Abschied von Muhammad Ali
Muhammad-Ali-Begräbnis: Erdogan und Abdullah II. geben Redezeit an Überraschungsgäste ab

Louisville/KY (nex) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und der jordanische König Abdullah II. werden zu Gunsten zweier Überraschungsredner auf ihre eingeplanten Redebeiträge im Rahmen der bevorstehenden Begräbniszeremonie für die am letzten Wochenende verstorbene Boxlegende Mohammad Ali verzichten. Dies berichtet der „Telegraph“ unter Berufung auf Bob Gunnell, den Sprecher der Familie des verstorbenen Spitzensportlers. Ursprünglich waren beide Staatschefs als Redner im Rahmen der Zeremonie vorgesehen, die am kommenden Freitag im KFC Yum! Centre in Louisville stattfinden wird. Nach der Zusage der Überraschungsgäste habe man sich jedoch aufseiten der Organisatoren dafür entschieden, diese anstelle der ausländischen Staatsgäste auf die Rednerliste zu nehmen. Beide Präsidentenbüros hätten „großzügig und verständnisvoll“ auf das Ansinnen reagiert, so Gunnell. Zur Abschiedszeremonie im Yum! Centre werden 15 000 Teilnehmer erwartet, hieß es vonseiten der Veranstalter. Zum Jenazah, dem muslimischen Totengebet, sollen 14 000 Personen erscheinen. Unter den vorgesehenen Rednern befinden sich Attalah Shabazz, die Tochter des Bürgerrechtskämpfers Malcolm X, Alis Witwe Lonnie, seine älteste Tochter Maryum und der US-Schauspieler Billy Crystal. Bereits am Donnerstag wird es eine 30-minütige öffentliche islamische Gedenkfeier in der Freedom Hall geben, wo Ali einst gekämpft hatte. Diese wird vom kalifornischen Gelehrten Imam Zaid Shakir geleitet. Das Programm sei strikt an Willen des verstorbenen Boxchampions ausgerichtet, erklärte Gunnell. „Er wollte ein Begräbnis, das sein Leben reflektiert, und wie er gelebt hat“, so der Familiensprecher. „Er wollte, dass jeder teilnehmen kann. Er war der Champ des Volkes, und das sollte sich auch auf seinem letzten Weg zeigen.“ Vor allem sollte das Begräbnis Muslimen wie Nichtmuslimen offenstehen, damit Menschen aller Glaubensrichtungen teilnehmen könnten, hieß es vonseiten der Familie, „damit sie auch etwas lernen können und mehr wie Muhammad Ali sein können, der jedem sein Herz geöffnet hat“. Die Feier sei kein politisches Statement und es gehe darin nicht um Politik, sondern darum, wie Muhammad Ali sein Leben gelebt hätte. Der mehrmalige Schwergewichtsweltmeister, der an der Parkinson-Krankheit litt, starb am Freitag im Alter von 74 Jahren in Arizona.

Armenien-Resolution
Armenischer Patriarch: Deutschland missbraucht das Leid der Armenier

Istanbul (eurasia/nex) – Istanbuls armenischer Patriarch hat am Dienstag die politische Instrumentalisierung der Ereignisse von 1915 scharf kritisiert. Er hat die Resolution des deutschen Bundestages, wonach das Osmanische Reich einen Völkermord an Armeniern verrichtet habe, in Frage gestellt.
In einem Brief an den türkischen Präsidenten schrieb Erzbischof Aram Atesyan: „Wie wir das viele Male zuvor ausgedrückt haben, es ist sehr schade, dass das Leid, welches ein Trauma unter Armeniern auslöste, in der politischen Arena missbraucht wird.“ Der Erzbischof bemerkte, es sei inakzeptabel, dass sich Vertreter deutscher Bürger eine beliebige Meinung oder Gesetze zu einem Thema machen, welches nichts mit dem deutschen Volk zu tun hat. Der Brief stellt die jüngste Reaktion dar, nachdem Berlin osmanische Übergriffe im Ersten Weltkrieg als Völkermord denunzierte. Die Türkei indes erkannte stets die Tragödie im ersten Weltkrieg an, als hunderttausende Opfer auf beiden Seiten in Ostanatolien entstanden. Einige Armenier stellten sich im Weltkrieg aufseiten russischer Truppen, die gegen das Osmanische Reich eine Invasion durchführten. Das zaristische Russland bediente sich armenischer Elemente, um die osmanische Rückfront mittels eines subversiven Andockens an armenische Guerillas aufzubrechen. Ankara rief wiederholt dazu auf, eine internationale Historikerkommission ins Leben zu rufen, um den Disput beizulegen.

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Uni-Duisburg: AStA will Vortrag über armenischen Terroranschlag von 1895 verhindern
   
Erschienen bei unserem Kooperationspartner Eurasianews

Fußball-EM 2016
Public Viewing und Hupkonzert? Mit diesen Tipps kommen Sie ohne rote Karte durch die EM

Hamburg (ots) – Freude, Begeisterung und Party – das erwartet uns während der EM in Frankreich. Deutschland befindet sich in dieser Zeit im Ausnahmezustand und jeder scheint die Dinge lockerer als sonst zu nehmen. Damit die Freude nicht getrübt wird, sollte man jedoch einige rechtliche Abseitsfallen umgehen: Gerade Lärmbelästigung und Ruhestörung gehören zu den häufigsten Streitthemen der Deutschen. Das zeigt auch der „Streitlotse“ von ADVOCARD, Deutschlands größter Plattform für Streit-Fragen: Das Thema Lärm rangiert immer unter den Top 3 der meistgelesenen Beiträge. Anja-Mareen Decker, Leiterin der Rechtsabteilung bei der Rechtsschutzversicherung ADVOCARD, gibt Tipps, wie Fußballfans die EM ohne juristische Nachspielzeit genießen können. Feiern, aber richtig: Ruhezeiten und Hausregeln einhalten Wer das Fußball-Großereignis daheim sehen möchte, sollte auf seine Nachbarn Rücksicht nehmen. Treibt das gute Wetter die Schaulustigen nach draußen, wird im Garten oder auf dem Balkon oftmals lautstark gefeiert. Bis 22 Uhr ist das nach deutschem Recht auch kein Problem. Danach sind laute Gespräche, Fernseher-Geräusche oder Musik allerdings tabu. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer Anzeige oder mit einem Bußgeld rechnen. Offizielle „Public Viewing“-Veranstaltungen auf öffentlichen Plätzen oder in Gaststätten benötigen eine Sonderlizenz, mit der lautstarke TV-Übertragungen auch nach 22 Uhr erlaubt sind. Das Anfeuern der Lieblingsmannschaft ist häufig auch Anlass für ein ausgedehntes Grillfest. Hausbesitzer, die ihren Grill im eigenen Garten aufstellen können, müssen sich hierzu grundsätzlich keine weiteren Gedanken machen. Bewohner einer Mietwohnung dagegen sollten zunächst ihren Mietvertrag prüfen. Wird das Grillen hier ausdrücklich untersagt, sollte man sich daran halten, um keine Abmahnung oder gar eine Kündigung zu riskieren. Beinhaltet der Mietvertrag keine Regeln zum Grillen, darf zumindest der entstehende Rauch nicht in die Wohnung des Nachbarn ziehen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, investiert in einen Elektrogrill, der das Rauchproblem minimiert. Autokorso und Hupkonzert: Was geht, was nicht? Streng genommen sind Autokorsos nach der Straßenverkehrsordnung verboten. Wer beim Sieg der Lieblingsmannschaft an einem Autokorso teilnimmt, sollte besser angeschnallt bleiben und sich während der Fahrt nicht aus dem Fenster hängen. Dann gibt es in der Regel auch keine Probleme mit der Polizei. Ebenso verhält es sich mit Hupkonzerten. Zwar werden diese meistens toleriert, stellen aber streng genommen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld bestraft werden kann.

USA
Beerdigung Muhammad Alis: Türkischer Präsident Erdogan wird Trauerrede halten

Erdogan, König Abdullah II. und Bill Clinton unter den Rednern bei der Trauerfeier

Dortmund (nex) – Nach Angaben des Sprechers der Familie Ali, Bob Gunnell, werden Tausende Trauernde, darunter auch ausländische Würdenträger und Berühmtheiten, zur Beerdigung der Boxlegende Muhammad Ali erwartet.

Wie ein Sprecher der Familie am Montag mitteilte, wird der türkische Präsident Tayyip Erdogan an der öffentlichen Gedenkfeier teilnehmen und eine Trauerrede halten.

Der Nachrichtenagentur AFP gegenüber bestätigte ein Sprecher des türkischen Präsidialamtes, dass der türkische Präsident Erdogan am Mittwochabend in die USA fliegen werde, um an der Beerdigung Muhammad Alis in dessen Geburtsstadt Louisville, Kentucky teilzunehmen.

Muhammed Alis Tod wurde mit großer Trauer in der Türkei aufgenommen. Präsident Erdogan sagte in einem Tweet: „Möge Allah barmherzig mit Muhammad Ali sein, dessen Mut, Überzeugung und Entschlossenheit die gesamte Menschheit inspirierte. Ali war ein außergewöhnlicher Athlet und ein bemerkenswerter Mann von guten Taten, der die Herzen von Millionen Menschen eroberte.“

„Sein lebenslanger Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung wird nie vergessen werden“, so Erdogan weiter. Gunnell teilte auf einer Pressekonferenz am gestrigen Montag mit, dass für eine islamische Trauerfeier am kommenden Donnerstag in der Freedom Hall 33 500 Tickets sowie 15 500 Tickets für eine weitere Andacht am kommenden Freitag im KFC Yum! Center, beide in Louisville/Kentucky, zur Verfügung stünden.

Auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, der Schauspieler Bill Crystal, der Journalist Bryant Gumbel, Alis Ehefrau Lonnie und noch weitere Redner sind vorgesehen.

Etwa 18 000 Menschen werden zu dem Totengebet in der Freedom Hall erwartet. Hier besiegte Muhammad Ali 1961 Willi Besmanoff bei seinem letzten Kampf in seiner Geburtsstadt.

Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen würden bei dem Gottesdienst Reden halten, so Gunnell weiter.

„Alles, was wir hier machen, hat Muhammad Alis Segen und war von ihm so gewollt“, erklärte Gunnell. „Es war sein Wunsch, dass sich bei der Trauerfeier sein Leben und seine Lebensweise widerspiegeln. Und er wollte, dass jeder die Möglichkeit hat, dabei zu sein. Er war der Champion der Menschen, deshalb wollte er, dass seine Trauerfeier das auch widerspiegelt.“

Das Totengebet wird der kalifornische Imam und Gelehrte Zaid Shakir leiten.

„Es ist mehr als passend, dass die Menschen die Gelegenheit haben werden, ihn mit einer überwältigenden Gedenkfeier zu verabschieden und dafür danken wir der Familie“, sagte Shakir, der ebenfalls auf der Pressekonferenz anwesend war.

Das Weiße Haus hat noch nicht entschieden, ob Präsident Barack Obama an der Trauerfeier teilnehmen wird.

Muhammad Ali starb im Alter von 74 Jahren infolge „eines septischen Schocks aufgrund unspezifizierten natürlichen Ursachen„, teilte Gunnell Journalisten am vergangenen Samstag mit.

Als Einziger gewann Muhammad Ali dreimal den Titel als Weltmeister im Schwergewicht. Berühmt wurde Ali durch seinen unorthodoxen Kampfstil. Außerhalb des Boxrings war er wegen seiner charismatischen Persönlichkeit sowie seines sozialen und politischen Engagements sehr beliebt.

Transfer
BVB-Dortmund verpflichtet türkisches Super-Talent Emre Mor

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Dortmund (nex/bvb) – Der achtmalige Deutsche Meister Borussia Dortmund hat einen weiteren Spieler für die kommende Saison verpflichtet: Emre Mor wechselt vom dänischen Erstligisten FC Nordsjaelland zum Champions-League-Teilnehmer an die Strobelallee. „Emre Mor ist ein hochveranlagter und in der Offensive vielseitig einsetzbarer junger Spieler mit riesigem Entwicklungspotenzial“, betont BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Mor, gerade 18 Jahre alt und in Dänemark geboren und aufgewachsen, verfügt auch über einen türkischen Pass, hat gerade seine ersten A-Länderspiele absolviert und gehört wie Borussia Dortmunds Profi Nuri Sahin dem EM-Kader der Türkei an. „Der BVB ist ein großartiger Klub in Europa mit einzigartigen Fans. Ich freue mich riesig auf die neuen Mannschaftskollegen und kann den Saisonstart sowie mein erstes Spiel für die Borussia kaum mehr abwarten“, so der 18-Jährige. Mor kam 2015/2016 in der dänischen Superligaen 13 Mal zum Einsatz, er erzielte dabei zwei Tore und bereitete zwei Treffer vor. Beim BVB unterschreibt Mor einen Fünfjahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2021.

Flucht vor Gläubigern
Arrestbefehl gegen Vural Öger: Ist der ehemalige Multimillionär ins Ausland geflüchtet?

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Frankfurt/Main (nex) – Unter Gläubigern macht sich Nervosität breit, das Landgericht Frankfurt/Main hat sogar einen Arrestbefehl gegen ihn erlassen: Befindet sich Tourismus-Pleitier Vural Öger längst unter anderem Namen in Paraguay und mit ihm seine privaten Millionen? Es deuten jedenfalls, glaubt man „Spiegel online“, einige Aspekte darauf hin, dass der Geschäftsmann und ehemalige EU-Parlamentarier untergetaucht sein könnte. Nachdem Öger Ende des Vorjahres mit seinem Unternehmen VÖ Travel nach knapp zwei Jahren der Geschäftstätigkeit Insolvenz angemeldet hatte, soll es, so SpOn, zu einer „Reihe verdächtiger Vermögensmanipulationen in den vergangenen Monaten“ gekommen sein. Und man vermutet, dass Öger offenbar bereits untergetaucht sei. Um einen Arrestbefehl gegen einen Schuldner zu erwirken, muss einem Richter glaubhaft gemacht werden, dass eine „kurzfristige Vermögensverschiebung“ drohe und dass „ohne Verhängung des Arrests die Vollstreckung des im Urkundeverfahren begehrten Titels vereitelt oder jedenfalls erschwert wird“. Gefahrenelemente wie „Verschleuderung“ von Vermögenswerten oder „Verschleierung ihres Verbleibs“ konnten die Gläubiger, zu denen das frühere Joint Venture Sun Express, aber auch Turkish Airlines gehören sollen, offenbar mit ausreichender Glaubwürdigkeit belegen. Ob es ihnen am Ende möglich sein wird, ihre Zahlungsansprüche durchzusetzen, steht jedoch in Anbetracht der Entwicklung in den Sternen. Ögers Anwalt zufolge befinde sich der Geschäftsmann in Deutschland, eine frühere Mitarbeiterin will ihn hingegen in Istanbul gesichtet haben. Es geht offenbar um Forderungen in Höhe von etwa 17 Millionen Euro, die Öger auf Grund einer selbstschuldnerischen Bürgschaft notfalls aus seinem Privatvermögen heraus aufbringen müsste. Der Arrestbeschluss erstrecke sich einem Sprecher des Gerichts zufolge auf eine Forderung in einer Höhe von einer Million Euro, berichtet „Focus online“. Wirksam wird der Beschluss jedoch erst, sobald die betreibende Partei es schafft, diesen ihrem Schuldner zuzustellen. Dies könnte angesichts des unbekannten Aufenthaltsortes Ögers mit gewissen Schwierigkeiten verbunden sein. Öger hatte sich im Angesicht seines Insolvenzantrages als „Opfer von Erdoğan und Putin“ betrachtet. Das Türkei-Reisegeschäft sei drastisch eingebrochen und infolge des Syrien-Konflikts herrsche in der Tourismusbranche des Landes ein ruinöser Preiskrieg mit Übernachtungen im Fünfsternehotel für 40 Euro oder Flügen in die Türkei für 70 Euro. „Wir mussten zuletzt jede Reise subventionieren“, erklärte Öger im Dezember gegenüber dem Hamburger Abendblatt. Seit dem Abschuss eines russischen Flugzeugs durch die türkische Armee im November sei „das Geschäft endgültig erledigt“. Russische Buchungen seien infolge der Boykottaufrufe aus Moskau um die Hälfte zurückgegangen. Sein Unternehmen VÖ Travel solle jedoch auch den Markt und seine eigenen Möglichkeiten völlig falsch eingeschätzt haben. Statt der geplanten 100 000 Kunden soll man, so „touristik aktuell“, 2015 nicht einmal 15 000 Pauschaltouristen begeistern haben können. Anfang der 2000er Jahre hatte es den Unternehmer, der zuvor mit „Öger Tours“ ein erfolgreiches Reiseunternehmen aufgebaut hatte, das er später an Thomas Cook verkaufte, in die Politik gezogen. Er ließ sich für die SPD ins Europaparlament wählen. Seine Äußerungen gegen das Kopftuch und sein skurriler Einsatz für einen wegen des Verdachts des Kindesmissbrauchs in türkischer Untersuchungshaft sitzenden deutschen Urlauber hatten jedoch sein Ansehen innerhalb der türkischen Einwanderercommunity drastisch sinken lassen.

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Öger pleite – Erdogan schuld

 

Polizei nimmt Flüchtlinge fest
Brand in Düsseldorf: Polizei bestätigt Festnahme von sechs Verdächtigen

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Düsseldorf (nex) – Medienberichten zufolge sind nach dem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft am Düsseldorfer Messegelände heute Nachmittag sechs Männer festgenommen worden. Wie die Polizei mitteilte, sollen sie aus dem Kreise der Bewohner der Unterkunft kommen. „Wir überprüfen, ob sie mit dem Brand in Zusammenhang stehen“, sagte ein Polizeisprecher dem WDR über die Festgenommenen. Die Männer würden nun vernommen. Bislang hätten sich allerdings keine Hinweise auf eine Brandlegung von außen ergeben, erklärte die Polizei in einer Meldung am späten Nachmittag. Spezialisten der Kriminalpolizei hätten vor Ort Ermittlungen aufgenommen, um die Ursache für das Feuer in der ehemaligen Lagerhalle nahe der Messe zu klären. Die Staatsanwaltschaft habe ein Brandsachverständigen-Gutachten in Auftrag gegeben, berichtet der WDR. Wie die Stadt Düsseldorf mitteilte, sind nach derzeitigem Stand alle etwa 130 Männer, die beim Ausbruch des Feuers in der Halle in der Nähe des Messegeländes waren, gerettet worden. 28 Flüchtllnge erlitten eine Rauchgasvergiftung. Ein Helfer aus der Unterkunft und ein Feuerwehrmann seien leicht verletzt worden.              

Ausland
UNO: 50 000 Menschen im irakischen Falludscha eingeschlossen

Tausende Menschen fliehen laut UNO-Angaben vor zunehmenden Kämpfen.

Bagdad (nex) – Wie die UNO am gestrigen Montag warnte, bleiben etwa 50 000 Menschen bei zunehmenden Kämpfen in Falludscha eingeschlossen. Die Stadt befindet sich circa 70 Kilometer westlich von der irakischen Hauptstadt Bagdad entfernt.

„Tausende fliehen aus Falludscha, während die Kämpfe zunehmen“, erklärten die Organisationen UNICEF, das Welternährungsprogramm (WFP), die Internationale Organisation für Migration (IOM) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz.

In den vergangenen zehn Tagen seien circa 10 000 Menschen in Camps angekommen, die zur Aufnahme von vor den Kämpfen zwischen dem IS (Daesh) und den irakischen Sicherheitskräften fliehenden Menschen errichtet worden waren.

„Geschätzte 50 000 Menschen bleiben jedoch weiterhin eingeschlossen in der Stadt, während die Militäroffensive weitergeht. Die irakische Regierung hatte für die 60.000 bereits in die Provinz Anbar Geflohenen sowie in Erwartung einer neuen Flüchtlingswelle aus der Gegend von Falludscha mehrere Camps errichtet“, hieß es in der Erklärung weiter.

Die UNO warnte, es sei zu erwarten, dass der Konflikt eskalieren werde und somit mehr Menschen die Gegend verlassen würden.

Nach UNO-Angaben sind mehr als 3,4 Millionen Menschen im gesamten Irak auf der Flucht. Über die Hälfte davon sind Kinder. Mehr als 10 Millionen Menschen in dem Land brauchen  lebensrettende humanitäre Unterstützung.

Hass im Netz
„Afrika für Affen, Europa für Weiße“: YouTube löscht Nazi-Lied nicht

Mainz (ots) – Auf den deutschen Seiten von YouTube befinden sich, so die Recherchen von „Report Mainz“, massenhaft Neonazi-Lieder, die zu Gewalt gegen und sogar zum Mord an Flüchtlingen, Schwarzen und Juden aufrufen. Der Jüdische Weltkongress (JWC) bezeichnet YouTube und Google als mitverantwortlich, wenn es unter dem Einfluss dieser Musik zu Straftaten komme. Im Interview mit „Report Mainz“ sagte der Justitiar des JWC, Prof. Menachem Rosensaft: „Man muss offen sagen, dass wenn ein Mord, ein Überfall auf einen Juden oder einen Muslimen oder einen Immigranten das Resultat ist, dass ein Neonazi-Bursche diese Musik gehört hat und das ist die Inspiration, dann ist Google Deutschland und YouTube mitverantwortlich.“ Er fordert die sofortige Löschung all dieser Neonazi-Videos. Wörtlich sagte er: „Google international, in Deutschland, in Amerika, muss diese Art Videos runternehmen. Fertig.“ Das sogenannte Afrika-Lied der Neonazi-Band Landser, verurteilt als kriminelle Vereinigung, steht seit 18 Monaten auf YouTube und wurde über 250.000-mal geklickt. Im Text heißt es: „Afrika für Affen, Europa für Weiße. Steckt die Affen in ein Klo und spült sie weg wie Scheiße.“ Dieses Lied hat beim Mord am Schwarzen Alberto Adriano 2000 in Dessau eine wichtige Rolle gespielt. So steht es in den Gerichtsakten. Es gibt noch eine Menge weiterer Hasslieder, so die Recherchen von „Report Mainz“, die zu Gewalt gegen Juden und Flüchtlinge auffordern. Der Politikwissenschaftler Prof. Samuel Salzborn, Universität Göttingen, kommt zu der Einschätzung: „Überraschend an den rechtsextremen und neonazistischen Musikvideos auf YouTube ist einerseits die Masse. Also das heißt, wie viel tatsächlich an neonazistischem Musikmaterial verfügbar ist. Und andererseits auch, dass wir neben der reinen Quantität auch eine Reihe von Material finden, das nicht nur gewaltverherrlichend ist, sondern das auch strafrechtlich relevant ist, zum Teil indiziert ist.“ Salzborn verweist auf den Zusammenhang der zwischen dem Hören dieser Lieder und nachfolgenden Straftaten besteht. Das wisse man aus vielen Ermittlungsverfahren: „Auf Worte folgen Taten. Es gibt einen Zusammenhang zwischen dieser Musik und den rassistischen Anschlägen und Übergriffen. Die Musik mobilisiert zu solcherlei Taten.“ Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt Prof. Andreas Marneros aus Bonn. Er hat mehr als 100 rechte Gewalttäter forensisch begutachtet, darunter die Mörder von Alberto Adriano. Seiner Beobachtung nach spielt diese Musik oftmals im Vorfeld der Tat eine wichtige Rolle, hat so etwas wie eine anstiftende Wirkung: „Anstifter in dem Sinne, dass sie die schon vorhandenen Bereitschaften mobilisiert, verstärkt und dann zur Handlung bringt. Und wenn ich die Bereitschaft habe, rassistisch und fremdenfeindlich zu agieren, dann öffnet diese drogenartige Wirkung, die diese Musik hat, für mich alle Möglichkeiten in Anführungszeichen“, sagte Prof. Marneros im Interview mit „Report Mainz“. Das NSU-Terrortrio und ihre Unterstützer haben nachweislich solche Lieder von frühester Jugend bis zum Schluss konsumiert. Auch die drei Täter des Brandanschlages auf eine Flüchtlingsunterkunft im niedersächsischen Salzhemmendorf Ende August 2015 haben sich im unmittelbaren Vorfeld der Tat mit Neonazi-Musik aufgeputscht. „Report Mainz“ hat YouTube/Google Deutschland mit einigen wenigen Textpassagen konfrontiert – dem eingangs zitierten Afrika-Lied und darüber hinaus mit folgenden Zitaten: „Für unser Fest ist nichts zu teuer,10.000 Juden für ein Freudenfeuer. Ihr tut unsere Ehre weh. Unsere Antwort heißt Zyklon B.“ Und: „Nigger raus aus unserem Land, Nigger, du wirst verbrannt.“ Und: „Mit dem Molly in der Hand, und das Asylheim brennt.“ Der Konzern hat ein Interview mit „Report Mainz“ verweigert. YouTube erklärte schriftlich: Man habe „klare Richtlinien, die Hassbotschaften … oder volksverhetzende Inhalte verbieten und wir entfernen alle Videos, … sobald sie gemeldet werden.“ „Report Mainz“ hat mehrere dieser gewaltverherrlichenden Lieder „flaggen“ lassen. Das ist das übliche Verfahren, um der Videoplattform anstößige Inhalte zu melden. Diese Neonazi-Soundtracks sind bislang nach wie vor online. Viele dieser Lieder wären für YouTube ganz leicht zu identifizieren. Begriffe wie „Rassenhass“ oder „Herrenrasse“ werden verwendet, ebenso wie Hakenkreuze und SS-Runen. Das Zeigen und Verwenden des Hakenkreuzes in der Öffentlichkeit ist strafbar. Nach Einschätzung von Strafrechtlern berühren diese Lieder zahlreiche Straftatbestände – Aufruf zum Rassenhass, Aufruf zu Gewalttaten, Volksverhetzung, Leugnung des Holocaust und Verherrlichung des Nationalsozialismus.

Kampf gegen den Terror
Terror in Istanbul: Anzahl der Todesopfer auf elf gestiegen

Istanbul (nex) – Die Zahl der Opfer der Explosion am Dienstagmorgen in Istanbul hat sich wenige Stunden nach der Tat erhöht. Mittlerweile ist von elf Todesopfern die Rede, darunter sieben Polizeibeamten und vier Zivilisten. Dies bestätigte der Istanbuler Gouverneur Vasip Şahin und sprach von 36 weiteren Personen, die verletzt wurden. Drei davon befänden sich in kritischem Zustand. Am Dienstagmorgen hat sich im Istanbuler Bezirk Beyazıt nahe der U-Bahn-Station Vezneciler eine Explosion ereignet, als ein Mannschaftsbus der Bereitschaftspolizei die Örtlichkeit passieren wollte. Die Station befindet sich in der Nähe der Universität Istanbul, der Zeitpunkt der Detonation war 8.30 Ortszeit. Erste Meldungen hatten von fünf Polizeibeamte gesprochen, die dabei verletzt worden seien. Rettungswagen wurden zum Tatort beordert, Verletzte wurden in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht. Die Sicherheitsmaßnahmen im Viertel wurden im Anschluss an den Vorfall massiv verstärkt Gouverneur Vasip Şahin zufolge soll es sich bei der Explosion, die auch eine Reihe von Gebäuden und Fahrzeugen im Umfeld des Tatorts beschädigt haben soll, um einen Terroranschlag mittels einer Autobombe gehandelt haben. Berichte, wonach es auch zu einem Schusswechsel gekommen sei, konnten noch nicht bestätigt werden. Das Gelände wurde weiträumig abgesperrt, die für den Dienstag an der Universität angesetzten Prüfungen wurden abgesagt. Über die Hintergründe des Terrors und darüber, wer dafür verantwortlich ist, ist bis dato noch nichts bekannt. In den letzten Monaten wurde die Türkei mehrfach zum Ziel blutiger Anschläge mehrerer Terrormilizen, darunter des IS, der PKK und der linksextremen DHKP-C.