London
Premierministerin May spricht von „kurdischen Terrorismus“

Der türkische Staatspräsident Erdogan wurde von der Queen und Premierministerin May empfangen. May betonte bei einer gemeinsamen Presseerklärung, dass die Türkei die Verteidigung der Demokratie nicht aus den Augen verlieren dürfe, während sie den gescheiterten Putschversuch aufkläre, Maßnahmen gegen die Instabilität in Syrien unternehme und dem "kurdischen Terrorismus" gegenüber stehe.

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London (tp/nex) – Der türkische Staatspräsident Erdogan wurde am Dienstag von der Queen und Premierministerin Theresa May in London empfangen. May betonte bei einer gemeinsamen Presseerklärung, dass die Türkei die Verteidigung der Demokratie nicht aus den Augen verlieren dürfe, während sie den gescheiterten Putschversuch aufkläre, Maßnahmen gegen die Instabilität in Syrien unternehme und dem „kurdischen Terrorismus“ gegenüber stehe.

May erklärte am Dienstagabend während der gemeinsamen Presseerklärung, dass die Türkei bei der Verteidigung der Demokratie, die durch den gescheiterten Putschversuch, der Instabilität an der Grenze zu Syrien sowie vom „kurdischen Terrorismus“ außerordentlichen Druck ausgesetzt ist, die Werte die sie verteidigen, nicht aus den Augen verlieren dürfe.

May und Erdogan betonten dabei ihre gemeinsamen Bemühungen zur Bekämpfung der Terrororganisation PKK, die nicht nur von Ankara sondern auch von seinen Verbündeten als „Terrororganisation“ bezeichnet wird. May sprach erstmals konkret über die Terrororganisation PKK und deren Wirken in der Türkei und in Syrien und sicherte der Türkei volle Unterstützung zu. „Ich habe Präsident Erdogan heute zugesichert, dass wir demokratische Werte und internationale Menschenrechtsverpflichtungen aufrechterhalten wollen“, fügte sie hinzu.

Erdogan erklärte während seiner Rede, dass die Türkei von Großbritannien die Auslieferung von Personen fordert, die man als Terroristen suche. London habe zugesichert, die Türkei dabei zu untertstützen. „Ob Mitglieder der FETO oder PKK, ich habe eine Liste von Terroristen an Frau Ministerpräsidentin May übergeben. Wir haben die Auslieferung der mit der PKK und FETO verbundenen Terroristen gefordert „, sagte er.

Erdogan verteidigte die türkische Justiz und erklärte, dass die Türkei nicht 160 Journalisten sondern „Terroristen“ und „Vandalen“ inhaftiert habe, die vor dem Rechtstaat Rechenschaft ablegen müssten. „Nur weil sie Journalisten sind, nur weil sie einen Presseausweis haben, bedeutet das nicht, dass alles erlaubt ist“, sagte er. „Ein Terrorist kann kein Journalist sein.“ fügte Erdogan hinzu.

Am Montag verhaftete die Londoner Polizei mehrere Demonstranten, die einem Aufruf eines PKK-nahen Verbandes gefolgt waren. Mehrere Teilnehmer hatten versucht Türken zu attackieren, die einen Blick auf Erdogan erhaschen wollten. Die Polizei ging massiv dagegen vor und nahm Dutzende Protestteilnehmer vorläufig fest, die mit Fahnenstangen auf die Türken losgegangen waren.

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