15,75 Milliarden Kubikmeter pro Jahr
Russland: Putin bedankt sich bei Erdogan für Mitarbeit an Turkish Stream

Am Dienstag erlangte das russisch-türkische Abkommen über den Bau der Turkish-Stream-Pipeline endgültig Rechtskraft. Russlands Präsident Wladimir Putin würdigte in diesem Zusammenhang die Rolle seines türkischen Amtskollegen Erdoğan bei der Inkraftsetzung der Vereinbarung.

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Moskau (nex) – Der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, hat in einem Treffen mit dem türkischen Premierminister Binali Yıldırım am Dienstag seinen Dank gegenüber dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan für dessen Rolle im Zusammenhang mit der Turkish-Stream-Vereinbarung zum Ausdruck gebracht.

„Wir sind Präsident Erdoğan sehr dankbar, dass er die Vereinbarung zu Turkish Stream unterzeichnet hat“, erklärte Putin. Am 10. Oktober hatten die Türkei und die Russische Föderation ein Abkommen zwischen den Regierungen beider Länder unterfertigt, in dem man übereinkam, die geplante Gas-Pipeline durch türkische Gewässer des Schwarzen Meeres zu verlegen und das Gas anschließend von dort aus nach Europa zu pumpen.

Das Abkommen wurde von den Energieministern beider Länder, Alexander Nowak und Berat Albayrak, in Gegenwart der Präsidenten Putin und Erdoğan im Anschluss an deren Gespräche in Istanbul unterzeichnet. Die Pipeline soll, sobald sie fertiggestellt ist, das Gas in den türkischen Teil Thrakiens pumpen, kündigte Putin bereits im Dezember 2014 an.

Die Kapazität von Turkish Stream soll bei 15,75 Milliarden Kubikmetern pro Jahr liegen. Eine von zwei Leitungen soll dabei die Türkei mit Gas versorgen, die andere Europa. Die türkische Große Nationalversammlung hat das Abkommen am 2. Dezember ratifiziert, durch die Kundmachung im offiziellen türkischen Amtsblatt trat es am Dienstag in Kraft.

Im Rahmen seines Besuchs in Moskau traf Premierminister Yıldırım unter anderem mit Präsident Putin und Regierungschef Dmitri Medwedew zusammen. Neben Energiefragen ging es auch um die Aufhebung des von Russland nach dem Zwischenfall mit dem abgeschossenen SU-24-Kampfjets im November 2015 verhängten Landwirtschaftsembargos, um Visafreiheit und um den bilateralen Handel.


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