Start Politik Ausland Währungskrise Türkei: Mietverträge nur noch in Lira

Währungskrise
Türkei: Mietverträge nur noch in Lira

In der Türkei dürfen Immobiliengeschäfte künftig nur noch in Lira und nicht mehr in ausländischen Währungen abgeschlossen werden.

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(Foto: pixa)

Ankara (nex) – In der Türkei dürfen Immobiliengeschäfte künftig nur noch in Lira und nicht mehr in ausländischen Währungen abgeschlossen werden. Wie in dem heutigen Amtsblatt mitgeteilt, gelte dies nicht nur für neue Kauf- und Mietverträge sondern auch für alle bereits in einer ausländischen Währung abgeschlossenen Verträge.

Privatkäufe werden davon aber offenbar nur bedingt betroffen sein. Zwar werden auch diese Verkaufsverträge in türkischer Lira vereinbart werden müssen, Zahlungen können jedoch selbstverständlich auch weiterhin in beliebiger Währung erfolgen. Ausländische Käufer und Verkäufer sind von der Regelung ausgenommen.

Die Maßnahme gilt zugleich aber auch für Verträge aus dem Transportbereich und Finanzdienstleistungen. Die Lira legte in Folge dieser Maßnahme deutlich zu.

Die türkische Zentralbank hat am heutigen Donnerstag zudem den im Land gültigen Leitzins um 6,25% erhöht – Geschäftsverträge in der Türkei dürfen nur unter Verwendung der TL abgeschlossen werden, Ausnahmen bestehen für Ausländische Käufer und Verkäufer

Die Zentralbank (Türkiye Cumhuriyet Merkez Bankası) erhöhte den türkischen Leitzins von derzeit 17,75% auf nunmehr 24%. Seitens der Zentralbank wurde mitgeteilt, man werde den strafferen geldpolitischen Kurs beibehalten, bis es Verbesserungen bei der Inflationsrate gebe und schloss gegebenenfalls weitere Erhöhungen nicht aus.

Ferner wurde heute Vormittag bekannt gegeben, dass auch Geschäftsverträge in der Türkei generell nur unter Verwendung der TL abgeschlossen werden dürfen.

John Whatkin, Thomas Bernhard, Norbert Tilburg

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