Türkei
Türkischer Verteidigungsminister Hulusi Akar trifft US-Sonderbeauftragten für Syrien

Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar traf sich am Mittwochabend mit dem US-Sonderbeauftragten für Syrien in Istanbul.

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Istanbul (nex) – Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar traf sich am Mittwochabend mit dem US-Sonderbeauftragten für Syrien in Istanbul.

Akar und James Jeffrey besprachen die neuesten Entwicklungen in Syrien, insbesondere die Lage östlich des Euphrats, sagte das türkische Verteidigungsministerium in einer Erklärung.

Die Türkei hat sich seit langem gegen die Zusammenarbeit der USA mit der YPG gegen die Terrororganisation IS ausgesprochen und gesagt, dass es keinen Sinn macht, eine Terrorgruppe zu benutzen, um eine andere zu bekämpfen.

Während die USA ihre Vorbereitungen für einen Abzug aus Syrien fortsetzen, hat die Türkei ihre Besorgnis über die Unterstützung Washingtons für die YPG im Nordosten Syriens zum Ausdruck gebracht. Die türkische Regierung betrachtet die Gruppe als verlängerten Arm der Terrororganisation PKK.

Jeffrey sagte Ende März, dass die USA weiterhin an einer Sicherheitszone entlang der türkisch-syrischen Grenze arbeiten werden.

„Wir suchen nach einer Lösung, die den Bedürfnissen aller gerecht wird“, sagte James Jeffrey, der auch als Sonderbeauftragter für die Anti-IS-Koalition dient, auf einer Pressekonferenz im US-Außenministerium.

„Wir arbeiten mit der Türkei zusammen, um eine Sicherheitszone entlang der türkischen Grenze zu schaffen, in der es keine YPG-Kräfte geben wird“, so Jeffrey. US-Präsident Trump habe dies dem türkischen Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bereits zugesichert.

Im März verkündete das Pentagon, dass nach dem US-Abzug einige hundert Soldaten in Syrien bleiben würden, um entlang der türkisch-syrischen Grenze eine Schutzzone zu schaffen. Sean Robertson, ein Sprecher des Pentagons, sagte, dass die Truppen Teil einer multinationalen Streitmacht sein würden.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow vertrat die Auffassung, dass die Schutzzone „auf der Grundlage des 1998 unterzeichneten Abkommens zwischen der Türkei und Syrien“, dem so genannten Adana-Abkommen, geschaffen werden könnte.

In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei war die PKK – von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation aufgeführt – für den Tod von fast 40.000 Menschen, einschließlich Frauen und Kinder, verantwortlich.

Erst im Februar hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer zwei Vereinigungen verboten, die als Teilorganisationen der PKK gelten. „Gerade weil die PKK trotz des Verbots in Deutschland weiterhin aktiv ist, ist es notwendig und geboten, die PKK in ihre Schranken zu weisen und die Einhaltung der Rechtsordnung sicherzustellen“, sagte Seehofer in einer Mitteilung.

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