Genf (nex/ds) – Der Arabische Bund hat die Deklaration der PKK-nahen PYD für eine de-facto Autonomieregion in Nordsyrien abgelehnt. Der stellvertretende Chef des Bundes, Ahmed ben Helli, sagte am Montag, dass die Forderung einer Föderalisierung Auswirkungen für die Einheit Syriens haben könnte.
„Der Arabische Bund lehnt solche sezessionistischen Aufrufe, die der Einheit Syriens schaden, ab“, sagte Ahmed ben Helli den Reportern. „Syriens Einheit und territoriale Integrität sind ein Hauptprinzip des Arabischen Bundes.“
Ben Helli äußerte die Hoffnung, dass die UN-gesponserten Gespräche in Genf zwischen dem syrischen Regime und der Opposition, eine politische Lösung für den sechsjährigen Konflikt hervorbringen werde.
„Alle Aufrufe, sei es von Syrern oder Ausländern, in Bezug auf die Einheit des Landes und der territorialen Integrität werden abgelehnt“, fügte er hinzu.
Am vergangenen Donnerstag rief die PYD, die syrische Tochterorganisation der terroristischen PKK, ein „föderales System“ in den PYD-kontrollierten Gebieten Nordensyriens aus.
Büdingen (nex) – Es ist fast 9 Uhr morgens, als der 29-jährige NPD-Politiker Stefan Jagsch vergangenen Mittwoch auf der Bundesstraße zwischen Altenstadt und dem benachbarten Büdingen unterwegs ist und aus bisher ungeklärten Gründen mit seinem Wagen von der Fahrbahn abkommt und gegen einen Baum prallt.
Wie Zeugen der Polizei berichten, wird der Spitzenkandidat der rechtsextremen NPD daraufhin schwer verletzt von zwei Syrern aus dem Auto gezogen und bis zum Eintreffen des ersten Rettungswagens versorgt. Als die Beamten ankommen, haben sie die Unfallstelle aber schon wieder verlassen.
Wie ein Sprecher der Freiwlligen Feuerwehr Büdingen mitteilte, gehörten die beiden Syrer zu einer Gruppe Asylsuchender, die zufällig in zwei Bussen am Unfallort vorbeifuhren. Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, war Stefan Jagsch bis Ende letzten Jahres Landesvorsitzender der NPD Hessen und hatte vor allem Stimmung gegen Flüchtlinge gemacht und bei der Kommunalwahl am 6. März in der Stadt 14,2 Prozent der Stimmen geholt.
Berlin (ots) – Die Mongolei sollte sich von der Ausbeutung der Bodenschätze abwenden und zur nomadischen Viehwirtschaft zurückkehren, die das Land jahrhundertelang geprägt hatte. Mit dem Unterschied allerdings, dass man heute die Rohmaterialien nicht nur verkaufen, sondern aus ihnen auch gleich etwas herstellen solle.
Das fordert Sanchir Jargalsaikhan im Interview mit der Tageszeitung „neues deutschland“. Jargalsaikhan arbeitet am Institut für Nachhaltige Entwicklung in der mongolischen Hauptstadt Ulan-Bator und ist Mitglied im National Organising Comittee des Asia European People’s Forum (AEPF).
Die Probleme der Mongolei sieht er nicht allein als mongolische Probleme: „Sie sind Folgen des Neoliberalismus und der Vermarktung der Natur, wie sie in vielen Teilen der Welt vorkommen.“
Istanbul (nex) – Hungernde Straßenhunde der türkischen Millionen-Metropole Istanbul sind dank einer genialen Erfindung eines Tierliebhabers nun etwas satter.
In der 14-Millionen-Stadt wurden spezielle Automaten aufgestellt, mit denen Menschen den Vierbeinern helfen können.
Die Idee kam dem Tierliebhaber – er selbst hat fünf Hunde –, weil er den Straßenhunden, von denen es beispielsweise in Istanbul circa 130 000 gibt, helfen wollte. Engin Girgin baute eine Box, in die man Flaschen aus Plastik einwirft und dafür Hundefutter bekommt. Unterstützung dafür bekam er von seiner Firma „Yücesan“, die eigentlich Hochdruckdampfkessel und Tanks herstellt sowie Schienenfahrzeuge repariert, die sich aber auch sehr für soziale Projekte engagiert. Mittlerweile verkauft Girgin seine
Hundefutterspender sogar ins Ausland.
Die Funktionsweise des Hundefutterspenders erklärt der Erfinder im Spiegel Online-Interview so: „Die Box hat drei Öffnungen. Eine an der Vorderseite etwa auf Kopfhöhe, die zweite darunter auf Bauchhöhe und eine dritte seitlich in Höhe des Schienbeins. In die erste Öffnung sollen Plastikflaschen oder -dosen geworfen werden. Ein Sensor erkennt, ob sie recycelbar sind oder nicht. Wenn die Flasche angenommen wird, fällt aus der seitlichen Öffnung pro Flasche eine bestimmte Menge an Hundefutter in einen Napf. Die dritte Öffnung ist ein praktischer Nebeneffekt: Wenn in der Flasche noch etwas Wasser ist und die Person es nicht mehr will, kann es hineingeschüttet werden und fließt in einen zweiten Napf.“
Da es in der Türkei kein Pfandsystem gibt, ist es für die Spender auch kein Verlust. Man kann herumliegende Flaschen in die Automaten einwerfen. Somit finanzieren sich die Geräte selbst; der Stadt entstehen keinerlei Kosten. Hergestellt werden die Sammelboxen von der Firma „Pugedon“, vertrieben von „Yücesan“.
Bei Interesse muss eine Stadt sich Firmen suchen, die bereit sind, für das Projekt Geld zu spenden. Erst dann wird die Box bestellt. Auch den Steuerzahler kostet das somit nichts.
Engin Girgin, dessen Erfindung als ein Paradebeispiel für „Social Design“ gefeiert wird, erklärt: „Ich wollte darauf aufmerksam machen, dass man auch mit Dingen, die man sonst vielleicht wegschmeißen würde, etwas Gutes tun kann.“ – Das ist ihm gelungen!
Ankara (nex) – Außenminister veröffentlicht Statement nach Anschlägen in Brüssel
Türkei warnt als Konsequenz der Terroranschläge in Brüssel ihre Bürger vor Reisen nach Belgien
„Der Außenminister rät türkischen Staatsbürgern von nicht dringend erforderlichen Reisen nach Belgien ab“, ist auf der offiziellen Webseite des Ministeriums zu lesen.
Belgischen Medienberichten zufolge wurden mindestens 34 Menschen bei Explosionen am Hauptflughafen des Landes und in einer U-Bahnstation getötet. Nach dem Statement des Außenministeriums nehmen die türkische Botschaft in Brüssel und das Generalkonsulat in Antwerpen nur Notrufe entgegen.
München (nex) – Laut einem „Bild“-Bericht von Dienstagabend denkt Borussia Dortmund daran, den 2013 zum FC Bayern gewechselten Götze wieder zurückzuholen. Erste Sondierungsgespräche mit den Bayern sollen stattgefunden haben.
Borussia Dortmund überlege bereits, wie man den eigenen Fans eine Rückkehr Götzes verkaufen kann. Der ehemalige BVB-Profi musste für seinen Wechsel zu den Bayern viel Kritik einstecken. 37 Millionen Euro ließen sich die Bayern damals den Transfer kosten. Allerdings kam Mario Götze unter Pep Guardiola in letzter Zeit aber kaum zum Einsatz.
Auch der neue Bayern-Trainer, Carlo Ancelotti, plant in der kommenden Saison offenbar nicht mit Götze. Mit Shinji Kagawa und Nuri Sahin hatte Borussia Dortmund bereits zwei Ex-Spieler zurückgeholt.
Brüssel (nex) – Wie aus mehreren Medienberichten hervorgeht, soll sich die Terrormiliz IS (Daesh) über eine ihr nahe stehende Nachrichtenagentur zu den Anschlägen vom Dienstagabend in Brüssel bekannt haben. Der Erklärung zufolge seien es Angehörige der Terrormiliz gewesen, die „eine Bombenserie mit Sprengstoffgürteln und Sprengsätzen am Dienstag ausgeführt“ hätten, so die Agentur Amak. Ziel seien ein Flughafen und eine U-Bahn-Station im Zentrum der belgischen Hauptstadt gewesen.
Belgische Medien haben dem „Wirtschaftsblatt“ zufolge mittlerweile das Bild einer Sicherheitskamera vom Brüsseler Flughafen veröffentlicht, auf dem Verdächtige des Bombenattentats am Airport zu sehen sein sollen. Das Bild zeige demnach drei noch nicht identifizierte junge Männer mit dunklen Haaren, die Gepäckwagen schöben. Unterdessen sollen einer Mitteilung des Provinzgouverneurs von Brabant Flandern zufolge Sicherheitskräfte in Brüssel eine dritte Bombe gefunden und diese unschädlich gemacht haben.
Riad (nex) – Einem Bericht des Nachrichtenportals Al-Araby Al-Jadeed zufolge unterzeichneten am Sonntag ägyptische und saudische Vertreter Verträge über die finanzielle Unterstützung von Wirtschafts- und Entwicklungsprojekten durch Saudi-Arabien auf der Sinai-Halbinsel und über Energielieferungen an Ägypten für fünf Jahre.
Der saudische Fonds solle auch für Entwicklungsprojekte im Agrarbereich sowie zur Errichtung von 26 Wohnanlagen mit Krankenhäusern und Schulen in Sinai genutzt werden. Nach Angaben der saudischen Nachrichtenagentur SPA wurde das fünfte Meeting des Saudisch-Ägyptischen Kooperationsrats unter dem Vorsitz des saudischen Finanzministers Ibrahim Al-Assaf und des ägyptischen Ministers für Internationale Zusammenarbeit Sahar Nasr in Riad abgehalten. Das nächste Treffen soll in der ägyptischen Hauptstadt Kairo stattfinden.
Seit der Machtübernahme Sisis flossen bereits mehrere Milliarden Dollar von Saudi-Arabien nach Kairo.
Saudi-Arabien hat seit 2013 – also seit dem Sturz des Präsidenten Mohammed Mursi – bereits mehrere Milliarden Dollar Hilfen nach Ägypten fließen lassen. Im Dezember vergangenen Jahres sagte der saudische König Salman Bin Abdulaziz Investitionen und Hilfen für Ägypten in Höhe von acht Milliarden Dollar über fünf Jahre zu.
Ein Besuch des Königs in Kairo ist für den 4. April 2016 geplant.
Berlin (nex) – Vor einem massenhaften Exodus von Kurden nach Deutschland infolge der Visafreiheit für türkische Staatsbürger warnte CSU-Politiker Markus Söder. Am Ende könne auch ein Mehr an Zuwanderung stehen.
„Insbesondere wenn man die Visafreiheit nimmt, könnten viele, viele Kurden auf der Flucht vor der türkischen Regierung dann möglicherweise nach Deutschland kommen“, so der CSU-Politiker am Sonntag im ZDF. „Das könnte ein echtes Problem werden. Am Ende kommen vielleicht weniger Menschen per Schiff, dafür aber mehr per Flugzeug.“
Damit würde man einen innerstaatlichen Konflikt der Türkei ins eigene Land holen. Auch eine EU-Mitgliedschaft der Türkei lehnt Söder strikt ab und sieht darin nur ein unehrliches Angebot der EU: „Keiner will den Beitritt wirklich“, so der CSU-Politiker.
Brüssel (nex) – Mittlerweile soll Medienberichten zufolge die Anzahl der Todesopfer der Serie von mutmaßlichen Terroranschlägen, die am Dienstagmorgen die belgische Hauptstadt Brüssel heimsuchte, auf 34 gestiegen sein. Mehrere Dutzend weitere Personen sollen verwundet worden sein. Offenbar auf koordinierte Weise wurden am Morgen um etwa acht Uhr – inmitten des Berufsverkehrs – an mehreren Orten der Stadt Sprengsätze zur Detonation gebracht. Zwei Explosionen sollen sich dabei in der Eingangshalle des Zaventem-Flughafens in der Nähe von Brüssel ereignet haben, eine weitere in der U-Bahn-Station Maalbeek in der Brüsseler Innenstadt – unweit einer Reihe von EU-Gebäuden. In mindestens einem Fall soll dem Staatsanwalt Frederic Van Leeuw zufolge ein Selbstmordattentäter mit im Spiel gewesen sein.
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Der belgische Premierminister Charles Michel sprach von einem „blinden, gewalttätigen und feigen“ Terroranschlag und einem „schwarzen Tag“, Staats- und Regierungschefs aller EU-Staaten, der Türkei und der Russischen Föderation brachten Belgien und den Angehörigen der Opfer gegenüber bereits ihre Anteilnahme und ihre Abscheu über die Bluttat zum Ausdruck. Augenzeugen zufolge sollen auf dem Flughafen Opfer in einer riesigen Blutlache liegen, zahlreiche abgetrennte Gliedmaßen seien über den Tatort verstreut. Passagiere sollen in Panik geflohen sein. Einem Gepäcksdienstmitarbeiter zufolge soll kurz vor der Detonation ein Mann einige Worte auf Arabisch gerufen haben, heißt es vonseiten der AFP. Belgien hat in Anbetracht des Terrors die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen. Alle öffentlichen Transportmittel und Flughäfen stellten bis auf Weiteres ihren Betrieb ein. Die Anschläge vom Dienstagmorgen ereigneten sich vier Tage nach einer Antiterror-Razzia in Brüssel, die zur Ergreifung des mutmaßlichen Mitglieds der Terrormiliz IS (Daesh) und Rädelsführers der Anschläge von Paris im November 2015, Saleh Abdeslam, am letzten Freitag geführt hatte. Im Großraum Brüssel, beispielsweise im Problemviertel Molenbeek, hatte sich im Laufe der letzten Jahrzehnte eine mächtige Salafistenszene etabliert, aus der nicht nur zahlreiche Dschihad-Touristen in Syrien hervorgingen, sondern offenbar auch Terroristen, die in die Anschläge von Paris im November 2015 involviert waren.
Das „Deutschlandradio Kultur“ weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die belgische Regierung bereits in den 1970er Jahren mit der Golfmonarchie Saudi-Arabien eine Vereinbarung getroffen haben soll, wonach Belgien zu günstigen Sonderbedingungen Öl beziehen konnte, im Gegenzug aber den Saudis die Option eingeräumt worden sei, den orientalischen Pavillon in Brüssels berühmtem Park Cinquentenaire per Pachtvertrag für 99 Jahre zur Nutzung zu überlassen. Dieser Pavillon wurde anschließend zum größten islamischen Zentrum Brüssels, in dem regelmäßig extremistische Prediger aufgetreten und von wo aus junge Einwanderer aus Marokko oder Subsahara-Afrika radikalisiert worden sein sollen.