Friedensmarsch
Köln: Kurdische, türkische und deutsche Mütter rufen zu gemeinsamem Friedensmarsch auf

In Zeiten der eskalierenden Gewalt in Teilen der Türkei und zunehmender Feindseligkeit, die durch radikale türkische und kurdische Nationalisten auch innerhalb der Einwanderercommunitys in Deutschland geschürt wird, will nun ein unabhängiges Frauenbündnis einen bewussten Kontrapunkt setzen.

Teilen
Kurdische,türkische und deutsche Mütter rufen zu gemeinsamem Friedensmarsch in Köln auf

Köln (nex) – In Zeiten der eskalierenden Gewalt in Teilen der Türkei und zunehmender Feindseligkeit, die durch radikale türkische und kurdische Nationalisten auch innerhalb der Einwanderercommunitys in Deutschland geschürt wird, will nun ein unabhängiges Frauenbündnis einen bewussten Kontrapunkt setzen. Für den kommenden Sonntag haben türkische und kurdische Mütter einen Friedens- und Protestmarsch in Köln organisiert, in dessen Rahmen die Teilnehmer ihre Anteilnahme mit den Opfern des neuerlichen Aufflammens der Gewalt im Osten der Türkei, vor allem den ermordeten Sicherheitskräften, den Willen zu einem friedlichen Zusammenleben von Türken und Kurden und eine Verurteilung des Terrors zum Ausdruck bringen wollen.
In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben die Organisatorinnen der Kundgebung deutlich gemacht, dass von Köln aus eine deutliche Friedensbotschaft ausgehen soll und unterstrichen, dass der Marsch eine zivilgesellschaftliche Veranstaltung und nicht politisch vereinnahmt ist. Die Organisatorinnen gehören keiner Partei, Fraktion, Vereinigung oder Verbandsstruktur an und erklären, dass politische Gruppen bewusst nicht in die Organisation und Planung mit einbezogen worden wären. Dem Koordinationskomitee, das die Veranstaltung organisiert habe, gehörten lediglich Privatpersonen an und es seien Kurden, Türken, Aleviten und Sunniten genauso wie Deutsche und Angehörige weiterer religiöser und weltanschaulicher Bekenntnisse involviert gewesen.
Mit dem Protestmarsch unter dem Motto „Frieden in der Türkei“ wollen die Teilnehmerinnen ein Nein zur Gewalt zum Ausdruck bringen und sich zur Brüderlichkeit zwischen Kurden, Türken und allen anderen ethnischen in religiösen Gruppen des Landes bekennen. Dem Plan des Organisationskomitees zufolge soll der Friedensmarsch, zu dem Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet werden, um 16:00 Uhr am Ebertplatz in Köln beginnen und sich anschließend in Richtung Domplatz bewegen.

Auch interessant

Als Europäer im Nahen Osten Zuflucht fanden — ein vergessenes Kapitel des Zweiten Weltkriegs

Europa brennt. Deutsche Truppen marschieren in Polen ein, besetzen Griechenland, deportieren Juden in die Vernichtungslager. Millionen Menschen sind auf der Flucht. Was in den...

Çelik: „Neutralitätspolitik der Türkei ist keine Schwäche“

Ein Gastkommentar von Özgür Çelik Das Magazin Foreign Affairs veröffentlichte am 27. April 2026 eine Analyse von Aslı Aydıntaşbaş mit dem Titel „Die Bedrohung der...

Brandgeruch: Großeinsatz am Kölner Dom

Köln - Am Mittwochnachmittag sind Polizei und Feuerwehr zu einem Großeinsatz am Kölner Dom ausgerückt. Auslöser war nach ersten Informationen ein gemeldeter Brandgeruch im...

Thailand: Behörden nehmen türkischen Bauunternehmer fest

Pattaya – Ein türkischer Bauunternehmer, der im Zusammenhang mit dem Einsturz eines Wohngebäudes während des verheerenden Erdbebens in der Türkei im Jahr 2023 gesucht...

Psychische Anforderungen bei der Arbeit gut gestalten

Berlin - Störungen im Arbeitsablauf, hohe Arbeitsintensität oder ein schlechtes zwischenmenschliches Klima wirken sich negativ auf das Wohlbefinden von Beschäftigten aus und können auch...

Headlines

Gaza-Hilsflotte: Türkei fordert sofortige Freilassung der Aktivisten

Ankara - Nach dem gewaltsamen Stopp der „Global Sumud Flotilla“ in internationalen Gewässern nahe Kreta verschärft die Türkei ihren...

Europarat: Deutschland missbraucht Antisemitismus-Begriff

Brüssel - In einer ungewöhnlich deutlichen Rüge hat der Menschenrechtskommissar des Europarates, Michael O’Flaherty, die deutsche Bundesregierung vor einer...

Orthodoxer Jude an Trump: „Zerstöre Israel vollständig!“

Austin/Texas - In der hitzigen Debatte um den Nahostkonflikt sorgt ein Video für Aufsehen, in dem ein Vertreter der...

Todesstrafe in Israel: Wer ist Ben-Gvir?

Ein Gastkommentar von Susanne Mattner Das israelische Parlament hat den Weg für ein Gesetz geebnet, das die Todesstrafe für Terrorakte...

Meinung

Verdi-Chef Werneke: AfD hätte bei uns keine Chance

Bielefeld - Verdi-Chef Frank Werneke sieht derzeit keinen wachsenden Einfluss der AfD auf die Gewerkschaften im Land. Auf die Frage im Interview mit der...

Antisemitismus: „Alles wird in einen Topf geworfen“

Ein Gastkommentar von Susanne Mattner Antisemitismus habe eine Normalisierung erfahren, kritisiert der Zentralrat der Juden. Laut einer aktuellen Umfrage ist fast jede zweite jüdische Gemeinde...

Rapor: Afrika Gençliği Ruh Sağlığında Dünya Lideri

Londra - Maddi refah, ruh sağlığının garantisi değil. Şubat 2026 sonunda yayımlanan yeni bir küresel rapor, zihinsel esenlik haritasını temelden sarstı. İngiltere, Japonya ve Yeni...

Wall Street Journal: Türkiye’nin durdurulması gerekiyor

Konuk Yazar: Özgür Çelik Bradley Martin tarafından kaleme alınan ve 4 Mart 2026 tarihinde Wall Street Journal'da yayımlanan "Türkiye'yi Dizginlemek İçin Acil Bir İhtiyaç" (An...

Araştırma: ChatGPT kullanımı beyin aktivitesini önemli ölçüde azaltıyor

Cambridge – MIT Media Lab tarafından yapılan bir araştırma, ChatGPT ve diğer AI asistanlarının kullanımının beyin aktivitesini büyük ölçüde azalttığına dair ilk kanıtları sunuyor. Araştırma,...