Türkei-Erdbeben
Welthungerhilfe: Not in Syrien und Türkei noch immer hoch

Nach UN-Angaben sind mehr als 15 Millionen Menschen in Syrien auf humanitäre Unterstützung angewiesen.

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Berlin – Die Europäische Union hat gemeinsam mit den Vereinten Nationen zu einer internationalen Geberkonferenz nach Brüssel eingeladen, sechs Wochen nach den schweren Erdbeben im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien.

Anlässlich der heute in Brüssel stattfindenden internationalen Geberkonferenz für die Opfer des Erdbebens in Syrien und der Türkei fordert die Welthungerhilfe eine langfristige und nachhaltige Unterstützung der betroffenen Menschen.

Es werden dringend neue Gelder benötigt, die flexibel eingesetzt werden können, um nicht nur die akute Notlage, sondern auch strukturelle Defizite lindern und die regionalen Wirtschaftskreisläufe stärken zu können. Dafür sind langfristige Investitionen in den Wiederaufbau unter Einbindung von lokalen Akteuren zwingend nötig.

Das schwere Erdbeben hat insbesondere die katastrophale Lage von Millionen Menschen in Syrien verschlimmert, die bereits durch den jahrelangen Bürgerkrieg ihre Existenzgrundlage verloren haben. Nach UN-Angaben sind mehr als 15 Millionen Menschen in Syrien auf humanitäre Unterstützung angewiesen.

„Knapp sechs Wochen nach dem verheerenden Beben ist die Not in der Türkei und Syrien noch immer hoch. Während die Unterstützung in der Türkei viele Betroffene nach wenigen Tagen erreicht hat, mussten die Opfer in Syrien zu lange auf Hilfe warten. Gleichzeitig geht die militärischen Angriffe in Nordwestsyrien unvermindert weiter. Menschen, die alles verloren haben, müssen auch noch Schutz vor Luftangriffen suchen. Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus der Region berichten, dass die Menschen nach 12 Jahren Bürgerkrieg jetzt am Ende ihrer Kräfte sind und sich von der Weltgemeinschaft vergessen fühlen. Sie sehen keine Hoffnung oder Perspektiven mehr. Die Geberkonferenz muss daher ein starkes Zeichen senden und langfristige Unterstützung bringen, damit wir diese humanitäre Dauerkrise für die Menschen endlich beenden können“, fordert Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe.

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