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Berlin: Mutmaßliche PKK-Sympathisanten beschädigen Mercedes-Niederlassung

In der Nacht zu Mittwoch haben Unbekannte 26 Glasscheiben einer Mercedes-Benz-Niederlassung in Berlin-Kreuzberg eingeschlagen.

Kämpfer der YPG, der syrische Arm der PKK. (Archivfoto)
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Berlin – In der Nacht zu Mittwoch haben Unbekannte 26 Glasscheiben einer Mercedes-Benz-Niederlassung in Berlin-Kreuzberg eingeschlagen.

Wie der Tagesspiegel unter Bezugnahme auf eine Mitteilung der Polizei weiter berichtet, hatte ein Wachmann gegen 1.30 Uhr beobachtet, wie mindestens drei schwarz gekleidete und vermummte Personen auf das Autohaus in der Prinzessinnenstraße zurannten und die Scheiben beschädigten.

Die Angreifer sollen zudem mit Farbe gefüllte Glasflaschen gegen die Front geworfen und den Schriftzug „Fight 4 Rojava“ an die Fassade geschrieben haben, berichtet Tagesspiegel weiter.

Rojava wird die autonom verwaltete kurdischen Region in Syrien genannt.

Die linke Szene hatte in den vergangenen Wochen wiederholt Mercedes für „die Lage der Kurden“ in Nordsysrien mitverantwortlich gemacht. Das Unternehmen produziere auch für die türkische Armee, so der Tagesspiegel.

Die Türkei hatte im vergangenen Monat eine Anti-Terror-Offensive in Nordsyrien gegen den IS und dem syrischen Arm der Terrororganisation PKK, die YPG, gestartet. Ankara will dort gemeinsam mit Russland eine 30 km breite und etwa 400 km lange Sicherheitszone schaffen, um zwei Millionen syrischen Flüchtlingen eine Rückkehr zu ermöglichen.

Im Rahmen eines im Oktober unterzeichneten Abkommens, haben die Türkei und Russland zudem mit gemeinsamen Patrouillen an der türkisch-syrischen Grenze begonnen.

Dem Abkommen nach sollten sich Kämpfer der YPG, die von Menschenrechtsorganisationen für Gewalt gegen christliche Minderheiten in Nordsyrien verantwortlich gemacht wird, auf 30 Kilometer von der türkischen Grenze zurückziehen. Christliche Minderheiten wie Assyrer und Aramäer begrüßten das Abkommen.

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