Ziehung am Mittwoch
Lotto-Jackpot steigt auf 20 Millionen Euro

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Saarbrücken (dts) – Der Jackpot im Lotto 6 aus 49 steigt für die Ziehung am Mittwoch auf rund 20 Millionen Euro. Bei der Ziehung am Samstag war es keinem Glücksritter gelungen, die sechs richtigen Gewinnzahlen und die Superzahl auf seinem Spielschein anzukreuzen, teilte der Deutsche Lotto- und Totoblock am Montag mit. Demnach gelang einem Lottospieler aus Niedersachsen ein „Sechser“, der den Tipper um exakt 2.040.747,50 Euro reicher macht. In der Zusatzlotterie Spiel77 wurde die oberste Gewinnklasse nicht getroffen, sodass der Jackpot hier auf rund zwei Millionen Euro anwächst. Auch in der Zusatzlotterie Super6 konnte kein Spieler die entsprechende Gewinnzahl vorweisen.

Willkommenskultur
Umfrage: Gewaltbereite Flüchtlingsgegner oft ungebildet, arm und männlich

Berlin (dts) – Die deutliche Mehrheit der Berliner Bevölkerung ist Flüchtlingen gegenüber positiv eingestellt. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Berliner Markt- und Meinungsforschungsinstituts Info GmbH hervor, die der „Welt“ in Auszügen vorab vorliegt. Holger Liljeberg, Geschäftsführer der Info GmbH sagte: „Die Berliner sind mit großer Mehrheit den Flüchtlingen positiv zugewandt. Es gibt aber ein nicht unbeträchtliches Potenzial, das negativ eingestellt ist und sogar bereit ist, selbst aktiv gegen Migranten und Asylbewerber vorzugehen, notfalls auch mit Gewalt.“ Sieben Prozent der Berliner würden laut der Umfrage aktiv etwas dagegen unternehmen, falls in ihrer Nähe ein Flüchtlingsheim eröffnet werden sollte. Die überwältigende Mehrheit – 88 Prozent – lehnt es jedoch vollständig ab, etwas gegen ein Flüchtlingsheim in ihrer Nachbarschaft zu unternehmen. Fünf Prozent der Befragten gaben auf diese Frage keine Antwort. Der Anteil der Berliner, die sich skeptisch bis gewaltbereit gegenüber Flüchtlingen äußern, steigt aber, falls man auch diejenigen mitzählt, die Widerstand gegen ein Flüchtlingsheim nicht komplett ablehnen. „Definiert man alle Befragten, die in irgendeiner Weise Widerstand gegen die Errichtung eines Flüchtlingsheims leisten würden, als Gesamtpotential, dann sind sogar 23 Prozent der Berliner dieser Gruppe zuzuordnen“, sagte Liljeberg der „Welt“. Drei von vier Berlinern finden, dass Flüchtlinge aus Krisen- oder Kriegsgebieten gegenüber anderen Zuwanderern bevorzugt werden sollten. Nur 13 Prozent lehnen dies ab. 23 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass die meisten Flüchtlinge aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland einwandern und nicht vor Gefahr in ihrer Heimat fliehen. 49 Prozent der Befragten lehnen die Aussage jedoch ab. Bei der Einstellung der Bürger spielt Bildung eine große Rolle. Liljeberg sagte, Befragte, die sich skeptisch bis gewaltbereit gegenüber Flüchtlingen äußern, seien im Durchschnitt weniger gebildet, häufiger männlich und Geringverdiener. Außerdem seien Personen, die Widerstand gegen ein Asylbewerberheim leisten würden, häufiger jung und Sympathisanten der Parteien AfD oder NPD. Auch die Teilung Deutschlands bis zur Wiedervereinigung scheint noch Spuren hinterlassen zu haben. Denn die Bevölkerung in den östlichen Berliner Bezirken, darunter Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick, ist im Schnitt skeptischer gegenüber Flüchtlingen als die Einwohner im Westen der Stadt. Am Montag wird die Info GmbH weitere Ergebnisse der Studie vorstellen. Für die Umfrage wurden im August 1.383 wahlberechtigte Berliner per Zufallsstichprobe befragt.

Flüchtlingskrise
Bayern: Gefängnisse durch Schleuser überfüllt

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München (dts) – Die bayerische Justiz wird von der Flüchtlingsdynamik derart überrollt, dass nicht mehr alle festgenommenen mutmaßlichen Schleuser in Untersuchungshaft genommen werden können. Das berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Vor allem in Passau, wo seit Wochen Hunderte Flüchtlinge am Tag die deutsch-österreichische Grenze passieren, ufere die Situation aus. Die dortige Justizvollzugsanstalt habe nur 75 Untersuchungshaft-Plätze, 350 mutmaßliche Schleuser seien aber in den vergangenen Wochen festgenommen worden. Die meisten müssten nach Würzburg, Nürnberg oder Coburg in die Gefängnisse gebracht werden. „Im August gab es Wochen mit 90 bis 95 Festnahmen“, sagte die Passauer Staatsanwältin Ursula Raab-Gaudin der Zeitung. Deswegen beantragten die Passauer Staatsanwälte jetzt nur noch Untersuchungshaft für solche mutmaßlichen Schleuser, die das Leben der Flüchtlinge riskiert haben. Sobald für das Vergehen eine Geldstrafe in Betracht komme und die Behörden die Heimatanschrift des Tatverdächtigen feststellen könnten, werde auf die U-Haft verzichtet. „Aber jeder, der in Haft muss, kommt in Haft“, sagte die Staatsanwältin.

Islam in Deutschland
Aiman Mazyek: „Durch die Flüchtlinge wird der deutsche Islam arabischer“

Berlin (dts) – Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, fordert muslimische Integrationslotsen für Flüchtlinge. Der „Welt“ sagte Mazyek: „Wir sollten Integrationslotsen und Scouts heranbilden, die die arabische Sprache beherrschen und denselben Glauben wie die Flüchtlinge haben.“ Er könne sich vorstellen, dass dies einen starken Wirkungsgrad entfalte. Um Konflikte zu vermeiden, so Mazyek, „sollte man den Flüchtlingen aber auch zügig unsere zentralen Verfassungswerte in einer obligatorischen Staatsbürgerkunde vermitteln. Am Ende solcher Kurse könnte so was wie ein Integrationspass stehen“. Mazyek erklärte, dass sich unter den für 2015 prognostizierten 800.000 Flüchtlingen viele meist arabische Muslime befinden dürften. „Deshalb sind unsere Gemeindemitglieder auch schon in vielen Kommunen vom Bürgermeister gebeten worden, im Flüchtlingsheim zu dolmetschen, Imame dort Freitagsgebete abhalten zu lassen oder einfach nur den Bedarf an Koranen und Gebetsteppichen zu stillen.“ Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime zeigte sich überzeugt, dass durch die vielen Flüchtlinge syrisch-irakischer Herkunft der deutsche Islam „einen Tick arabischer“ werde. In Halle zum Beispiel sei eine der Gemeinden wegen des Zuzugs der Flüchtlinge um mehr als ein Drittel angewachsen. Der arabisch geprägte Islam werde künftig sichtbarer und der gesamte deutsche Islam vielfältiger sein, so Mazyek weiter.

Flüchtlingstragödie
Türkei: Präsident Erdogan spricht mit Ailan Kurdis Vater

Erdogan bringt seine Trauer zum Ausdruck
Istanbul (nex) – Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan telefonierte am Sonntag mit Abdullah Kurdi, dem Vater des in der Vorwoche im Mittelmeer ertrunkenen Kleinkindes Ailan Kurdi, dessen Foto um die Welt ging und weltweit Bestürzung auslöste. Abdullah Kurdi hatte auch seine Ehefrau und sein zweites Kind auf der gemeinsamen Flucht zur griechischen Insel in der Ägäis vor Bodrum verloren. Erdogan teilte Kurdi mit, seine beiden Kinder seien auch die Kinder der Nation gewesen und seine Ehefrau die Schwester. Erdogan appellierte, Flüchtlinge sollten sich in der Situation, in der die Familie Kurdi sich befunden hatte, bloß nicht in dieses Meer begeben. Die Türkei wäre froh, sie als Gäste im Land zu haben. Kurdi, der Staatspräsident Erdogan seinen Dank aussprach, sagte, er werde gerne künftig bei der Weiterleitung von Hilfe für Bedürftige aus der Türkei nach Kobane einen Beitrag leisten.

"ZDFzeit"
Duell der Supermarkt-Giganten: REWE gegen EDEKA

Mainz (ots) – Wer bietet mehr Auswahl, wer ist günstiger, wer geht fairer mit Zulieferern und Mitarbeitern um? „ZDFzeit“ will es wissen und vergleicht das Angebot der Supermarktketten REWE und EDEKA. Das unterhaltsame und informative Duell der Giganten ist am Dienstag, 8. September 2015, 20.15 Uhr, im ZDF zu sehen. Beim Einkaufen achten die Deutschen besonders aufs Geld. Laut einer aktuellen Studie wollen 62 Prozent der Verbraucher Lebensmittel vor allem preisgünstig einkaufen. Können REWE und EDEKA mit den Discountern mithalten? Wie ist es um das Preis-Leistungs-Verhältnis der günstigen Eigenmarken bestellt? Um das herauszufinden, checken die Autoren Franziska Boeing und Nils Büngen Angebot und Geschäftsmodell der beiden großen Supermarktketten auf Herz und Nieren. Verblüffende Laborergebnisse, ein Drei-Gänge-Menü von Sternekoch Nelson Müller im Blindtest und der volle Einsatz zweier Fußballmannschaften zum Thema Waschmittelqualität sorgen für ein ebenso informatives wie spannendes Duell. Der ZDF-Test deckt dabei auch alarmierende Missstände auf. Supermärkte beschäftigen Angestellte ohne Tarifvertrag zu Niedrigstlöhnen. Eine Aushilfskraft berichtet, wie sie ohne jegliche Erfahrung und ohne Gesundheitszeugnis sofort als Fachverkäuferin an der Fleischtheke eingesetzt wurde. Das Siegel „regionale Herkunft“ wirbt bei EDEKA und REWE auch für Produkte, die in Wahrheit viele Hundert Kilometer entfernt produziert worden sind. Auch die Auswertung von Hygieneproben – unter anderem an Brotregalen mit Selbstbedienung – fällt erschreckend aus. Professor Reinier Mutters von der Universität Marburg fand unter anderem Eiter- und Darmkeime in ungewöhnlicher Häufung. Im ZDF-Interview sagt der Hygiene-Spezialist: „Das hätte ich eigentlich nicht erwartet.“

Waffenexporte
USA: Warnung an Russland

Washington/Moskau (nex) – Die USA haben Russland vor einer militärischen Intervention und einer daraus folgenden Eskalation des Konflikts in Syrien gewarnt. Das Außenministerium hat eindringlich davor gewarnt, dass noch mehr Syrer in die Flucht getrieben oder getötet werden, falls Russland seine Unterstützung für das Regime von Machthaber Baschar al-Assad massiv ausweiten würde. In einem Telefonat mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow äußerte sich John Kerry besorgt über Berichte, in denen es heißt, dass der Ausbau des Waffenbestandes des syrischen Regimes in Planung sei. Das russische Außenministerium hat sich bisher nicht zu den erwähnten Berichten geäußert. Aus Washington ist bestätigt worden, dass die Außenminister beider Länder ihre Gespräche gegen Ende des Monats am Rande der UN-Vollversammlung in New York fortsetzen wollen.  

Krieg gegen den Terror
Bis zu 20 Tote nach Terroranschlag der PKK in Hakkâri befürchtet

Bis zu 20 Tote nach Terroranschlag der PKK in Hakkâri befürchtet Ankara (nex) – Mehrere Soldaten der türkischen Streitkräfte wurden am heutigen Sonntagabend im Bezirk Dağlıca in der südosttürkischen Provinz Hakkâri infolge eines Hinterhalts durch Landminen getötet. Dies berichten die Agentur Reuters und mehrere türkische Medien. Die exakte Zahl der Todesopfer ist noch ungewiss, die Angaben weichen voneinander ab, einige Quellen sprechen von 14, andere von bis zu 20 Todesopfern. Der türkische Premierminister Ahmet Davutoğlu verließ vorzeitig das Qualifikationsspiel zur Euro 2016 der Türkei gegen die Niederlande, nachdem er die Nachricht von dem Anschlag erhalten hatte. Davutoğlu eilte nach Ankara, um dort an einer Dringlichkeitssitzung der Verantwortlichen für die Nationale Sicherheit teilzunehmen. Dabei werden mögliche Maßnahmen in Reaktion auf den Terroranschlag erörtert.

Flüchtlingspolitik
Bayerns Innenminister attackiert Merkel vor Koalitionsgipfel

Berlin (dts) – Die CSU verschärft vor dem Koalitionsgipfel im Kanzleramt den Ton in der Frage der Bewältigung des Zustroms von Asylsuchenden nach Europa: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kritisiert vor allem die Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Tausende Flüchtlinge aus Ungarn entgegen geltender EU-Regeln aufzunehmen. Herrmann sagte „Bild“: „Dass die Länder vor der Entscheidung nicht informiert worden sind, ist ein starkes Stück. Schließlich müssen sie für die Unterbringung sorgen.“ Die Bundesregierung müsse in Europa nun „endlich Klartext sprechen“. Dass Deutschland die Lasten faktisch dauerhaft alleine schultere, sei inakzeptabel, so Herrmann weiter. „So kann man in Europa nicht miteinander umgehen.“

EM-Qualifikation
Türkei schlägt Holland 3:0

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Konya (nex) – Die Türkei hat in der EM-Qualifikationsgruppe A die Niederlande mit 3:0 besiegt. Oguzhan hat die türkische Nationalmannschaft bereits in der siebten Minute mit einem Tor in Führung gebracht. Arda Turan vom spanischen Erstligisten FC Barcelona baute die Führung in der 26. Minute vor der Halbzeit auf ein 2:0 aus. Nach dem Seitenwechsel hat die türkische Nationalelf das Spieltempo etwas gedrosselt und auf Konterchancen gewartet. Burak Yılmaz nutzte eine davon und erzielte kurz vor Ende der Partie mit seinem Treffer den 3:0 Endstand. Die Türkei liegt nun mit 12 Punkten vor Holland und hat sich somit einen Vorteil für die Playoffrunde zur EURO 2016 in Frankreich verschafft.