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Performance Index: Die besten Spieler der laufenden Bundesliga-Saison

Echte Fußballhelden lassen sich leicht erkennen: Sie bringen ihr Team beständig nach vorn, indem sie bei (fast) jedem Spiel hervorragende Leistungen zeigen. In diesem sportlichen Exkurs treten die besten Stürmer, Torschützen und Verteidiger gegeneinander an, um zu beweisen, wer von ihnen der Beste ist.

(Symbolfoto: pixa)
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Wer sind die Fußballhelden der Nation?

Zur Ermittlung der besten Spieler unserer 1. Bundesliga nutzen wir den sogenannten Performance Index, der sich aus verschiedenen Noten und Punkten zusammensetzt. In die Wertung gelangen ausschließlich aktive Fußballer, die mindestens 30 Prozent der für sie möglichen Zeit auf dem Spielfeld waren. Die Gesamtpunktzahl fasst die Saison-Leistung prägnant zusammen, sie gilt unabhängig davon, wie lange der jeweilige Spieler insgesamt im Einsatz war. Die Webseite Ligainsider stellt diese Daten öffentlich zur Verfügung, die uns einen objektiven Blick auf die Dinge ermöglichen.

Die Bewerber zum besten Stürmer der Saison

Der junge Serbe Luka Jović steht ganz oben auf der Stürmerliste, er tritt für Eintracht Frankfurt an. Mit seinen 21 Jahren bringt er jede Menge Power aufs Feld, nicht ohne Grund verdingt er sich nebenbei auch als serbischer Nationalspieler und wurde bereits 2014 gemeinsam mit seiner dortigen Mannschaft serbischer Meister. Mit Genuss erinnern sich deutsche Fußballfans daran, wie er in einem einzigen Spiel, im Oktober 2018 gegen Fortuna Düsseldorf, fünf Tore erzielte.

Der erste Treffer per Seitfallzieher schaffte es bei der Wahl zum Tor des Jahres auf den zweiten Platz. Das kicker-Magazin ernannte Jović prompt zum drittbesten Stürmer unserer Bundesliga. Im Performance Index sind ihm einige bekannte Größen dicht auf den Fersen, darunter Robert Lewandowski von Bayern München, Sébastien Haller von Eintracht Frankfurt und Paco Alcácer von Borussia Dortmund.

Lewandowski erhielt bereits 2017 die Auszeichnung, 2018 durfte er sich über sein 100. Tor für Bayern München freuen – und mit ihm jubelten abertausende Fans. Wer von den genannten Bundesliga-Stars ganz real der stärkste Stürmer ist, lässt sich schwer ermitteln. Hier geht es eben nicht nur um selbstgeschossene Tore, sondern auch um die weitere Performance auf dem Platz. Zugegeben, zum Teil handelt es sich auch um eine Herzensentscheidung.

Wer ist der aktuelle Torschützenkönig?

Im Gegensatz zu anderen Kategorien ist die Frage nach dem besten Torschützen tatsächlich etwas, was sich glasklar aus der Statistik heraus beantworten lässt. Wer die meisten Tore schießt, ist der König. Dies muss nicht zwingend mit der Leistung des Spielers zusammenhängen, denn jedes Tor muss auch lange vorbereitet werden. Trotzdem handelt es sich bei Torschützenkönigen in der Regel um die Paradespieler eines Vereins.

Die klare Ermittlung des besten Torschützen macht es auch möglich, dass Wettbüros diesbezüglich unterschiedliche Quoten aufstellen können. So zeichnet sich bezüglich der ersten Bundesliga bereits jetzt eine sehr eindeutige Prognose ab. Dennoch sollte man sich gerade im vielseitigen Fußballsport niemals zu sicher sein! Aktuell hat Robert Lewandowski bei den Experten deutlich die Nase vorn. In der aktuellen Saison residiert der Pole aber bisher nur auf einen 3. Platz mit 13 Treffern – und damit auf Gleichstand mit dem kürzlich verletzten Marco Reus. Luka Jovic führt mit 14 Treffern die Liste an. Die meisten Tore der gesamten Bundesligageschichte versenkte übrigens Gerd Müller. Es waren so viele, wie das Jahr Tage hat: Dreihundertfünfundsechzig!

Gerd Müller (Archivfoto: Screenshot/Youtube)
Welcher Spieler punktet im zentralen Mittelfeld?

Im Performance Index des zentralen Mittelfeldes hat sich Thiago Alcântara do Nascimento, kurz Thiago, aktuell an die Spitze gesetzt. Der 27-Jährige ist nicht nur spanischer Nationalspieler, sondern er steht auch bei Bayern München unter Vertrag. Vor allem seine Passquote von über 90 Prozent sieht absolut überzeugend aus.

In Zweikämpfen geht er zudem meistens als Sieger hervor. Die Ballverlustquote liegt weit unter 2 Prozent, hingegen sind Thiagos Dribblings fast immer erfolgreich. Der belgische Nationalfußballer Axel Witsel, der sich seit 2018 Borusse nennen darf, belegt im Index einen ehrenvollen zweiten Platz. Der immerhin schon 30-Jährige erzielte gleich bei seinem ersten Auftritt bei Borussia Dortmund ein wichtiges Ausgleichstor im DFB-Pokal-Spiel.

Kerem Demirbay vom TSG 1899 Hoffenheim ist Witsel dicht auf den Fersen, ebenso wie der Borusse Mahmoud Dahoud. Dahoud überzeugt durch seine häufigen Torschussvorlagen sowie die zahlreichen Balleroberungen und abgefangenen Bälle. Die Passquote glänzt mit mehr als 80 Prozent und bei Zweikämpfen hat der 23-Jährige meistens knapp die Nase vorn. Auch hier lässt sich auf seriösem Wege keine feste Entscheidung treffen, wer nun zum besten Mittelfeldspieler gekürt werden soll. Für echte Fußballfans bietet jeder der Genannten im Spiel eine echte Augenweide – zumindest meistens.

Die Helden der Verteidigung im Bundesliga-Zirkus
Auch Innenverteidiger braucht das Land, sie hüten das Tor wie scharfe Wachhunde und lassen im besten Fall nichts und niemand passieren. Jordan Torunarigha vom Hertha BSC hat sich in diesem Sinne ebenso verdient gemacht wie Willi Orban, der beim RB Leipzig seinen Platz gefunden hat. Torunarigha ist eine echter Luftkampfakrobat, fast immer behält er in luftigen Höhen die Oberhand.

Auch seine Tacklingquote erscheint enorm, die von ihm geschossenen Pässe erreichen fast immer ihr Ziel: möglichst weit vom eigenen Tor entfernt. Auch Orban besteht den Luft- und Zweikampftest mit Bravour, seine Passquote tendiert in Richtung 80 Prozent. Insgesamt zwei ordentliche Verteidiger, die ihren Vereinen alle Ehre machen.

Über den Drittplatzierten Manuel Akanji möchten wir ein paar mehr Worte verlieren. Der 23-Jährige gehört dem Schweizer Nationalkader an und die Borussen haben sich ihn bis zum Jahr 2022 gesichert. Das Ausnahmetalent gilt als blitzschneller Läufer, nebenbei ist er ein Genie im Kopfrechnen. Letzteres wird ihm auf dem grünen Rasen nicht viel weiterhelfen, Ersteres bildet hingegen die Basis für seinen grandiosen Erfolg.

Seine Passquote von 92 Prozent erscheint nebenbei wirklich beeindruckend! Kein Wunder also, dass er während der WM 2018 für die Schweiz sämtliche Spiele absolvierte, bis das Team unseres Nachbarlandes im Achtelfinale ausschied. Von Akanji und den anderen genannten Verteidigern dürfen wir in Zukunft noch einiges erwarten. Denn merke: Wenn die Stürmer versagen, aber die Verteidigung hält, lässt sich eine drohende Niederlage immer noch abwenden.

Manuel Akanji (Archivfoto: Screenshot/Youtube)
Fußballer wie aus dem Bilderbuch

Kurz und gut: Der Performance Index lässt sich wunderbar dafür nutzen, Vergleiche anzustellen und den besten Fußballspielern auf die Spur zu kommen. Dabei gelangen immer wieder interessante Daten und Fakten ans Tageslicht, die unser bisheriges Bild ergänzen oder verändern.Doch die beste Methode, sich dem Fußball zu nähern, ist immer noch, aktiv zuzuschauen und mitzujubeln.

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