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Glücksspielstaatsvertrag: Sind Online Casinos mittlerweile legal?

Die Verwirrung um die rechtliche Situation von Online Casinos in Deutschland ist groß. Ist das Spielen legal und wenn nicht, warum gibt es dann trotzdem so viele Anbieter im Netz, die auch noch regelmäßig Werbeblöcke im Fernsehen schalten?

(Symbolfoto: pixa)

Die Verwirrung um die rechtliche Situation von Online Casinos in Deutschland ist groß. Ist das Spielen legal und wenn nicht, warum gibt es dann trotzdem so viele Anbieter im Netz, die auch noch regelmäßig Werbeblöcke im Fernsehen schalten?

Geregelt ist das Verbot der Veranstaltung von öffentlichem Glücksspiel in dem am 1. Juli 2012 in Kraft getretenen Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrag. Diesem haben sich mit einer Ausnahme alle Bundesländer unterworfen.

Glücksspielstaatsvertrag als Grundlage für das Glücksspiel

Auf rechtlicher Ebene regelt der Glücksspielstaatsvertrag, dass die Veranstaltung von öffentlichem Glücksspiel in Online Casinos illegal ist. (Symbolfoto: pixa)

Zocken im Netz ist populär, doch unter den Spielern herrscht permanent eine große Ungewissheit. Ist das Ganze legal und wenn nicht, was passiert mit etwaigen Gewinnen? Die besten Online Casinos sind heutzutage für Glücksspieler leicht auf Seiten wie bestencasinos.info zu finden. Fein säuberlich werden hier sämtliche populäre Anbieter inklusive ihrer besonderen Angebote, ihrer Boni und ihres Spielangebots aufgelistet.

Wissen sollten Glücksspieler auf rechtlicher Ebene, dass die Veranstaltung von öffentlichem Glücksspiel im Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrag geregelt ist. Dieser ist am 1. Juli 2012 in Kraft getreten und reguliert in Sachen Glücksspiel unter anderem folgende Spiele:

Bundesländer könnten bald wieder eigene Lizenzen vergeben

Die Bruttospielerträge im Online-Poker in Deutschland sind von 2013 bis 2017 immer weiter gesunken. Statistikquelle: Gemeinsame Geschäftsstelle Glücksspiel, Statista

Nicht nur für die Regierungsparteien der Länder ist die rechtliche Situation unbefriedigend, sondern auch für die Spieler. Dies äußerte sich über die Jahre hinweg in sinkenden Bruttospielerträgen bei Online-Casino-Spielen. So ging der Bruttospielertrag im Online-Poker gemäß obiger Grafik von 2013 bis 2017 kontinuierlich zurück.

Er lag 2013 noch bei 192,1 Millionen Euro, zwei Jahre später bei 123 Millionen Euro und 2017 waren es nur noch 118 Millionen Euro. Wie sich die rechtliche Lage weiter entwickeln wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch ungewiss. Die Frist für eine potenzielle Einigung der Länder läuft Ende 2019 aus und es gibt auch schon Bundesländer, die eine eigenständige Lizenzvergabe forcieren:

  • Hessen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rhein-Pfalz

Die Frist geht aus dem in Hessen abgeschlossenen Koalitionsvertrag hervor, welcher eine umfassende Neuregelung für das Glücksspiel vorsieht. Wird die Frist versäumt, werden sich die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz voraussichtlich dem Wege Hessens anschließen. Dann dürften jede Menge Onlinelizenzen – selbst solche, deren Antrag schon lange zurück liegt – direkt ausgestellt werden.

 

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