EU-Afrika-Gipfel
6. EU-Afrika-Wirtschaftsgipfel in Brüssel

Vom 14. bis 18. Februar 2022 treffen sich die Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union (AU) und der Europäischen Union (EU) zum 6. EU-Afrika-Gipfel in Brüssel.

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Vom 14. bis 18. Februar 2022 treffen sich die Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union (AU) und der Europäischen Union (EU) zum 6. EU-Afrika-Gipfel in Brüssel. Gleichzeitig organisieren die EU-Kommission und die AU das 7. EU-Afrika Wirtschaftsforum. Die virtuelle Konferenz soll Unternehmen und Politik zusammenbringen.

„Ein zentrales Thema des Gipfels wird die EU-Initiative Global Gateway sein. Die EU will mit der Initiative bis 2027 bis zu 300 Milliarden Euro an Investitionen für den Ausbau der internationalen Infrastruktur mobilisieren. In der Zusammenarbeit mit Afrika stehen die Energieversorgung, die Digitalisierung sowie nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung auf der Agenda“, erklärt Dr. Jürgen Friedrich, Geschäftsführer von Germany Trade & Invest (GTAI).

Davon könnten auch deutsche Unternehmen profitieren, zumal die deutsche Bundesregierung seit 2017 im Rahmen der Compact with Africa-Initiative die bilaterale und internationale Zusammenarbeit mit Afrika verstärkt.

„Die stark gestiegenen Rohstoffpreise sorgen aktuell in vielen Ländern Afrikas für hohe Einnahmen. Das führt erfahrungsgemäß mit etwas zeitlichem Verzug auch zu höheren Importen“, ergänzt Martin Kalhöfer, Afrika-Experte bei der GTAI. „Europäischen und deutschen Unternehmen bieten sich in Afrika im globalen Wettbewerb auf Grund der exzellenten Qualität ihrer Produkte gute Geschäftschancen.“

Die Weltbank prognostiziert für 2022 für die Region ein Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent. Damit bleibt die Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent etwas hinter dem weltweit prognostizierten Durchschnitt von 4,1 Prozent zurück. Im Jahr 2023 wird Afrika dagegen voraussichtlich wieder überdurchschnittlich wachsen. Die Weltbank geht von einem Plus von 3,8 Prozent aus.

Davon dürfte auch der Außenhandel zwischen Deutschland und Afrika profitieren. Bereits 2021 gab es hier eine deutliche Erholung. In den ersten elf Monaten des Jahres stiegen die deutschen Exporte nach Afrika im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,5 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro. Die Importe verzeichneten sogar ein Plus von 47,9 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro.

Allerdings:

„Deutsche Unternehmen sind nach wie vor im Vergleich zu anderen Europäern zurückhaltend, was den afrikanischen Kontinent betrifft“, sagt Kalhöfer, „aber wir stellen fest, dass das Interesse steigt. Initiativen wie Global Gateway können hier zusätzliche Impulse setzen.“

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