Paderborn
Feuer in Flüchtlingsunterkunft: Fünf Verletzte

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Salzkotten (nex) – Am frühen Neujahrsmorgen sind bei einem Feuer in einer Flüchtlingsunterkunft in Salzkotten (Kreis Paderborn) fünf Personen leicht verletzt worden. Ein Bewohner der Einrichtung alarmierte gegen 04.30 Uhr die Polizei. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatten alle Bewohner bereits das Gebäude verlassen. Das nach Polizeiangaben in einer Erdgeschoss-Wohnung ausgebrochene Feuer konnten die Einsatzkräfte schnell löschen und somit eine Ausbreitung verhindern. Die Wohnung sei allerdings ausgebrannt. Mehrere Fenster seien durch die Hitze geplatzt. Den Angaben der Polizei zufolge erlitten fünf Männer im Alter von 19 bis 48 Jahren leichte Verletzungen. Drei von ihnen mussten wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftungen in Krankenhäuser gebracht werden. Ein Mann habe sich beim Sprung aus einem Fenster leicht verletzt und musste ebenfalls ambulant versorgt werden. Ein weiterer Bewohner habe Augenverletzungen. erlitten. Wegen der starken Rauchentwicklung seien auch die anderen Appartements des Wohnhauses erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden, sodass die Unterkunft vorläufig nicht bewohnbar sei. Das Ordnungsamt der Stadt Salzkotten habe die Bewohner in anderen Wohnungen untergebracht. Die Untersuchungen zur Brandursache dauerten noch an. Hinweise auf eine fremdenfeindliche Straftat lägen nicht vor. Der Sachschaden wird auf über 100.000 Euro geschätzt.

Medien
Bayerischer Rundfunk übernimmt ARD-Vorsitz

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München (ots) – Der Bayerische Rundfunk übernimmt zum Jahresbeginn 2018 die Geschäftsführung innerhalb der ARD. BR-Intendant Ulrich Wilhelm löst als ARD-Vorsitzender die Intendantin des MDR, Prof. Dr. Karola Wille ab, die die ARD in den vergangenen zwei Jahren geführt hat. Die Intendantinnen und Intendanten hatten den BR bereits auf ihrer Hauptversammlung Ende September 2017 zur neuen geschäftsführenden Anstalt ab 2018 bestimmt. Ulrich Wilhelm: „Die kommenden Jahre bringen wichtige Weichenstellungen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Es wird darum gehen, die eingeleitete ARD-Strukturreform fortzuführen, uns in Produktion und Technik weiter zu verschlanken, und uns als Anbieter regionaler Inhalte stark aufzustellen. Als föderales Gebilde gehört es zum Wesen der ARD, mit hochwertigen und regional stark verwurzelten Programmen unserem Publikum zuverlässig Orientierung zu bieten und den Zusammenhalt der Gesellschaft zu unterstützen. Gleichzeitig brauchen wir eine zukunftssichere Finanzierung, um unseren Auftrag im digitalen Zeitalter bestmöglich erfüllen zu können.“ Ulrich Wilhelm (56) ist seit 1. Februar 2011 Intendant des Bayerischen Rundfunks. Am 19. März 2015 wählte ihn der Rundfunkrat mit großer Mehrheit für eine zweite Amtszeit, die am 1. Februar 2016 begonnen hat. Der gebürtige Münchner ist Journalist und Jurist. Von 1981 bis 1983 studierte er an der Deutschen Journalistenschule in München und erwarb dort das Redakteursdiplom. Während seines Studiums der Rechtswissenschaften an den Universitäten Passau und München und seiner Referendarzeit arbeitete Wilhelm als freier Journalist, unter anderem für den BR und als Congressional Fellow beim US-Kongress in Washington D.C. 1991 trat er in den Staatsdienst ein, zunächst im Bayerischen Staatsministerium des Innern, später wechselte er in die Bayerische Staatskanzlei. 1999 wurde er Pressesprecher des Ministerpräsidenten und der Bayerischen Staatsregierung, 2004 Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Im November 2005 wurde Wilhelm Chef des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung sowie Regierungssprecher im Rang eines beamteten Staatssekretärs. Am 6. Mai 2010 wählte der Rundfunkrat Wilhelm zum Intendanten des Bayerischen Rundfunks. Seit seinem Amtsantritt treibt er den umfassenden Umbau des BR hin zu einem trimedialen Sender voran, in dem Hörfunk, Fernsehen und Internet eng vernetzt sind. In der Europäischen Rundfunkunion (EBU) vertritt er ARD und ZDF im höchsten Entscheidungsgremium, dem Executive Board. Er ist u.a. Mitglied im Hochschulrat der Technischen Universität München und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. 2013 wurde Wilhelm mit dem „Tutzinger Löwen“ der Evangelischen Akademie Tutzing ausgezeichnet, 2016 erhielt er den Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik

Türkei
Außenminister Çavuşoğlu: Türken betrachten Deutsche traditionell als gute Freunde

Ankara (nex) – Der türksiche Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu rechnet im neuen Jahr mit einer deutlichen Entspannung im Streit mit Deutschland und will noch im Januar in die Bundesrepublik kommen. Er denke, dass beide Seiten bereit dazu sind, die Beziehungen zu normalisieren. „Ich erwarte also ein viel besseres Jahr 2018“, sagte Çavuşoğlu der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Ankara. Er habe besonders den „guten Dialog“ mit seinem deutschen Amtskollegen Sigmar Gabriel gelobt. Gabriel sei ein „persönlicher Freund“, mit dem er deswegen aber nicht immer einer Meinung sein müsse. Er habe Çavuşoğlu für Januar in dessen Heimatort Goslar eingeladen. Çavuşoğlu habe deutsche Touristen zum Urlaub in der Türkei aufgerufen. Die Türkei sei ein sicheres Land. „Die Türken betrachten die Deutschen traditionell als gute Freunde. Wir können Differenzen oder sogar Probleme zwischen den Staaten oder Regierungen haben, aber das sollte die Beziehungen zwischen unseren Völkern nicht beeinträchtigen“, sagte sagte Çavuşoğlu der dpa und fügte hinzu: „Ich möchte unsere deutschen Freunde dazu aufrufen, zurückzukehren und die Urlaube zu genießen, die sie in den vergangenen Jahren genossen haben.“ „Die Türkei hat kein Problem mit Deutschland“ Zugleich habe Çavuşoğlu Deutschland vor Drohungen gegen sein Land gewarnt. Er habe deutlich gemacht, dass es aus der Sicht Ankaras keine Krise mit Berlin gebe. „Die Türkei hat kein Problem mit Deutschland. Aber Deutschland hat ein Problem mit der Türkei, und Deutschland lässt keine Gelegenheit aus, die Türkei anzugreifen“, so der türkische Außenminister der dpa. Seine Regierung erwarte von Deutschland, die Türkei als gleichwertigen Partner zu betrachten. Çavuşoğlu habe gesagt, die Türkei werde für jeden Schritt, mit dem Deutschland auf die Türkei zukomme, mit zwei Schritten auf Deutschland zugehen. Das sei keine Schwäche, sondern käme vom Herzen. Er habe zudem die Bedeutung, die dem Fall gegen den seit mehr als zehn Monaten inhaftierten „Welt“-Korrespondenten Deniz Yücel in Deutschland beigemessen werde kritisiert. Çavuşoğlu habe gefragt warum jeder der in der Türkei inhaftiert wird oder dort Probleme hat, in Deutschland zum Helden wird. Er hoffe auf ein baldiges Verfahren gegen Yücel und sei nicht glücklich, dass es noch immer keine Anklage gibt. Die Regierung Ankara könne die Justiz höchstens dazu ermutigen, den Prozess zu beschleunigen. Es sei aber ein sehr komplexer Fall und die Ermittlungen dauerten noch an. Die Vorwürfe gegen Yücel seien sehr ernst. “Alte Freunde” Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan überraschte am 29.Dezember mit versöhnlichen Worten gegenüber der EU:
„Meine Kontakte mit Steinmeier und Merkel sind immer sehr gut gewesen“, so Erdogan gegenüber Journalisten. “Wir haben keine Probleme mit Deutschland, den Niederlanden oder Belgien. Im Gegenteil. Jene, die in den Regierungen dieser Länder sind, sind meine alten Freunde.“
Die deutsch-türkischen Beziehungen waren nach dem vereitelten Putschversuch im Juli vergangenen Jahres und Erdogans anschließendem Durchgreifen unter Druck geraten. Deutschland kritisiert die Massenverhaftungen und weigert sich, die Menschen auszuliefern, die die Türkei der Teilnahme am Staatsstreich beschuldigt. Deutschland fordert auch die Freilassung von rund einem Dutzend seiner Staatsbürger, die in den letzten Monaten verhaftet wurden.Türkische Regierungsvertreter werfen Deutschland vor, bei illegalen Gruppen und Terrororganisationen wie etwa der PKK ein blindes Auge zu haben. Niederländischer Premierminister Mark Rutten: “ Die Türkei ist ein NATO-Partner“ Bereits am 22. Dezember äußerte auch der niederländische Premierminister Mark Rutten den Wunsch, dass sich die “abgekühlten Beziehungen” zwischen seinem Land und der Türkei wieder verbesserten. “Ich denke, dass es gut wäre, wenn sich die Beziehungen [mit der Türkei] verbessern würden. Die Türkei ist ein NATO-Partner”, sagte Rutte in einem Interview mit der niederländischen Tageszeitung De Telegraaf und fügte hinzu, dass es nach wie vor keinen Austausch von Botschaftern gebe. Rutte sagte, dass er und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auf dem G20-Gipfel in Hamburg im Juli an einem Tisch saßen, aber nicht miteinander gesprochen hätten. Allerdings gebe es zwischen der Türkei und den Niederlanden einen Austausch auf Ministerebene, so Rutte. Die Beziehungen zwischen der Türkei und den Niederlanden hatten sich im Vorfeld des Referendums in der Türkei verschlechtert. Die Niederlande hatten dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu, der anlässlich des am 16. April anstehenden Verfassungsreferendums in der Türkei mit türkischen Staatsbürgern in dem Land zusammenkommen wollte, im März dieses Jahres die Einreise wegen „Gefahren für die öffentliche Ordnung und Sicherheit“ verweigert. Dem Flugzeug des Ministers wurde die Landeerlaubnis entzogen.

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– Wahlen in Russland – Muslimin Aina Gamzatova tritt gegen Putin an

Aina Gamzatova, eine 46-jährige Frau aus Dagestan, hat es nun offiziell bekannt gegeben. Sie will bei der Präsidentschaftswahl im März 2018 gegen Wladimir Putin antreten.

Muslimin Aina Gamzatova tritt gegen Putin an
             

Wahlen in Russland
Muslimin Aina Gamzatova tritt gegen Putin an

Machatschkala (nex) – Die 46-jährige Dagestanerin Aina Gamzatova  hat es nun offiziell bekannt gegeben: Sie will bei der Präsidentschaftswahl im März 2018 gegen Wladimir Putin antreten.
Gamzatova leitet den größten muslimischen Medienkonzern Russlands Islam.ru, der Fernsehen, Radio und Printmedien umfasst. Sie schreibt Bücher über den Islam und steht einer Wohltätigkeitsorganisation vor. Ihr Ehemann, Ahmad Abdulajew, ist der Mufti von Dagestan, Russlands unruhiger Provinz, in der bei Kämpfen zwischen tschetschenischen Rebellen und Regierungstruppen Tausende zum Opfer gefallen sind. Rein rechnerisch hat Gamzatova keine Chance zu gewinnen, selbst dann nicht, wenn alle 20 Millionen Muslime Russlands in einem Land mit mehr als 140 Millionen Menschen für sie stimmen würden. Sie könnte aber eine hohe Anzahl von Stimmen in Dagestan und im Nordkaukasus erhalten – etwas, das Putins Image in der von Arbeitslosigkeit geprägten Region ruinieren wird, die stark von Subventionen des Bundes abhängt und in der – laut Wahlbeobachtern – Beamte routinemäßig auf Wahlmanipulationen und Wählerzwang zurückgreifen. „Natürlich wird sie nicht Präsident werden“, schrieb Zakir Magomedov, ein beliebter Blogger aus Dagestan und fügt hinzu: „Sie wird aber hier definitiv eine Mehrheit erhalten – und Putin wird seine traditionellen 146 Prozent nicht von der Republik bekommen“, schrieb Magomedow. Er spielt damit auf einen Scherz unter Kreml-Kritikern über den Prozentsatz von Putins Loyalisten an. Gamzatova schrieb auf Facebook: „Unser Land, Russland, ist unser Zuhause, und wenn wir uns in Muslime und Christen, Kaukasier und Russen spalten, werden wir aufhören zu existieren.“ Meine Kandidatur sollte nicht in einem klerikalen Kontext gesehen werden oder als ein Versuch von Muslimen  betrachtet werden, einen Konkurrenten für Wladimir Putin zu schaffen. Es ist der Wunsch, auf föderaler Ebene eine harte Anti-Wahhabismus-Haltung öffentlich bekannt zu machen und zu unterstützen.“ Gamzatova gehört zu einem Sufi-Orden, der Zehntausende von Anhängern hat und dessen Anführer, Said-Afandi Chirkavi, 2012 von einer weiblichen Selbstmordattentäterin im Kaukasus getötet wurde. Der muslimische Führer Said Muhammad Abubakarov, Gamzatovas erster Ehemann, wurde 1998 in seinem Auto in die Luft gesprengt. Seine Mörder sind nie gefunden worden, aber er hat öffentlich „Wahabbis“ beschimpft – ein Begriff, den Gamzatova oft benutzt, um die Kämpfer zu beschreiben, gegen die sie hart durchgreifen will. Sie sind „doppelzüngig“ und „blutrünstig“, sagte sie in Büchern und Reden, trotz Morddrohungen und der Ermordung anderer Sufi-Mitglieder in Dagestan.

Urlaubsziel Europa
In Kroatien ist der Urlaubs-Euro noch was wert

Die Tourismusbranche boomt dieses Jahr stärker als je zuvor an der kroatischen Adriaküste. Die Zentrale für Tourismus sieht auch für die kommenden Jahre  eine äußerst zufriedenstellende Entwicklung. Zagreb (nex) – „Das Preis-Leistungs-Verhältnis in Kroatien ist, besonders für Familien mit Kindern, sehr gut, “ so der Direktor der Zentrale. Das türkisblaue und sehr saubere Wasser der Adriaküste sowie die vielen Inseln mit ihren weitläufigen Stränden und Bademöglichkeiten machen das Land zu einem der beliebtesten Reiseziele. Zahlreiche Naturparks wie die Plitvicer Seen und Krka sowie Unesco-Weltkulturerbestätten wie die Altstadt von Dubrovnik laden ebenfalls zu einem Besuch ein. Nach den Terroranschlägen in Tunesien und weiteren Ländern, die politisch nicht unbedingt Sicherheit für Touristen versprechen, dürfte sich manch Reisender für einen Urlaub innerhalb Europas entscheiden.  Allein der Tourismus erwirtschaftet in Kroatien ein Bruttoinlandseinkommen von 17,2 Prozent. Laut einer Studie der Wirtschaftsexperten hat das Land das Potential, in einigen Jahren selbst der französischen Riviera ernsthafte Konkurrenz zu machen. Dubrovnik und auch Hvar sind bereits Geheimtipps für Prominente wie Bill Gates oder  den Geschäftsführer der Formel-1-Holding Bernie Ecclestone. Auch an den Immobilienverkäufen Kroatiens mache sich die größer werdende Beliebtheit des Balkanstaates bemerkbar. „Wir können seit Jahren eine stetig wachsenden Anstieg an ausländischen Kunden beobachten“, so Mario Morača von Croatia Property Sales. Split – Perle der Adria Die Stadt Split ist die zweitgrößte Stadt in Kroatien, Zentrum der Gespanschaft Split – Dalmatien, mit einem der größten Fährenhafen im Mittelmeer. Im Herzen der Altstadt befindet sich der eindrucksvolle Diokletianspalast, eingetragen im UNESCO Weltkulturerbe, über 1700 Jahre alt. Neben dem Palast bietet die Stadt zahlreiche weitere, einmalige Denkmäler und die alten, engen Gassen in der Altstadt versetzen uns in vergangene Zeiten. Dies ist sicher auch der Grund warum Split ein immer beliebteres Reiseziel für Touristen ist, denn neben der reichen Kultur und Geschichte ist die Stadt umgeben mit schönen Stränden und Inseln. Viele junge Menschen besuchen Split auch wegen der interessanten, jährlichen Festivals. Aus Split kommt man einfach zu den kleineren, naheliegenden Ortschaften die ebenso einen Besuch wert sind, wie zum Beispiel Trogir, eine weitere Perle der Adria, ebenso im UNESCO Weltkulturerbe. Der moderne, internationale Flughafen, der schon erwähnte Fährenhafen und die Nähe zur Autobahn ermöglichen gute Anbindungen zum Rest Kroatiens aber auch dem Ausland, was das Leben hier viel angenehmer macht. Deshalb ist auch der Kauf eines Hauses, einer Ferienwohnung oder einer gewerblichen Immobilie in oder um Split die richtige Entscheidung. In unserem Angebot finden Sie eine große Auswahl an Immobilien in Split und mit unserer Unterstützung können auch Sie Ihre eigene Geschichte in dieser „Blume des Mittelmeeres“ schreiben.  

Türkei
Erdogan an USA: „Nur dann Demokraten, wenn alles so läuft, wie ihr es wollt“

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Düzce (nex) – Erdoğan hat die US-Regierung wegen deren Drohung kritisiert, den Mitgliedsstaaten der UN-Generalversammlung, die gegen die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA gestimmt haben, die finanzielle Unterstützung zu entziehen. „Die USA ziehen die Unterstützung für die UNO zurück. Aber sie waren doch Demokraten, sie waren doch eine Demokratie. – Ihr seid also nur dann Demokraten, wenn alles so läuft, wie ihr es wollt, und gebt die Demokratie auf, wenn es mal nicht so läuft, wie ihr es gerne hättet“, sagte Erdoğan am 31. Dezember vor dem Provinzkongress der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) in der Schwarzmeerstadt Düzce. Am 22. Dezember hatten in einer vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan initiierten UN-Resolution 128 Staaten mit einer überwältigenden Mehrheit gegen den Jerusalem-Beschluss des US-Präsidenten Donald Trump gestimmt. Darin werden die USA aufgefordert, die Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, zurückzunehmen. Sogar Staaten wie zum Beispiel Deutschland und Österreich, die sonst für ihre historisch Türkei-kritische Haltung bekannt sind und traditionell mit einem “Hayir” stimmen, wenn es um Dinge geht, die in irgendeiner Form mit Ankara zu tun haben, stellten sich  überraschenderweise gegen die US-Regierung. Nur neun Staaten stimmten für die Trump-Entscheidung und 33 Staaten enthielten sich. Das Ergebnis der UNO zeige, dass die einseitige Entscheidung Trumps über Jerusalem, gegen den internationalen Konsens verstoße und der Status der heiligen Stadt durch Verhandlungen entschieden werden sollte, sagten Kritiker des US-Präsidenten. Zuvor verhinderten die USA mit ihrem Veto eine Resolution des UN-Sicherheitsrats. Alle anderen 14 Ratsmitglieder stimmten dafür. Ein Veto-Recht gibt es im UN-Plenum anders als im Sicherheitsrat nicht, jeder der 193 Staaten hat eine Stimme. Die Resolution ist völkerrechtlich nicht bindend. Donald Trump warnte andere Länder, bei der Abstimmung in der Vollversammlung gegen die USA zu votieren. Er drohte offen, finanzielle Hilfen zu stoppen. Es gebe Länder, die das Geld der USA nähmen und dann gegen sie stimmten. “Wir beobachten diese Staaten. Lasst sie gegen uns stimmen. Wir werden eine Menge sparen. Es ist uns egal”, so Trump. Vor der Abstimmung in New York hatte Erdogan an die internationale Gemeinschaft appelliert, sich nicht dem Druck der USA zu beugen. “Die Wiege der Demokratie sucht in der Welt Willen, den man mit Dollar kaufen kann. Herr Trump, Sie können den demokratischen Willen der Türkei nicht mit Ihren Dollars kaufen”, sagte Erdogan.

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– Israel – Erneut Tausende Demonstranten gegen Netanjahu auf den Straßen

In der Hauptstadt Tel Aviv haben am Samstag erneut Tausende gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu demonstriert.

Erneut Tausende Demonstranten gegen Netanjahu auf den Straßen

Balkan
Bericht: Kosovo fordert EU-Beitritt innerhalb von drei Monaten

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Pristina (nex) – Nach jahrelangen vergeblichen Bemühungen Kosovos um einen EU-Beitritt könnte die Regierung ein Referendum über einen Beitritt zu Albanien ausrufen, sollte es auch weiter keinen Fortschritt geben. Das berichtet das Nachrichtenportal „Sputnik„. „Die kosovarischen Anführer müssen ihren Bürgern doch etwas anbieten. Deshalb sind sie offenbar zu einem Plan B übergegangen – unter dem Motto ‚Wenn man uns nicht in die EU aufnimmt, gehen wir nach Albanien‘“, zitiert „Sputnik“ einen namentlich nicht genannten Vertreter aus regierungsnahen Kreisen des Kosovo. Sollte sich in den nächsten drei Monaten nichts ändern, werde die Regierung „ihre alte Drohung wahrmachen und ein Referendum über einen Beitritt zu Albanien organisieren“, so der Vertreter gegenüber „Sputnik“. Am 17. Februar jährt sich die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo zum 10. Mal. Der Kosovo ist eine ehemalige serbische Provinz mit circa 1,8 Millionen Einwohnern, von denen 90 Prozent Kosovo-Albaner sind. Der Kosovo erklärte am 17. Februar 2008 seine Unabhängigkeit und wurde von über 100 Ländern anerkannt wie beispielsweise den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und der Türkei. Serbien, Russland und China befinden sich unter den Staaten, die das Land noch nicht anerkannt haben. Bereits im April dieses Jahres erwähnte der albanische Regierungschef Edi Rama in einem Interview mit dem Internetportal „Politico“ eine „kleine Union“ mit dem Kosovo. Er nannte eine „fehlende EU-Beitrittsperspektive“ als Grund für diesen möglichen Schritt. „Es wäre ein Albtraum für Europa, wenn die Westbalkan-Staaten wegen fehlender EU-Beitrittsperspektive ‚durchdrehen‘ würden“, so Rama im Gespräch mit „Politico“. Dann wäre die Region nämlich „eine graue Zone, in der andere Akteure mehr Einfluss als die EU hätten“, sagte der albanische Regierungschef.

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– Kosovo – Präsident Thaci begnadigt ehemalige UCK-Kämpfer

Präsident Thaci begnadigt ehemalige UCK-Kämpfer
   

Terrorismus
Afghanistan: Über 50 Tote bei zwei Terroranschlägen

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Kabul (nex) – Bei einem Terroranschlag in der ostafghanischen Stadt Dschalalabad sind am heutigen Sonntag mindestens 15 Menschen getötet und 13 verletzt worden. Der Anschlag ereignete sich bei der Beerdigung eines ehemaligen Distriktgouverneurs auf einem Friedhof in der Stadt. Die Bombe sei auf einem am Rande des Trauerzugs geparkten Motorrad angebracht gewesen, berichtete ein Sprecher des Gouverneurs der ostafghanischen Provinz Nangarhar. Bisher habe sich niemand zu dem Attentat bekannt. Sämtliche Todesopfer seien Zivilisten. Da sich viele der Verletzten in einem kritischen Zustand befänden, könne sich die Zahl der Opfer noch erhöhen. Erst am Donnerstag starben bei einem Selbstmordanschlag in Kabul mindestens 41 Menschen, über 80 wurden verletzt. Die Terrororganisation IS (Daesh) bekannte sich zu dem Anschlag, der zu den tödlichsten der letzten Monate im Land gehört. Unterstützt durch intensive US-Luftangriffe konnten die afghanischen Streitkräfte in den letzten Monaten gegen den Taliban und terroristischen Gruppen wie den IS zwar militärische Erfolge erzielen, die Angriffe auf zivile Ziele sind jedoch nicht weniger geworden und haben schwere Verluste verursacht.        

Israel
Erneut Tausende Demonstranten gegen Netanjahu auf den Straßen

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Tel Aviv (nex) – Tel Aviv (nex) – In der Hauptstadt Tel Aviv haben am Samstag erneut Tausende gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu demonstriert. Dies ist bereits das fünfte Wochenende in Folge, in dem Israelis auf die Straßen gegangen und den Rücktritt Netanjahus gefordert haben. Laut israelischen Medien nahmen am gestrigen Samstag rund 4000 Menschen an dem Protestmarsch teil. “Korruption ist eine strategische Gefahr für die Gesellschaft in Israel”, sagte der religiös-zionistische Rabbiner Yuval Cherlow laut Haaretz bei der Kundgebung am vergangenen Wochenende. “Macht ist lebenswichtig, aber sie ist gefährlich und könnte das Land in den Abgrund führen. Die Propheten warnten die Machthaber vor der Macht der Herrscher”, zitiert die Zeitung den Geistlichen weiter. Das Volk stehe vor der Gefahr, das Vertrauen in die Entscheidungsträger zu verlieren. “Wenn wir einen Wirtschaftsplan brauchen, woher wissen wir dann, dass er zum Wohle der Menschen ist? Wie sollen wir Vertrauen haben, wenn wir etwa in einen Krieg ziehen müssten?”, fragte Cherlow laut Haaretz. Wie die israelische Tageszeitung Haaretz berichtet, sangen die Demonstranten zu Beginn des Marsches in der vergangenn Woche das Chanukkah-Lied “Sura Choschech” („Geh fort Dunkelheit!”) und zündeten gemeinsam die fünfte Kerze auf Chanukka-Leuchten an. Die Teilnehmer hätten auch immer wieder “Bibi, go home” gerufen. Bibi ist der Spitzname Netanjahus. Netanjahu wird in zwei Fällen der Korruption verdächtigt. Er und seine Frau sollen über Jahre von Geschäftsleuten Geschenke angenommen haben. Beim zweiten Fall habe er mit dem Verleger der Tageszeitung “Jediot Ahronot” einen Deal gemacht. Für eine positive Berichterstattung der Zeitung über seine Person sollte der Premierminister dabei helfen, den Erfolg einer Konkurrenzzeitung zu schmälern.

Jugendschutz
In TV-Filmen soll weniger geraucht werden

Heilbronn (ots) – Nach den Forderungen der Deutschen Krebshilfe, Filme, in denen geraucht werde nur noch im Spätprogramm auszustrahlen, kritisiert auch der Deutsche Kinderschutzbund Rauchszenen in Filmen. Szenen, in denen geraucht werde, würden die millionenschweren Bemühungen der EU, vor den Gefahren des Rauchens zu warnen, druchkreuzen: „Besonders bedenklich wäre eine Zunahme von Rauchszenen im Fernsehen auch unter dem Aspekt, dass dadurch die abschreckende Wirkung von Schockbildern auf Zigarettenschachteln konterkariert wird“, sagte Franziska Fischer vom Deutschen Kinderschutzbund gegenüber der Heilbronner Stimme. Der Kinderschutzbund appelliere an die Verantwortlichen in Wirtschaft und Medien, „sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein“. Fischer: „Je selbstverständlicher das Rauchen im Alltag integriert wird, desto mehr verinnerlichen Kinder und Jugendliche dieses Bild der Wirklichkeit. Und desto stärker geraten sie natürlich in Gefahr, selbst zur Zigarette zu greifen.“ Die Vorsitzende des ZDF-Fernsehrates, Marlehn Thieme, erklärte gegenüber der Zeitung: „Dem Fernsehrat ist es seit jeher ein Anliegen, dass das Konsumieren von Suchtmitteln in den ZDF-Programmen niemals vorbildlich wirken oder zur Nachahmung anregen darf. So formulieren es auch unmissverständlich die vom Fernsehrat beschlossenen ZDF-Richtlinien.“ Darin heiße es: Die Wirkung der Sendungen und Telemedienangebote auf Jugendliche ist zu berücksichtigen.“ Auf ihre Nachfrage hin sei ihr bestätigt worden, „dass das ZDF in einigen Serien bewusst vollständig auf rauchende Charaktere verzichte“, fuhr Thieme fort. Das ZDF sei für die Krimiserien „Wilsberg“, „SOKO Leipzig“ und „Rosenheim-Cops“ bereits mit dem „Rauchfrei-Siegel“ der Deutschen Krebshilfe und des Aktionsbündnisses „Nichtrauchen“ ausgezeichnet worden. Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, verweist auf die geltenden Jugendschutzbestimmungen und die Rechtsaufsicht durch die Länder. Ihr Sprecher, Hagen Philipp Wolf, sagte der Heilbronner Stimme: Die Rechtsaufsicht über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk obliege den Ländern. „Die Verantwortung für das Programm tragen die jeweiligen Intendanten und die Gremien. Bei der Gestaltung der Programme und der Wahl der Sendezeiten haben sie auch die geltenden jugendschutzgesetzlichen Regelungen zu berücksichtigen.“ Demnach gelte: „Im Fernsehen, in Zeitungen und Zeitschriften sowie im Hörfunk und im Internet ist Tabakwerbung generell verboten.“

Bald Anti-Raucher-Spots im Fernsehen

Grütters teile aber die Sorge, „dass Rauchen in Film und Fernsehen einen Einfluss auf das Rauchverhalten von Zuschauerinnen und Zuschauer haben kann“, fuhr ihr Sprecher fort. „Die Bundesregierung wirkt daher im Rahmen ihrer Möglichkeiten darauf hin, dass eine Verminderung des Rauchens in Film und Fernsehen durch Einsicht der Medienbranche selbst erreicht wird. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung führte bereits entsprechende Gespräche mit Vertretern der öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsender.“ Die Sender hätten Bereitschaft signalisiert, dem Nichtrauchen in ihrer Programmverantwortung eine große Bedeutung zukommen zu lassen. Ziel weiterer Gespräche sei u. a. „die Möglichkeit zur Ausstrahlung von Spots zum Nichtrauchen“, sagte Wolf. Der Vorsitzende der Deutschen Krebshilfe, Gerd Nettekoven, will Filme mit Rauchszenen ins Nachtprogramm der Fernsehsender verbannen. Das würde dann etwa für die teure ARD/Sky-Coproduktion „Babylon Berlin“ gelten, in der auffallend viel geraucht wird. Nettekoven hatte der Heilbronner Stimme gesagt: „In der Tat drängt sich der Eindruck auf, dass das Rauchen in deutschen Filmen wieder zugenommen hat.“ Ein Sprecher der ARD-Programmdirektion sagte dazu: „Grundsätzlich gilt als Richtlinie: Tabakkonsum wird in der Regel nur gezeigt, wenn er dramaturgisch begründet ist. Die für ihre realistischen Milieuschilderungen bekannten ARD-Fernsehfilme können daher Szenen enthalten, in denen geraucht wird. Diese sind jedoch so gestaltet, dass sie Kinder und Jugendliche nicht zur Nachahmung anregen.“ Darauf achteten vor allem die in den Häusern für die Filme verantwortlichen Redakteure. Die entsprechenden Szenen in „Babylon Berlin“ seien vertret- und zumutbar, ein Nachahmungseffekt sei auszuschließen. Eine Ausstrahlung nach 22 Uhr sei „keine Option“.