FETÖ
Britischer Abgeordneter von Gülen-Anhängern für Anti-Türkei-Bericht bezahlt

Nach einem Bericht der britischen Tageszeitung The Times soll Sir Edward Garnier 152.951 US-Dollar für das Verfassen eines Berichts über die Menschenrechtslage in der Türkei erhalten haben.

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London (nex) – Wie die britische Tageszeitung The Times berichtet, soll ein britischer Abgeordneter von einer dem in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen nahestehenden Gruppe in der Türkei mehrere Zehntausend US-Dollar erhalten haben, um einen Bericht über die Menschenrechtslage in der Türkei zu verfassen. Die türkische Regierung hat wiederholt darauf hingewiesen, dass Drahtzieher des Putschversuchs Gülen und die ihm unterstehende Terrororganisation FETÖ gewesen seien.

In dem Artikel heißt es, Sir Edward Garnier, ein konservativer Abgeordneter des Distrikts Harborough in der Grafschaft Leicestershire in England, habe im Februar 2015 für die Mitforschung für den Bericht mit dem Titel „Ein Bericht über Rechtsstaatlichkeit und Respekt der Menschenrechte in der Türkei“ und das Verfassen desselben einen Betrag in Höhe von etwa 152.951 US-Dollar erhalten.

Der Bericht, den die in Istanbul ansässige Stiftung für Journalisten und Schriftsteller (GYV) in Auftrag gegeben habe, „legte den Fokus auf Schritte der türkischen Regierung gegen Gülen-Organisationen“, heißt es weiter. Er sei zu einer Zeit verfasst worden, als Gülens Organisation in der Türkei als eine Terrororganisation eingestuft worden sei. Die GYV soll eine der FETÖ nahestehende Organisation sein, dessen Ehrenvorsitzender Fethullah Gülen ist.

Sir Edward bestehe darauf, dass er und die Co-Autoren des Berichts die Gülen-Bewegung nicht unterstützten oder ihr angehörten; sie hätten den Bericht „als unabhängige englische Juristen, ausgehend von der aktuellen Situation, die wir untersucht haben, verfasst“, ist weiter im Times-Artikel zu lesen.

Der Bericht wurde verschiedenen bekannten britischen Politikern, unter anderem auch dem ehemaligen Premierminister David Cameron und dem ehemaligen Außenminister Philip Hammond geschickt.

Der tödliche Putschversuch in der Türkei begann in der Nacht des 15. Juli, als abtrünnige Elemente im türkischen Militär die demokratisch gewählte Regierung des Landes stürzen wollten. Dabei wurden 230 Menschen getötet und bis zu 2.200 weitere verletzt. Gülen wird vorgeworfen, durch die Gründung eines Parallelstaates seit Jahren für den Sturz der Regierung mithilfe seiner Unterstützer zu kämpfen, die den türkischen Staat vor allem in den Bereichen Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten.

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