Tierschützer begeistert: „Paradebeispiel für ‚Social Design‘“
Istanbul: Straßenhunde bekommen Futter gegen Plastikflaschen

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Istanbul (nex) – Hungernde Straßenhunde der türkischen Millionen-Metropole Istanbul sind dank einer genialen Erfindung eines Tierliebhabers nun etwas satter. In der 14-Millionen-Stadt wurden spezielle Automaten aufgestellt, mit denen Menschen den Vierbeinern helfen können. Die Idee kam dem Tierliebhaber – er selbst hat fünf Hunde –, weil er den Straßenhunden, von denen es beispielsweise in Istanbul circa 130 000 gibt, helfen wollte. Engin Girgin baute eine Box, in die man Flaschen aus Plastik einwirft und dafür Hundefutter bekommt. Unterstützung dafür bekam er von seiner Firma „Yücesan“, die eigentlich Hochdruckdampfkessel und Tanks herstellt sowie Schienenfahrzeuge repariert, die sich aber auch sehr für soziale Projekte engagiert. Mittlerweile verkauft Girgin seine Hundefutterspender sogar ins Ausland. Die Funktionsweise des Hundefutterspenders erklärt der Erfinder im Spiegel Online-Interview so: „Die Box hat drei Öffnungen. Eine an der Vorderseite etwa auf Kopfhöhe, die zweite darunter auf Bauchhöhe und eine dritte seitlich in Höhe des Schienbeins. In die erste Öffnung sollen Plastikflaschen oder -dosen geworfen werden. Ein Sensor erkennt, ob sie recycelbar sind oder nicht. Wenn die Flasche angenommen wird, fällt aus der seitlichen Öffnung pro Flasche eine bestimmte Menge an Hundefutter in einen Napf. Die dritte Öffnung ist ein praktischer Nebeneffekt: Wenn in der Flasche noch etwas Wasser ist und die Person es nicht mehr will, kann es hineingeschüttet werden und fließt in einen zweiten Napf.“ Da es in der Türkei kein Pfandsystem gibt, ist es für die Spender auch kein Verlust. Man kann herumliegende Flaschen in die Automaten einwerfen. Somit finanzieren sich die Geräte selbst; der Stadt entstehen keinerlei Kosten. Hergestellt werden die Sammelboxen von der Firma „Pugedon“, vertrieben von „Yücesan“. Bei Interesse muss eine Stadt sich Firmen suchen, die bereit sind, für das Projekt Geld zu spenden. Erst dann wird die Box bestellt. Auch den Steuerzahler kostet das somit nichts. Engin Girgin, dessen Erfindung als ein Paradebeispiel für „Social Design“ gefeiert wird, erklärt: „Ich wollte darauf aufmerksam machen, dass man auch mit Dingen, die man sonst vielleicht wegschmeißen würde, etwas Gutes tun kann.“ – Das ist ihm gelungen!

Reisewarnung
Terror in Brüssel: Türkisches Außenministerium rät von Reisen nach Belgien ab

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Ankara (nex) – Außenminister veröffentlicht Statement nach Anschlägen in Brüssel Türkei warnt als Konsequenz der Terroranschläge in Brüssel ihre Bürger vor Reisen nach Belgien „Der Außenminister rät türkischen Staatsbürgern von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Belgien ab“, ist auf der offiziellen Webseite des Ministeriums zu lesen. Belgischen Medienberichten zufolge wurden mindestens 34 Menschen bei Explosionen am Hauptflughafen des Landes und in einer U-Bahnstation getötet. Nach dem Statement des Außenministeriums nehmen die türkische Botschaft in Brüssel und das Generalkonsulat in Antwerpen nur Notrufe entgegen.

Götze-Rückkehr
Kehrt Götze zum BVB zurück?

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München (nex) – Laut einem „Bild“-Bericht von Dienstagabend denkt Borussia Dortmund daran, den 2013 zum FC Bayern gewechselten Götze wieder zurückzuholen. Erste Sondierungsgespräche mit den Bayern sollen stattgefunden haben.
Borussia Dortmund überlege bereits, wie man den eigenen Fans eine Rückkehr Götzes verkaufen kann. Der ehemalige BVB-Profi musste für seinen Wechsel zu den Bayern viel Kritik einstecken. 37 Millionen Euro ließen sich die Bayern damals den Transfer kosten. Allerdings kam Mario Götze unter Pep Guardiola in letzter Zeit aber kaum zum Einsatz.
Auch der neue Bayern-Trainer, Carlo Ancelotti, plant in der kommenden Saison offenbar nicht mit Götze. Mit Shinji Kagawa und Nuri Sahin hatte Borussia Dortmund bereits zwei Ex-Spieler zurückgeholt.
   

Terror in Europa
Brüssel: Terrormiliz IS bekennt sich zu den Anschlägen – Video zeigt Verdächtige

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Brüssel (nex) – Wie aus mehreren Medienberichten hervorgeht, soll sich die Terrormiliz IS (Daesh) über eine ihr nahe stehende Nachrichtenagentur zu den Anschlägen vom Dienstagabend in Brüssel bekannt haben. Der Erklärung zufolge seien es Angehörige der Terrormiliz gewesen, die „eine Bombenserie mit Sprengstoffgürteln und Sprengsätzen am Dienstag ausgeführt“ hätten, so die Agentur Amak. Ziel seien ein Flughafen und eine U-Bahn-Station im Zentrum der belgischen Hauptstadt gewesen. Belgische Medien haben dem „Wirtschaftsblatt“ zufolge mittlerweile das Bild einer Sicherheitskamera vom Brüsseler Flughafen veröffentlicht, auf dem Verdächtige des Bombenattentats am Airport zu sehen sein sollen. Das Bild zeige demnach drei noch nicht identifizierte junge Männer mit dunklen Haaren, die Gepäckwagen schöben. Unterdessen sollen einer Mitteilung des Provinzgouverneurs von Brabant Flandern zufolge Sicherheitskräfte in Brüssel eine dritte Bombe gefunden und diese unschädlich gemacht haben.

Weitere Milliarden für Sisi
Ägypten und Saudi-Arabien unterzeichnen Investitions- und Energieverträge

Riad (nex) – Einem Bericht des Nachrichtenportals Al-Araby Al-Jadeed zufolge unterzeichneten am Sonntag ägyptische und saudische Vertreter Verträge über die finanzielle Unterstützung von Wirtschafts- und Entwicklungsprojekten durch Saudi-Arabien auf der Sinai-Halbinsel und über Energielieferungen an Ägypten für fünf Jahre. Der saudische Fonds solle auch für Entwicklungsprojekte im Agrarbereich sowie zur Errichtung von 26 Wohnanlagen mit Krankenhäusern und Schulen in Sinai genutzt werden. Nach Angaben der saudischen Nachrichtenagentur SPA wurde das fünfte Meeting des Saudisch-Ägyptischen Kooperationsrats unter dem Vorsitz des saudischen Finanzministers Ibrahim Al-Assaf und des ägyptischen Ministers für Internationale Zusammenarbeit Sahar Nasr in Riad abgehalten. Das nächste Treffen soll in der ägyptischen Hauptstadt Kairo stattfinden. Seit der Machtübernahme Sisis flossen bereits mehrere Milliarden Dollar von Saudi-Arabien nach Kairo. Saudi-Arabien hat seit 2013 – also seit dem Sturz des Präsidenten Mohammed Mursi – bereits mehrere Milliarden Dollar Hilfen nach Ägypten fließen lassen. Im Dezember vergangenen Jahres sagte der saudische König Salman Bin Abdulaziz Investitionen und Hilfen für Ägypten in Höhe von acht Milliarden Dollar über fünf Jahre zu. Ein Besuch des Königs in Kairo ist für den 4. April 2016 geplant.

Visafreiheit Türkei
CSU-Politiker Markus Söder warnt vor einer Masseneinwanderung von Kurden nach Deutschland

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Berlin (nex) – Vor einem massenhaften Exodus von Kurden nach Deutschland infolge der Visafreiheit für türkische Staatsbürger warnte CSU-Politiker Markus Söder. Am Ende könne auch ein Mehr an Zuwanderung stehen. „Insbesondere wenn man die Visafreiheit nimmt, könnten viele, viele Kurden auf der Flucht vor der türkischen Regierung dann möglicherweise nach Deutschland kommen“, so der CSU-Politiker am Sonntag im ZDF.  „Das könnte ein echtes Problem werden. Am Ende kommen vielleicht weniger Menschen per Schiff, dafür aber mehr per Flugzeug.“ Damit würde man einen innerstaatlichen Konflikt der Türkei ins eigene Land holen. Auch eine EU-Mitgliedschaft der Türkei lehnt Söder strikt ab und sieht darin nur ein unehrliches Angebot der EU: „Keiner will den Beitritt wirklich“, so der CSU-Politiker.    

 

Bomben in Brüssel
Belgien: Zahl der Opfer der Anschlagsserie auf 34 angewachsen

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Brüssel (nex) – Mittlerweile soll Medienberichten zufolge die Anzahl der Todesopfer der Serie von mutmaßlichen Terroranschlägen, die am Dienstagmorgen die belgische Hauptstadt Brüssel heimsuchte, auf 34 gestiegen sein. Mehrere Dutzend weitere Personen sollen verwundet worden sein. Offenbar auf koordinierte Weise wurden am Morgen um etwa acht Uhr – inmitten des Berufsverkehrs – an mehreren Orten der Stadt Sprengsätze zur Detonation gebracht. Zwei Explosionen sollen sich dabei in der Eingangshalle des Zaventem-Flughafens in der Nähe von Brüssel ereignet haben, eine weitere in der U-Bahn-Station Maalbeek in der Brüsseler Innenstadt – unweit einer Reihe von EU-Gebäuden. In mindestens einem Fall soll dem Staatsanwalt Frederic Van Leeuw zufolge ein Selbstmordattentäter mit im Spiel gewesen sein.
(Grafik: AA)
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Der belgische Premierminister Charles Michel sprach von einem „blinden, gewalttätigen und feigen“ Terroranschlag und einem „schwarzen Tag“, Staats- und Regierungschefs aller EU-Staaten, der Türkei und der Russischen Föderation brachten Belgien und den Angehörigen der Opfer gegenüber bereits ihre Anteilnahme und ihre Abscheu über die Bluttat zum Ausdruck. Augenzeugen zufolge sollen auf dem Flughafen Opfer in einer riesigen Blutlache liegen, zahlreiche abgetrennte Gliedmaßen seien über den Tatort verstreut. Passagiere sollen in Panik geflohen sein. Einem Gepäcksdienstmitarbeiter zufolge soll kurz vor der Detonation ein Mann einige Worte auf Arabisch gerufen haben, heißt es vonseiten der AFP. Belgien hat in Anbetracht des Terrors die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen. Alle öffentlichen Transportmittel und Flughäfen stellten bis auf Weiteres ihren Betrieb ein. Die Anschläge vom Dienstagmorgen ereigneten sich vier Tage nach einer Antiterror-Razzia in Brüssel, die zur Ergreifung des mutmaßlichen Mitglieds der Terrormiliz IS (Daesh) und Rädelsführers der Anschläge von Paris im November 2015, Saleh Abdeslam, am letzten Freitag geführt hatte. Im Großraum Brüssel, beispielsweise im Problemviertel Molenbeek, hatte sich im Laufe der letzten Jahrzehnte eine mächtige Salafistenszene etabliert, aus der nicht nur zahlreiche Dschihad-Touristen in Syrien hervorgingen, sondern offenbar auch Terroristen, die in die Anschläge von Paris im November 2015 involviert waren. Das „Deutschlandradio Kultur“ weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die belgische Regierung bereits in den 1970er Jahren mit der Golfmonarchie Saudi-Arabien eine Vereinbarung getroffen haben soll, wonach Belgien zu günstigen Sonderbedingungen Öl beziehen konnte, im Gegenzug aber den Saudis die Option eingeräumt worden sei, den orientalischen Pavillon in Brüssels berühmtem Park Cinquentenaire per Pachtvertrag für 99 Jahre zur Nutzung zu überlassen. Dieser Pavillon wurde anschließend zum größten islamischen Zentrum Brüssels, in dem regelmäßig extremistische Prediger aufgetreten und von wo aus junge Einwanderer aus Marokko oder Subsahara-Afrika radikalisiert worden sein sollen.

Russland
Umfrage: Russische Bevölkerung vertraut Putin weniger

Moskau (ds/aa/nex) – Laut der RBC-Agentur besitzt die russische Bevölkerung nach Umfrage der Firma Levada 10 Prozent weniger Vertrauen in den Staatspräsidenten Wladimir Putin im Vergleich zum letzten Jahr. Demnach ging der Prozentsatz von 83 auf 73 zurück. 21 Prozent der Umfrageteilnehmer vertrauen Putin völlig, wobei 52 Prozent „gerade mal“ vertraut. Völlige Vertrauenslosigkeit jedoch herrscht bei 14 Prozent der Teilnehmer. Weiterhin wurde gefragt, ob Sympathie für das Staatsoberhaupt vorhanden sei. Auch hierbei ist die Rate gesunken. Demnach lag sie letztes Jahr bei 37 Prozent, aktuell jedoch bei 30 Prozent. Alexey Grajdankin zufolge, der Leiter der Firma Levada, die die Umfrage realisierte, liegt die Unterstützung auf derselben Ebene wie vor der Krim-Annexion

Ausland
Erdogan: Die Türkei wird sich nicht vom Terror einschüchtern lassen

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Istanbul (ds/aa/nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan rief am Montag die Nation dazu auf, sich gegen den Terror zu vereinigen und nicht zuzulassen, von diesem eingeschüchtert zu werden. Er kritisierte den Westen für ihre „prinzipienlose“ Haltung in Bezug auf Flüchtlinge und terroristischen Organisationen. Erdogan sprach auf einer Konferenz des Ministeriums für Forstwirtschaft anlässlich des Internationalen Tages des Waldes und des Weltwassertages in Istanbul, und rief alle dazu auf, sich gegen den Terror zu „mobilisieren“. Er betonte, dass die Türkei ihre entschlossene Haltung in Bezug auf den Schutz der Demokratie, der Menschenrechte und Freiheiten, trotz der Terroranschläge, wahren werde. „Jeder sollte sicher sein, dass wir gegen den Terrorismus kämpfen, nicht die Demokratie; gegen Terroristen, nicht die Freiheit. Gegen Terroranschläge, nicht die Menschenrechte“, sagte der Präsident. Er fügte hinzu, dass die Türkei weiterhin neue Strategien entwickeln werde, um gegen die Terroristen zu kämpfen, und um konkrete Ergebnisse in kürzester Zeit zu erreichen, solange die Nation ihre Einheit und Solidarität schütze. „Dies ist das größte Gegenmittel gegen den Terrorismus“, sagte er und fügte hinzu, dass die Türkei eine der blutigsten Wellen von Terroranschlägen erlebe, sich jedoch nicht vom Terrorismus einschüchtern lassen werde. Präsident Erdogan kritisierte den Westen, dass dieser in Bezug auf die Flüchtlingskrise den „Test nicht bestanden“ habe und nicht imstande sei, sich von Terrororganisationen wie der PKK zu distanzieren. Auch wies er auf die zweideutige Haltung Europas gegenüber den Terrorvorfällen in der Türkei hin. Der Präsident betonte konsequent, dass die Türkei bezüglich der Bekämpfung der PKK-Terroristen mehr Empathie aus den europäischen Ländern erwarte. In den letzten Monaten war die Türkei einem Anstieg von Terroanschlägen ausgesetzt, sowohl in der Hauptstadt Ankara als auch in Istanbul. Hauptziel der Anschläge waren Zivilisten und Sicherheitsbeamte.

Kuba
Obamas historischer Besuch – Signal über Kuba hinaus

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Ravensburg (ots) – Schwäbische Zeitung: Im Namen des Antikommunismus und im Namen des Antiamerikanismus sind in Lateinamerika fürchterliche Verbrechen begangen worden. Deshalb ist der Besuch von US-Präsident Barack Obama auf der sozialistischen Karibikinsel Kuba tatsächlich bedeutungsschwer und geschichtsträchtig. Von einer Normalisierung der Beziehungen zwischen den früheren Erzfeinden werden auch die mittel- und südamerikanischen Staaten profitieren. Konnten sich so düstere Gestalten wie Chiles Ex-Diktator Augusto Pinochet auf den Kampf gegen den Marxismus berufen, so definierten sich die linken Guerilleros in Kolumbien oder Peru über ihre Fehde mit dem US-Imperialismus und dessen örtlichen Handlangern. Sollte sich das Verhältnis zwischen Washington und Havanna wirklich entspannen, dann würde das für mehrere lateinamerikanische Länder eine gute Nachricht bedeuten. Innenpolitische Probleme könnten dann angepackt werden, ohne dass außenpolitische Bedrohungsszenarien jegliche Lösung verbauten. Kolumbien zum Beispiel: Seit mehr als fünf Jahrzehnten herrscht dort ein Bürgerkrieg. Weit über 200 000 Menschen wurden getötet, Millionen vertrieben. Seit einiger Zeit werden konstruktive Friedensverhandlungen geführt. Wo? Auf Kuba.