Nord Stream II und Turkish Stream
US-Regierung spricht sich gegen russische Gas-Pipelines nach Deutschland und in die Türkei aus

Die Vereinigten Staaten haben am gestrigen Mittwoch Einwände gegen Gaspipeline-Projekte Deutschlands und der Türkei mit Russland geäußert.

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Washington (nex) – Die Vereinigten Staaten haben am gestrigen Mittwoch Einwände gegen Ankaras Gaspipeline-Projekt Turkish Stream mit Russland geäußert.

Laut Reuters erklärte John McCarrick, stellvertretender Leiter des Büro für Energieressourcen, dass die USA mehrere von Russland geplante Turkish Stream-Projekte zur Gaslieferung an die Türkei ablehnten.

Mit Turkish Stream soll eine Gaspipeline auf dem Grund des Schwarzen Meeres in den europäischen Teil der Türkei und weiter an die Grenze zu Griechenland verlegt werden.

Der Offshore-Abschnitt der Pipeline wird voraussichtlich etwa 910 Kilometer lang sein, und sein Überlandsegment in der Türkei wird sich über 180 Kilometer erstrecken.

McCarrick ging laut Reuters auch auf das ebenfalls russische Projekt Nord Stream II-Gaspipeline, mit dem neben Nordstream weiteres russisches Erdgas nach Deutschland transportiert werden soll, ein: Hier erwarte Washington, dass die Pipeline  nicht gebaut werde. Sollte der Deal mit Gazprom mit europäischen Geldgebern zustande kommen, müssten die USA dessen „Konturen“ untersuchen, um dann zu entscheiden, ob europäische Unternehmen mit US-Sanktionen rechnen müssten.

Die Nord Stream II sei „ein politisches Projekt der russischen Regierung, das die bestehenden Lieferungen durch die Ukraine nach Europa umleiten und die Ukraine der Transitzahlungen berauben“ soll.

„Die Ukraine als Transit-Land beim Gasexport zu umgehen, hat keine ökonomischen Gründe. Es geht dabei nur um das strategische Ziel von Herrn Putin, den Weg für eine umfassende Militäroperation gegen die Ukraine frei zu machen“, so Andriy Kobolyev, Vorstandsvorsitzende des ukrainischen Gaskonzerns Naftogaz, gegenüber Deutschlandfunk.

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