Nach Befreiung vom IS
Geschäfte, Schulen, Krankenhäuser: Türkische Regierung baut Dscharablus wieder auf

Ankara (nex) – Die Zahl der Einwohner der nordsyrischen Stadt Dscharablus ist nach ihrer Befreiung vom IS (Daesh) durch die von der Türkei unterstützte Freie Syrische Armee von 3.500 auf etwa 35.000 gestiegen. Dies hat die Nachrichtenagentur Anadolu anhand von ihr vorliegenden Daten ermittelt. Vor Beginn des Krieges hatte die Stadt etwa 30.000 Einwohner. Die Türkei startete die Militäroperation Schutzschild Euphrat am 24. August mit dem Ziel der Verbesserung der Sicherheitslage, Unterstützung der Koalitionskräfte und Eliminierung der Terrorbedrohung entlang der türkischen Grenze, bei der mit Panzern, Artillerie und Kampfjets der Türkei unterstützte Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) zum Einsatz kamen. Etwa 1.900 Quadratmeter Land in Nordsyrien wurde bislang im Zuge der Operation von IS (Daesh)-Terroristen bereinigt. Seit dem Ausbruch des Krieges in Syrien vor fast sechs Jahren befand sich Dscharablus nicht nur unter der Kontrolle des IS (Daesh), sondern zeitweise auch der PKK/PYD. Die Stadt war in der Hand des IS (Daesh), als sie im Zuge der von der Türkei angeführten Operationen befreit wurde. Kurz nach der Befreiung stellten das Gouverneurs- sowie das Bürgermeisteramt von Gaziantep Trinkwasser und Strom für die Provinz bereit. Die türkische Regierung ließ auch Schulen nach dreijähriger kriegsbedingter Auszeit wiederaufbauen. Krankenhäuser und Notfallzentren wurden ebenfalls mit Unterstützung der türkischen Regierung eröffnet. Einkaufszentren, Restaurants, Bäckereien und sogar Juweliergeschäfte konnten den Betrieb aufnehmen. „Die Geschäfte laufen gut“, sagte Muslum Ali, der sein Juweliergeschäft in Dscharablus vor drei Monaten eröffnet hat, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu. „Es ist gut für uns, in unserer Heimat zu sein.“ Der Präsident der Versammlung von Dscharablus, Mohammad Habash, wies darauf hin, dass der Zuzug nach Dscharablus aus anderen benachbarten Städten seit dem vergangenen August zugenommen habe.  

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EU im Abseits
Kommentar: Deutschland will türkisch-russische Kooperation über Syrien verhindern

Gastbeitrag von Ali Özkök Hochrangige Entscheidungsträger der deutschen Politik haben angesichts der trilateralen Kooperation der Türkei, Russlands und Irans über Syrien gewarnt. Die Angst ist, dass der Westen seinen Einfluss im Nahen Osten signifikant verliert. Nachdem über Jahre hinweg die Türkei dafür ins Kreuzfeuer genommen wurde, dass sie angeblich zu hart ins Gericht mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad ging, kommen aus Berlin seit Tagen ganz andere Töne. „Mit Assad gibt es keinen Frieden.“ Mit diesen Worten ließ sich am Wochenende der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Norbert Röttgen (CDU), von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zitieren. Röttgen meint, dass der syrische Präsident „kein wirklich entscheidender Akteur“ in Syrien sei, sondern nur „ein Vehikel für Russland und Iran“. Als die Türkei al-Assad noch stürzen wollte, gab es allerdings kaum Unterstützung aus Berlin. Vielmehr tat man türkische Pläne für eine Sicherheitszone im Stile der laufenden „Euphrat Schutzschild“-Operation als unrealisierbar ab. Auch die Aufnahme von Flüchtlingen aus der Türkei wurde zum Problem und artete in eine sogenannte „Flüchtlingskrise“ für die EU aus. Kritiker der europäischen Außenpolitik sprechen von einer gezielten Politik, die Türkei in Syrien in die Sackgasse zu locken, um effektiv Einfluss auf die Regierung in Ankara zu nehmen. Die Türkei setzte sich allerdings durch. Vielmehr zeigte sie sich als die flexiblere Kraft und anders als die EU als eine mit Einfluss auf das Geschehen in Syrien. Genau genommen, fürchtet man sich vor dem, was kommt: Eine starke Türkei, die solide Beziehungen mit Russland, eine Veto-Macht bei den Vereinten Nationen, und Iran unterhält, ist in vielerlei positiv für Ankara. Während Russland in der Lage ist Angriffe der USA, Frankreichs und Großbritanniens auf internationaler Ebene abzuwehren, ist Teheran die Kraft, mit der Ankara, seine größten Probleme im Nahen Osten hat. Eine Verständigung zwischen der Türkei und Iran würde die Bekämpfung der Terrormiliz „Islamischer Staat“ deutlich Antrieb geben und regionale Spannungen zugunsten der Interessen beider Länder regeln. Am Dienstag sagte Russlands Verteidigungsminister Schoigu, dass alle früheren „Versuche, sich mit den USA oder ihre Partner zu einigen“, gescheitert sind. Der Grund ist. „Keiner von ihnen hat wirklichen Einfluss auf die Situation vor Ort“, erklärte der Minister. Europa und der Westen betrachten es als Problem, wenn die Türkei Alternativen in der Rückhand hat. Denn damit macht sich Ankara unabhängig und damit gefährlich für ein Europa, dass seine Nachbarn kontrollieren will. In das selbe Horn blies der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion: „Es wird auf Dauer keine Zukunft mit Assad geben“, erklärte Niels Annen, ehemaliger Senior Transatlantic Fellow des German Marshall Fund. Die Organisation ist für ihren harten Kurs gegen alle eurasische Orientierungen bekannt. Im Gespräch mit der Bild-Zeitung gestand Norbert Röttgen am Montag, dass es Europa nicht gelungen ist, „irgendeinen relevanten Einfluss“ vor Ort auszuüben. Deshalb warnten die Außenpolitiker davor, dass Russland und die Türkei eine gesonderte Absprache über Syrien treffen könnten. „Eine der gefährlichsten Entwicklungen ist ein russisch-türkisches Arrangement in Syrien“, sagte Röttgen. Hier drohe „ein weiteres diplomatisches Desaster für den Westen“. Der FAS zufolge scheiterte Washington dabei, die Terroristen in Ost-Aleppo zu überzeugen, einen Waffenstillstand mit der syrischen Armee zu vereinbaren. Dagegen sei der türkischen Regierung dies gelungen. Die Beamten Deutschlands fürchten, dass Deutschland deshalb leer ausgehen könnte in Syrien. Dieser Umstand bewirkt, dass sich die deutschen Politiker stärken an die USA und ihre Syrien-Politik anlehnen. Washington und die Obama-Regierung haben den syrischen Ableger der terroristischen PKK, auch als YPG/PYD bekannt, zu ihrem engsten Verbündeten im arabischen Bürgerkriegsland auserwählt. Auf diese Weise erhofft sich Deutschland, auch einen Hebel auf die Türkei zu haben, die seit 2015 einen vehementen Krieg mit der PKK in Anatolien, Nordirak und seit August dieses Jahr in Nordsyrien führt. Türkei umgeht mit einem Bündnis mit Russland auch diese Gefahr. Annen warnte vor dem Treffen der türkischen Außen- und Verteidigungsminister mit russischen sowie iranischen Amtskollegen am Dienstag vor einem „Deal zwischen Putin und Erdogan“. Moskau könnte die Präsenz der Türkei im Norden Syriens akzeptieren, die sich gegen die Kurden richtet, wenn Ankara im Gegenzug dafür nicht mehr die Assad-Gegner unterstützt. Sollte Trump seinen bisherigen Ankündigungen tatsächlich folgen, in Syrien den Kampf gegen den IS einem Regimechange vorzuziehen, stünde die EU mit ihren Forderungen alleine da. In diesem Fall würde sich die europäische Politik immer mehr von den tatsächlichen Fakten vor Ort entfernen.  

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Sicherheitspolitik
Hofreiter: CSU setzt auf Spaltung und Zwist

Osnabrück (nex) – Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat von der CSU „konstruktive Lösungen “ für die Sicherheits- und Asylpolitik gefordert. Die Zeit der „Muskelspiele“ sei vorbei, sagte Hofreiter der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ mit Blick auf die CSU-Klausur in Seeon. Parteichef Horst Seehofer setze weiter „auf Spaltung und Zwist“. Statt den Schulterschluss mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu suchen, wiederhole Seehofer „fast schon mantrahaft seine abgedroschene populistische Forderung nach einer Obergrenze“. Die eigene Profilierung sei alleiniges Ziel des bayerischen Ministerpräsidenten. Ernsthafte Lösungsansätze bleibe die CSU schuldig, das gelte zum Beispiel für Vorschläge zur besseren Koordinierung der Flüchtlingspolitik in der EU oder zu funktionierenden Rücknahmeabkommen mit den Herkunftsländern von Zufluchtsuchenden.

"Racial Profiling"
NRW-Polizei fahndet gezielt nach Nationalitäten

Düsseldorf (ots) – Das gezielte Vorgehen der Polizei gegen bestimmte Nationalitäten in NRW ist nicht erst seit Silvester gängige Praxis in NRW. Der Rheinischen Post liegt ein vertrauliches Fahndungsblatt „Mobile Täter im Visier (MOTIV)“ vor, dass das Landeskriminalamt für die Streifenpolizisten in NRW verfasst hat. Darin heißt es: „Die Staatsangehörigen der MOTIV-Tatverdächtigen sind vorwiegend rumänisch, deutsch (häufig mit Migrationshintergrund), sowie in steigender Anzahl marokkanisch (…)“. Zu „Nordafrikanischen Tatverdächtigen“ heißt es, sie „begehen insbesondere Raub-, Körperverletzungs- und Taschendiebstahlsdelikte“. Thomas Feltes, Professor für Kriminologie und Polizeiwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, bewertet das Papier in der Rheinischen Post als „schlimmste Vulgärkriminologie.“ Derartige Vorgaben würden den Polizeistreifen „suggerieren, dass die Polizeiführung in NRW nicht viel Wert auf Differenzierung legt“.

Ausland
Türkei: Oppositionspartei MHP unterstützt Verfassungsänderung

Ankara (nex) – Der Chef der türkischen Oppositionspartei MHP (Partei der Nationalistischen Bewegung) gab am heutigen Dienstag bekannt, dass er ein Gesetzesvorhaben zur Verfassungsänderung unterstützen werde. Mit dieser ersten offenen Unterstützung der geplanten Verfassungsänderung rückt die Möglichkeit der Einführung des Präsidialsystems einen Schritt näher. Bahceli, der nach einer Fraktionssitzung seiner Partei in Ankara die Fragen der Journalisten beantwortete, erklärte: „Ich werde bei der Entscheidung über den Verfassungsentwurf mit Ja Stimmen und werde dies auch beim Referendum tun.“ Dennoch bleibt unklar, ob die MHP-Abgeordneten ihrem Vorsitzenden folgen werden. Die Partei erlebte mit der Parlamentswahl im November 2016, in deren Folge sie die kleinste Fraktion in der Großen Nationalversammlung stellt, eine interne Spaltung. Die türkische Regierung hat mitgeteilt, dass sie über die Verfassungsänderungen in einem Referendum abstimmen lassen möchte – selbst wenn die Vorschläge von den Parlamentsabgeordneten ausreichend Unterstützung erhielten. Die beiden anderen Oppositionsparteien CHP (Republikanische Volkspartei) und die HDP (Demokratische Partei der Völker) stellen sich gegen das Präsidialsystem.

Ausland
Türkei: Tschetschene Kuschulow sollte am 01. Januar 2017 an Russland ausgeliefert werden

Sabur Ali Kuschulow ist wieder frei Istanbul (nex) – Gegen den tschetschenischen Rebellen, dessen Asylantrag sich in der Bearbeitungsphase befindet und der sich regelmäßig bei der Istanbuler Einwanderungsbehörde melden musste, war am 28.12.2016 vonseiten des genannten Amtes eine Ausweisungsverfügung erlassen worden. Kuschulow hatte von 1994 an gemeinsam mit wichtigen politischen Führern wie Aslan Maschadow und Schamil Bassajew gegen die russische Besatzung gekämpft. 2015 war er aus gesundheitlichen Gründen in die Türkei gekommen und hatte bei der Generaldirektion der Einwanderungsbehörde um Asyl gebeten. Das Erste Verwaltungsgericht Bursa hatte in seinem Urteil vom 03.02.2016 (Geschäftszeichen 2015/1411; Urteilsnummer 2016/67) die Ausweisungsverfügung mit der Begründung aufgehoben, dass der Antragsteller bei einer Ausweisung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gefoltert oder sogar getötet würde. Nach dieser Gerichtsentscheidung wurde der Asylantrag von Kuschulow zur Prüfung angenommen. Kuschulow, der sich regelmäßig bei der städtischen Behörde für Migration meldete, wurde jedoch am 28.12.2016 nach der Vorsprache in Gewahrsam genommen. Türkischen Medienberichten zufolge war Kuschulow seit dem in Istanbul/Fatih in Polizeigewahrsam und sollte am 01.Januar.2017 abgeschoben werden. Mit dem Einsatz der kaukasischen Diaspora und der türkischen Öffentlichkeit in Form von direkten Beschwerden und Unterschriftenkampagnen konnte nun erreicht werden, dass der tschetschenische Rebell am gestrigen Montag freigelassen wurde. Wie Medien weiterberichten, hätten dem tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow nahestehende Gruppen dreimal versucht, Kuschulow zu töten. Die Anschläge seien von der Anti-Terror-Einheit der türkischen Polizei verhindert worden. Weiter heißt es in Tschetschenen-nahen türkischen Medien, dass die beiden älteren Kuschulow-Brüder in einem Gefängnis in Russland als Geiseln gehalten würden.

Umwelt
Nitratbericht: Belastung von Grundwasser und Flüssen weiter zu hoch

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Osnabrück (ots) – Die Nitratwerte im deutschen Grundwasser sind nach wie vor vielerorts zu hoch. Das geht laut „Neuer Osnabrücker Zeitung“ aus dem neuen Nitratbericht hervor, den die Bundesregierung an die EU-Kommission übermittelt hat. Demnach wurde an 28 Prozent der berücksichtigten Messstellen der Grenzwert für Nitrat überschritten. Problematisch sei auch der hohe Eintrag von Phosphor, das über die Felder letztlich in Nord- und Ostsee lande und hier Algenwachstum begünstige. 65 Prozent der Messstellen an Seen und Flüssen wiesen zu hohe Werte auf. Verursacher ist aus Sicht des Bundesumweltministeriums die Landwirtschaft, die Nährstoffe in Form von Gülle oder Kunstdünger auf die Felder ausbringt. Ministerin Barbara Hendricks (SPD) sagte der „NOZ“: „Die intensivierte Landwirtschaft kommt uns immer wieder teuer zu stehen.“ Das Übermaß an Nährstoffen gefährdete die Artenvielfalt. Zusätzliche Kosten für die Trinkwasserversorgung seien nicht ausgeschlossen, auch wenn hier bislang keine Beeinträchtigung festzustellen sei. Hendricks: „Es ist also nur im Sinne unseres Gemeinwohls, wenn wir hier stärker als bisher gegensteuern. Das geht nur mit verschärften Düngeregeln.“ Die SPD-Politikerin verwies auf die 2016 fertiggestellte Novelle des Düngerechts, die bislang aber noch nicht in Kraft getreten ist. Der Nitratbericht kommt zu dem Schluss, dass in Deutschland in den vergangenen Jahren „keine wesentlichen Veränderungen“ erzielt worden seien. „Verbesserung hin zu niedrigeren Nitratgehalten sind bisher nur in sehr geringem Umfang eingetreten“, heißt es laut „NOZ“. Im November hatte die EU-Kommission die Bundesrepublik wegen Verstößen gegen die EU-Nitratrichtlinie und damit verbundenem schlechten Schutz der Gewässerqualität verklagt. Noch im Januar muss die Bundesregierung darauf eine Erwiderung übermitteln. Im Falle einer Verurteilung drohen Deutschland hohe Geldstrafen.

Seidenstraße
Türkei: Neue Eisenbahnstrecke soll Peking mit London verbinden

Ankara (nex) – Die Baku-Tiflis-Kars-Eisenbahnstrecke (BTK) würde nun schon bereits Mitte 2017 in Betrieb genommen, so der türkische Verkehrsminister Ahmet Arslan in einer Rede in Ankara.

„Wir werden das Baku-Tiflis-Kars-Projekt bereits Mitte 2017 fertigstellen und in Betrieb nehmen“, so Arslan.

Die Baku-Tiflis-Kars-Eisenbahnstrecke soll nach Fertigstellung Peking mit London verbinden und wird in Übereinstimmung mit einem internationalen Abkommen zwischen Aserbaidschan, Georgien und Türkei gebaut.

Die Baku-Tiflis-Kars-Eisenbahnstrecke wird Güter aus Asien in nur 15 Tagen nach Europa transportieren. Das Projekt werde die historische Seidenstraße wiederbeleben, so der türkische Staatspräsident Tayyip Erdogan in einer Rede im November.

Das Büro des türkischen Premierministers verlautbarte , dass die Baku-Tiflis-Kars-Eisenbahnlinie nach Bauende „die Reisedauer zwischen Asien und Europa via Eisenbahn auf 15 Tage reduzieren” werde. Die BTK-Strecke werde zu einer Hauptverbindung zwischen Europa und der türkisch geprägten Region Zentralasiens.

„Die BTK-Eisenbahnlinie wird auch zum Export türkischer Produkte beitragen. Mit dieser Linie ist der fehlende Teil vervollständigt. China wird seine Waren über die BTK-Eisenbahnlinie nach Europa und andere Länder transportieren. Nach der Inbetriebnahme dieser Linie werden die Waren Europa nicht in zwei Monaten, sondern in rund zwei Wochen erreichen“, Gouverneur der osttürkischen Provinz Kars, Rahmi Dogan.

Zuvor sagte der türkische Minister für Transport, Schifffahrt und Kommunikation, Ahmet Arslan, gegenüber der Nachrichtenagentur Trend, dass die BTK-Eisenbahnlinie zusammen mit anderen Projekten der Türkei und dem nationalen Logistiksektor jährlich Einnahmen in Milliardenhöhe bescheren werde. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kommentierte, mit der neuen Eisenbahnstrecke wiederbelebte die Türkei die historische „Seidenstraße“, mit der Güterstrome von China nach Europa organisiert wurden.

Die BTK-Strecke wird auf Basis eines Abkommens zwischen Georgien, Aserbaidschan und der Türkei gebaut. Schon bald könnte über die neue Eisenbahnstrecke jährlich 17 Millionen Tonnen Fracht transportiert werden, erwarten Experten. Beginnen wollen die Verantwortlichen mit dem Transport von einer Million Passagieren und 6,5 Millionen Tonnen Fracht.

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Umfrage
79 Prozent der Deutschen hält Vorgehen der Kölner Polizei in der Silvesternacht für angemessen

Köln (ots) – Während in der Politik mitunter kontrovers über das Verhalten der Kölner Polizei in der Silvesternacht diskutiert wird, ist die Meinung der Bürger zu diesem Thema sehr eindeutig: 79 Prozent und damit eine große Mehrheit der Deutschen befindet das Vorgehen der Kölner Polizei in der Silvesternacht laut einer Forsa-Befragung als richtig. Die repräsentative Umfrage war von „RTL Aktuell“ in Auftrag gegeben worden. Danach waren nur 13 Prozent der Befragten der Ansicht, dass die Polizei nicht angemessen gehandelt habe. Die Polizei hatte in der Silvesternacht rund tausend junge Männer, vornehmlich aus dem nordafrikanischen Raum, rund um den Kölner Hauptbahnhof abgefangen. Grünen-Chefin Simone Peter stellte die Frage nach der Verhältnis- und Rechtmäßigkeit, „wenn insgesamt knapp 1.000 Personen alleine aufgrund ihres Aussehens überprüft und teilweise festgesetzt wurden“. Quelle: Forsa im Auftrag von „RTL Aktuell“ Erhebungszeitraum: 2. Januar 2017. Datenbasis: 504 Befragte

Sicherheitspolitik
SPD-Minister hält De Maizière-Vorschläge für „puren Aktionismus“

Düsseldorf (nex) – Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat die sicherheitspolitischen Vorschläge von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) scharf kritisiert. „Herr de Maizière spielt vor der CSU-Klausurtagung den schwarzen Sheriff, schießt inhaltlich aber nur mit Platzpatronen“, sagte Pistorius der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ „Seine Vorschläge sind purer Aktionismus.“ Er könne nicht erkennen, warum „Mammutbehörden beim Bund“ mehr Sicherheit bringen würden, betonte Pistorius. „Die föderalen Kompetenzen etwa bei der Polizei und den Sondereinsatzkommandos sind bewährt. Der nächste Schritt wäre eine Bundespolizei wie in Frankreich, das kann die Union nicht ernsthaft wollen“, sagte der SPD-Minister. Zentralistische Strukturen bei der Polizei seien kontraproduktiv, man müsse vielmehr über einen verbesserten Austausch und schnelle Informationswege reden, betonte Pistorius.