Türkeibeben
Türkei: Erdbeben auch in Istanbul gespürt

Laut AFAD ereignete sich das Erdbeben 4,73 Kilometer vor der Küste des Bursa-Distrikts Mudanya in einer Tiefe von etwa 8,98 Kilometern unter der Meeresoberfläche.

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Istanbul – Nach Angaben der türkischen Katastrophenschutzbehörde (AFAD) hat ein mäßig starkes Erdbeben den Nordwesten des Landes erschüttert und die Menschen in Angst auf die Straßen getrieben.

Das Zentrum des Bebens mit einer Särke 5,1 lag in der Marmara-See und wurde auch in Istanbul gespürt.

Laut AFAD ereignete sich das Erdbeben 4,73 Kilometer vor der Küste des Bursa-Distrikts Mudanya in einer Tiefe von etwa 8,98 Kilometern unter der Meeresoberfläche.

Ein weiteres Erdbeben der Stärke 4,5 wurde 3 Minuten später an der gleichen Stelle registriert.

Im Februar verwüsteten zwei Erdbeben der Stärken 7,8 und 7,5 den Südosten der Türkei sowie einen Teil Nordsyriens. Mehr als 50.000 Menschen kamen dabei ums Leben.

Wissenschaftler warnen seit Jahren vor einem Mega-Erdbeben, das die türkische Millionenmetropole Istanbul treffen könnte. Das Erdbeben am 17. August 1999 in Gölcük, das auch in Istanbul zu spüren war, hatte damals fast 18.000 Menschen das Leben gekostet. Das Beben, dessen Epizentrum damals etwa 90 KM von der Istanbuler Altstadt entfernt lag, hatte eine Stärke von 7,6. Ein ähnliches Erdbeben mit einem Epizentrum direkt in Istanbul würde die Millionenmetropole sehr schwer treffen. Derzeit leben in der Stadt mehr als 15 Millionen Menschen.

Ein japanischer Erdbebenexperte erklärte bereits im Dezember vergangenen Jahres, also knapp zwei Monate vor den Erdbeben im Südosten des Landes, dass er mit einem schweren Erdbeben insbesondere in der Marmara-Region rechne und erklärt, dass auch die ostanatolischen und ägäischen Verwerfungslinien zu brechen begonnen haben.

Der Experte wies darauf hin, dass man vorbereitet sein müsse, um das Erdbeben mit möglichst geringen Schäden zu überstehen. Obwohl 20 Prozent der Erdbeben in der Welt in Japan auftreten, habe man die Schäden durch das Erdbeben dank der dortigen Ausbildung und Vorbereitung minimiert.

„In Japan gab es sehr schwere Erdbeben. Dort sind die Menschen gut vorbereitet“, so der Wissenschaftler. In der Türkei seien 60 Prozent der Gebäude nicht erbebensicher, dies sei ein großes Problem, welches die Behörden lösen müssten, um mögliche Schäden durch ein Erdbeben zu minimieren“, erklärte Moriwaki.

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