Ausland
Kurioses Kuba: Was kaum jemand über die Karibikinsel weiß

Die Coronakrise hat die Tourismusbranche hart getroffen. Seit Beginn der Krise waren Reisen zu touristischen Zwecken erschwert oder überhaupt nicht möglich. Obwohl die Pandemie noch nicht zu Ende ist, will die Mehrzahl aller Deutschen 2021 verreisen. Im kommenden Winter liebäugeln viele Verbraucher beispielsweise mit Urlaub in der Sonne. Unter Winterurlaubern besonders beliebte Reisedestinationen sind neben der Türkei karibische Inseln, zum Beispiel Kuba.

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Die Coronakrise hat die Tourismusbranche hart getroffen. Seit Beginn der Krise waren Reisen zu touristischen Zwecken erschwert oder überhaupt nicht möglich. Obwohl die Pandemie noch nicht zu Ende ist, will die Mehrzahl aller Deutschen 2021 verreisen. Im kommenden Winter liebäugeln viele Verbraucher beispielsweise mit Urlaub in der Sonne. Unter Winterurlaubern besonders beliebte Reisedestinationen sind neben der Türkei karibische Inseln, zum Beispiel Kuba. Als größter Inselstaat der Karibik ist das Land nicht nur für hervorragenden Rum und die besten Zigarren der Welt bekannt. Auch geschichtlich und architektonisch hat das Kuba einiges zu bieten. Kuriositäten rund um den Karibikstaat gibt es ebenfalls so einige – die ideale Einstimmung auf geplante Kuba-Reisen!

1. Castelar und der kubanische Zigarren-Rekord

Wer an Kuba denkt, kommt um den Gedanken an aromatische Zigarren kaum herum. Über 250 Millionen Stück exportiert das Land jedes Jahr. Typischerweise sind handgemachte Zigarren aus Kuba stark gerollt, haben eine kräftige Natur und zeichnen sich durch würzig charakterstarke Aromen aus. Begleitet von einem perfekt dazu passenden Drink schmecken sie umso intensiver. Kein Wunder, dass sich derart viele Mythen und Legenden um die Genuss-Artikel drehen.

In kaum einem Land gibt es mehr berühmte Zigarren-Roller als auf der Karibikinsel. Einer von ihnen ist José „Cueto“ Castelar. Im Jahr 2011 stellte der Kubaner einen aromatischen Weltrekord auf. Per Hand rollte er damals eine 81,8 Meter lange Zigarre und schaffte es damit zum fünften Mal in Folge ins Guinness-Buch der Rekorde. Präsentiert wird das Riesen-Stück auf der Tourismusmesse Havanna. Mittlerweile arbeitet Castelar längst an einem neuen Rekord. Seine nächste Zigarre soll die 100-Meter-Marke knacken.

2. Auf Kuba keine Coca Cola?

An eine kühle Coca Cola kommt man überall auf der Welt? Nicht ganz. Abgesehen von Nordkorea ist Kuba das einzige Land, in dem es das Getränk nicht zu kaufen gibt. Statt der Marke gibt es in dem Inselstaat lediglich Tukola: ein Cola-Imitat der Getränkemarke Ciego Montero (Nestlé zugehörig). Der Grund dafür ist ein US-Wirtschaftsembargo, das Kuba den Import erschwert. Lediglich über Drittländer gelingt die Einfuhr der Marke.

3. Handys verboten

Hierzulande begleitet einen das Handy seit der digitalen Revolution ununterbrochen durch den Alltag. Man navigiert, bezahlt, arbeitet, spielt, recherchiert und kommuniziert damit. Was wäre der Alltag wohl ganz ohne das Gerät? Ein Blick nach Kuba kann diese Frage beantworten. Bis 2008 waren private Mobiltelefone in dem karibischen Inselstaat nämlich verboten.

Wer ein Handy besitzen wollte, musste bei den Behörden eine Sondergenehmigung beantragen. Die Restriktionen zur privaten Handy- und Internetnutzung wurden erst aufgehoben, als Raúl Castro zum Staatschef wurde. Bis heute besitzen die meisten Häuser keinen eigenen Internetzugang. Verbindungen bestehen hauptsächlich an öffentlichen Plätzen und kosten bei Inanspruchnahme Geld.

4. Gratis Geschlechtsumwandlung

Auf der ganzen Welt wächst die LGBT-Community unaufhaltsam. Zu verdanken ist das Gruppen und Einzelpersonen, die sich für die Rechte ihrer Mitglieder einsetzen. Auf Kuba hat sich Raúl Castros Tochter dafür stark gemacht. Kurz nach der kubanischen Revolution hatte es die LGBT-Community alles andere als leicht und galt damals als konterrevolutionär. Oftmals landeten Mitglieder der Bewegung in Arbeitslagern. Erst später erklärte Revolutionsführer Castro die Verfolgung für unrechtmäßig. Heutzutage dürfen in dem karibischen Land nicht nur Gay-Pride-Paraden stattfinden. Auch operative Geschlechtsumwandlungen sind auf Kuba mittlerweile erlaubt. Und zwar gratis: Die Eingriffe sind in der kostenlosen Krankenversorgung der Kubaner inbegriffen. Transsexuelle haben es in dem Inselstaat mittlerweile also sogar leichter als hierzulande.

5. Karibische Krankenversorgung 

Da können sich andere karibische Staaten nur wundern! Was die medizinische Versorgung betrifft, ist Kuba ein mehr als fortschrittliches Land. Zahlreiche hervorragende Ärzte, staatliche Gesundheitsleistungen und medizinische Durchbrüche wie neu entwickelte Impfstoffe sind in dem Inselstaat an der Tagesordnung. Zu verdanken ist das vor allem der hervorragenden Universitätsausbildung, die Mediziner auf Kuba erhalten. Kein Wunder, dass die ältesten Menschen der Welt Kubaner sind. Im Jahr 2005 waren über 1.800 Kubaner älter als 100 Jahre.

6. Alte Autos

(Symbolfoto: Pixabay)

Mit den Straßen von Havanna verbindet man weltweit bunte Hausfassaden, karibische Klänge und farbenfrohe Oldtimer aus den 40er und 50er Jahren. Letztere gibt es auf Kuba massenhaft. Grund dafür ist die Landesgeschichte. Nach der Revolution brachen die Beziehungen zwischen Kuba und den westlichen Ländern ab. Der Inselstaat musste mit den Dingen leben, die er bis dahin hatte, denn der Import wurde stark reglementiert. Bis heute bleibt die Einfuhr von Fahrzeugen strengen Reglementierungen unterworfen.

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