Waffenstillstand
Griechenland schickt erneut Hilfsgüter nach Gaza

In einer Geste der Solidarität und Unterstützung hat Griechenland sechs Tonnen humanitäre Hilfe in den belagerten Gazastreifen geschickt.

Teilen

Athen – Die Ankündigung eines geplanten Waffenstillstandes zwischen Israel und der Hamas wird im Heiligen Land mit Hoffnung aufgenommen. Kirchenvertreter und Hilfswerke weisen im gleichen Zug auf die desolate humanitäre Situation im Gaza-Streifen hin und fordern eine rasche und sichere Einfuhr für Hilfslieferungen.

In einer Geste der Solidarität und Unterstützung hat Griechenland sechs Tonnen humanitäre Hilfe in den belagerten Gazastreifen geschickt.

Die Hilfsgüter, zu denen medizinisches und pharmazeutisches Material, Kleidung und Hygieneartikel gehören, wurden mit einem C-130-Flugzeug der griechischen Luftwaffe nach Amman (Jordanien) transportiert, von wo aus sie mit Unterstützung der jordanischen Behörden in den Gazastreifen weitergeleitet werden sollen. Das griechische Verteidigungsministerium und die griechischen Streitkräfte koordinierten diese Aktion.

Die Hilfsgüter wurden an die Jordan Hashemite Charity Organization (JHCO) in Amman übergeben, die sicherstellt, dass die Hilfsgüter die Menschen im Gazastreifen effizient erreichen. Der griechische Botschafter in Jordanien Irene Riga und der Verteidigungsattaché waren bei der Übergabe anwesend und unterstrichen die diplomatische und militärische Zusammenarbeit zwischen Griechenland und Jordanien bei dieser humanitären Aktion.

Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas

Dieser Schritt Griechenlands fällt mit den jüngsten Entwicklungen in der Region zusammen, darunter eine vorläufige Waffenstillstandsvereinbarung zwischen Israel und der Hamas, die am Sonntag in Kraft treten soll.

Das Büro des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu erklärte, dass die Waffenruhe im Falle einer Verabschiedung der Vereinbarung am Sonntag mit der Freilassung der ersten Geiseln beginnen könnte.

Trotz dieser Vereinbarungen bleibt die humanitäre Lage im Gazastreifen kritisch, da der Bedarf an Lebensmitteln, medizinischer Versorgung und grundlegenden Hygieneartikeln nach wie vor hoch ist.

Die israelische Offensive hat Berichten zufolge über 46.000 Menschen im Gazastreifen getötet, vor allem Frauen und Kinder. Es wird nicht gesagt, wie viele der Toten Kämpfer waren. Israel behauptet, mehr als 17.000 Kämpfer getötet zu haben, ohne dies zu belegen.

 

Zum Thema

– Gaza-Krieg –
Griechenland: Hafenarbeiter behindern Waffentransport nach Israel

Hafenarbeiter in Griechenland haben die Verschiffung eines für Israel bestimmten, mit Munition gefüllten Containers blockiert

Griechenland: Hafenarbeiter behindern Waffentransport nach Israel

 

Auch interessant

Susanne Mattner zu Kindstötungen in Palästina

Ein Gastkommentar von Susanne Mattner   Wir hören die Berichte eines ehemaligen israelischen Scharfschützen. Wir hören die Aussagen eines rechtsextremen Knesset-Mitglieds. Wir sehen Videos, Zeugenaussagen, Rekonstruktionen...

Israelisches Konsulat verurteilt New Yorks First Lady Rama Duwaji

New York - Das israelische Konsulat in New York hat die Ehefrau des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani, Rama Duwaji, in einer offiziellen Erklärung...

Trump und Erdoğan: Warum die Türkei zur Trumpfkarte wird

Ein Gastkommentar von Nabi Yücel Seit Tagen ist in westlichen Medien ein bemerkenswertes Schauspiel zu beobachten. Kaum rückte der NATO-Gipfel näher, häuften sich Analysen über...

Türkei: EU wichtigster Partner für Exporte

Istanbul - Die wirtschaftliche Verflechtung zwischen der Türkei und der Europäischen Union hat im ersten Halbjahr 2026 an Intensität zugenommen. Wie aus den aktuellen...

Wohnen im Umland: 52% Ersparnis zu Stadtzentren

Eine immowelt Analyse für die 15 größten Städte zeigt, wie stark die Angebotspreise von Eigentumswohnungen mit zunehmender Entfernung sinken: Dresden vorn: Wohnungskäufer zahlen im 60-Minuten-Umland...

Headlines

USA: Distanzierung von Israel künftig „fast unmöglich“

Washington - In Washington hat sich ein erbitterter politischer Streit um das künftige Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und...

Susanne Mattner zu Kindstötungen in Palästina

Ein Gastkommentar von Susanne Mattner   Wir hören die Berichte eines ehemaligen israelischen Scharfschützen. Wir hören die Aussagen eines rechtsextremen Knesset-Mitglieds....

Gaza: Drohnentod von Mohammed al-Wahidi

Ein Gastkommentar von Susanne Mattner Keine Sorge – er war gar nicht gemeint Was für eine Erleichterung. Mohammed al-Wahidi, der Organisator...

Trump an Netanjahu: „Niemand will euch dort“

Washington - Die diplomatischen Spannungen zwischen den USA und Israel haben eine neue Eskalationsstufe erreicht.   Wie das US-Nachrichtenportal Axiosunter Berufung...

Meinung

Freizeittrends in der Region verändern sich spürbar

Der Freitagabend sieht in Augsburg, Allgäu und Ulm anders aus als noch vor zehn Jahren. Früher hieß es spontan ins Kino oder in die...

USA: Distanzierung von Israel künftig „fast unmöglich“

Washington - In Washington hat sich ein erbitterter politischer Streit um das künftige Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Israel entzündet. Die Demokraten im US-Senat...

The Economist: Erdoğan, Müslüman dünyasının en popüler politikacısı

Londra - Neredeyse iki milyar insandan oluşan devasa ve çeşitlilik arz eden bir topluluk olan küresel Müslüman topluluğu Umma/Ümmet içinde, birleştirici bir temsilci arayışı...

Rapor: Afrika Gençliği Ruh Sağlığında Dünya Lideri

Londra - Maddi refah, ruh sağlığının garantisi değil. Şubat 2026 sonunda yayımlanan yeni bir küresel rapor, zihinsel esenlik haritasını temelden sarstı. İngiltere, Japonya ve Yeni...

Odadaki Son Yetişkin Olarak Türkiye

Konuk Yazar Nabi Yücel Mevcut durumda Türkiye, Orta Doğu'nun – ve çok daha ötesinin – jeopolitik manzarasında neredeyse nesli tükenmekte olan diplomatik bir tür; yani...