Berlin
Bericht: China verweigert Deutschen mit türkisch klingenden Namen die Einreise

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag bekomme immer wieder Hinweise darauf, dass die chinesischen Konsulate Visa für deutsche Unternehmer mit türkisch klingendem Namen nicht erteilen.

Teilen

Berlin (nex) – China diskriminiert deutsche Staatsbürger mit türkisch klingenden Namen bei der Vergabe von Einreisegenehmigungen.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag bekomme immer wieder Hinweise darauf, dass die chinesischen Konsulate Visa für deutsche Unternehmer mit türkisch klingendem Namen nicht erteilen. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Wirtschaftswoche (WIWO).

Angesichts des „starken deutschen Engagement in China mit über 5000 Unternehmen, mehr als 70 Milliarden Euro Investitionsbestand und rund einer Million Beschäftigten vor Ort“, sei die Visa-Vergabe sehr wichtig, sagte DIHK-Außenhandelschef Volker Treier gegenüber der Zeitung.

Neben Geschäftsleuten mit türkischen Namen, lehnten die chinesischen Konsulate in Deutschland auch Touristen ab, darunter solche mit deutsch klingenden Namen, die sich zuvor aber längere Zeit in der Türkei aufgehalten haben, berichtet WIWO weiter.

Die angeblich „angespannten Beziehungen“ zwischen China und Türkei „wegen des Konflikts um die muslimische Minderheit der Uiguren in Westchina“, nannte der DIHK gegenüber der WIWO als möglichen Grund für die restriktive Visa-Politik.

Bei einem Treffen mit seinem chinesischen Amtskollegen in Peking im vergangenen September betonte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu allerdings die Intensivierung der sicherheitspolitischen Beziehungen zwischen China und der Türkei.

“Wir sehen Chinas Sicherheit als unsere Sicherheit an”, sagte der Minister auf einer Pressekonferenz mit Außenminister Wang Yi und fügte hinzu:

“Wir werden nachteilige Handlungen gegen China in unserem Land oder der Region nicht zulassen.”

Türkei möchte die Zusammenarbeit auch in den Bereichen Bildung, Kultur und Tourismus stärken, sagte Cavusoglu weiter.

Die Türkei wünsche, dass die Zahl chinesischer Touristen in den nächsten Jahren steigen wird, sagte Cavusoglu. Man hoffe, dass drei Millionen der hundert Millionen Chinesen, die jährlich ins Ausland reisen, die Türkei besuchen werden.

Im August erklärte China die Türkei zum “Tourismusland 2018”.

Auch interessant

China erklärt Türkei zu “Tourismusland 2018”

China erklärt Türkei zu „Tourismusland 2018“

 

 

 

 

 

Auch interessant

Sprachtest fürs Strandbad: Wenn Bürokratie und Ausgrenzung die Sicherheit ersetzen

Ein Gastkommentar von Susanne Mattner In einem Strandbad in Halle (Sachsen-Anhalt) werden Menschen ohne ausreichende Deutschkenntnisse künftig nicht mehr eingelassen. Die Begründung: Sicherheit. Badegäste müssten...

Warum der „nützliche Migrant“ im Sport ein Trugschluss ist

Ein Gastkommentar von Aras Karasun Wer wirklich hofft, dass Menschen in Deutschland durch Fußball und den Migrantenanteil in der Nationalmannschaft, gemeinsames Feiern automatisch zusammenfinden, sollte...

Türkischer Schauspieler Kadir Inanir gestorben

Istanbul - Die türkische Kinowelt steht unter Schock: Der legendäre Schauspieler Kadir İnanır ist im Alter von 77 Jahren im Krankenhaus verstorben. Der unvergessene...

Wirtschaftsministerin Reiche: „Wir brauchen die Türkei“

Ankara / Berlin – Inmitten schwerer geopolitischer Verwerfungen setzt die Bundesregierung auf eine drastische Vertiefung der wirtschaftlichen und strategischen Allianz mit Ankara. Bei ihrem ersten...

„Breaking Bad“-Star Giancarlo Esposito nimmt in Saudi-Arabien den Islam an

Riad / Berlin – Er spielte einen der ikonischsten und unterkühltesten Bösewichte der Seriengeschichte, nun sorgt er privat für weltweites Aufsehen: Der US-amerikanische Schauspieler...

Headlines

Nach fast 20 Jahren: IG Metall-Vorstand Urban tritt zurück

Frankfurt - Es ist ein Einschnitt für die Gewerkschaftsbewegung: Hans-Jürgen Urban, geschäftsführender Vorstand der IG Metall, zieht sich nach...

Polnischer Präsident Nawrocki auf Türkisch: „Merhaba Asker!“

Ankara - Ein sympathischer Protokollbruch sorgt derzeit in den sozialen Netzwerken für Begeisterung: Beim offiziellen Staatsbesuch in Ankara begrüßte...

Israel: Abgeordneter Gideon Sa’ar fordert Anerkennung des „Völkermords an den Armeniern“

Tel Aviv - Inmitten einer historischen Annäherung zwischen der Türkei und Armenien sorgt ein politischer Vorstoß aus Israel für...

„Qantara“ – und das Schmusemärchen vom Zionismus

Ein Gastkommentar von Michael Thomas Da meldet sich jetzt bei Qantara die israelische, selbstbekennende Zionistin und Historikerin Fania Oz-Salzberger zu...

Meinung

Türkischer Schauspieler Kadir Inanir gestorben

Istanbul - Die türkische Kinowelt steht unter Schock: Der legendäre Schauspieler Kadir İnanır ist im Alter von 77 Jahren im Krankenhaus verstorben. Der unvergessene...

Nach fast 20 Jahren: IG Metall-Vorstand Urban tritt zurück

Frankfurt - Es ist ein Einschnitt für die Gewerkschaftsbewegung: Hans-Jürgen Urban, geschäftsführender Vorstand der IG Metall, zieht sich nach bald zwanzig Jahren von seinem...

Odadaki Son Yetişkin Olarak Türkiye

Konuk Yazar Nabi Yücel Mevcut durumda Türkiye, Orta Doğu'nun – ve çok daha ötesinin – jeopolitik manzarasında neredeyse nesli tükenmekte olan diplomatik bir tür; yani...

CHP: Vatandaşlar ile Parti Arasındaki Artan Kopuş

Nabi Yücel Vatandaşlarla partiler arasındaki giderek derinleşen kopuş, Türkiye'nin en köklü partisi CHP üzerinden somut biçimde gözlemlenebilir. Cumhuriyet Halk Partisi, 38. Olağan Kurultay'ın ardından ve...

Geleceğin Cumhurbaşkanı: Hakan Fidan

Polat Karaburan Recep Tayyip Erdoğan, yarım asrı aşkın bir süredir Türkiye’nin siyasi hayatına yön veriyor. 1976 yılında merhum Necmettin Erbakan’ın siyasi hareketinde filizlenen bu yolculuk,...