Krieg gegen Terror
Irak: Türkei gelingt Abwehr von IS-Terrorangriff

Beim Versuch, in das irakische Camp Bashiqa einzudringen, wurden mindestens 18 IS-Terroristen von dort anwesenden türkischen Soldaten getötet. Präsident Erdoğan wertet dies als Bestätigung dafür, dass es richtig war, die dort stationierten Trainingseinheiten seit Dezember durch weitere Truppenteile und Ausrüstung zu verstärken.

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Istanbul (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erklärte am Freitag angesichts des Angriffs der Terrormiliz IS auf das irakische Camp Bashiqa, dass dieser zeige, wie richtig die Entscheidung der Türkei war, ihre dort stationierten Truppen nicht vollständig aus der Region abzuziehen.

Am Donnerstagabend war es den türkischen Soldaten gelungen, einen Angriff vonseiten der Terrormiliz auf das Camp nahe Mosul zurückzuschlagen und dabei mindestens 18 Terroristen zu töten. „Mir ist zugetragen worden, dass etwa 18 Daesh-Terroristen versucht hätten, in das Bashiqa-Camp einzusickern und dabei neutralisiert wurden“, erklärte Erdoğan und er bestätige zeitgleich, dass es keine Verluste aufseiten der türkischen Truppen gegeben habe. „Natürlich zeigt dieser Angriff nur, wie unendlich wichtig unser Schritt bezüglich des Lagers war“, unterstrich der Präsident mit Blick auf die Anfang Dezember getroffene Entscheidung, die Truppenpräsenz zu verstärken. In dem Lager betreibt die Türkei ein Trainingsprogramm für irakische Freiwillige als Teil des Krieges gegen den Terror.

Auch Premierminister Ahmet Davutoğlu hat sich mittlerweile zu Wort gemeldet und Medien gegenüber erklärt, dass die türkische Präsenz in Bashiqa „lediglich gegen Daesh“ gerichtet wäre und die „natürliche Konsequenz“ der türkischen Anstrengungen, zusammen mit der internationalen Anti-IS-Koalition und der irakischen Regierung gegen Terrorismus zu kämpfen. In Anbetracht einer Reihe in den letzten Monaten in die Welt gesetzter Verschwörungstheorien angesichts der Truppenverstärkung betonte Davutoğlu, die Türkei habe „keine andere Agenda und kein geheimes Ziel“ im Irak.

Sobald es der irakischen Zentralregierung gelungen sei, die Kontrolle über die gesamte Region wiederherzustellen und die eigene Souveränität zu schützen, werde es keine Notwendigkeit mehr für eine türkische Präsenz geben, führte Davutoğlu aus und unterstrich das Bekenntnis der Türkei zur territorialen Integrität und Souveränität des Irak. Die Situation im Nordirak, so der Premierminister, sei jedoch auch eine elementare Angelegenheit der nationalen Sicherheit für die Türkei, da „die Präsent der PKK und von Daesh die Türkei mehr als jedes andere Land“ gefährde.

Am 4. Dezember hatte die Türkei die Schutzkomponente ihrer Einheiten im Camp Bashiqa auf Grund erhöhter Sicherheitsrisiken verstärkt, was im Irak auf Besorgnis getroffen war. Um dieser entgegenzuwirken, erklärte sich Ankara nach bilateralen Gesprächen am 14. Dezember bereit, einen Teil der Truppen in die Etappe zu verlegen. Zu jener Zeit taten 150 türkische Soldaten dort ihren Dienst und 25 türkische Panzer waren vor Ort, um das bereits im März begonnene Training für lokale Einheiten zu verstärken. Die türkischen Soldaten hatten keinen Kampfauftrag.

 

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