Start Politik Ausland Antiterroroffensive "Olivenzweig" Erdogan: „Wir nähern uns mit jedem Tag dem Sieg“

Antiterroroffensive "Olivenzweig"
Erdogan: „Wir nähern uns mit jedem Tag dem Sieg“

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte am Samstag, dass die laufende Antiterroroperation "Olivenzweig" der Türkei im Nordwesten Syriens mit jedem Tag dem "Sieg" näherkomme.

(Archivfoto: AA)
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Ankara (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte am Samstag, dass die laufende Antiterroroperation „Olivenzweig“ der Türkei im Nordwesten Syriens mit jedem Tag dem „Sieg“ näherkomme.

Erdogan wandte am sich Samstag auf dem Parteitag der amtierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) in der Provinz Afyonkarahisar an eine große Menschenmenge.“Wir nähern uns mit jedem Tag dem Sieg“, so Erdogan.

Er bekräftigte das Ziel der Operation, drei Millionen syrische Flüchtlinge, die sich derzeit in der Türkei aufhalten, sicher in ihre Heimatorte zurückzuführen. Zudem erwähnte Erdogan, dass das türkische Militär im Norden Syriens mit der Offensive bereits 300 Quadratkilometer von „Terroristen bereinigt“ habe.

Laut dem türkischen Generalstab zielt die Operation darauf ab, Sicherheit und Stabilität entlang der türkischen Grenzen und der Region zu schaffen, sowie Syrer vor „terroristischer Unterdrückung und Grausamkeit“ zu schützen.

Aus der Luft und vom Boden greift die Türkei seit dem 20. Januar Stellungen der PYD im Norden Syriens an.

Ein militärisches Vorgehen gegen die die syrische Stadt kontrollierende und von der Terrormiliz PYD dominierte “Einheiten der Syrischen Demokratischen Kräfte” (SDF) war seitens Ankaras schon seit Jahren angekündigt worden. Nach der amerikanischen Ankündigung, man werde in Nordsyrien eine “grenzschutzähnliche Truppe” von rund 30.000 Mann ausbilden und stationieren, in der die SDF eine wichtige Rolle spielen werde, zogen die Türken zwar verstärkt Truppen in der türkischen Provinz Hatay zusammen, beließen es jedoch bei der entsprechenden Drohkulisse.

Allerdings machte die türkische Seite mehr als deutlich, dass man nicht länger gewillt sei, die von syrischem Gebiet aus gestarteten terroristischen Gewaltakte der Terrormiliz PYD, die die SDF maßgeblich dominiert, gegen türkische Zivilisten, sowie Angehorige von Polizei und Militär hinzunehmen. Zu oft und zu heftig waren in den türkischen Grenzregionen zu Syrien lebende Menschen, auch syrische Flüchtlinge, immer wieder dem Beschuss des syrischen PKK-Ablegers mit Granaten und Raketen, sowie anderen terroristischen Repressalien ausgesetzt gewesen.

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