Wirtschaft
Türkei: US-Agentur erhöht Wachstumsprognose auf 4,1 Prozent

Die namhafte Ratingagentur Fitch hat ihre ursprünglich auf 3,9 Prozent lautende Wachstumsprognose für die Türkei auf 4,1 Prozent nach oben korrigiert.

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Ankara – Die namhafte Ratingagentur Fitch hat ihre ursprünglich auf 3,9 Prozent lautende Wachstumsprognose für die Türkei auf 4,1 Prozent nach oben korrigiert.

Die türkische Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal 2023 um 3,8 Prozent, nachdem sie im vorangegangenen Zeitraum um 3,9 Prozent gewachsen war.

Die türkische Regierung geht davon aus, dass sich das BIP-Wachstum nach den aktualisierten Prognosen im mittelfristigen Programm 2025 um 4,5 Prozent und 2026 um 5 Prozent wachsen wird.

Das BIP-Wachstum der Türkei lag zwischen 2000 und 2009 bei durchschnittlich 3,9 Prozent, während die durchschnittliche Wachstumsrate im Zeitraum 2010-19 bei 5,8 Prozent lag. Von 2003 bis 2022 lag das durchschnittliche jährliche Wachstum bei 5,4 Prozent.

Bereits im September hatte Fitch den Ausblick für die Türkei von „negativ“ auf „stabil“ revidiert.

„Die Änderung des Ausblicks auf „stabil“ spiegelt die Rückkehr zu einem konventionelleren und konsistenteren Policy-Mix wider, der die kurzfristigen makrofinanziellen Stabilitätsrisiken reduziert und den Druck auf die Zahlungsbilanz mindert“, so die Analysten von Fitch in einer Mitteilung.

Für 10 Schwellenländer hat die Agentur die BIP-Prognosen jedoch auf 4 Prozent gesenkt, wie ein neuer Bericht zeigt. Dies ist ein Rückgang gegenüber 4,3 Prozent in ihrer letzten Einschätzung im Jahr 2021.

„Die Verringerung ist hauptsächlich auf eine starke Senkung der Schätzung des chinesischen Wachstumspotenzials auf der Angebotsseite um 0,7 Prozentpunkte zurückzuführen“, so die Agentur.

Die Schätzung für China wurde von 5,3 Prozent auf 4,6 Prozent gesenkt, für Russland von 1,6 Prozent auf 0,8 Prozent, für Korea von 2,3 Prozent auf 2,1 Prozent und für Südafrika von 1,2 Prozent auf 1 Prozent.

„Wir haben jedoch die Schätzungen für Indien und Mexiko deutlich angehoben, wobei letzteres von den wesentlich besseren Aussichten für das Verhältnis zwischen Kapital und Arbeit profitiert.

Die Schätzung für Indien wurde von 5,5 Prozent auf 6,2 Prozent und die für Mexiko von 1,4 Prozent auf 2 Prozent angehoben.

Die Schätzung für Polen wurde von 2,6 Prozent auf 3 Prozent und die für Brasilien von 1,5 Prozent auf 1,7 Prozent angehoben.

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