Cybercrimebekämpfung
Einladung: IT-Spezialisten bei der Bayerischen Polizei gesucht
Mittelfranken (ots) – Rund 200 zusätzliche Stellen für IT-Fachkräfte geschaffen – Große Bandbreite an spannenden Tätigkeiten
Die Bayerische Polizei hat bereits mehr als 300 Spezialisten im Kampf gegen Cyberkriminelle, die speziell aus- und fortgebildet sind. Die Bayerische Staatsregierung hat für 2017 rund 200 zusätzliche Stellen für IT-Fachkräfte bei der Bayerischen Polizei geschaffen, um auch künftig die Spitzenstellung bei der Cybercrimebekämpfung zu sichern und den IT-Betrieb noch stärker zu professionalisieren.
Um für die Bayerische Polizei auch langfristig die besten IT-Spezialisten zu gewinnen, wird Bayerns Innenminister Joachim Herrmann am Mittwoch, den 2. August 2017, um 14.00 Uhr, im Besprechungsraum 0.36 des Polizeipräsidiums Mittelfranken, Jakobsplatz 5, Nürnberg, eine gezielte Werbeoffensive starten und die große Bandbreite an spannenden Tätigkeiten im IT-Sektor der Bayerischen Polizei präsentieren.
Gesucht werden ‚IT-Professionals‘ unter anderem zur Softwareentwicklung und für die IT-Sicherheit, ‚IT-Forensiker‘ beispielsweise zur Analyse und Beweismittelsicherung bei Computern sowie ‚IT-Kriminalisten‘ für die Bekämpfung der Computer- und Internetkriminalität.
Ein IT-Professional des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd und ein IT-Forensiker des Bayerischen Landeskriminalamts werden ihre Arbeitsfelder vorstellen.
Automobilindustrie
Grünen-Chef Özdemir: Dobrindt mitschuldig am Dieselskandal
Düsseldorf (ots) – Grünen-Chef Cem Özdemir hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) eine Mitschuld am Dieselskandal gegeben.
„Fahrverbotsminister Dobrindt sollte nicht nur von der ,verdammten Verantwortung‘ der Autoindustrie sprechen, sondern auch von seiner eigenen“, sagte Özdemir der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Seine Bilanz ist verheerend: In der Verkehrspolitik haben wir vier verlorene Jahre erlebt“, sagte der Grünen-Spitzenkandidat.
Dobrindt habe „zugesehen, wie die Leitindustrie der deutschen Wirtschaft ins Wanken gerät, und er hat durch seine Untätigkeit Hunderttausende Jobs in Gefahr gebracht“, sagte Özdemir.
„Der Autogipfel darf kein Showgipfel werden“, forderte er. Die Automobilindustrie müsse überprüfbar, wirksam und schnell die Stickoxid-Emissionen deutlich reduzieren. Die Regierung müsse auf einer echten Nachrüstung der Motoren-Hardware bestehen, sagte Özdemir.
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'America First'-Industriepolitik
Gabriel kündigt Widerstand gegen Russland-Sanktionen der USA an
Düsseldorf (ots) – Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat Widerstand gegen mögliche Russland-Sanktionen der Vereinigten Staaten angekündigt und von US-Präsident Donald Trump Konsultationen der EU-Staaten eingefordert.
„Gegen eine ‚America First‘-Industriepolitik unter dem Vorwand von Sanktionen werden wir uns wehren“, sagte Gabriel der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Es geht uns um die Überwindung der Ukraine-Krise und den politischen Druck, den Sanktionen in Moskau erzeugen.
Das geht nur, wenn wir einig sind und geschlossen agieren.“ Der SPD-Politiker betonte außerdem: „Noch ist Zeit. Offensichtlich hat Präsident Trump noch keine Entscheidung getroffen, ob und wie er das Sanktionsregime gegen Russland verschärft.
Das Gesetz sieht jedenfalls Konsultationen mit uns Europäern vor, bevor das geschehen kann.“ Gabriel erklärte, dass er bereits mit seinem Ministerkollegen Tillerson dazu in engem Kontakt stehe. „Wir werden unsere Punkte in aller Deutlichkeit klarmachen.“
Reisen
Hauptbahnhof-Ranking: Das sind Deutschlands beliebteste Bahnhöfe
Berlin (ots) – Verspätete Züge und unübersichtliche Beschilderungen führen häufig zu großem Frust an Deutschlands Hauptbahnhöfen. Gleichwohl gleichen sie mit Cafés, Restaurants und diversen Einzelhändlern eher ganzen Einkaufszentren. Grund genug zu fragen, an welchem Hauptbahnhof Deutschlands sich Reisende am wohlsten fühlen. Das Vergleichsportal Netzsieger hat den Test gemacht.
Der Kölner Hauptbahnhof ist der beliebteste Bahnhof Deutschlands. Das ergab eine Analyse des Vergleichsportals Netzsieger, bei der die Google-Rezensionen für die Hauptbahnhöfe der 30 größten Städte ermittelt wurden. Demnach führten insgesamt 478 Rezensionen zu dem fast perfekten Ergebnis mit 4,9 von 5,0 möglichen Sternen. Damit liegt die Domstadt noch 0,5 Sterne vor den vier zweitplatzierten Hauptbahnhöfen aus Dresden, Leipzig, Kiel und Berlin, wobei der Hauptstadtbahnhof die meisten Rezensionen (730) erhielt.
Je größer die Stadt, desto beliebter der Bahnhof
Die Zeiten in denen Bahnhöfen ihr schlechter Ruf meist schneller als jeder Zug voraus eilte, scheinen vorbei. Denn die Hauptbahnhöfe, die täglich die meisten Reisenden abfertigen, erhalten auch hohe Bewertungen. So reisen täglich am Münchner, Hamburger und Frankfurter Hauptbahnhof mindestens 450.000 Menschen ab und an. München ergattert mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,2 den dritten Platz, gleich darauf folgt Frankfurt am Main mit einer 4,1. Der meistfrequentierte Fernbahnhof der Deutschen Bahn in Hamburg landet zwar nur auf dem siebten Platz, allerdings liegt er mit einer Bewertung von 3,9 immer noch über dem deutschen Durchschnitt von 3,8.
Der Wuppertaler Hauptbahnhof weist hingegen mit 2,6 Sternen die schlechteste Durchschnittsbewertung aller untersuchten Bahnhöfe auf. Auf dem vorletzten Platz liegt Mönchengladbach mit 3,0 Sternen, davor liegen Duisburg (3,1), Augsburg sowie Bonn (beide 3,2).
Wenige Rezensionen gleich schlechtere Bewertung?
Sechs Bahnhöfe, die weniger als 100 Rezensionen erhielten, wurden schlechter als der bundesweite Durchschnitt (3,8) bewertet. Dazu gehören neben dem letzten Wuppertal und vorletztem Mönchengladbach der Braunschweiger, Augsburger, Gelsenkirchener sowie Bielefelder Hauptbahnhof.
Nur zwei Bahnhöfe, die weniger als 100 Rezensionen erhielten, bewerteten Reisende besser als den Durchschnitt: Der Kieler Hauptbahnhof landete mit nur 88 Rezensionen und 4,4 Sternen sogar auf dem zweiten Platz. Zwar erhielt der Bochumer Bahnhof neben dem Gelsenkirchener sogar die wenigsten Rezensionen (88), allerdings ist Bochum mit 4,1 Sternen weitaus besser platziert als Gelsenkirchen (3,6)
Journalismus
Studie: „Deutsche Medien haben den gewalttätigen Einwanderer als Angstfigur neu entdeckt“
Medien haben gewalttätigen Ausländer als Angstfigur neu entdeckt
Hamburg (ots) – Seit der Kölner Silvesternacht 2015/2016 hat sich der mediale Blick auf Flüchtlinge und Zuwanderer deutlich verändert: Sie geraten vor allem als mutmaßliche Gewalttäter in den Fokus der Berichterstattung, während die wachsende Gewalt gegen Flüchtlinge kaum thematisiert wird. Das belegt eine aktuelle Studie. „Die deutschen Medien haben den gewalttätigen Einwanderer als Angstfigur neu entdeckt“, resümiert Thomas Hestermann. Der Medienwissenschaftler ist Journalismus-Professor an der Hochschule Macromedia und stellt in der August-Ausgabe des Medienmagazins journalist die wichtigsten Ergebnisse seines aktuellen Forschungsprojekts vor, das er in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen und dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen verantwortet. Von den vier überregionalen Zeitungen und acht reichweitenstärksten deutschen Fernsehsendern, die in der Studie untersucht wurden, fiel besonders die Bild-Zeitung auf. Im untersuchten Zeitraum zwischen Januar und April 2017 berichtete Bild vor allem dann über Ausländer, wenn diese einer Straftat verdächtigt werden – das war in 64,3 Prozent der Berichte der Fall. Süddeutsche Zeitung (39,5 Prozent) und Frankfurter Allgemeine Zeitung (38,2 Prozent) thematisieren seltener Kriminalität. Nur in der taz geht es mit 18,6 Prozent der Artikel über Nichtdeutsche deutlich weniger um Straftaten. Die Berichte der meistgesehenen Fernsehnachrichten beziehen sich in 52,2 Prozent der Fälle auf Kriminalität. In der Fernsehberichterstattung habe sich der Anteil der Berichte, in denen Gewalt nichtdeutscher Tatverdächtiger thematisiert wird, seit 2014 vervierfacht – während der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger in der Kriminalstatistik lediglich um ein Drittel anstieg. Im Gegensatz dazu wird im Fernsehen heute nur halb so oft über nichtdeutsche Opfer von Gewalttaten berichtet wie 2014, obwohl die Statistik des Bundeskriminalamts einen Anstieg nichtdeutscher Gewaltopfer verzeichnet. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Wenn es in den Medien um Geflüchtete und Zuwanderer geht, bleibt die Sicht der Betroffenen meist außen vor. In der Bild-Zeitung kommt nur in einem von 28 Artikeln ein nichtdeutscher Gesprächspartner zu Wort, das entspricht einer Quote von 3,6 Prozent. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bezieht immerhin in 20 Prozent der untersuchten Artikel (11 von 55 Artikeln) die Sicht der Betroffenen mit ein. Die Studie untersuchte 283 Artikel im überregionalen redaktionellen Teil von Süddeutscher Zeitung, Frankfurter Allgemeine, Bild und taz im Zeitraum von Januar bis April 2017 sowie 67 TV-Beiträge aus den Hauptnachrichten von ARD, ZDF, RTL, RTL2, Sat.1, ProSieben, kabel eins und Vox zu Nichtdeutschen in Deutschland. Details der Studie lesen Sie in der August-Ausgabe des Medienmagazins journalist, die Anfang August erscheint.Auch interessant
Kommentar: Wenn “der Türke” nichts zu sagen hat
Elektromobilität
Oettinger lehnt EU-weites Ausstiegsdatum für Verbrennungsmotor ab
Düsseldorf (ots) – EU-Kommissar Günther Oettinger hat sich gegen ein gemeinsames Ausstiegsdatum der EU-Staaten für Autos mit Verbrennungsmotor ausgesprochen.
„Ein einheitliches EU-Ausstiegsdatum für den Verbrennungsmotor zum jetzigen Zeitpunkt wäre deutlich verfrüht und falsch“, sagte Oettinger der „Rheinischen Post“. Die Ausgangslage in den einzelnen Ländern sei dafür zu unterschiedlich.
„Viele EU-Staaten wie Polen gewinnen ihren Strom überwiegend aus Kohle. Wenn die zu früh auf Elektromobilität umsteigen würden, wäre dem Klima wegen steigender CO2-Emissionen auch nicht gedient“, sagte Oettinger.
Der Verbrennungsmotor habe zudem noch Zukunftspotenzial. „Verbesserungen des Verbrennungsmotors stehen unmittelbar bevor“, sagte Oettinger. Neue, CO2-freie Kraftstoffe würden gerade entwickelt.
Großbritannien und Frankreich wollen ab 2040 keine neuen Autos mit Verbrennungsmotor mehr auf den Straßen zulassen.
Türkei
Angeblicher Drogentransport: US-Behörde äußert sich weiterhin nicht zum türkisch-griechischen Vorfall
Ankara (nex) – Die US-Antidrogenbehörde DEA steckt hinter der an Griechenland übermittelte Nachricht, dass ein Frachtschiff unter türkischer Flagge, auf das die griechische Küstenwache am 3. Juli das Feuer eröffnet hatte, angeblich Drogen transportierte. Dies meldete die türkische Tageszeitung Habertürk.
Die griechische Küstenwache habe 16 Kugeln auf das türkische Handelsschiff M/V ACT abgefeuert, das vom südtürkischen Hafen Iskenderun auf dem Weg zum Hafen in Izmit im Nordwesten des Landes war. Den griechischen Behörden zufolge habe das Schiff ihre Aufforderung, an einem griechischen Hafen anzuhalten, nicht befolgt.
Türkische Behörden hätten später eine diplomatische Note an Griechenland mit der Bitte geschickt, ihnen detaillierte Informationen über den Vorfall zukommen zu lassen.
Griechenland habe daraufhin diesen mitgeteilt, dass die DEA sie über einen angeblichen Vorfall von Drogenhandel informiert habe. Als das türkische Frachtschiff „die Warnungen ignorierte“, hätten sie laut der Meldung von Habertürk „der Prozedur entsprechend auf sichere Stellen des Schiffs geschossen“.
Den Informationen der griechischen Behörden zufolge soll die türkische Küstenwache das Schiff am Hafen der türkischen Mittelmeerstadt Marmaris andocken lassen, um es mit Spürhunden zu untersuchen. Jedoch wurden dabei keine Drogen gefunden.
Die Türkei habe daraufhin laut der Meldung in Habertürk bei den DEA-Büros in Ankara und Istanbul nach der Quelle ihrer Information gefragt. Diese sollen zunächst behauptet haben, dass die Mitteilung nicht von ihnen stamme, woraufhin die Türkei um eine Erklärung zum Vorfall gebeten habe.
Die US-Behörde bleibt das Statement seit nunmehr fast drei Wochen schuldig, so Habertürk weiter.
In der Zwischenzeit hätten griechischen Behörden erneut bekräftigt, die Information von der DEA erhalten zu haben.
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"Transition"
Chaos in Venezuela: Präsident Maduro verlangt Erklärung von USA über CIA-Verwicklung
Caracas (nex) – Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat von den Regierungen der USA, Mexikos und Kolumbiens eine Stellungnahme zur mutmaßlichen Verwicklung in eine Verschwörung des US-Geheimdienstes CIA zu seinem Sturz verlangt.
Während einer Militärzeremonie sagte der Staatschef am Montag, er fordere US-Präsident Donald Trump auf, sich zu entsprechenden Äußerungen des CIA-Chefs Mike Pompeo zu äußern. Das berichten Medien unter Berufung auf eine Meldung der Nachrichtenagentur AFP.
Demnach habe der CIA-Chef zu verstehen gegeben, dass Washington in „direkter Zusammenarbeit“ mit Mexiko und Kolumbien an der Beseitigung der venezolanischen Regierung arbeite.
Berichten zufolge habe Venezuelas Außenminister Samuel Moncada auf Twitter Ausschnitte aus einem Interview mit Pompeo veröffentlicht, das dieser im Zusammenhang mit einem Sicherheitsforum am 20. Juli in Aspen im US-Bundesstaat Colorado gegeben haben soll. In diesem Interview habe der CIA-Chef gesagt, dass er zwei Wochen zuvor in Bogotá und Mexiko-Stadt über den politischen Wechsel in Venezuela gesprochen habe
Er habe dabei versucht, seinen Gesprächspartnern zu erklären, was sie tun könnten, „um bessere Ergebnisse in dieser Ecke der Welt zu erzielen“. Man sei „sehr hoffnungsvoll“, dass es in Venezuela eine „Transition“, also einen Regierungswechsel, geben werde.
Wie die Tageszeitung „Junge Welt“ berichtet, antwortete Pompeo mit seinen Äußerungen auf die Frage einer Teilnehmerin, die davor gewarnt hatte, dass Venezuela „entweder in den nächsten zwei Wochen Kuba sein“ oder aber innerhalb der nächsten 60 bis 90 Tage einen „Wandel“ erleben werde. „Immer, wenn es um ein so großes und wirtschaftlich fähiges Land wie Venezuela geht, hat Amerika großes Interesse daran sicherzustellen, dass es stabil und so demokratisch wie möglich ist. Wir arbeiten deshalb hart daran“, zitiert ihn „Junge Welt“ weiter. Deutlicher habe er nicht werden wollen.
„Ich bin immer vorsichtig, wenn wir über Süd- und Mittelamerika und die CIA sprechen, denn da gibt es viele Geschichten.“ Das Publikum habe daraufhin gelacht.
Das kolumbianische Außenministerium habe laut AFP erklärt, sich niemals in Venezuelas innere Angelegenheiten eingemischt zu haben.
Kolumbien bestreite die „Existenz irgendeiner Aktion oder Maßnahme zur Einmischung in venezolanische Angelegenheiten“. Auch das mexikanische Außenministerium habe die Vorwürfe dementiert.
Israel
Netanjahu will Todesstrafe für palästinensischen Attentäter
Jerusalem (nex) – Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Todesstrafe für den palästinensischen Attentäter (19) gefordert, der in einer Siedlung im besetzten Westjordanland drei Israelis erstochen hatte. Das berichten Medien unter Berufung auf ein auf Twitter veröffentlichtes Video.
„Die Todesstrafe für Terroristen – es ist Zeit, sie in schweren Fällen anzuwenden“, habe Netanjahu demnach in dem Video am Donnerstag im Gespräch mit Angehörigen der Opfer gesagt. In einem solchen Fall sollte der Attentäter „hingerichtet werden“ und „einfach nie wieder lächeln“. Der israelische Ministerpräsident verwies darauf, dass die Todesstrafe im Gesetz verankert sei.
In der vergangenen Woche war der Angreifer in ein Haus in der Nähe von Ramallah eingedrungen. Dabei stach er auf vier Israelis ein und ermordete drei von ihnen. Er wurde dann von einem Nachbarn angeschossen und schließlich festgenommen.
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TV-Tipp
„Dark Tourism“: Kriegstouristen in Somalia
Unterföhring (ots) – Warum macht ein Familienvater Urlaub in einem Kriegsgebiet?
Was motiviert die Anhänger des „Dark Tourism“, bei Ferien im Krisengebiet ihr Leben zu riskieren? Thilo Mischke begleitet für „Uncovered“ auf ProSieben (Montag, 31. Juli 2017, 21:10 Uhr) den britischen Kriegstouristen Andrew Drury, Vater von vier Kindern, in die Hauptstadt Somalias, Mogadischu.
Was treibt den Bauunternehmer an, sein Leben aufs Spiel zu setzen? Sind seine Reisen das bloße Sammeln von Adrenalin-Trophäen? Urlaub pervers. 225.000 Euro hat der Brite für seine mehr als 70 Trips in Krisengebiete wie Somalia, Afghanistan oder Syrien bereits ausgegeben. In Mogadischu wird Andrew auf Schritt und Tritt von vier bewaffneten Kämpfern begleitet – zum Schutz:
„Ich habe das gemacht, um zu sehen, wie das Rechtssystem funktioniert. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es nicht auch voyeuristisch ist, weil es das ist. Aber es ist auch Bildung für mich persönlich und deswegen ist das was Anderes.“ Eine der „Sehenswürdigkeiten“ ist das Gefängnis. Für Thilo Mischke ist der Besuch ohne einen journalistischen Auftrag schwer einzuordnen:
„Ich bin jetzt nicht als Journalist hier, sondern ich bin Thilo, der Tourist, der Andrew begleitet in so einem Gefängnis. Und jetzt bekommt das gerade ein bisschen so was zoomäßiges, was ich eigentlich als recht unangenehmes Gefühl empfinde.“ Hintergrund Terror-Hochburg Somalia Mehr als 200 Terror-Tote gab es in Somalia 2017 bisher. Die Hauptstadt ist vom Bürgerkrieg verwüstet.
Immer wieder verübt die Terror-Miliz Al Shabaab Bombenanschläge auf beliebte Hotels und Cafés von Mogadischu. Somalia gilt als eines der ärmsten und der gefährlichsten Länder der Erde – das Auswärtige Amt warnt dringend vor Reisen dorthin. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat bei einem Besuch im Frühjahr den Flughafen nicht verlassen. Die Behörden hatten Angst vor Anschlägen.
„Uncovered: Tourismus extrem“ mit Thilo Mischke – am Montag, 31. Juli 2017, um 21:10 Uhr auf ProSieben


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