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Türkischer Außenminister Cavusoglu in Neuseeland eingetroffen

Eine hochrangige türkische Delegation traf am Sonntag in der neuseeländischen Stadt Christchurch ein, um den Opfern der beiden Terroranschläge vom Freitag Respekt zu erweisen. 

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Christchurch (nex) – Eine hochrangige türkische Delegation traf am Sonntag in der neuseeländischen Stadt Christchurch ein, um den Opfern der beiden Terroranschläge vom Freitag Respekt zu erweisen.

„Wir reisen mit Vizepräsident Fuat Oktay nach Neuseeland, um im Namen von Präsident Recep Tayyip Erdogan und der türkischen Nation unser Beileid auszusprechen und unsere Solidarität mit dem neuseeländischen Volk zu zeigen“, so Außenminister Mevlut Cavusoglu am Samstag gegenüber Reportern.

Vizepräsident Fuat Oktay und Außenminister Mevlut Cavusoglu wurden bei ihrer Ankunft am Sonntag vom türkischen Botschafter in Wellington Ahmet Ergin empfangen und werden voraussichtlich die Orte besuchen, an denen die blutigen Anschläge am Montag stattfanden.

Cavusoglu (3.l) mit seinem neuseeländischen Amtskollegen Winston Peters (2.r)

Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern bedankte sich für den Besuch der türkischen Delegation.

„Die Delegation aus der Türkei, einem Land mit muslimischer Mehrheit, ist eingetroffen, um den Muslimen ihre Unterstützung zu zeigen“, so Ardern in einer Pressekonferenz.

Der Australier Brenton Tarrant und drei Neuseeländer verübten am Freitag Anschläge auf zwei Moscheen in Neuseeland, bei denen mindestens 49 Menschen getötet und fast 40 verletzt wurden. Unter den Opfern befinden sich Medienberichten zufolge auch Kinder. Bei drei der Verletzten handele es sich um türkische Staatsbürger.

„Wir kommen nach Konstantinopel“

Bei einem vor dem Anschlag veröffentlichten Manifest ruft Tarrant dazu auf, Erdogan, Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Bürgermeister von London, Sadiq Khan, zu töten.

Das Manifest hat einen Abschnitt mit dem Titel „für Türken“, in dem Tarrant droht, alle Türken zu töten, die auf der europäischen Seite der Türkei und anderswo in Europa leben. Östlich des Bosporus dürften Türken jedoch weiterhin friedlich leben, so Tarrant in seinem mittlerweile gelöschten Manifest.

„Wir kommen nach Konstantinopel und werden jede Moschee und jedes Minarett in der Stadt zerstören. Die Hagia Sophia wird frei von Minaretten sein und Konstantinopel wird zu Recht wieder im Besitz von Christen sein“, so der Text weiter.

Der Tod von Erdogan werde einen Keil zwischen den „türkischen Invasoren, die derzeit unsere Länder besetzen“ und dem ethnisch europäischen Volk treiben sowie gleichzeitig die „Macht der Türkei“, einem „Hauptfeind Russlands“, in der Region schwächen und die NATO destabilisieren, so das Manifest.

 

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