Syrienkonflikt
Berichte: Türkei schießt russischen Kampfjet ab

Britische Zeitungen berichten, dass türkische Streitkräfte einen russischen MIG-29-Kampfjet abgeschossen hätten, der in den türkischen Luftraum eingedrungen sei.

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Russische MIG von türkischen Streitkräften abgeschossen? Bislang keine Bestätigung über mysteriöse Explosion in Huraytan

London (nex) – Die britische Zeitung  „Daily Mail“ und das Nachrichtenportal Mirror.co.uk berichten, dass türkische Streitkräfte einen russischen MIG-29-Kampfjet abgeschossen hätten, der in den türkischen Luftraum eingedrungen sei. Bislang gibt es keinerlei offizielle Bestätigung für einen Vorfall dieser Art. Lediglich auf sozialen Medien berichten vermeintliche Augenzeugen, dass es eine große Explosion im nordsyrischen Huraytan gegeben habe, während drei Kampfflugzeuge auf dem Himmel zu sehen waren.

Bis dato hat es weder von türkische noch von russischer Seite eine Bestätigung über einen solchen Vorfall gegeben. Auch bei der NATO will man über keine Erkenntnisse hinsichtlich eines Abschusses über türkischem Luftraum verfügen. Bereits in der letzten Woche hatte es einen Zwischenfall an der türkisch-syrischen Grenze gegeben.

Die türkischen Streitkräfte sollen dabei ein russisches Kampfflugzeug über türkischem Territorium abgefangen haben. Zwei F-16-Maschinen zwangen dieses daraufhin, in syrischen Luftraum zurückzukehren. Premierminister Ahmet Davutoğlu bestellte daraufhin den russischen Botschafter ein, um diesem gegenüber seinen Protest zum Ausdruck zu bringen. Der Premierminister erklärte daraufhin, dass auf Verletzungen des türkischen Luftraumes kompromisslos reagiert werden würde.

Im TV erklärte Davutoğlu: „Die türkischen Streitkräfte haben ihre Befehle. Selbst wenn nur ein Vogel türkischen Luftraum verletzt, werden die erforderlichen Maßnahmen gesetzt. Die Einsatzrichtlinien sind eindeutig.“ Russland sprach im Zusammenhang mit dem Vorfall aus der Vorwoche von einem „Versehen“ und sicherte Ankara zu, dass sich solche Ereignisse nicht wiederholen würden.

Die Luftwaffe der Russischen Föderation befindet sich zurzeit auf Bitte des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad in Syrien, um dort gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) und weitere terroristische Elemente vorzugehen. Die Gerüchte über den angeblichen neuerlichen Vorfall kamen zu einem Zeitpunkt auf, da das Pentagon erklärt hatte, dass die Russische Föderation sich bereiterklärt hatte, Gespräche mit den USA über Luftraumsicherheit im Zusammenhang mit dem Einsatz in Syrien wiederaufzunehmen.

Diese sollen, so Pressesekretär Peter Cook, „wahrscheinlich noch an diesem Wochenende“ beginnen. Die USA und die NATO hatten sich über die Meldungen bezüglich der Verletzung des türkischen Luftraums besorgt geäußert.

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