Zypern
Zyperngriechische Parlamentspräsidentin ehrt EOKA-Untergrundorganisation

"Eine Parlamentspräsidentin, deren Aufgabe es sein sollte sich für Frieden und eine Annäherung zwischen den beiden Volksgruppen einzusetzen, sprach vor der Büste eines EOKA-Untergrundkämpfers sowie einer griechischen Fahne und an der Wand hinter ihr stand in griechischer Sprache die Botschaft "Ich vergesse nicht" (Δεν ξεχνώ, Den Ksehno) geschrieben." Ein Kommentar.

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Ein Gastkommentar von Kemal Bölge

Die Parlamentspräsidentin der „Republik Zypern“, Annita Demetriou, ist eine interessante Persönlichkeit. Sie ist Mitglied der Mitte-Rechts Partei „Demokratischer Bund“ (DISY) und wurde letztes Jahr im Alter von 35 Jahren als erste Frau zur Parlamentspräsidentin des griechischen Teils von Zypern gewählt. Wer ihren bisherigen Werdegang verfolgt, kann ihren Abschuss in Politik- und Sozialwissenschaften sowie ihren Master an der Universität von Kent zurückverfolgen, aber nichts außergewöhnliches feststellen.

Lob für Terror der EOKA gegen Zyperntürken

Eigentlich sollte Annita Demetriou als Parlamentspräsidentin einigermaßen „neutral“ bleiben, wäre da nicht ein kleiner Schönheitsfehler in ihrer Vita. Sie unterstützt und huldigt der zyperngriechischen Untergrundorganisation EOKA, die mit Massakern und Attentaten von 1960-1974 die zyperntürkische Volksgruppe terrorisierte und einen gewaltsamen Anschluss an Griechenland (Enosis) anstrebte.

Ehrung für EOKA-Extremisten am Gymnasium

Dieser Tage war die Parlamentspräsidentin an einem Gymnasium in Limassol und hielt vor versammelten Schülern eine Rede und lobte dabei den Terror der EOKA. Eine Parlamentspräsidentin, deren Aufgabe es sein sollte sich für Frieden und eine Annäherung zwischen den beiden Volksgruppen einzusetzen, sprach vor der Büste eines EOKA-Untergrundkämpfers sowie einer griechischen Fahne und an der Wand hinter ihr stand in griechischer Sprache die Botschaft „Ich vergesse nicht“ (Δεν ξεχνώ, Den Ksehno) geschrieben.

Verharmlosung der Verbrechen gegen die Zyperntürken

Wie kann es sein, dass jemand wie Frau Dimitriou sich in Statements für eine Annäherung der beiden Volksgruppen einsetzt öffentlichkeitswirksam eine Extremistenorganisation wie die EOKA verehrt und und so tut, als ob in der Vergangenheit nichts passiert wäre.

Damit verharmlost Frau Dimitriou die Verbrechen der EOKA gegen die Zyperntürken und ihr Verhalten zeugt von Respektlosigkeit gegenüber den Opfern und deren Familien. Wer von einer Lösung in der Zypernfrage spricht, der sollte erst einmal danach handeln und zyperngriechischen Faschisten keine Ehre erweisen.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar


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