New York – Unter Bürgermeister Zohran Mamdani wurden in der US-Metropole New York im abgelaufenen Haushaltsjahr 2026 so viele Bäume gepflanzt wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr.
Die städtische Parkbehörde NYC Parks setzte insgesamt 18.261 neue Bäume im gesamten Stadtgebiet. Dies entspricht dem höchsten Wert innerhalb eines einzelnen Fiskaljahres seit 2016 und markiert einen bedeutenden Meilenstein für die grüne Infrastruktur der Zehn-Millionen-Stadt.
Ein zentraler Schwerpunkt der Maßnahme lag auf der gezielten Verteilung der Bepflanzungen: Der Großteil der jungen Bäume wurde in Stadtteilen eingesetzt, die im Sommer am stärksten unter extremer Hitze und dem sogenannten „Urban Heat Island“-Effekt leiden.
Durch das zusätzliche Blätterdach sollen dicht bebaute Wohnquartiere spürbar abgekühlt und die Luftqualität nachhaltig verbessert werden. Zudem tragen die Wurzelstrukturen dazu bei, Regenwasser effizienter aufzunehmen und das Risiko von Sturzfluten bei Starkregenereignissen zu mindern.
Um dieses Volumen zu bewältigen, hat NYC Parks die operative Logistik grundlegend umgestellt. Die Pflanzsaison wurde zeitlich nach vorne verlegt, sodass Tausende Exemplare bereits in den Herbst- und Wintermonaten gesetzt werden konnten. Durch verstärktes Bewässern und Mulchen im Sommer gelang es den Teams, die Ausfallquote trotz hoher Temperaturen gering zu halten.
Die Umweltinitiative ist Teil des langfristigen Urban Forest Plan, der darauf abzielt, die Baumkronenabdeckung New Yorks bis zum Jahr 2040 auf mindestens 30 Prozent zu steigern.
Die positive Bilanz stößt auch international auf Interesse und liefert wertvolle Impulse für europäische Kommunen. Während konservative und wirtschaftsnahe Kritiker vor Mamdanis Amtsantritt regelmäßig vor einer angeblich ineffizienten oder rein ideologisch getriebenen Verwaltung warnten, setzt die Stadt nun auf messbare und alltäglich sichtbare Ergebnisse im öffentlichen Raum.
Vom „Kommunisten“ zum Vorbild für Berlin
Diese Meldung fällt in eine Phase in der Mamdanis Politik auch außerhalb New Yorks genau beobachtet wird. In Berlin ist gerade Elif Eralp, Spitzenkandidatin der Linken, nach dem Wahlerfolg ihrer Partei in den Mittelpunkt der politischen Debatte gerückt.
Eralp hatte Mamdani bereits nach dessen Wahlsieg als Vorbild für Berlin bezeichnet. Eine Delegation der Berliner Linken war nach New York gereist, um sich mit seiner Kampagne und deren Strategien auseinanderzusetzen. Auch Eralp stand im Austausch mit Mamdanis Kampagnenteam. Deutsche Medien bezeichnete sie nach der Berliner Wahl als „Spree-Mamdani“.
Eralp hatte bereits im vergangenen Jahr erklärt, wenn ein Linker in New York gewinnen könne, könne dies auch in Berlin gelingen. Themen wie bezahlbares Wohnen und die Entlastung bei den Lebenshaltungskosten verbindet sie ausdrücklich mit dem politischen Ansatz Mamdanis.
Damit wird New York auch für die aktuelle politische Debatte in Deutschland zum Vergleichsfall: Während Kritiker sowohl Mamdani als auch die Berliner Linke vor den Folgen ihrer Politik warnen, verweist Mamdanis Verwaltung auf konkrete Maßnahmen.
🚨 Zohran Mamdani has planted over 18,000 trees in NYC, the most in a decade.
The trees will bring cleaner air and prevent flooding. pic.twitter.com/tFjueWrPb8
— Democrats Deliver (@DemzDeliver) September 27, 2026
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