ZDF-Dokudrama 
„Ich würde Angela Merkel zu ihrer Stärke gratulieren“

Heike Reichenwallner spielt die Kanzlerin in ZDF-Dokudrama.

Teilen

Osnabrück – Schauspielerin Heike Reichenwallner (61), die im ZDF-Dokudrama „Stunden der Entscheidung – Angela Merkel und die Flüchtlinge“ (4. 9., 20.15 Uhr) die Kanzlerin darstellt, wüsste gerne mehr über Merkels Kochkünste: „Ich würde ihr zu ihrer Stärke gratulieren, zu ihrem Mut und auch zu der Menschlichkeit, die sie damals gezeigt hat“, sagte sie der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ auf die Frage, was sie der Kanzlerin bei einem persönlichen Treffen sagen würde.

„Ich würde ihr meine Bewunderung dafür ausdrücken, sich in einer so wichtigen Frage auf den Bauch zu verlassen. Und vielleicht würde ich sie nach ihrem Kartoffelsuppenrezept fragen. Ihre Kartoffelsuppe soll nämlich hervorragend sein.“

An die Rolle sei sie durch einen kleinen Auftritt im vergangenen Jahr gekommen, berichtete die 61-Jährige:

„Ich habe Anfang 2018 schon mal die Kanzlerin gespielt, aber nur in einer kleinen Szene bei Klaas Heufer-Umlauf in der „Late Night Berlin Show“. Das war reine Satire, da reichte es, so auszusehen wie Angela Merkel. Bis dahin war mir überhaupt nicht bewusst gewesen, dass ich Ähnlichkeit mit ihr habe. Es gab ein E-Casting mit dem Handy, also nicht gerade gehobenes Niveau – ich hab mir einfach einen Blazer angezogen, eine Kette umgebunden, die Haare hinter die Ohren gekämmt und gedacht: Na ja, vielleicht hilft’s ja. Besondere Hoffnungen habe ich mir nicht gemacht, aber der Anruf kam postwendend. Als ich dann in der Maske saß, bekam ich einen Schreck und dachte: Du siehst ja wirklich so aus wie Frau Merkel.“

Beinahe mitgezittert

Durch die Merkel-Rolle entwickelte die Berlinerin eine ganz neue Verbundenheit: „Wenn ich morgens nach der Maske dieses Sakko anhatte und diese Kette, dann war ich’s einfach. Ich fühlte mich sehr eng mit ihr persönlich verbunden – das geht mir heute noch so, wenn ich sie im Fernsehen sehe. Als sie kürzlich zitterte, hatte ich das Gefühl, dass ich auch gleich beginne zu zittern. Ich habe mich nicht als Kanzlerin gefühlt, sondern als der Mensch Angela Merkel.“

Auch als Schauspielerin habe sie ganz neue Seiten ihres Berufs kennengelernt, berichtete Reichenwallner: „Für mich war es vor allen Dingen neu und schön, tatsächlich mal eine Hauptrolle zu spielen. Nicht nur, weil es sich gut anhört, die Hauptrolle zu haben, sondern vor allem, weil man immer am Set ist und alle Leute gut kennt. Wenn man kleine Rollen spielt, kommt man irgendwann für ein, zwei Tage dazu, alle anderen kennen sich schon, und man selbst muss sehen, wie man da hineinfindet. Diesmal wusste jeder, was ich mache, und ich wusste, an wen ich mich wenden muss, wenn ich etwas brauchte oder wollte.“

Auch interessant

Aliyev: EU-Beobachter in Armenien spielen falsche Helden

Baku - Erst gestern hatte der armenische Premierminister Nikol Paschinjan für Aufsehen gesorgt: Bergkarabach, jahrzehntelang Kriegsschauplatz zwischen Armenien und Aserbaidschan und Ursache tiefer Feindschaft,...

Deutschland führt Europa: Zahl der Superreichen wächst rasant

Berlin – Deutschland ist das Land mit den meisten Superreichen in Europa — und die Zahl wächst weiter. Laut dem Knight Frank Wealth Report 2026...

AfD stärkste Kraft: Rekordwerte bei Umfragen in Sachsen-Anhalt

Magdeburg – Vier Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD in einer aktuellen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap einen neuen Höchststand erreicht. Mit...

Palästina: Zum Jahrestag der Erdmordung von Shireen Abu Akleh

Ramallah/Washington – Heute, am 11. Mai 2026, jährt sich die Ermordung der palästinensisch-amerikanischen Al-Jazeera-Journalistin Shireen Abu Akleh durch israelische Soldaten zum vierten Mal. Sie wurde...

Anzahl der Schutzsuchenden um fast die Hälfte gesunken

Berlin - Zum Jahresende 2025 waren in Deutschland rund 3,2 Millionen Menschen als Schutzsuchende im Ausländerzentralregister (AZR) erfasst. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren...

Headlines

Spanien zeigt Interesse an türkischem Kampfjet Kaan

Madrid/Ankara – Im August 2025 sorgte Spanien für Aufsehen bei seinen NATO-Partnern und in Washington: Madrid verkündete, den amerikanischen...

Türkei: Belgische Königin Mathilde trifft Rüstungsmogul Bayraktar

Istanbul – Belgiens Königin Mathilde ist am 10. Mai an der Spitze der größten belgischen Wirtschaftsmission seit 14 Jahren...

Eurovision: Heimliche Millionen aus Israel

Wien/Tel Aviv – Eine Untersuchung der New York Times ergab, dass Israels Bemühungen, die Abstimmung beim Eurovision Song Contest...

Algerien gedenkt: Als Frankreich 45.000 Menschen massakrierte

Algier – Während Europa am 8. Mai den 81. Jahrestag des Kriegsendes feierte, begingen Algerier einen anderen Jahrestag —...

Meinung

Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner warnt vor steigendem Antisemitismus

Genf - Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE, hat beim World Jewish Congress in Genf eindringlich vor wachsendem Antisemitismus gewarnt. In seiner Rede vor...

Anzahl der Schutzsuchenden um fast die Hälfte gesunken

Berlin - Zum Jahresende 2025 waren in Deutschland rund 3,2 Millionen Menschen als Schutzsuchende im Ausländerzentralregister (AZR) erfasst. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren...

Geleceğin Cumhurbaşkanı: Hakan Fidan

Polat Karaburan Recep Tayyip Erdoğan, yarım asrı aşkın bir süredir Türkiye’nin siyasi hayatına yön veriyor. 1976 yılında merhum Necmettin Erbakan’ın siyasi hareketinde filizlenen bu yolculuk,...

Araştırma: ChatGPT kullanımı beyin aktivitesini önemli ölçüde azaltıyor

Cambridge – MIT Media Lab tarafından yapılan bir araştırma, ChatGPT ve diğer AI asistanlarının kullanımının beyin aktivitesini büyük ölçüde azalttığına dair ilk kanıtları sunuyor. Araştırma,...

The Economist: Erdoğan, Müslüman dünyasının en popüler politikacısı

Londra - Neredeyse iki milyar insandan oluşan devasa ve çeşitlilik arz eden bir topluluk olan küresel Müslüman topluluğu Umma/Ümmet içinde, birleştirici bir temsilci arayışı...