FDICI
Deutschland bleibt wichtiger Zielmarkt für ausländische Direktinvestitionen

Der Foreign Direct Investment Confidence Index® (FDICI) 2023 von Kearney zeigt: Die USA bleiben attraktivstes Investitionsziel, Deutschland gehört weiterhin zu den Top 5 der Weltrangliste.

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Ukraine-Krieg, steigende Energiepreise und hohe Inflation: Trotz der derzeitigen globalen wirtschaftlichen Entwicklung und geopolitischen Lage bleiben die Investoren im Bezug auf ihre direkten Investitionen im Ausland verhalten optimistisch. Zwar fällt Deutschland in der Prognose um zwei Plätze auf den vierten Rang zurück, behauptet sich aber weiterhin als sicherer Investitionsstandort in den weltweiten Top 5.

Die Vereinigten Staaten stehen zum 11. Mal in Folge an der Spitze der Investitionsattraktivität. Kanada erobert den zweiten Platz zurück, nachdem es 2022 auf den dritten Platz zurückgefallen war, und Japan springt vom vierten Platz im letzten Jahr auf den dritten Platz. Das Vereinigte Königreich bleibt auf dem fünften Platz, und Frankreich folgt dicht dahinter. China springt vom 10. auf den 7. Platz, was vielleicht darauf zurückzuführen ist, dass Peking im vierten Quartal 2022 seine Null-COVID-Politik zurückgenommen hat. Die Türkei hat es nicht in die Top-25-Liste geschafft. Insgesamt zeigt die diesjährige Umfrage erneut die Vorliebe der Anleger für die Industrieländer, auf die 19 der 25 Länder im Index entfallen.

Deutsche Wirtschaft zeigt sich robust und widerstandsfähig

„Deutschland bleibt ein wichtiger Treiber der Wirtschaft in Europa und Eurasien“, sagt Dr. Marc Lakner, Managing Director für Kearney in Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Die staatliche Transparenz und hochqualifizierte Fachkräfte sowie die technologischen Innovationen – wie etwa der geplante Ausbau der digitalen Infrastruktur, der Umbau des Verkehrswesens und die Umstellung auf nachhaltige Energie – sind für die Investoren wichtige Kriterien für ihre Entscheidungen, in Deutschland zu investieren.“

Schaut man auf den Optimismusindex für Deutschland, so ist dieser ist im Vergleich zum Vorjahr um 5 Punkte gesunken. Die Gründe dafür liegen nach Meinung der Autoren des FDICI in den wirtschaftlichen und energiepolitischen Herausforderungen aufgrund der geopolitischen Krise in Osteuropa. Der Krieg in der Ukraine und der massive Anstieg der Energiepreise haben das Vertrauen der Unternehmen in absehbar weiteres Wachstum stark belastet. Auch die anhaltende Inflation und die Auswirkungen der Zinserhöhungen der EZB trüben die Aussichten für Deutschland und im gesamten europäischen Markt.

Doch die deutsche Wirtschaft hat sich durch eine robuste Industrie und eine unterstützende Regierungspolitik als so widerstandsfähig erwiesen, dass die Bundesrepublik einer der wichtigen Zielmärkte für ausländische Direktinvestitionen bleiben wird.

Investoren bevorzugen entwickelte Märkte – Globalisierung bleibt treibende Kraft

Drei Viertel der weltweit befragten Wirtschaftsführer planen eine Erhöhung ihrer ausländischen Direktinvestitionen in den nächsten drei Jahren. Das ist ein moderater Anstieg zum Vorjahr. Dabei bevorzugen die Investoren weiterhin entwickelte Märkte, die insgesamt 19 der 25 im Index aufgeführten Länder ausmachen. Spitzenreiter sind zum 11. Mal in Folge die USA, gefolgt von Kanada und Japan.

Zum ersten Mal in der 25-jährigen Geschichte des FDICI enthält der Bericht zudem eine exklusive Rangliste von Schwellenländern, angeführt von China. Zum Vergleich: Auf der globalen Weltrangliste rückt China von Platz 10 auf an die siebte Stelle vor, was möglicherweise auf Anzeichen einer Erholung der Wirtschaftstätigkeit nach der Abkehr von der Null-COVID-Politik gegen Ende 2022 zurückzuführen ist.

Die Globalisierung wird weiterhin zentrale Kraft bei ausländischen Direktinvestitionen bleiben, eine deutliche Mehrheit von 66 Prozent der Befragten rechnen gar mit einer Zunahme der Globalisierung. Als Treiber werden die vernetzte digitale Infrastruktur, die wachsenden Handelsmöglichkeiten und nur begrenzte Handelsschranken genannt.

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