Türkei-Erdbeben
NATO-Chef Stoltenberg trifft Erdogan

Bei einem Besuch in Ankara am Donnerstag sprach NATO-Chef Jens Stoltenberg dem türkischen Volk und allen von den verheerenden Erdbeben vom 6. Februar Betroffenen das tiefste Beileid der NATO aus.

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Ankara – Bei einem Besuch in Ankara am Donnerstag sprach NATO-Chef Jens Stoltenberg dem türkischen Volk und allen von den verheerenden Erdbeben vom 6. Februar Betroffenen das tiefste Beileid der NATO aus. Er übermittelte diese Botschaft der Solidarität bei Treffen mit Präsident Recep Tayyip Erdoğan und einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu.

„Dies ist die tödlichste Naturkatastrophe auf dem Gebiet des Bündnisses seit der Gründung der NATO. In dieser Zeit der Not steht die NATO an der Seite der Türkei“, sagte Generalsekretär Stoltenberg. „Tausende von Einsatzkräften wurden in die Türkei entsandt, um die Hilfsbemühungen zu unterstützen, unter anderem mit Such- und Rettungsteams, Feuerwehrleuten, medizinischem Personal und Erdbebenexperten“, sagte er.

„Militärflugzeuge aus den Niederlanden, Norwegen, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten sind Tag und Nacht im Einsatz, um internationale Hilfsgüter nach Türkiye zu transportieren und medizinische Evakuierungen vorzunehmen. Andere Bündnispartner wie Albanien, Kanada und Deutschland leisten finanzielle und andere Hilfe, und überall in der NATO sammeln einfache Bürger Millionen von Euro zur Unterstützung der Türkei. Das ist echte und tiefe Solidarität. Ich begrüße auch die Beiträge unserer Gastländer Finnland und Schweden, die Solidarität in Aktion zeigen“, so Stoltenberg weiter.

Stoltenberg wies darauf hin, dass die NATO in der Provinz Hatay Notunterkünfte einrichtet und die strategischen Lufttransportkapazitäten der Alliierten nutzen wird, um in den kommenden Tagen und Wochen Zehntausende von Zelten in die Türkei zu transportieren. „All dies wird dazu beitragen, Leben zu retten“, sagte er.

Im weiteren Verlauf des Donnerstags besucht Stoltenberg den Luftwaffenstützpunkt Incirlik, der eine wichtige Rolle bei den Hilfsbemühungen spielt, und Iskenderun, das von den Erdbeben schwer betroffen war. Er wird von Verteidigungsminister Hulusi Akar begleitet und trifft auch mit NATO-Mitarbeitern zusammen, die vor Ort sind, um die Hilfe zu unterstützen und zu koordinieren.

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