Tierschutz-Label
Bauernverband warnt: Staatliches Tierschutz-Label kann auch scheitern

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Osnabrück (nex) – Nach Ansicht des Deutschen Bauernverbandes ist noch längst nicht sicher, dass das von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) geplante Tierschutz-Label für Fleisch ein Erfolg wird. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Verbandsgeneralsekretär Bernhard Krüsken, das Interesse zur Teilnahme sei bei Landwirten zwar da. Allerdings sei bislang vollkommen unklar, wie Mehrkosten gedeckt werden sollen. „Wenn die Ware mit einem Aufpreis von 30 Prozent ins Regal gelegt und versucht wird, die Landwirtschaft mit zehn Cent pro Kilogramm abzuspeisen, dann wird das nicht funktionieren“, sagte Krüsken. „Das Risiko wird dann hoch, dass das Label sich nicht durchsetzt.“ Krüsken verwies darauf, dass nicht nur die Haltungskriterien Mehrkosten verursachten. Auch die Kontroll-Infrastruktur müsse bezahlt werden. „Solche Kosten sind der Hauptgrund dafür, dass bislang kein Label den Durchbruch in den Massenmarkt geschafft hat.“ Hier könnten Synergien zwischen staatlichem Label und der privatwirtschaftlichen Initiative Tierwohl genutzt werden, so Krüsken. Diese verfüge bereits über ein engmaschiges Kontrollnetz, auf das zurückgegriffen werden könne. „Ein Parallelsystem würde enorme Kosten verursachen.“ Nur im Verbund mit der Initiative Tierwohl könne das staatliche Label „zum Erfolg in der Fläche werden und aus der Marktnische ausbrechen“, so Krüsken. Er forderte die Bundesregierung zugleich auf, sich für die Herkunftskennzeichnung von Fleisch stark zu machen. „Es gibt Länder in der Welt und auch in Europa, da weiß man gar nicht, wie Tierwohl buchstabiert wird.“ Deren Fleisch werde verarbeitet und beispielsweise in Tiefkühlprodukten verwendet. „Es bringt nichts, einerseits hierzulande hohe Ansprüche an Haltungsstandards zu stellen und gleichzeitig Ware zu importieren, die diese Ansprüche nicht erfüllt.“ Wer ein Label einführe, sollte auch über die Herkunftskennzeichnung bei Fleisch nachdenken. Krüsken: „Wird ein Tier in Deutschland aufgezogen und geschlachtet, dann sollte das auch auf der Verpackung stehen.“

Statistisches Bundesamt
Mehr Einschulungen infolge Zuwanderung

Wiesbaden (nex) – Zu Beginn des laufenden Schuljahres 2016/2017 wurden nach ersten vorläufigen Daten in Deutschland 721 800 Kinder eingeschult. Das waren 2,4 % mehr als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist die Zahl der Einschulungen im Vergleich zum Vorjahr in nahezu allen Bundesländern gestiegen. Die größten Anstiege gab es im Saarland (+ 8,0 %) und in Brandenburg (+ 5,4 %). In der am 9. November 2016 veröffentlichten Pressemitteilung waren sowohl die absolute Zahl der Einschulungen als auch die Veränderungsrate wegen der Nichteinbeziehung von Schülerinnen und Schüler nicht-deutscher Herkunftssprache in Hessen zu niedrig angegeben. Ausgehend von den Bevölkerungszahlen Ende 2015 gab es bundesweit insgesamt 4,2 % mehr Kinder im einschulungsrelevanten Alter als im Vorjahr. Eine Ursache für den Gesamtanstieg der Einschulungszahlen dürfte die verstärkte Zuwanderung im Jahr 2015 gewesen sein. Entsprechend stieg bei den Nicht-Deutschen die Zahl der Kinder im einschulungsrelevanten Alter um 42,7 %, bei den Deutschen nahm sie um 1,5 % zu. Zu berücksichtigen ist, dass es sich bei den Ergebnissen zu den Einschulungen um erste vorläufige Daten handelt. Darüber hinaus schränken Wanderungsbewegungen zwischen dem Stichtag der Bevölkerungsangaben Ende 2015 und den Einschulungen im Spätsommer 2016 sowie unterschiedliche Einschulungsstichtage in den Bundesländern die Vergleichbarkeit ein. Bundesweit begannen im Vergleich zum Vorjahr 12,8 % mehr Schulanfängerinnen und -anfänger ihre Schullaufbahn in Integrierten Gesamtschulen. Der Trend zum längeren gemeinsamen Lernen hat dazu geführt, dass seit 2012 der Primarbereich (Klassenstufen 1 bis 4) an Integrierten Gesamtschulen in mehreren Ländern eingerichtet beziehungsweise ausgebaut wurde. Im Vergleich zu 2011 ist der Anteil der Kinder, die in Integrierten Gesamtschulen eingeschult wurden, von 0,5 % auf 2,5 % gestiegen.

USA
Trump-Anhänger fordern Auslieferung Gülens

Harrisburg (nex) – Trump-Anhänger, die am vergangenen Samstag in Pennsylvania eine Gegendemonstration zu einer Anti-Trump-Demonstration veranstalteten, führten Poster bei sich, die besagten, dass der designierte Präsident sich um wegen des vereitelten tödlichen Putschversuchs vom 15 Juli von der Türkei gesuchten Fetullah Gülen kümmern werde. Die Türkei wirft dem Prediger vor, Anführer des Gülen-Netzwerks „FETÖ“ zu sein, der den gescheiterten Staatsstreich durchgeführt haben soll. Medienberichten zufolge demonstrierte in Easton eine Gruppe von 100 Anhängern der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton gegen Trump, während etwa 30 Trump-Anhänger eine Gegendemonstration durchführten. Die Pro-Trump-Anhänger, die sich von Gülens Präsenz in ihrer Wohnanlage in Saylorsburg gestört fühlten, führten Plakate bei sich mit der Aufschrift „Trump is coming for you Gulen“ (etwa „Trump kommt, um dich zu holen, Gülen“) und forderten den frisch gewählten Präsidenten auf, bei seiner Machtübernahme Gülen an die Türkei auszuliefern. In der vergangenen Woche hatte der enge Trump-Berater Michael Flynn erklärt, dass die USA die Sorgen der Türkei verstehen und Gülen ausliefern sollte. Die Türkei hat Washington aufgefordert, Gülen wegen seiner Rolle bei der Infiltration staatlicher Einrichtungen und der Durchführung des blutigen Putschversuchs vom 15. Juli auszuliefern. Der Anführer des Gülen-Netzwerks lebt seit 1999 im selbstgewählten Exil im US-Bundesstaat Pennsylvania. Ankara beschuldigt den selbsternannten, in den USA lebenden Prediger, den Putschversuch mithilfe seiner Anhänger innerhalb des Militärs durchgeführt zu haben. Dem Prediger wird des Weiteren vorgeworfen, mit der Gründung eines Parallelstaates seit Jahren für den Sturz der Regierung mithilfe seiner Unterstützer zu kämpfen, die den türkischen Staat vor allem in den Bereichen Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten. Die türkischen Behörden haben am 13. September im Einklang mit dem 1979 zwischen der Türkei und den USA geschlossenen Vertrag ein Auslieferungsersuchen für Gülen gestellt. Justizminister Bozdag kam zur Besprechung von Gülens vorläufiger Festnahme mit seiner Amtskollegin Loretta Lynch im vergangenen Oktober zusammen.

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Ovit Tunnel
Türkei: Zweitlängster Tunnel der Welt bis Ende 2017 betriebsbereit

  Rize (nex) – Der türkische Premierminister Binali Yıldırım kündigte zur Grundsteinlegung des Tunnels durch den Berg Ovit am Freitag an, dass dieser bis Ende 2017 in Betrieb genommen werden wird. In seiner Rede anlässlich der Feierlichkeiten kündigte der Regierungschef an: „Wenn er fertig ist, wird der Tunnel der zweitlängste der Welt sein.“ Die Gesamtkosten für die Errichtung des Tunnels. so Yıldırım, würden sich auf 1,1 Milliarden türkische Lira (312 Millionen Euro) belaufen. Das Projekt besteht aus 14 Kilometer langen Zwillingstunneln, dazu kommen Schnee- und Lawinentunnel. Die Tunnel laufen durch den Berg Ovit und verbinden den Bezirk Ikizdere in der nordosttürkischen Provinz Rize mit dem Bezirk Ispir in der Nachbarprovinz Erzurum. Der tiefste Punkt im Tunnel wird 1919 Meter über dem Meeresspiegel liegen, der höchste auf 2236 Metern Seehöhe. Die neue Verbindung wird zu einer Verkürzung der derzeit 250 Kilometer langen Autobahn von Rize nach Erzurum auf 200 führen und Bewohnern der östlichen Provinzen der Türkei ein schnelleres Erreichen des Schwarzen Meeres ermöglichen.

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TV-Film
840.000 Zuschauer für „Plötzlich Türke“

Hamburg (nex) – Starker Einstand: 840.000 Zuschauer sahen am Donnerstag, 10. November, bundesweit im NDR Fernsehen die „Nordlichter“-Komödie „Plötzlich Türke“. Im Norden kam das Langfilm-Debüt von Isabel Braak auf einen Marktanteil von 9,2 Prozent. Die Regisseurin wurde bei dieser Produktion durch das Nachwuchsprogramm „Nordlichter“ von NDR, Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) und der nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen gefördert. „Plötzlich Türke“ mit Oliver Konietzny, Nikola Kastner, Nina Petri, Vedat Erincin u. a. erzählt die Geschichte eines jungen Hannoveraners, der plötzlich erfährt, dass er laut Behördencomputer Türke ist und seine deutschen Papiere ungültig sind. Da sei leider nichts zu machen … Inspiriert wurde der Film von den wahren Erlebnissen Cem Fertigs, der jahrelang darum kämpfte, seine deutsche Staatsbürgerschaft zurück zu bekommen. Frank Beckmann, NDR Programmdirektor Fernsehen: „Der Erfolg des Debütfilms aus der Reihe ‚Nordlichter‘ im NDR Fernsehen zeigt, dass Themen wie Migration auch auf unterhaltsame Weise ein Publikum finden. Für mich ein großartiges Erstlingswerk von Regisseurin Isabel Braak.“ Das Drehbuch schrieben Burkhardt Wunderlich, Juliane Engelmann und Samia Susann Trabolsi. Produzenten sind Marco Del Bianco und Ulrich Stiehm (Jumping Horse Film, Hannover). Die Redaktion hatte Sabine Holtgreve (NDR).

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Yunus Emre-Institut
Weltweites Interesse an türkischer Sprache durch Erfolgsserien gestiegen

Istanbul (nex) – Das Yunus Emre-Institut hat seit seiner Gründung im Jahr 2009 rund 100.000 Menschen in vierzig Ländern Türkischunterricht erteilt. Die türkische Organisation ist mit 50 Zentren auf der ganzen Welt vertreten und bietet Programme in den Bereichen Kunst, Soziales und Wissenschaft an. Des Weiteren führt es Veranstaltungen zur Förderung der türkischen Kultur und Sprache durch. Das Institut ist nach dem einflussreichen türkischen Dichter und Mystiker Yunus Emre benannt. Institutspräsident Seref Ates erklärt, dass türkische Serien und Filme eine große Wirkung bei der Weiterverbreitung des Interesses an der türkischen Sprache und Kultur im Ausland hätten: „Dank diesen Serien und Filmen wird der türkische Lebensstil im Ausland vorgestellt. Die Serien haben vor allem in den Balkanstaaten, der arabischen Welt, aber auch in lateinamerikanischen Ländern sowie Russland viele Zuschauer.“ „Es gibt sogar Leute, die Türkisch lernen, um sich die türkischen Serien anschauen zu können“, fügte Ates hinzu. Er betonte, dass das Interesse an der türkischen Sprache und der Türkei auf der ganzen Welt bestehe. Sowohl das Osmanische Reich als kulturelles Erbe als auch die moderne Türkei zögen die Aufmerksamkeit auf sich. „Unsere Arbeit besteht nicht nur darin, Türkisch zu unterrichten, sondern Menschen auszubilden, die die Türkei lieben und in Kontakt mit ihr stehen und darin, der Welt die Argumente der Türkei zu erklären“, unterstrich Ates und wies darauf hin, dass jeder einzelne Institutsmitarbeiter gleichzeitig auch ein kultureller Botschafter sei.

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Palästina
Palästinenserpräsident Abbas: „Ich weiß, wer Arafat getötet hat“

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Ramallah (nex) – Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sagt, er wisse, wer für den Tod des ehemaligen Palästinenserführers Jassir Arafat verantwortlich sei. Arafat starb vor genau zwölf Jahren unter mysteriösen Umständen. Abbas machte diese Äußerungen in einer Rede, die er am vergangenen Donnerstag während einer von der palästinensischen Partei Fatah organisierten Zeremonie zum Gedenken des 12. Todestags von Arafat hielt. „Die Untersuchungen zum Tod Arafats dauern an“, erklärte Abbas. „Ich aber weiß bereits, wer dafür verantwortlich ist; nur reicht mein Wort allein nicht aus.“ „Der Untersuchungsausschuss wird die Details ermitteln und die Namen der Täter zur richtigen Zeit veröffentlichen“, betonte der Palästinenserpräsident und fügte hinzu: „Sie werden über das Ergebnis [der Untersuchungen] und die hinter dem Verbrechen stehenden Akteure schockiert sein.“ Am 11. November 2014 starb Arafat im Alter von 75 Jahren unter höchst mysteriösen Umständen in Frankreich. Die Todesursache wurde nie genau festgestellt.                

Terrorismus
Über 30 Jahre PKK-Terror – eine Chronik

Von Mehmet K. Akbas
Die PKK ist seit Ende der 70er Jahre aktiv. Sie wird von der EU, den USA und weiteren Ländern als Terrororganisation eingestuft. Im Jahr 1984 gab es den ersten Terrorangriff der PKK, bei dem Stationen und Unterkünfte des Militärs attackiert wurden. Davor ist die PKK durch Übergriffe auf andersdenkende Kurden, Linke und unliebsame Stämme aufgefallen.
Zwischen 1984 und 2012 sind 7.918 Staatsbedienstete und 5.557 Zivilisten der PKK zum Opfer gefallen. 22.101 PKK-Kämpfer wurden getötet. Die Zahl der Hinrichtungen innerhalb der PKK ist unbekannt.
Die PKK hat sich in der Zeitschrift Serxwebun, ihrem offiziellen Medium u. a. zu den folgenden Taten bekannt. Das Archiv der türkischsprachigen Zeitschrift ist digitalisiert und über das Internet abrufbar. Es lässt sich finden, indem man nach Serxwebun arşiv sucht.
Im Juli 1987 werden die Dörfer Peçenek im Bezirk İdil und Yuvalı im Bezirk Midyat der Provinz Şırnak von PKK-Kämpfern angegriffen. Fast 40 Menschen werden erschossen, darunter auch Frauen und Kinder. (Serxwebun, Ausgabe Juli 1987, S. 3)
Am 22. Januar 1987 lassen PKK-Kämpfer im Dorf Ortabağ im Bezirk Uludere der Provinz Şırnak in einer Hochzeitsgemeinde eine Bombe explodieren. Acht Menschen sterben, darunter zwei Kinder und vier Frauen, 15 Menschen werden verletzt. (Serxwebun, 12. Sonderausgabe, S. 7)
Am 21. März 1990 erschießen PKK-Kämpfer im Bezirk Kovancılar der Provinz Elazığ neun Ingenieure. (Serxwebun, Ausgabe April 1990, S. 3) Auf derselben Seite steht etwa, dass im Bezirk Arıcak der Provinz Elazığ fünf Lehrer getötet zwei verletzt wurden. Damit sei der „ausbeuterischen Bildungspolitik“ im Frühling 1990 der bis dato „größte Schlag“ versetzt worden. (ebd.)
Am 1. Januar 1995 im Dorf Hamzalı im Bezirk Kulp der Provinz Diyarbakır erschießen PKK-Kämpfer 20 Menschen. Die Mehrheit davon sind Frauen und Kinder. (Serxwebun, Ausgabe Januar 1995, S. 25)
Am 11. September 1994 werden in der zum Bezirk Mazgirt der Provinz Tunceli gehörenden Ortschaft Darıkent sechs Lehrer erschossen. Es ist der erste Tag des Schuljahres. (Serxwebun, Ausgabe September 1994, S. 26)
Am 30. Juni 1993 wird in der zum Dorf Yalım gehörenden Siedlung Hamzabey in der Provinz Mardin das Haus der Familie Gökoğlu mit einem Raketenwerfer angegriffen. Dabei kommen sieben Menschen ums Leben. Es sind fast ausschließlich Säuglinge, Frauen und Kinder. (Serxwebun, Ausgabe Juli 1993, S. 18)
Am 1. Januar 1994 werden zwei Busse im Bezirk Maden der Provinz Elazığ von PKK-Kämpfern angehalten. Acht Menschen werden erschossen, weil sie Beamte sind. (Serxwebun, Ausgabe Januar 1994, S. 21)
Am 7. März 1987 werden im zum Bezirk Nusaybin der Provinz Mardin gehörenden Dorf Açıkyol acht Menschen erschossen. Darunter sind sechs Kinder, eine Frau und ein Dorfschützer. (Serxwebun, 12. Sonderausgabe, S. 7)
Am 9. Mai 1988 wird die zum Dorf Taşköyü gehörende Siedlung Behmenin, die sich im Bezirk Nusaybin der Provinz Mardin befindet, von PKK-Kämpfern gestürmt. Dabei werden elf Menschen erschossen, darunter sind acht Kinder und zwei Frauen. Zwei Kinder werden schwer verletzt. (Serxwebun, Ausgabe Mai 1988, S. 2)
Am 19. und 20. August 1987 wird die zum Dorf Kılıçkaya gehörende Siedlung Milan im Bezirk Eruh der Provinz Siirt von PKK-Kämpfern angegriffen. Sie töten dabei 25 Menschen. 14 davon sind Säuglinge oder Kinder. Ein Säugling ist erst sechs Tage alt, eines ist drei Tage alt. (Serxwebun, Ausgabe August 1987, S. 2)
Am 11. Oktober 1994 töten PKK-Kämpfer im Bezirk Tekman der Provinz Erzurum fünf Lehrer. (Serxwebun, Ausgabe Oktober 1994, S. 26)
Am 15. August 1994 werden im zum Bezirk Alacakaya der Provinz Elazığ gehörenden Dorf Halkalı zehn Dorfbewohner von PKK-Kämpfern getötet. In der Zeitschrift Serxwebun steht: „Bei dem Angriff wurden zehn Faschisten getötet, ein Faschist wurde verletzt.“ (Serxwebun, Ausgabe August 1994, S. 30)
Am 20. Juni 1987 töten PKK-Kämpfer im zum Bezirk Ömerli der Provinz Mardin gehörenden Dorf Pınarcık 31 Menschen. Darunter sind 16 Kinder und sechs Frauen(Serxwebun, Sonderausgabe August 1987, S. 8) Acht Häuser werden in Brand gesetzt. Dabei verenden auch 65 Nutztiere.
Am 26. Oktober 1993 töten PKK-Kämpfer im zur Provinz Bitlis  gehörenden Dorf Yolalan vier Lehrer und ein zweijähriges Mädchen. Zwei Grundschulen, eine Mittelschule und ein Gesundheitszentrum werden angezündet. Serxwebun spricht davon, dass man „die mit dem Feind zusammenarbeitenden Lehrer bestraft“ hätte. (Serxwebun, Ausgabe November 1993, S. 25)
Am 28. März 1988 töten PKK-Kämpfer im zur Provinz Şırnak gehörenden Dorf Yağızoymak neun  Schäfer. (Serxwebun, Ausgabe März 1988, S. 2) Die Schäfer werden mit einem Draht erwürgt. Zudem werden laut Zeitungsangaben ganze 350 Schafe erstochen.
Am 12. Juni 1987 töten PKK-Kämpfer bei einem Anschlagsversuch auf einen Journalisten dessen dreizehnjährigen Neffen. (Serxwebun, Ausgabe August 1987, S. 2) Das Haus wird zuerst mit Dynamit beworfen und anschließend mit Gewehrsalven durchsiebt.
Am 23. Januar 1993 geben PKK-Kämpfer in der Provinz Diyarbakır einem Kind ein mit einer Bombe präpariertes Paket, damit der Vater es erhält. Bei der Explosion sterben vier Menschen. Am selben Tag werden zwei Kaffeehäuser in der Provinz Diyarbakır mit Bomben und Schüssen angegriffen. Dabei sterben sieben Menschen, elf werden verletzt. (Serxwebun, Ausgabe Januar 1993, S. 31)
Am 25. Dezember 1991 wird ein Kaufhaus in Istanbul mit Molotow-Cocktails angegriffen. Es gehört den Geschwistern eines Gouverneurs. Bei dem Brand kommen elf Menschen ums Leben, darunter sind sieben Frauen und ein Kind. (Serxwebun, Ausgabe Dezember 1991, S. 23)
Am 5. September 1995 werden im zum Bezirk Samandağ der Provinz Hatay gehörenden Dorf Seldiren zwölf Menschen von PKK-Kämpfern erschossen. Es sind Minenarbeiter, Soldaten und Dorfschützer. Die neun Minenarbeiter werden von Serxwebun als „zivile Faschisten“ bezeichnet. (Serxwebun, Ausgabe September 1995, S. 5)
Am 29. September 1993 werden im zum Bezirk Kozluk der Provinz Batman gehörenden Dorf Beşkonak sieben Menschen getötet. Darunter sind zwei Frauen und vier Kinder. (Serxwebun, Ausgabe Oktober 1993, S. 22)
Am 27. September 2011 töten PKK-Kämpfer die im achten Monat schwangere Mizgin Doru und ihre fünfjährige Tochter. Ihr per Kaiserschnitt entbundenes Baby verstirbt am nächsten Tag im Krankenhaus.
Das war nicht das erste Mal. Einige weitere Beispiele:
20. August 1987: PKK-Kämpfer stürmen Şehmus Arıks Haus im Bezirk Dargeçit der Provinz Mardin. Mit Kalaschnikows massakrieren sie zwei Frauen und drei Kinder. Der vier Monate alte Hamza schläft in seiner Wiege, als er erschossen wurde.
9. Juli 1989: PKK-Kämpfer stürmen das Dorf Kırım im Bezirk Hani der Provinz Diyarbakır und töten dabei auch ein dreijähriges Mädchen.
10. Mai 1988: Im Bezirk Nusaybin der Provinz Mardin haben PKK-Kämpfern 15 Menschen getötet, sechs davon waren Kinder. Eines der Babys wurde getötet, als es in seiner Wiege schlief.
24. Dezember 1989: Das Dorf İkiyaka in der Provinz Hakkari wird von PKK-Kämpfern gestürmt. Sie töten 13 Kinder, sechs Frauen und drei Männer. Auch die Kinder, die mit ihren Müttern auf dem Bodenbett schlafen, werden durch Gewehrsalven getötet.
19. August 1990: In Diyarbakırs Bezirk Lice attackieren PKK-Kämpfer Zivilisten. Ein Baby wird in seiner Wiege durch Maschinengewehrsalven getötet.
10. Juni 1990: Im Dorf Çevrimli in der Provinz Şırnak töten PKK-Kämpfer 27 Zivilisten, elf davon sind Kinder.
22. Oktober 1993: In der Provinz Siirt töten PKK-Kämpfer 13 Kinder und neun Frauen.
24. Juli 1994: PKK-Kämpfer stürmen das Dorf Atabinen in der Provinz Van. Sechs Frauen werden in ihren Betten getötet. Drei Säuglinge, die neben ihren Müttern schlafen, werden ebenfalls getötet. (Sabah, 28.09.2011)
Als am 27. Juni 2013 Demonstranten in der kleinen Grenzstadt Amuda (Amûdê) gegen die Entführung von drei Aktivisten durch die PYD protestierten, schossen YPG-Kräfte in die Menge, töteten mindestens sechs Personen, entführten Hunderte weitere und brannten Parteibüros, Jugend- und Frauenzentren nieder. Hunderte Aktivisten und Politiker halten sich versteckt, um dem Zugriff der PYD zu entkommen. In der Nacht des 27. Juni inhaftierte die YPG im Amuda willkürlich rund 50 Mitglieder und Sympathisanten der oppositionellen Jekiti-Partei. Sie wurden auf einen Militärstützpunkt gebracht und dort geschlagen.
Die PYD und ihr bewaffneter Arm YPG besetzten am 19. Juli 2012 das Gebiet, das Assad ihnen aus strategischen Gründen überließ, und riefen einen kurdischen Kanton aus. Die PYD tötete während der Besetzung etwa 1.400 kurdische, arabische und turkmenische Zivilisten und vertrieb diejenigen Stämme, die dagegen waren. In Kobane sind keine Zivilisten mehr, da diese in die Türkei geflüchtet sind.
Die in Deutschland verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) treibt in der Bundesrepublik verstärkt Schutzgelder ein. Zur Geldwäsche gründet sie zudem vermehrt gastronomische Betriebe. 2008
Die Entführer der deutschen Bergsteiger. Sie kassieren jährlich 800 Millionen mit Drogen und Erpressung 2008
Befreit von allen Skrupeln: Zwangsabtreibung, Schutzgeld-Erpressung, Mord: Offiziell kämpft die verbotene PKK für die Unabhängigkeit Kurdistans, ihr deutscher Ableger aber fällt durch brutales Vorgehen gegen Abweichler auf.
Ihre kriminelle Führungsclique maßt sich aber weiterhin eine Art Strafgewalt über die in Deutschland lebenden Kurden an, die sie durch Bedrohung, Freiheitsberaubung, Erpressung und Körperverletzung zur Entrichtung von Abgaben zwingt. … . Die PKK sieht jeden Kurden – in Deutschland leben etwa 500.000 – als verpflichtet an, diese Art von „Steuer“ zu zahlen. Nicht wenige kommen dem nach, viele Familien haben schließlich Angehörige im Kampf gegen türkische Sicherheitskräfte verloren. Wer sich sträubt, wird unter Druck gesetzt. Wird die „Steuer“ (so wird sie von Betroffenen tatsächlich genannt) nicht gezahlt, so ist das in den Augen der PKK-Führer eine Straftat.
Menschenhändler: Nachschub für die PKK 1995
Ein Ladenbetreiber und sein Sohn werden von der PKK in Brand gesetzt. 
HDP-Abgeordneter liefert Waffen an die PKK. 
Aziz Tan wurde von der PKK ermordet. Später zündeten sie sein Haus an. 
Die Kunden sind noch drin, als der PKK-Mob beginnt, den Laden aufzumischen. 
Der Klassiker: Brennende LKW.Molotows auf Polizisten.
Auch Cumali Günes wurde von der PKK ermordet. 
Die PKK zündet häufig Busse, LKW und Baumaschinen an.
Ein brennender Polizist rennt aus seinem Wagen raus.
Zwölf Fahrzeuge werden angezündet. 
Brennender Bus. Die PKK fackelt nicht lange, sie fackelt ab. Würdet ihr das hier bei uns auch dulden? Die Türkei hat drei Jahre lang beide Augen zugedrückt.
Friedensprozess 2014. 
 Brennender Linienbus in Istanbul. 
Zwei LKW werden angehalten und angezündet. 
Ein Krankenwagen wird angegriffen.

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Vermögenssteuer
Jürgen Trittin: Kretschmann hat „nicht recht“

Bonn (nex) – Jürgen Trittin, Bundestagsabgeordneter der Grünen, widerspricht im phoenix-Interview der Meinung des baden-württembergischen Ministerpräsidenten, Winfried Kretschmann, wonach eine Vermögenssteuer dem Mittelstand schaden würde. Kretschmann hat, so Trittin, „nicht recht. Die Vermögenssteuer erfasst nicht einmal ein Prozent der natürlichen Personen in Deutschland, die Superreichen. Da ist nichts mehr mit Mittelstand.“ Die Meinung, dass eine Vermögenssteuer bürokratischen Aufwand bedeute, hält Trittin für veraltet: „Damals war das so, heute hat sich die Welt geändert. Wenn wir die Abgeltungssteuer abschaffen, dann muss jeder seine Kapitaleinkommen offenbaren und kann sie nicht mehr anonym versteuern. Damit haben wir einen perfekten Überblick über die Vermögenssituation. Aus diesem Grund sinkt der bürokratische Aufwand deutlich.“

Münchner Wissenschaftstage
Bottermann: Kaum noch natürliche Lebensräume aufgrund unseres modernen Lebensstils

München (nex) – Mahnende Worte von DBU-Generalsekretär Bottermann anlässlich der Münchner Wissenschaftstage „Unser moderner Lebensstil sorgt dafür, dass wir die natürlichen Verhältnisse in den Gewässern und Erdsystemen sehr stark verändern. Wir haben sie bereits so massiv umgewandelt, dass kaum noch natürliche Lebensräume existieren. Wir nutzen intensiv das Wasser. Wir produzieren neue Substanzen, die in die Erdsysteme gelangen. Und wir verteilen permanent Stoffe auf der ganzen Erde. Wir manipulieren die Erdsysteme so stark, dass wir in gewisser Weise dabei sind, die Welt aus ihren Angeln zu heben.“ – Mit diesen Worten mahnte heute Dr. Heinrich Bottermann, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), anlässlich der Münchner Wissenschaftstage zum Thema Wasser dazu, die genutzten Ressourcen der Erde und die auf ihr produzierten Stoffe besser zu managen. Alles Leben auf der Erde abhängig vom Wasser Bottermann wies darauf hin, dass alles Leben auf der Erde abhängig vom Wasser sei. Es sei das wichtigste Lebensmittel und werde im Haushalt, für die Landwirtschaft und in der Industrie benötigt. Die Wasserlebensräume auf der Erde seien miteinander verbunden. Im Ozean sorgten die großen Meeresströmungen dafür, dass es zu einem weltweiten Austausch von Wasser komme. Das Beispiel Wasser zeige, warum Forscher vom System Erde sprechen würden. Bottermann: „Denn alles hängt mit allem zusammen.“ Beispielsweise puste der Mensch Klimagase in die Luft, die die Ozeane versauerten und die Meeresspiegel ansteigen ließen. Bottermann: „Oder wir setzen in so großem Umfang Nährstoffe wie Stickstoff oder Phosphor in der Landwirtschaft ein, dass diese die Gewässer gleich mitdüngen. Doch die Gewässer brauchen die Nährstoffmengen nicht! Ja – sie vertragen diese großen Massen noch nicht einmal besonders gut.“ Nicht noch mehr Todeszonen in Süßgewässern und Meeren Deshalb sei es ausgesprochen wichtig, dass Forscher zu berechnen versuchten, welchen Grad der Versauerung der Meere nicht überschritten werden sollten, damit das Ökosystem einigermaßen funktionsfähig bleibe. Oder wie viel Stickstoff und Phosphor die Gewässer vertrügen, ohne dass noch mehr so genannte Todeszonen in Süßgewässern und Meeren entstehen, die frei von Sauerstoff sind, so dass dort kein Leben mehr möglich ist. Bottermann: „Denn nur, wenn möglichst viele Menschen ein Verständnis von der Funktionsweise der Erdsysteme und von der Bedeutung des Wassers erwerben, können wir die Erkenntnisse der Forscherinnen und Forscher gemeinsam umsetzen.“ Fachlicher Austausch über bedeutende Lebensquelle Wasser liegt DBU „besonders am Herzen“ Auch bei anderen globalen Problemen wie etwa dem Klimawandel gehe es darum zu berechnen, „wie viel von unserer Lebensweise die Erdsysteme eigentlich noch vertragen“ und welchen Temperaturanstieg „wir uns weltweit noch leisten können, ohne dass das Erdsystem kippt“. Bottermann: „Denn wenn das Erdsystem kippt, besteht die Gefahr, eine Dynamik auszulösen, in der sich die Systemveränderungen nahezu unaufhaltbar selbst verstärken.“ Deshalb habe die DBU gerne die 16. Münchner Wissenschaftstage zum Thema „Wasser“ gefördert, weil ihr „der fachliche Austausch über diese bedeutende Lebensquelle besonders am Herzen liegt“.