der Neuen Türkei haben die Kurden einen Platz für sich gefunden“, so Ince. „Sie haben verstanden, dass der Staat auch für sie da ist und eine auf Vertrauen basierende Beziehung zu ihnen aufgebaut hat. Deshalb sind sie dem Aufruf der PKK zur Revolte nicht gefolgt. Und die Regierung hat mit ihrer neuen Anti-Terror-Strategie den Menschen gezeigt, dass sie gegen die PKK-Terroristen vorgeht und nicht gegen die Bevölkerung.“
Ähnliche Äußerungen waren von den Oberhäuptern von 120 einflussreichen Familien im Osten und Südosten der Türkei im September 2015 gekommen, als sie die PKK öffentlich dazu aufgerufen hatten, die Waffen niederzulegen und das Land zu verlassen.
Nach den Parlamentswahlen am 7. Juni erklärte die Union der Gemeinschaften Kurdistans (KCK), eine Verwaltungsorganisation der PKK, das Ende des Waffenstillstands, den der inhaftierte PKK-Führer zuvor ausgehandelt hatte. Am 11. Juli nahm die PKK die Anschläge gegen die türkischen Sicherheitskräfte wieder auf.
Istanbul (nex) – Der türkische Botschafter zu Berlin, Hüseyin Avni Karslioglu, trat seinen Posten nach einer viermonatigen Auszeit wieder an. In der Zwischenzeit wurden die diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern auf der Ebene der Chargés d’Affaires geführt.
Berichten zufolge sei der Botschafter am gestrigen Freitag in Berlin angekommen und vom Untersekretär des Botschafters Ufuk Gezer und dem Generalkonsul Basar Sen empfangen worden. Demnächst soll Ali Kemal Aydin Karslioglus Stelle antreten.
Der Staatsminister des Auswärtigen Amtes Markus Ederer begrüßte die Rückkehr des Botschafters, die einen wichtigen positiven Schritt in den bilateralen Beziehungen der beiden Länder bedeute.
Karslioglu war im Juni aus Protest gegen die umstrittene vom Deutschen Bundestag verabschiedete Armenienresolution zu Beratungen nach Ankara abberufen worden. Die besagte Resolution erkennt die Geschehnisse von 1915 als einen „Genozid“ an.
Des Weiteren hatte die Türkei einer deutschen Delegation den Besuch des Luftwaffenstützpunktes Incirlik in der südtürkischen Provinz Adana verweigert. Auf der Airbase befinden sich deutsche Soldaten, die der Anti-IS-Koalition angehören. Der Streit wurde vor Kurzem beigelegt, die Delegation durfte am vergangenen Mittwoch Incirlik besuchen.
Deutschland hat etwa 250 Soldaten und mehrere Tornados in Incirlik stationiert, das einen strategisch wichtigen Stützpunkt für den von den USA angeführten Kampf gegen die Terrorgruppe IS (Daesh) im Irak und in Syrien darstellt.
Dortmund (nex) – Der israelische Bildungsminister und Vorsitzende der Partei HaBajit haJehudi („jüdisches Heim“), Naftali Bennett, sagte am vergangenen Donnerstag, dass für die Annexion des Westjordanlands durch Israel „wir unser Leben geben müssen“.
Bennett hielt eine Rede auf einer Konferenz in Jerusalem, die zum Gedenken an den Pionier der Siedlerbewegung Hanan Porat. Dabei kritisierte er auch den Premierminister Benjamin Netanjahu wegen dessen Plänen, den illegalen Außenposten Amona vor Ende des Jahres zwangszuräumen.
„In der Frage des Landes Israels [Eretz Israel] müssen wir uns von den Aktionen zu einer Entscheidung bewegen“, erklärte Bennett. „Wir müssen den Traum benennen, und der Traum ist, dass Judäa und Samaria Teil des souveränen Staates Israel werden. Wir müssen heute handeln, und wir müssen unser Leben dafür geben. Wir können nicht das Land Israels als taktisches, und einen palästinensischen Staat als das strategische Ziel beibehalten.“
Bennett erwähnte zwar nicht explizit Netanjahus Namen, kritisierte dennoch die Äußerungen des Premierministers zugunsten einer Zwei-Staaten-Lösung. Sein verschleierter Angriff auf das Oberste Gericht galt dessen Urteil über Amona und die Zwangsräumung weiterer illegaler Außenposten im Westjordanland.
„Wie Hanan schon sagte, haben wir nicht das Recht, das Land zu teilen“, so Bennett. „Nicht mit Worten, nicht mit Taten, nicht mit schweigsamer Duldung, nicht mit leisen Entschuldigungen. Nicht durch Politikern und nicht durch Juristen“, betonte der Bildungsminister. „Der Weg der Zugeständnisse, der Weg der Teilung (des Landes) ist gescheitert.“
Tzipi Livni, die Co-Vorsitzende der Zionistischen Union und Außenministerin a. D., kritisierte Bennetts Äußerungen scharf; dieser habe nun seine Maske fallen lassen: „Bennetts Traum und die von ihm repräsentierte Minderheit sind der Alptraum aller Menschen in Israel: Ein Land mit einer arabischen Mehrheit und einem weitergehenden gewalttätigen Konflikt.“
Dortmund (nex) – Der Präsident der Gießener Hells Angels, Aygün Mucuk, ist am Freitagmorgen in der Nähe des Vereinsheims der Rocker, der Villa Kleopatra in Wettenberg, von einer Anwohnerin erschossen aufgefunden worden.
„Heute Morgen gegen 8.00 Uhr habe ich mehrere herzzerreißende Schreie gehört.“ Kurz darauf sei eine Person aus dem Vereinsheim gekommen, die Hände vor dem Gesicht, und habe „bitterlich geweint“, so eine Zeugin gegenüber Focus.
Wer hinter dem Mord an Mucuk steckt und welches Motiv der oder die Täter hatten, sei derzeit noch nicht bekannt. Laut Staatsanwaltschaft soll der Hells Angels-Chef durch mehrere Schüsse getötet worden sein. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei hätten die Ermittlungen aufgenommen.
Wie hessenschau.de berichtet, galt Mucuk als Anführer der türkischen Strömung innerhalb der Hells Angels. In der Vergangenheit hatte es im Rockermilieu zwischen den traditionellen Hells Angels aus Frankfurt und den türkisch geprägten Hells Angels aus Gießen immer wieder gewalttätige Auseinandersetzungen gegeben. Bereits 2014 wurde Mucuk im Frankfurter Bankenviertel vor einem Club angeschossen und schwer verletzt.