Libyen-Krieg
Mit türkischer Hilfe: Libysche Truppen erobern weiteren Rebellenstützpunkt

Die von der Türkei unterstützten Regierungstruppen eroberten am heutigen Freitag einen weiteren wichtigen Stützpunkt der Haftar-Milizen.

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Tripolis  (nex) – Nachdem die von der Türkei unterstützten Regierungstruppen bereits am Donnerstag nach vielen Monaten die Milizen aus den Randbezirken der Hauptstadt verdrängten, eroberten sie am Freitag die Stadt Terhouna –  den letzten Stützpunkt des Rebellengenerals Chalifa Haftar im Großraum Tripolis. Terhouna ist deshalb besonders wichtig, weil es als Haftars Logistikzentrale galt.

Der aufständische General Chalifa Haftar hatte vor mehr als einem Jahr eine Militäroffensive gegen Al-Sarradsch und Tripolis begonnen.

„Die gesamte Hauptstadt und die Vororte seien nach mehr als einem Jahr der „Belagerung durch terroristische Söldner“ befreit worden“, sagte Libyens Regierungschef Fajis al-Sarradsch am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in der Türkei.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan sagte, dass man sich auf eine Vertiefung der Zusammenarbeit geeinigt habe. Die Türkei werde Libyen nicht den „Putschverschwörern“ überlassen.

Vertreter aus Haftars Libyscher Nationalarmee (LNA) erklärten am Freitag, sie zögen sich in Richtung der Hafenstadt Sirte zurück.  Somit haben die Truppen der international anerkannten Regierung Libyens fast alle Geländegewinne Haftars im vergangenen Jahr rückgängig gemacht. Während die Türkei die Regierung unterstützt, sind Russland, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten Verbündete Haftars.

Noch vor einigen Monaten sah Haftar im Libyen-Konflikt bereits wie der sichere Sieger aus. Doch dann schloss die Regierung von al-Sarradsch im November einen Pakt mit der Türkei, in dem sie anerkannte, dass die türkischen Hoheitsrechte im Mittelmeer bis an die libysche Seegrenze reichten. Ankara lieferte türkische Kampfdrohnen, gegen die von Russland produzierten und von den VAE finanzierten Flugabwehrsysteme Pantsir-S1 sich als nicht effektiv erwiesen. Nun sind seine Truppen und die russischen Söldner auf dem Rückzug.

 

 

 

 

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