Supersport-WM
„Mag Politik nicht“: Kenan Sofuoglu plant Comeback

"Körperlich bin ich in einem Zustand, dass ich nach wie vor gute Leistungen im Rennsport bringen kann. Ich habe den Rennsport zu schnell aufgegeben und fand mich anschließend in der Politik wieder. Jeder erzählte mir damals, dass ich die Politik nach einigen Monaten mögen würde, aber ich mag sie bis heute nicht", so der Rekordweltmeister.

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Ankara (nex) – Der türkische Pilot ist der erfolgreichste Fahrer seit der Gründung der Supersport-WM 1999. Kenan Sofuoglu wurde fünf Mal Weltmeister und gewann 43 Rennen. Zudem stand er 85 Mal auf dem Podest und 34 Mal auf Pole-Position.

Im Mai 2018, nach der Teilnahme an den Qualifikationsrunden der 5. Supersport-Weltmeisterschaft in der italienischen Stadt Imola, gab Sofuoglu das Ende seiner aktiven Sportkarriere bekannt. Daraufhin trat er der von dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan gegründeten Partei AKP bei. Seit den Wahlen im Juni vergangenen Jahres sitzt Sofuoglu nun als Abgeordneter im türkischen Parlament. Sehr glücklich scheint er mit seiner Entscheidung allerdings nicht geworden zu sein.

„Körperlich bin ich in einem Zustand, dass ich nach wie vor gute Leistungen im Rennsport bringen kann. Ich habe den Rennsport zu schnell aufgegeben und fand mich anschließend in der Politik wieder. Jeder erzählte mir damals, dass ich die Politik nach einigen Monaten mögen würde, aber ich mag sie bis heute nicht – nach fast einem Jahr. Mein Leben hat sich durch die Politik sehr verändert, ich bin sehr eingespannt“, so der Rekordweltmeister gegenüber dem Motorsportportal Speedweek.

Sofuoglu habe bereits mit Manuel Puccetti [Kawasaki-Teamchef, Anm d. Red] über einen Wiedereinstieg gesprochen, berichtet „Speedweek weiter. „Imola ist das Heimrennen von Puccetti Kawasaki, dort sind viele Fans und Sponsoren des Teams und ich mag die Strecke sehr. Ich möchte im Design von Topraks Motorrad antreten“, so Sofuoglu.

Zwar sei er offiziell zurückgetreten, bräuchte jedoch „Ziele in seinem Leben“.

„Momentan habe ich keine. Ich brauche einen Antrieb, um meinen Körper fit zu halten und motiviert zu bleiben. Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich ohne ein Ziel. Ich erledige meinen Job in der Politik, kann aber nicht sagen, dass ich ihn genieße“, zitiert Speedweek den 34-jährigen Türken weiter.

Sofuoglu glaube nicht, dass Erdogan etwas dagegen habe.

„Ich glaube nicht, dass sich mein Präsident darüber beschwert, das hoffe ich zumindest. Dann könnte ich ihm immerhin sagen, dass ich im Design der Türkischen Föderation fahren möchte“, so Sofuoglu der Speedweek.

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