Frankreich
Massive Proteste in Frankreich: Demonstranten versuchen Präsidentenpalast zu stürmen

Erhöhte Diesel und Benzin Preise Anlass für frankreichweite Ausschreitungen. Gewaltsame Zusammenstöße zwischen den „Gelben Westen“ und der Polizei. Die Ereignisse forderten bereits 606 Verletzte und zwei Tote.

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Paris (nex) – Die landesweiten Proteste in Frankreich, die am 17. November aufgrund einer Erhöhung der Kraftstoffpreise ausbrachen und bis zu 300.000 Demonstranten auf die Straße brachten, spitzen sich weiter zu.

Während die ersten Protestaktionen der „Gelben Westen“ zunächst noch friedlich verliefen und sich auf Straßensperren begrenzten, nehmen die Proteste nun gewaltsamere Züge an. Rechte wie linke Extremisten laufen auf.

Straßenbarrikaden, brennende Autos, zerstörte Stadtmöbel. Die Polizei antwortet mit Tränengas und Wasserwerfern.

Was als Reaktion in den sozialen Medien auf den geplanten Anstieg bei den Spritpreisen begann, hat sich zu einem Protest gegen Macrons Sozial- und Steuerpolitik ausgeweitet. Die Demonstranten fordern seinen Rücktritt. Das liegt darin begründet, dass Macron jüngst eine Wohlstandssteuer abschaffte und es in Teilen Frankreichs zu einer Kürzung der öffentlichen Dienste kam. In den Umfragewerten ist er auf 20 Prozent gefallen.

Heute nahm die Intensität der Zusammenstöße zwischen den Demonstranten und der Polizei weiter zu. 5000 Demonstranten drangen auf den Champs-Élysée nachdem die Polizei vergeblich versucht hatte die Menge auf die Grünanlagen vor dem Eifel Turm zu navigieren.

Es kam zu Barrikadenbildungen, Pflastersteine und andere Gegenstände wurden auf Polizisten geworfen. Eine Gruppe von Demonstranten versuchte eine Polizeistellung zu durchbrechen um den Präsidentenpalast zu stürmen.

Am Freitagabend versuchte ein 45 jähriger Mann in einem Einkaufszentrum mit Sprengstoff um sein Hals ein Treffen zwischen den Gelben Westen und Präsident Macron zu erzwingen. Später ergab der Mann sich der Polizei friedlich.

Präsident Macron kündigte unterdessen einen „Sozialpakt“ an. Dieser soll die geplanten Steuererhöhungen „gerecht“ und „demokratisch“ neu Regeln.

Engin Kara

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