Start Politik Ausland Türkisch-amerikanische Beziehungen Türkei: Halkbank-Aktien steigen nach Erdogan-Statement

Türkisch-amerikanische Beziehungen
Türkei: Halkbank-Aktien steigen nach Erdogan-Statement

Die Aktien der staatlichen türkischen Halkbank stiegen am Montag, nachdem Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Wochenende bekannt gab, dass er die Situation der Bank mit US-Präsident Donald Trump besprochen habe.

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Istanbul (nex) – Die Aktien der staatlichen türkischen Halkbank stiegen am Montag, nachdem Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Wochenende bekannt gab, dass er die Situation der Bank mit US-Präsident Donald Trump besprochen habe.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, stiegen die Aktien der Halkbank am Montag um 6,89 Prozent auf 7,45 Lira.

Erdogan gab wenige Details über sein Gespräch mit Trump bekannt, seine Äußerungen zeigen jedoch, dass sich die beiden Nato-Verbündeten nach einem Krisen-Jahr wieder annähern und daran arbeiten, ihre Beziehungen zu verbessern.

Ankara und Washington waren über eine Vielzahl von Themen aneinandergeraten, darunter etwa der seit 2016 in der Türkei inhaftierte US-Pastor Andrew Brunson oder die Verurteilung des Vorstands der türkischen Halkbank in den USA. Washington wirft der Bank vor, dem Iran geholfen zu haben Sanktionen zu umgehen.

Ein türkisches Gericht verurteilte den Pastor am 9. Oktober zu drei Jahren und 45 Tagen Gefängnis, ließ ihn aber frei, da das Gericht seine Haftzeit angerechnet hatte.

Brunson saß wegen Terrorismus-Vorwürfen seit dem 7. Oktober 2016 in türkischer Haft und wurde am 23. Juli 2018 in den Hausarrest entlassen.

Türkei und USA heben gegenseitige Sanktionen auf

Am vergangenen Freitag hoben Washington und Ankara zudem gegenseitige Sanktionen auf.

Washington hatte wegen der Inhaftierung Brunsons den türkischen Innen- und Justizministern im August Sanktionen auferlegt. Ankara erwiderte diesen Schritt mit Sanktionen gegen die US-Offiziellen Generalstaatsanwalt Jeff Sessions und Heimatschutzminister Kirstjen Niels.

Syrien: Türkische und US-Truppen beginnen gemeinsame Patrouillen

Türkische und US-Truppen begannen am Donnerstag ihre erste Runde gemeinsamer Patrouillen in der nordsyrischen Stadt Manbidsch.

Die Patrouillen sind Teil eines Abkommens, um das Gebiet von Terrorgruppen, wie etwa dem syrischen Arm der PKK in Syrien, der YPG oder dem IS zu befreien.

Die von den USA geführte Koalition Combined Joint Task Force-Operation Inherent Resolve (CJTF-OIR), sagte in einer Erklärung, die gemeinsamen Patrouillen ermöglichen es der von den USA geführten Koalition und dem türkischen Militär, die lokale Sicherheitsstruktur für Sicherheit und Stabilität in Manbidsch zu ergänzen.

Gemeinsames Training seit Oktober

Türkische und amerikanische Truppen absolvierten für diese Patrouillen seit Anfang Oktober ein gemeinsames Training in der Türkei. Bisher führten die beiden NATO-Verbündeten unabhängige Streifen in dem Gebiet durch. Im September kündigte Ankara dann die gemeinsamen Patrouillen an.

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